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Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Qtreiber » Mo Jan 07, 2019 20:03

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben: Die Frage ist jedoch, ob das produzierte Fleisch "hochwertiger" ist.


Definiere doch ersteinmal die Parameter für "hochwertig".

Ähmm. ICH muss das nicht definieren. Ferengi hat das Biofleisch als hochwertiger und das Konvifleisch als minderwertiger bezeichnet. ICH bin völlig damit zufrieden, wenn ein Bio sagen würde, dass Konvifleisch gleicher Kategorie gleichwertig ist wie Biofleisch. Aber eine ähnliche Aussage habe ich schon ein paar Seiten vorher gemacht.
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Ferengi » Mo Jan 07, 2019 20:08

Und das beziehe ich, unter Anderem, darauf daß bei der Biotierhaltung genmanipuliertes Futter verboten ist,
das die Wartezeiten nach dem Medikamnteneinsatz länger sind....
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Frankenbauer » Mo Jan 07, 2019 20:56

Scheinbar war noch niemand von Euch je bei der Schlachtung eines egal welchen Rindes in einer kleinen Metzgerei dabei. Alles was nach Fleisch aussieht wird vom Knochen gefieselt. Im Schlachthof machts die Maschine, das Endprodukt ist das Gleiche. Was nicht abgefieselt wird, wird dann für den hauseigenen Partyservice noch zur Soßenbasis verkocht und schmeckt sooo lecker.

Gruß

Werner
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Qtreiber » Mo Jan 07, 2019 21:02

Frankenbauer hat geschrieben:Scheinbar war noch niemand von Euch je bei der Schlachtung eines egal welchen Rindes in einer kleinen Metzgerei dabei. Alles was nach Fleisch aussieht wird vom Knochen gefieselt. Im Schlachthof machts die Maschine, das Endprodukt ist das Gleiche. Was nicht abgefieselt wird, wird dann für den hauseigenen Partyservice noch zur Soßenbasis verkocht und schmeckt sooo lecker.

Gruß

Werner

:prost:
Edit: Ist aber überall das Gleiche: Wenn die Brotindustrie Quellmehle einsetzt, die in der Lage sind, viel Wasser zu binden (um eine lange Frischhaltung zu gewährleisten), kommt vom Starkoch im Fernsehen die Bemerkung "da wird also Wasser schnittfest gemacht". Macht der von den Medien geliebte "Slow baker" das Gleiche, indem er einen Stärkepudding kocht, ist das ein Weg zur "natürlichen Frischhaltung". :evil:
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon germane » Di Jan 08, 2019 12:15

DWEWT hat geschrieben:Kannst du selbst nachschauen. http://www.bioland.de Arzneimittelgruppen mit Anwendungsverbot oder -beschränkung.


Und wenn die Bio-Bauern solche Medikamente einsetzen verkaufen sie das Tier als konvi,.......oder ..merkt doch niemand.
Es gibt Gebiete in der EU wo man so was ohne TA kaufen kann. Und es gibt bei Bio auch noch die übliche Ausnahmegenehmigung.

Hauptsache es steht in der Satzung geschrieben, dass diese Medikamente verboten sind.[/color]

Warum haben denn Tierschützer beim Einbruch in Schweißfurth´s Vorzeigebetrieb Reserveantibiotika gefunden?
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon germane » Di Jan 08, 2019 12:33

Ferengi hat geschrieben:Und das beziehe ich, unter Anderem, darauf daß bei der Biotierhaltung genmanipuliertes Futter verboten ist,
das die Wartezeiten nach dem Medikamnteneinsatz länger sind....


Ferengi: Haste noch Sex oder isst Du schon bio!

Gestern hat der Prof. Hauner von der Uni München im Fernsehen wieder erklärt, dass gentechnisch veränderte Sorten viel gründlicher kontrolliert werden als normale Züchtungen. Der Prof. Wolfsohn hat schon vor Jahren chronisch kranken Verbrauchern - aus dem gleichen Grund- geraten gentechnisch veränderte Ware zu essen.

In den USA hatte man früher im Süden viel mehr missgebildete Babys wegen dem Neuralrohrdefekt (?) als im Norden. Der Grund waren die Mycotoxine in den Tortillas aus Maismehl. Seit dort der Bt-Mais angebaut wird ist das besser geworden, weil der Zünsler im Mais ausgeschaltet wurde und so der Mais weniger verschimmelt.
Solche Informationen werde bei uns aus pekuniären Gründen verheimlicht.

Längere Wartezeiten nach Medikamenteneinsatz, jaja , wenn die Gefahr besteht, dass ein Tier das nicht überlebt vermarktet man das schnell konvi!
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Stefan81 » Di Jan 08, 2019 12:41

Wie wird man eine nicht gewollte Gruppe am einfachsten los wenn Zeit eine untergeordnete Rolle spielt? Man macht aus dieser einen Gruppe zwei und bringt sie dazu sich gegenseitig fertig zu machen. Es wird mit allen nicht gewollten Gruppen in Staaten so gemacht. Keiner muss sich die Hände schmutzig machen und das Problem erledigt sich von selbst.

Es ist sehr überheblich wie Biobauern mit ihren Kollegen umgehen. Es gibt weder nachgewiesene Vorteile für die Natur noch für die Bevölkerung. Es wird keiner auch nur einen Tag älter werden wenn er sich gleich ernährt und nur die Konvi gegen Bioprodukte tauscht. Der durchschnittliche Biobauer hat auch keinen Zehntel Prozentpunkt mehr Humus als sein durchschnittlicher Konvikollege. Es ist aber definitiv leichter Humus als Konvi aufzubauen, weil man leichter Bodenbewegung verringern kann und N ausreichend für die Humusbildung vorhanden ist.
Freundliche Grüße sendet
Stefan81
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon germane » Di Jan 08, 2019 13:00

Ferengi hat geschrieben:
AgroTom hat geschrieben:
In der Wurst oder im gemischten Hackfleisch kann der Kunde mehr feststellen, von welchem Betrieb das Tier war. Und ehrlich gesagt finde ich es ein Skandal, dass minderwertige Tiere bzw. Fleischpartien über die konventionelle Schiene vermarktet werden dürfen, auch wenn man dafür Preisabschläge hinnehmen muss.


Totaler Unfug!
Da das Biofleisch die Anforderungen von konventionellem Fleisch übertrift, darf es bei Absatzproblemen selbstvertändlich auch als das minderwertigere Konvifleisch vermarktet werden.
Wenn ein Biotier die Anforderungen die es für Konvitiere gibt, nicht erfüllt geht es auch in den Müll!

Hier produzieren ein paar Bio-Betriebe Milch und Fleisch auf Basis Luzerne und Mais. Da halte ich konv. Milch und Fleisch aus Gras für wertvoller. Luzerne verschiebt das Hormonsystem der Viecher Richtung weiblich. Da wird die Frau dann vllt "schärfer", aber der Mann wird "gedämpft" :shock:

Ein Skandal ist es eher was für einen Scheissdreck so alles in Konvi-Wurst drin ist!
Da ist Seperatorenfleisch noch so ziemlich das Harmloseste.

Kennst du Jemanden, der/die von so Zusatzstoffen krank wurden?


Du hast weiter oben davon gesprochen, dass es Kooperationen zwischen Biobetrieben mit und ohne Tierhaltung geben darf. Kann dann der Betrieb mit Tierhaltung die Flächen seines Kollegen beim GV-Besatz mitanrechnen, oder wie läuft das?


Natürlich.
Ist doch bei den Konvis nicht anders!
Wenn du selber nicht genug Güllenachweißsflächen hast, suchst dirn Ackerbauer der die Gülle aufnehmen darf.
Oder man gibt jene Aufgabe an die Wirtschaftsdüngerbörsen ab.


Und für die extensive Grünlandnutzung (Sommerweide; Limpurger Rinder; max. 1,4 GVE/ha) gibt es im FAKT-Programm neben Flächenprämie und Bioprämie nochmal richtig Schotter, weil dieses Umweltprogramm auf die Biobetriebe zugeschnitten ist,


In welchem Bundesland?
In Niedersachen gibts außer der Biopräme gar nichts extra!
Da fällt alles Andere unter Doppelförderung!

Ich werd jedenfalls keine Wiesen an Biobetriebe verpachten, weil dort immer nur abgefahren wird, bis kaum noch was wächst außer Wurzelunkräuter, während man den Mist oder die Biogasgülle immer schön auf die eigenen Flächen fährt.


Das mag vereinzelt vorkommen.
Ist aber Pfusch!

Jedenfalls würde der bio-Landbau ohne Nährstofftransfer von Konvi-Feldern auf Bio-Felder einen massiven Einbruch erleben. Ein Betrieb hier streut seinen Viechern zu 100% gespritztes Kunstdüngerstroh von Glyphosat-Äckern. Ein Biogaser hat umgestellt auf Bio. Der darf 20% konventionelle Ware vergasen und dann das Substrat als Bio verkaufen. Wer kann die 20% seriös kontrollieren? Und wenn er irgendwelchen Gründen keine 80% Bio-Ware zum vergasen hat, gibt es die übliche Ausnahmegenehmigung.

Da komm ich mir als Konventioneller verarscht vor.


Das kommt weil du halt überhaupt keine Ahnung hast.
So konnte Adolf Schickelgruber auch das Volk gegen die Juden aufhetzen.


Das ist eine unverschämte Unterstellung. Ich befürchte eher, Du hast keine Ahnung von der Realität. Wird wohl kein Zufall sein, wenn in D und A , wo am meisten Bio läuft, früher auch die Braunen am übelsten gehaust haben.
Der Clan Schicklgruber-Hiedler und Freunde wären heute alle treue Bio-Esser. Die würden heute gegen Monsanto, Massentierhaltung und Glyphosat aktiv sein.
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Qtreiber » Di Jan 08, 2019 13:48

germane hat geschrieben:Jedenfalls würde der bio-Landbau ohne Nährstofftransfer von Konvi-Feldern auf Bio-Felder einen massiven Einbruch erleben.

Ein bekannter Mediziner, der heute sein Geld in der Fernsehunterhaltung verdient, hat Impfmuffel als Schmarotzer an der Gesellschaft bezeichnet, weil sie von der sie umgebenden Immunität profitieren.

Analog dazu und passend zu dem o.a. Zitat behaupte ich, dass Ökolandbau hier nur deshalb funktioniert, weshalb ein Großteil der Fläche konventionell bewirtschaftet wird, mit dem dazugehörigen Pflanzenschutz. Die Konvis halten dadurch den Krankheitsdruck geringer und den Ökos die Krankheiten "vom Hals". In meinem Gute-Nacht-Gebet bitte ich daher allabendlich darum, dass der liebe Gott uns vor einer flächendeckenden Bio-Landwirtschaft bewahren möge.
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon DWEWT » Di Jan 08, 2019 17:22

Qtreiber hat geschrieben:
Analog dazu und passend zu dem o.a. Zitat behaupte ich, dass Ökolandbau hier nur deshalb funktioniert, weshalb ein Großteil der Fläche konventionell bewirtschaftet wird, mit dem dazugehörigen Pflanzenschutz. Die Konvis halten dadurch den Krankheitsdruck geringer und den Ökos die Krankheiten "vom Hals".


In der kleinstrukturierten Landwirtschaft der ABL mag das eine gewisse Bedeutung haben. Hier gibt es z.T. 100ha-Schläge in Ökobewirtschaftung. Da spielt die Bewirtschaftung der konv. keine Rolle. Außerdem müsste man hinterfragen, ob das Geringhalten des "Krankheitsdruckes", wenn es auch außerhalb der bedachten Fläche wirkt, nicht ersatzpflichtig ist. Was die Kollegen auf ihren Flächen machen, ist deren Sache. Was auch auf andere Flächen wirkt, nicht mehr.
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Ferengi » Di Jan 08, 2019 18:05

germane hat geschrieben: Wird wohl kein Zufall sein, wenn in D und A , wo am meisten Bio läuft, früher auch die Braunen am übelsten gehaust haben.
Der Clan Schicklgruber-Hiedler und Freunde wären heute alle treue Bio-Esser.


Wenn du dich über Braune beschwerst ist das als wenn ein grüner Schulabbrecher den Fachkraftemängel beklagt. :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Qtreiber » Di Jan 08, 2019 19:36

DWEWT hat geschrieben: Außerdem müsste man hinterfragen, ob das Geringhalten des "Krankheitsdruckes", wenn es auch außerhalb der bedachten Fläche wirkt, nicht ersatzpflichtig ist. Was die Kollegen auf ihren Flächen machen, ist deren Sache. Was auch auf andere Flächen wirkt, nicht mehr.

Niedlich. Man profitiert von den Maßnahmen der Nachbarn, möchte aber eine Entschädigung dafür, weil diese Maßnahmen selbstverständlich ein Eingriff ins ökologische Gleichgewicht der Bioflächen darstellen. Wirklich niedlich. :lol:
Dann werden die Impfmuffel wahrscheinlich auch demnächst eine Entschädigung von den Impfern einfordern, weil diese ihnen die Möglichkeit nehmen, eigene Immunitäten aufzubauen. :lol: :lol:
Tschuldigung, dass ich gerade unterm Tisch liege. :lol: :lol:
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Ulikum » Di Jan 08, 2019 21:07

Wini hat geschrieben:Särs liebe Konvi-Freunde,

Jetzt ist es amtlich. Der Bioanbau ist schlecht für das Klima.

Die zusätzlich benötigten Flächen bei gleicher Erzeugungsmenge sind ein Grund für die
weitere Abholzung der Regenwälder zur Landgewinnung für Bioanbau.

https://www.agrarheute.com/markt/marktf ... ima-550610

Prost Neujahr
Wini


:mrgreen:
wie sich die Aussagen und Untersuchungsmethoden doch gleichen

Wini hat geschrieben:Prost Neujahr,
Der Pflug ist und bleibt der beste Humus-Aufbauer:

Die Auswirkung der Bodenbearbeitung auf den Humusgehalt (Corg ) wurde in einer 21-jährigen (1992-2013) Versuchsreihe in der Versuchsstation in Puch (Landkreis Fürstenfeldbruck) untersucht.
Die Bodenbearbeitung mit Direktsaat, Grubber oder Pflug bestimmt die Tiefenverteilung des Humus im Boden.
Über alle Probenahme-Tiefen gesehen ändert die Art der Bodenbearbeitung kaum die Gesamtmenge des organischen Kohlenstoffs.
Die Auswertung des 21-jährigen Dauerversuchs zum Thema Bodenbearbeitung und Humusgehalt
belegt, dass der Pflugeinsatz nicht humuszehrend wirkt.

Quelle:
https://www.lfl.bayern.de/iab/boden/095286/index.php

Ein sauberer,gepflügter Tisch sind 80% der Ernte.

Gruß
Wini


Die einzigen mir bekannten Untersuchungen zur Klimaverträglichkeit die ich ernst nehmen kann stammen aus der Schweiz.

Eine Umstellung der gesamten Landwirtschaft auf Bio würde zwangsläufig eine Umstellung der Verbrauchergewohnheiten nach sich ziehen.
Und ob das langfristig schlecht fürs Klima ist :?:
Fakt ist würden die Verbraucher eigenverantwortlich ihr Konsumverhalten ändern würde es nicht der Landwirtschaft bedürfen dies zu erreichen.
Wer kennt die aktuellen Zahlen in Europa zum Thema Verschwendung von Nahrungsmitteln?
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon DWEWT » Di Jan 08, 2019 21:28

Qtreiber hat geschrieben:
Tschuldigung, dass ich gerade unterm Tisch liege. :lol: :lol:


Ich sehe sehr wohl ein, dass es schwierig ist, hier eine objektive Sicht zu behalten und die rechtliche Situation entsprechend zu bewerten. Ich kann allerdings sehr gut ohne das Zutun meiner konv. Nachbarn wirtschaften. Probleme mit Pilzen z.B. werden erheblich durch freie N-Verbindungen in der Pflanze gefördert. Im Ökolandbau dürfte das wohl eher nicht vorkommen. Solltest du unter "Hilfe" der Nachbarn allerdings z.B. die Anreicherung des Grundwassers mit Nitrat gemeint haben, dann wäre das wohl das erste Eingeständnis eines Konv. Kollegen gewesen. Bisher hieß es doch immer, dass diese Problematik nur von defekten Abwasserkanälen und Kläranlagen herrührt. An alle, die auf diese Weise zu meinen Erträgen beitragen, schon mal vielen Dank!
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Re: Ökolandbau ist schlecht für das Klima

Beitragvon Frankenbauer » Di Jan 08, 2019 22:58

Mein lieber Mann, langsam gehts hier ja echt ab.
Es gibt (wenige) Bio- Betriebe, die auch schon einen Generationenwechsel erlebt haben, die haben meine vollste Anerkennung, wenn ihr Konzept funktioniert. Aber auch diese Betriebe schauen mit Sorgenfalten auf die "Neu- Bios" und das hat mehrere Gründe:
Der Markt wird im Moment total verzerrt, viele Betriebe drängen sich in Nischen, die nicht groß genug sind, aus einer gut funktionierenden Hofkäserei sind hier mittlerweile drei geworden, die sich um die Plätze auf den Märkten streiten und die wahrscheinlich nur unwesentlich mehr absetzen als vorher der Einzelgänger.
Im Getreidesektor müssen jetzt etliche kleine ausscheiden, weil ihr Kunde eine renomierte Münchner Bio Bäckerei jetzt von einem Großen beliefert wird, der vor zwei Jahren noch der größte Giftmischer war.
Die "alten" Bios sind weniger das Problem, problematisch sind die Neueinsteiger mit großen Ambitionen, von denen ich hier auch einige vermute, denn da kommen Aussagen, die sind grenzwertig. Grenzwertig ist aber auch, was mittlerweile ein Bio- Siegel bekommt und da weicht auch das Verbandsbio immer weiter auf. Demeter hat vor zwanzig Jahren z.B. kein konventionelles Stroh mehr verwenden dürfen, heute kommt es vom Großbetrieb mit ausgeklügelter PS- Strategie, das ist sicher besser für die Tiere als das was hier als Bio- Stroh verfüttert wird, aber eben nicht konsequent. Unser örtlicher EU- Bio Betrieb fährt Rindermist vierzig Kilometer mit einem dreißig Jahre altem Case durch die Gegend, der raucht und dampft als ob es kein morgen mehr für ihn gibt, wie sieht dessen Öko- Bilanz aus? Wir sind hier auf dem Land und auf jedem Hof steht noch ein Schlepper und wenns nur fürs Feuerholz ist, dem schaut jeder kopfschüttelnd nach, weil er den marodesten Bock fährt. Nicht konsequent!
Der gleiche Schlepper fährt mindestens zehn Überfahrten nach der Ernte über die Äcker, erst zwei-dreimal grubbern, dazwischen Mist fahren dann Zwischenfrucht mit KE drillen, ZF striegeln (find ich total unnötig), u.U. nochmal Mist, pflügen, Scheinsaatbeet herstellen, nochmal vorkreiseln, mit KE säen und danach im Rythmus von zwei Wochen striegeln. Ich brauch zweimal den Grubber, den Miststreuer u.U. die Federzinkenegge, Kreiselegge und Sämaschine, meistens nur einmal synthetischen Pflanzenschutz und maximal zwei Überfahrten mit dem Düngerstreuer. Auf guten Flächen steht nach Wintergertse eine geerntete Zwischenfrucht.
Noch interessanter ist der Betrieb, der nur Heu zum Verkauf erzeugt und alle Äcker stillgelegt hat, kassiert Prämie für "gute" Ware und bedient den Markt nicht. Bis vor zwei Jahren hat er wenigstens noch Pferdemist auf seine Wiesen ausgebracht, den er gratis zurückgenommen hat, geht jetzt nach Zertifizierung aber auch nicht mehr, Folge kein vernünftiges Heu mehr, die Pferdebesitzer wandern ab.

Gruß

Werner
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