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Nachfolge - wie kann's gehen ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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183 Beiträge • Seite 7 von 13 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 13
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon stamo » So Sep 16, 2018 20:46

Paul9876 hat geschrieben:Ich fragte lediglich ob und wie der Betrieb zukünftig rentabel bewirtschaftet werden kann...

Wie kann jemand hier sagen, ob das Ding in Zukunft rentabel sein kann, wenn du nicht weißt, ob es JETZT rentabel ist?
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon T5060 » So Sep 16, 2018 23:39

Paul9876 hat geschrieben:
Scheinbar bist du Hellseher...
Ich frage, wie man hier weiterwirschaften kann,mit dem, was da ist und du schreibst, ich sei ein fauler Hund...
Prima, was soll ich mit so nem Kommentar...


Ne kein Hellseher, aber genügend Lebenserfahrung in Sachen Erbschaft und Hofübergabe :mrgreen:
... aber ich lerne nie aus. Es gibt immer noch Leute mit einer neuen Variante oder Version :roll:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon ihc 844 xla » Di Sep 25, 2018 7:38

Moin, ich habe auch einen kleinen Betrieb von meinem Onkel, also den Bruder meines Vaters übernommen da er keine Frau oder Kinder hat. Es endete in einer halben Katastrophe.
Aber mal von ganz ganz ganz von Anfang an.

Als Opa starb mussten sich 5 Kinder und Oma einigen. Ergebnis war das mein Vater beim Notar auf alles verzichtete, zugunsten seines jüngeren Bruders. Die 3 Schwestern wollten je 5000 DM, Oma bekam als Altenteil Wohnrecht und Unterhalt von meinem Onkel eingetragen.
Nun ging es langsam los mit dem Untergang, das war 1976, mein Geburtsjahr.
Mein Onkel war nicht fähig zu wirtschaften, er merkte nicht das er nur minus erwirschaftete. Mein Vater hat immer wieder vollstreckungen ausgeglichen bis 1988 die Zwangsversteigerung anberaumt war.Also hat mein Vater seine Lebensversicherung beliehen um seinem Bruder aus der Scheisse zu reissen. Er hat sich natürlich nie was unterschreiben oder eintragen lassen, ist doch sein Bruder.
Es ging munter weiter, Pacht nicht gezahlt, Mailsdrillen nicht gezahlt, Häckseln ebnso wenig.
Also sprang Vater wieder ein und zahlte dieses. Das ging regelmäßig so bis 2014.
Ohne das jemals auch nur danke gesagt wurde.

Ich half dabei die Mutterkühe zu bluten, machte seine Feldarbeit teilweise mit, ich sollte als Neffe übermehmen.
Aber da war die nächste Katastophe schon da:
Grundbuch voll
Beim Finanzamt 100000 Schulden da keine Steuern gemacht, er wurde geschätzt.
Beim Lama verschuldet usw.
Zusammen 187000 Schulden bei 20Ha und 40 Mutterkühen inklusive Nachzucht.

Ich kümmerte mich um alles und nach vielen vielen Verhandlungen und Bittstellungen habe ich die Schulden auf unter 50000 runter verhandelt. Es gint noch Menschen mit Herz.
Übergabevertrag war vorher schon fertg und mein Onkel bekam Wohnrecht auf Lebenszeit als Altenteil mit einen Jährlichen Wert von 1800 Euro, mehr nicht da er eine Rente von der LVA und eine aus der Alterskasse bekommt, zusammen fast 1400 Netto bei fast keinen Kosten.
Beerdigung zahle ich.

Jetzt machte ich mich auf die Suche nach dem Grund der Verschuldung und siehe da, die Mutterkühe machte ein Minus von fast 12000 Euro pro Jahr.
Also abgeschafft!
Das fand mein Onkel aber Scheisse und trotzdem das ich ihm das mehrmal vorrechnete sah er es nicht ein.
Am 04.07.2017 gingen die Tiere weg. Am selben Tag ließ mein Onkel die Feldmaschinen zu seinem Kumpel fahren um sie vor mir in Sicherheit zu bringen. Ich hatte das mit einigen Zeugen mitbekommen und so kam es das wir die Maschinen unter Polizeibeobachtung am 07.03.2017 wieder abholten.
Als wir eintrafen beim Kumpel vom Onkel schrieben sie grad die Kaufverträge auf der Motorhabe vom Trecker zusammen. Auch die Polizei sah das. Wir nahmen die Maschinen wieder mit und alles schien gut soweit.
2 Wochen später bekam ich PÜost vom Anwalt!
Mein Onkel will den Übergabeverttrag rückabwickeln da ich meine zusagen nicht halten würde! Und 9000 Euro für Futtermittel für die Tiere die er gezahlt hätte. (hat er nie).
Noch 2 Wochen später bekam ich nochmal Post von einem Anwalt. Diesmal der beste Kumpel von meinem Onkel. Drin stand das er die Maschinen von meinem Onkel schon 2015 gekauft hätte. Mit Kaufverträgen und Unterschriften. Er verklagt mich auf 25000 Euro Maschinenwert.
Jetzt vor 2 Wochen ging das alles zu Ende mit dem Ergebnis das beide Klagen abgewiesen wurden und mein Onkel sowie sein Kunpel sämtliche Kosten übernehmen müssen. Problem dabei? Können sie nicht da keine Kohle und keine Versicherung.
Somit musste ich meine Anwaltskosten selber vorschießen und müsste es bei den beiden Einklagen.
Meine Rechtschutz hats nicht übernommen da der Betrieb in einem anderen Dorf ist und das halbe Jahr nicht um war.
Somit zahlte ich insgesamt 5200 Euro für meinen Anwalt und hoffe das er nun Ruhe gibt.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon 15er » Di Sep 25, 2018 7:56

Du bist ja auch gut, kannst doch nicht einfach anfangen zu rechnen, brauchst dich nicht wundern dass das blöd ausgeht :roll:
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon H1asl » Di Sep 25, 2018 7:59

Und du tust dir das an mit dem Vollpfosten auf einem Hof zu leben? Oder hab ich das falsch verstanden..?
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon ihc 844 xla » Di Sep 25, 2018 8:06

Nee nee, ich wohne in einem anderen Dorf mit meinem Nebenerwerbsbetrieb, 12 km weg Gott sei Dank.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon H1asl » Di Sep 25, 2018 8:15

Achso, dann hab ichs falsch verstanden, sorry :prost:

Wobei es mir nicht recht anders geht mit der Übergabe... Schwiegervater will noch nicht übergeben, lässt die Rente verstreichen und am Hof steht´s auch an allen Ecken an. Will das hier nicht breit treten.

Ich mach halt das was meinen Nachkommen dienlich ist und bringe den Wald auf Vordermann. Am Hof mache ich nichts, mir wird auch nicht entgegen gekommen
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon xaver1 » Di Sep 25, 2018 11:30

Solch einen Übernehmer wünsche ich auch keinem …
Aus der Ferne die ihm wahrscheinlich alles bedeutenden Tiere wegnehmen, :gewitter: .

Es gibt auch so Spezialisten, welche dann mal den Wald schlägern, weil da die letzten Jahre nichts geblieben ist.

mfg
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon ihc 844 xla » Di Sep 25, 2018 12:22

xaver1 hat geschrieben:Solch einen Übernehmer wünsche ich auch keinem …
Aus der Ferne die ihm wahrscheinlich alles bedeutenden Tiere wegnehmen, :gewitter: .

Es gibt auch so Spezialisten, welche dann mal den Wald schlägern, weil da die letzten Jahre nichts geblieben ist.

mfg


Aus Liebe zu den Tieren unter gehen und das letzte trockene Brot aus dem Küchenschrank verfüttern, nur weil man Mutterkühe halten will??
Das meinst du nicht ernst. So blöd kann keiner sein sich wegen den Tieren pleite zu machen.
Wenn ich nicht eingegriffen hätte, hätte das das Finanzamt, das Gericht oder der Gerichtsvollzieher auch getan, vom Veterinäramt ganz zu schweigen.
Ich werde mich nicht für etwas rechtfertigen was das einzig richtige gewesen ist.
Ich bin Landwirt im Nebenerwerb, als will ich was verdienen und nicht was dazugeben!
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Pinzgauer56 » Di Sep 25, 2018 12:31

Hallo Xla, du hast dich hier geoutet, alle alle Achtung !
Du brauchst dich hier überhaupt vor niemand zu Gerecht fertigen !
Da gibt` s noch viel extremere Geschichten hier im Forum über dieses Thema....
Lieben Gruß an dich, du machst DEINEN Weg.....
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon ihc 844 xla » Di Sep 25, 2018 12:36

Pinzgauer56 hat geschrieben:Hallo Xla, du hast dich hier geoutet, alle alle Achtung !
Du brauchst dich hier überhaupt vor niemand zu Gerecht fertigen !
Da gibt` s noch viel extremere Geschichten hier im Forum über dieses Thema....
Lieben Gruß an dich, du machst DEINEN Weg.....


Ich habe ja quasi nur den Hof vor der Zwangsversteigerung gerettet da mein Onkel ja alles an die Wand gefahren hatte.
Nach meinem einschreiten mit allen konsequenzen sehe ich der Zukunft nun sehr positiv entgegen denn wenn es so läuft wie es seid Jahren bei mir zuhause läuft, dann läufts :D
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Pinzgauer56 » Di Sep 25, 2018 12:37

ihc 844 xla hat geschrieben:Ich habe ja quasi nur den Hof vor der Zwangsversteigerung gerettet da mein Onkel ja alles an die Wand gefahren hatte.
Nach meinem einschreiten mit allen konsequenzen sehe ich der Zukunft nun sehr positiv entgegen denn wenn es so läuft wie es seid Jahren bei mir zuhause läuft, dann läufts :D


Passt doch ! :prost:
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon 15er » Di Sep 25, 2018 12:53

xaver1 hat geschrieben:Solch einen Übernehmer wünsche ich auch keinem …
Aus der Ferne die ihm wahrscheinlich alles bedeutenden Tiere wegnehmen, :gewitter: .

Es gibt auch so Spezialisten, welche dann mal den Wald schlägern, weil da die letzten Jahre nichts geblieben ist.

mfg


Sorry aber so einen Käse schreiben grenzt schon fast an eine Frechheit.

Wenn ich einen Betrieb vor der selbstverschuldeten Zwangsversteigerung rette und viel Geld mitbringe. Dann schaffe ich auch an, ohne wenn und aber. Die Alternative für den wirklichen Spezialisten wäre Hartz4 oder ab in die Arbeit und in eine 40m² Wohnung.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon ihc 844 xla » Di Sep 25, 2018 13:05

Pinzgauer56 hat geschrieben:
ihc 844 xla hat geschrieben:Ich habe ja quasi nur den Hof vor der Zwangsversteigerung gerettet da mein Onkel ja alles an die Wand gefahren hatte.
Nach meinem einschreiten mit allen konsequenzen sehe ich der Zukunft nun sehr positiv entgegen denn wenn es so läuft wie es seid Jahren bei mir zuhause läuft, dann läufts :D


Passt doch ! :prost:


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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Lonar » Di Sep 25, 2018 13:23

Ich kann das auch nur als richtigen Schritt sehen. Manchmal muss man eben eine harte Linie durchziehen wenn man was zu sagen haben will. Es kann nicht sein das man Finanzspritzen gibt, verhandelt und seine Arbeitszeit in etwas investiert was der andere wieder im Handumdrehen versaut.
Vielleicht wäre es eine Alternative gewesen ihm zwei Kühe zu lassen, damit er ein bisschen was zu tun behält und nicht auf dumme Gedanken kommt. Das Verhalten hat wahrscheinlich auch von Seiten deinen Onkels nichts mit purer boshaftigkeit zu tun. Wenn man jahrelang alleine auf dem Hof ist dann wird man mit der Zeit einfach komisch. Hier in Norddeutschland hat man dafür das Wort "veronkelt" erfunden :mrgreen:
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