Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 16:40

Nachfolge - wie kann's gehen ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
183 Beiträge • Seite 5 von 13 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 13
  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Paul9876 » Fr Sep 14, 2018 7:01

Hallo und nochmals Danke für die ehrlichen Antworten.
Ein Haustausch kommt vermutlich nicht in Frage.
Und ... Nur zur Info... Ich komm ja nicht einfach so daher. Ich arbeite seit Jahren mit, ob am Hof oder im Weinberg, bei der Wartung der Maschinen und Reparaturarbeiten am Stall... Ganz so mit "auf einmal ist er da" ist es ja nicht.


Ich habe vor zwei Jahren mit den Eltern gesprochen, bevor jch mich für BiLa angemeldet habe, ein attraktiveres Jobangebot abgelehnt, damit ich mehr Zeit investieren kann.

Das finanzielle scheint ja das große Problem zu sein. Umsonst werde ich mich sicherlich nicht mehr aufreiben, ein klärendes Gespräch muss her.

Ich hatte nicht erwartet dass es nur - fast nur - Aussagen und Meinungen gibt wie es sein zu lassen, rechnet sich nicht, gibt nichts als Ärger...zu alt war auch dabei
Nein im Ernst, wie kann es denn sein, dass sich Marktfruchtbau mit sagen wir 80 ha nicht rechnet ? Was machen denn die ganzen Viehlosen draußen auf den Äckern? Geld verbrennen ?
Paul9876
 
Beiträge: 15
Registriert: Mo Sep 10, 2018 18:24
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon 15er » Fr Sep 14, 2018 7:29

Paul9876 hat geschrieben:Hallo und nochmals Danke für die ehrlichen Antworten.
Ein Haustausch kommt vermutlich nicht in Frage.
Und ... Nur zur Info... Ich komm ja nicht einfach so daher. Ich arbeite seit Jahren mit, ob am Hof oder im Weinberg, bei der Wartung der Maschinen und Reparaturarbeiten am Stall... Ganz so mit "auf einmal ist er da" ist es ja nicht.


Ich habe vor zwei Jahren mit den Eltern gesprochen, bevor jch mich für BiLa angemeldet habe, ein attraktiveres Jobangebot abgelehnt, damit ich mehr Zeit investieren kann.

Das finanzielle scheint ja das große Problem zu sein. Umsonst werde ich mich sicherlich nicht mehr aufreiben, ein klärendes Gespräch muss her.

Ich hatte nicht erwartet dass es nur - fast nur - Aussagen und Meinungen gibt wie es sein zu lassen, rechnet sich nicht, gibt nichts als Ärger...zu alt war auch dabei
Nein im Ernst, wie kann es denn sein, dass sich Marktfruchtbau mit sagen wir 80 ha nicht rechnet ? Was machen denn die ganzen Viehlosen draußen auf den Äckern? Geld verbrennen ?


Dass dir die Antworten nicht unbedingt schmecken ist nachvollziehbar, wer will das in so einer Situation auch lesen/hören.
Ob jemand mit 80ha (ca 30% Eigenfläche) Geld verdienen kann hängt halt an unendlich vielen Faktoren und wenn du selber nicht mal weißt wie deine Pachtverträge aussehen und dich dein Vater nicht in die Bücher schauen lässt, was erwartest du dann? Dass dir hier jemand vergoldete Wasshähne verspricht? Auch die Pachtsituation ist von Ort zu Ort anders, hast du lange Verträge, steht der Staat iwo dahinter, wieviel Verpächter gibt es? Wenn du bei den Bauern nicht beliebt bist, wofür ja ganz schnell ein paar sorgen können, bist du innerhalb von ein paar Jahren den Großteils deiner Pachtfläche los.

Aber so gut wie alle negativen Meinungen hier drin gehen doch nicht auf die Wirtschaftlichkeit sondern auf den Ärger los. Und da braucht man doch nur in der Materie drin sein, in jedem Dorf gibt es diese Betriebe, wo die alten bis zum Sarg das Zepter nicht aus der Hand geben, sich die Erben und die Weichenden die Schädel einhauen. Ganze Familien innerhalb weniger Jahre zu Grunde gehen, wirkliche Gewinner gibt es meist nicht, Verlierer hingegen genügend. Wir haben hier eine 5000 Seelen Gemeinde, allein bei uns kann ich dir sofort 5 solche Betriebe aufzählen in denen du dich mit großer Wahrscheinlichkeit wiedererkennen würdest und wo das Ergebniss schon längst bekannt ist. Vom Ehedrama bis zur Geschlossenen ist da leider alles dabei.

Und wo ist eigentlich das Problem das wir hier drin lösen sollen?
Du bist angeblich immer arbeitsmässig im Betrieb mit drin, bist noch in einem guten Alter in dem du schon einges gesehen haben solltest aber noch Kraft für neues da ist und schaffst es aber nicht dich mit deinem Vater und deiner Schwester an einen Tisch zu setzen und suchst dagegen Rat in einem Forum?
15er
 
Beiträge: 1287
Registriert: Do Jun 21, 2012 14:47
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Family Guy » Fr Sep 14, 2018 7:30

Paul9876 hat geschrieben:Nein im Ernst, wie kann es denn sein, dass sich Marktfruchtbau mit sagen wir 80 ha nicht rechnet ? Was machen denn die ganzen Viehlosen draußen auf den Äckern? Geld verbrennen ?


Ja!

Wenn du keine Intensivfrucht oder 10 t Weizen/ ha hast, bleibt nicht viel hängen.

Hier ein Deckungsbeitragsrechner, der einfach zu bedienen ist.
https://www.stmelf.bayern.de/idb/winterweizen.html

Bedenke aber, der Deckungsbeitrag ist noch lange nicht der Gewinn!

Ich habe vor zwei Jahren mit den Eltern gesprochen, bevor jch mich für BiLa angemeldet habe, ein attraktiveres Jobangebot abgelehnt, damit ich mehr Zeit investieren kann.


Was genau habt ihr besprochen?
Konkretes über die betriebszukunft oder "mach doch erstmal Bila"?
Zuletzt geändert von Family Guy am Fr Sep 14, 2018 7:34, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Family Guy
 
Beiträge: 1480
Registriert: Fr Nov 04, 2016 14:26
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon bauer hans » Fr Sep 14, 2018 7:32

Paul9876 hat geschrieben:Nein im Ernst, wie kann es denn sein, dass sich Marktfruchtbau mit sagen wir 80 ha nicht rechnet ? Was machen denn die ganzen Viehlosen draußen auf den Äckern? Geld verbrennen ?

es kommt hauptsächlich auf den pachtpreis und die maschinenkosten an,was auch in buchführungsabschlüssen immer bestätigt wird.
wir schaffen uns :mrgreen:
bauer hans
 
Beiträge: 8058
Registriert: Mo Apr 27, 2015 7:57
Wohnort: OWL
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon 15er » Fr Sep 14, 2018 7:35

bauer hans hat geschrieben:
Paul9876 hat geschrieben:Nein im Ernst, wie kann es denn sein, dass sich Marktfruchtbau mit sagen wir 80 ha nicht rechnet ? Was machen denn die ganzen Viehlosen draußen auf den Äckern? Geld verbrennen ?

es kommt hauptsächlich auf den pachtpreis und die maschinenkosten an,was auch in buchführungsabschlüssen immer bestätigt wird.


Und in dem Fall halt auch noch auf den Austrag der Alten, deren Arbeitskraft (Schlaganfanllpatient) also sprich evtl LU Kosten und was ja auch keiner als der Fragesteller weiß wieviel Zeit ist man dann wirklich bereit zu opfern.
Gerade die LW im Nebenerwerb ackern oft die ganze Nacht durch, für die Ernte wird der Sommerurlaub geopfert und im Winter muss noch das Holz gepflegt werden.
Unterm Strich steht ein Stundenlohn von 5€ aber der Betrieb lebt.
15er
 
Beiträge: 1287
Registriert: Do Jun 21, 2012 14:47
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon landmann14 » Fr Sep 14, 2018 8:10

Wenn ein Haustausch ( vermutlich ) nicht in Frage kommt, zeigt es doch, dass du dich nicht ganz mit dem Betrieb identifizierst, oder was noch wahrscheinlicher ist, deine Frau und deine Kinder wollen nicht. Apropos deine Familie; was sagt die dazu, wenn du demnächst ca. 800 Std. (mal 10 h/ha angenommen ) im Jahr mit dem Betrieb beschäftigt bist und in den Sommerferien der Kinder 3 Wochen Urlaub nimmst, aber nie zu Hause bist ?
Das einzige, vor allem auch gegenüber deiner Schwester faire Angebot wäre, den Betrieb samt Maschinen zu pachten und eine Pacht wie unter Fremden zu vereinbaren. Dann wird für dich finanziell wohl nicht viel über bleiben ( wie ist das Ertragsniveau und vor allem Pachtniveau bei euch ? ), und du trägst das ganze Risiko, nur warum sollst du den Betrieb bekommen und nicht die Schwester mit Familie, die die letzten Jahrzehnte die Launen der Alten hautnah miterlebt haben.
Tut mir Leid, ich lese immer nur heraus, du möchtest das Vermögen Erben, aber nicht die Last und den Ärger mit dem Altenteil haben.
landmann14
 
Beiträge: 128
Registriert: Mi Feb 06, 2013 11:47
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon wastl90 » Fr Sep 14, 2018 8:28

Pachten würde ich nicht. Wenn das mit den "alten" nichts wird, dann würde ich mir überlegen ob es nicht sinnvoller wäre auf einen Betrieb als Aushilfe, Urlaubsvertretung etc. mich vorzustellen!
wastl90
 
Beiträge: 4589
Registriert: So Aug 04, 2013 16:04
Wohnort: Dachauer Hinterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon landmann14 » Fr Sep 14, 2018 9:07

Ja, pachten ist für den TE bestimmt nicht die schönste Lösung. Nur ich weiß nicht, warum er jetzt den Betrieb ( kostenlos ) erhalten soll. Er hat sich scheinbar vor knapp 20 Jahren durch Wegzug gegen die Übernahme entschieden und möchte auch jetzt nicht auf den Hof ziehen. Es gibt Entscheidungen im Leben, die man nicht so ohne weiteres umkehren kann, vor allem wenn es so halbherzig angegangen wird. Wir dürfen auch nicht die Blickwinkel der anderen Betroffenen ( Eltern, Schwester, Neffen ) hier außer Acht lassen.
landmann14
 
Beiträge: 128
Registriert: Mi Feb 06, 2013 11:47
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Paul9876 » Fr Sep 14, 2018 14:15

Hallo Forum,

danke für die vielen Antworten - und ich nehme nichts persönlich... ich habe ja um Einschätzung gebeten.


wo aber sind eigentlich die good vibrations... warum alle so negativ ? :-)
Ich habe Spaß an der Arbeit in der LW, verstehe mich sehr gut mit meinen Eltern und bin mit vielen Arbeiten vertraut.
Meine Schwester und ihr Mann sind beide Beamte und haben nicht den ganz großen Bezug zu den Themen. Na gut, sie betreuen beide die Hühner ...

Und ja, ich bin bewusst vor 15 Jahren aus dem Haus raus... wir wollten Kinder, im Haus war kein Platz für alle, also haben wir im Nachbarort gebaut. Schnell erreichbar aber eben erst mal nicht vor Ort. Den Bezug zur LW bzw. zur Arbeit habe ich in der Zeit nicht verloren. Ich hätte mich aber - und das wusste ich - nicht so intensiv mit meinen Kindern beschäftigen können - mir die Zeit nehmen können. Denn die Erfahrung, nicht von den Eltern großgezogen zu werden sondern von den Großeltern - wollte ich Ihnen ersparen. Ich weiß nicht ob es hier noch mehr solche Fälle gibt.
Ich bin doch deshalb kein Bittsteller der plötzlich wieder da ist und die Hand aufhält und nur das "Vermögen" abgreifen will. Nun gut, hier sind die Umstände nicht bewusst.
Wie haben es - und da gebe ich Recht - einfach verpasst - offen und ehrlich über die Situation zu sprechen - zeitiger ...

Ich kenne so gut wie alle Verpächter persönlich, viele sind aus dem Dorf. Das Pachtniveau, die Kosten, sind hie nicht so hoch, weil auch die Ertragserwartung nicht die hohe ist - sie ist eher unterdurchschnittlich. Ich kann davon ausgehen, dass diese auch an mich verpachten würden.
Ich kenne die DB-Rechner vom stmelf... ich werd mal die Bücher quälen.
Die letzten Jahre waren die Bilanzen natürlich stark durch das Milchvieh und die Erträge aus der Milch geprägt, deshalb ist es schwer, zu sagen, wie sich der Hof mit den jetzigen Marktfrüchten und Futterbau trägt... Neue Maschinen wurden zumindest dieses Jahr auch wieder angeschafft...

Ich hatte ehrlich gesagt gehofft, einige gute Ideen und Tipps zu bekommen, was man aus der Konstellation basteln kann
Bei den meisten liest man jedoch raus, alles hinzuschmeissen und zu hoffen, nicht draufzulegen... Schade...
Es gibt sicherlich auch schöne und gute Geschichten und Beispiele wie es laufen kann...
Paul9876
 
Beiträge: 15
Registriert: Mo Sep 10, 2018 18:24
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon wastl90 » Fr Sep 14, 2018 14:58

Paul9876 hat geschrieben:Hallo Forum,

danke für die vielen Antworten - und ich nehme nichts persönlich... ich habe ja um Einschätzung gebeten.


wo aber sind eigentlich die good vibrations... warum alle so negativ ? :-)
Ich habe Spaß an der Arbeit in der LW, verstehe mich sehr gut mit meinen Eltern und bin mit vielen Arbeiten vertraut.
Meine Schwester und ihr Mann sind beide Beamte und haben nicht den ganz großen Bezug zu den Themen. Na gut, sie betreuen beide die Hühner ...

Und ja, ich bin bewusst vor 15 Jahren aus dem Haus raus... wir wollten Kinder, im Haus war kein Platz für alle, also haben wir im Nachbarort gebaut. Schnell erreichbar aber eben erst mal nicht vor Ort. Den Bezug zur LW bzw. zur Arbeit habe ich in der Zeit nicht verloren. Ich hätte mich aber - und das wusste ich - nicht so intensiv mit meinen Kindern beschäftigen können - mir die Zeit nehmen können. Denn die Erfahrung, nicht von den Eltern großgezogen zu werden sondern von den Großeltern - wollte ich Ihnen ersparen. Ich weiß nicht ob es hier noch mehr solche Fälle gibt.
Ich bin doch deshalb kein Bittsteller der plötzlich wieder da ist und die Hand aufhält und nur das "Vermögen" abgreifen will. Nun gut, hier sind die Umstände nicht bewusst.
Wie haben es - und da gebe ich Recht - einfach verpasst - offen und ehrlich über die Situation zu sprechen - zeitiger ...

Ich kenne so gut wie alle Verpächter persönlich, viele sind aus dem Dorf. Das Pachtniveau, die Kosten, sind hie nicht so hoch, weil auch die Ertragserwartung nicht die hohe ist - sie ist eher unterdurchschnittlich. Ich kann davon ausgehen, dass diese auch an mich verpachten würden.
Ich kenne die DB-Rechner vom stmelf... ich werd mal die Bücher quälen.
Die letzten Jahre waren die Bilanzen natürlich stark durch das Milchvieh und die Erträge aus der Milch geprägt, deshalb ist es schwer, zu sagen, wie sich der Hof mit den jetzigen Marktfrüchten und Futterbau trägt... Neue Maschinen wurden zumindest dieses Jahr auch wieder angeschafft...

Ich hatte ehrlich gesagt gehofft, einige gute Ideen und Tipps zu bekommen, was man aus der Konstellation basteln kann
Bei den meisten liest man jedoch raus, alles hinzuschmeissen und zu hoffen, nicht draufzulegen... Schade...
Es gibt sicherlich auch schöne und gute Geschichten und Beispiele wie es laufen kann...


Du brauchst einen richtigen Einblick in den Betrieb. Der schöne DB Rechner ist einfach ein Witz - der Deckungsbeitrag sagt über die Wirtschaftlichkeit nur sehr sehr wenig aus, besonders wenn du ihn nicht mal mit eigenen Zahlen fütterst. Ein Deckungsbeitrag dient eigentlich nur um zu gucken ob überhaupt die variablen Kosten gedeckt sind + evtl. zwei fast identische Verfahren zu vergleichen! Mehr kann er nicht, für solche Dinge gibt es eine Vollkostenrechnung.
wastl90
 
Beiträge: 4589
Registriert: So Aug 04, 2013 16:04
Wohnort: Dachauer Hinterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon moinertaler » Fr Sep 14, 2018 15:24

Paul9876 hat geschrieben:Es gibt sicherlich auch schöne und gute Geschichten und Beispiele wie es laufen kann...


Ja aber die fangen auch ganz anders an.....
moinertaler
 
Beiträge: 56
Registriert: Sa Feb 15, 2014 8:37
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Paul9876 » Fr Sep 14, 2018 15:58

Ok, mag sein...
Kein "wir schaffen das" möglich, habe es verstanden :-)
Paul9876
 
Beiträge: 15
Registriert: Mo Sep 10, 2018 18:24
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon speeder » Fr Sep 14, 2018 17:10

Paul9876 hat geschrieben: verstehe mich sehr gut mit meinen Eltern und bin mit vielen Arbeiten vertraut.
Meine Schwester und ihr Mann sind beide Beamte und haben nicht den ganz großen Bezug zu den Themen. Na gut, sie betreuen beide die Hühner ...



... stimmt nicht. Du verstehst dich nicht sehr gut mit deinen Alten, du verhälst dich derzeit wohlfeil ihnen gegenüber, deshalb sind sie nett zu dir. Das ist der Standard-Psychotrick der Altenteiler. Du ermöglichst durch deine Hilfe derzeit die Altersfrage zu ignorieren. Du kommst ja dann, wenn sie allein es nicht mehr schaffen würden.

Und deine Beamten-Schwester... klar, alles easy. keiner will dir was böses. Klar darfst du hier Bauer werden. Lass mich mir das mit der Hofübergabeklausel nur einmal von meinem Anwalt erklären lassen.... Woche später: Du, also, da kriegst du ja alles und ich nur 100.000 EUR. Das finde ich nicht richtig, da musst du mich auch verstehen....
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
Benutzeravatar
speeder
 
Beiträge: 1476
Registriert: Sa Okt 05, 2013 13:31
Wohnort: Im Herzen Holsteins
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Family Guy » Fr Sep 14, 2018 17:45

wastl90 hat geschrieben:Du brauchst einen richtigen Einblick in den Betrieb. Der schöne DB Rechner ist einfach ein Witz - der Deckungsbeitrag sagt über die Wirtschaftlichkeit nur sehr sehr wenig aus, besonders wenn du ihn nicht mal mit eigenen Zahlen fütterst. Ein Deckungsbeitrag dient eigentlich nur um zu gucken ob überhaupt die variablen Kosten gedeckt sind + evtl. zwei fast identische Verfahren zu vergleichen! Mehr kann er nicht, für solche Dinge gibt es eine Vollkostenrechnung.


Vollkostenrechnung ist die hohe Schule, der DB kommt über den Gesamtdeckungsbeitrag abzüglich der Festkosten innerhalb einer oderIch 2 Stunden am Schreibtisch auf eine gute Grundlage, die verwertbare Zahlen auswirft.

Ich finde diesen Rechner klasse, man kann ihn leicht mit eigenen Zahlen füttern, das ist natürlich entscheidend, wenn man dann entgegen der üblichen Praxis auch noch die Pacht als variable Kosten mit einfließen lässt, weiß man schnell, wieviel überhaupt übrig bleibt.
Benutzeravatar
Family Guy
 
Beiträge: 1480
Registriert: Fr Nov 04, 2016 14:26
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Family Guy » Fr Sep 14, 2018 17:52

Paul9876 hat geschrieben:Und ja, ich bin bewusst vor 15 Jahren aus dem Haus raus... wir wollten Kinder, im Haus war kein Platz für alle, also haben wir im Nachbarort gebaut. Schnell erreichbar aber eben erst mal nicht vor Ort. Den Bezug zur LW bzw. zur Arbeit habe ich in der Zeit nicht verloren. Ich hätte mich aber - und das wusste ich - nicht so intensiv mit meinen Kindern beschäftigen können - mir die Zeit nehmen können. Denn die Erfahrung, nicht von den Eltern großgezogen zu werden sondern von den Großeltern - wollte ich Ihnen ersparen. Ich weiß nicht ob es hier noch mehr solche Fälle gibt.

Das war genau die richtige Entscheidung, eure Ehe hat es euch gedankt.

speeder hat geschrieben:... stimmt nicht. Du verstehst dich nicht sehr gut mit deinen Alten, du verhälst dich derzeit wohlfeil ihnen gegenüber, deshalb sind sie nett zu dir. Das ist der Standard-Psychotrick der Altenteiler. Du ermöglichst durch deine Hilfe derzeit die Altersfrage zu ignorieren. Du kommst ja dann, wenn sie allein es nicht mehr schaffen würden.

Und deine Beamten-Schwester... klar, alles easy. keiner will dir was böses. Klar darfst du hier Bauer werden. Lass mich mir das mit der Hofübergabeklausel nur einmal von meinem Anwalt erklären lassen.... Woche später: Du, also, da kriegst du ja alles und ich nur 100.000 EUR. Das finde ich nicht richtig, da musst du mich auch verstehen....


Das wird ein riesiges Problem, ich persönlich kenne keinen Fall, der in ähnlicher Konstellation geklappt hätte, derjenige, der den Betrieb weiter macht, bleibt, auch in getrennten Häusern, die anderen müssen gehen.
Ist so.

Funktioniert eventuell mit einem unverheirateten Geschwisterteil, im Jahr 2018 kann ich mir das aber auch ganz schlecht vorstellen, weil sich einfach auch die Vorstellungen darüber, wie man sein Leben führen will, seit 1970 oder 1980 geändert haben.
Benutzeravatar
Family Guy
 
Beiträge: 1480
Registriert: Fr Nov 04, 2016 14:26
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
183 Beiträge • Seite 5 von 13 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 13

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot], haro

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki