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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Aug 31, 2023 6:20

böser wolf hat geschrieben:Nur in Hessen , gilt das nicht bundesweit?
Wie sind die aktuellen in Niedersachsen?
Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt den Betrieb zu teilen und 50% auf bio umzustellen , aber aktuell würde ich mir mit bio
Wirtschaftlich selber ins Knie schießen!


Die Höhe der Ökoprämien bestimmen die Bundesländer. Je nach finanzieller Ausstattung der Landeskassen, die die Prämien co-finanzieren müssen, fallen diese unterschiedlich aus.
Die Halbierung des Betriebes in öko und konvi, geht nur als EU-Bio-Betrieb. Da liegt das Preisniveau bei Konvi-Preis plus minimalem Aufschlag. Augenblicklich kann ich keinem Betriebsleiter raten auf öko unzustellen.
Nds zahlt folgende Öko-Förderung: 1. u. 2. Jahr der Umstellung Acker 548, GL 609 €/ha. Beibehaltungsprämie ab 3. Jahr: Acker 314 bzw. GL 284 €/ha. Für Gemüse gibt es 485 €/ha und für Dauerkulturen: 1545 bzw. 987 €/ha.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon böser wolf » Do Aug 31, 2023 13:49

Ausschlaggebend für den Gedanken war die Tatsache das wir in Niedersachsen keine Ausnahmegenehmigung mehr für herbizide und insektizide in Naturschutzgebieten mehr bekommen .
Mir war es einfach zu viel Aufwand den Betrieb zu teilen .
Zumal wir weiterhin dort fungizide wachstumsregler usw einsetzen dürfen , erneut kommt hinzu das wir für diesen herbizidverzicht eine Entschädigung von 380 Euro ha beantragen können .
böser wolf
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Aug 31, 2023 13:57

Hier in Sachsen-Anhalt ist es mittlerweile so, dass du in Nationalparks, Natura2000 und anderen ökologisch ähnlich gelagerten Bereichen, keine Öko-Förderung mehr beantragen kannst. Der Schutzstatus des Gebietes lässt ja schon fast gar keine andere als die ökologische Bewirtschaftung mehr zu. Ei ei ei, wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht? So werden über die aktuellen GAP-Maßnahmen zukünftig sicher auch noch andere Förderungen ausgehebelt. Das öffentliche Geld wird knapp(er).
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Do Aug 31, 2023 18:26

Das ist doch der gleiche Mist, wie die Kulap- Ablehnung sehr vieler wirklich schützenswerter Flächen hier in Thüringen.
Da stehen die Mitarbeiter der UNB , welche die Flächen genau kennen, mit hochrotem Kopf daneben und können nur zusehen, wie über 25 Jahre erfolgreich praktizierter Lanschafts- und Biotopschutz zu nichte gemacht wird...
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon böser wolf » So Sep 03, 2023 8:11

Ab Minute 22.30 wird es interessant.....
Ich finde diese Genossenschaften wie sie dort dargestellt werden sehr fragwürdig .
Hier werden aktuell drei konventionelle Familienbetriebe einen nit unerheblichen Teil ihrer pachtflächen los , weil die neuen Pachtverträge nur noch mit biobetrieben geschlossen werden .
Das sind Fläche die schon seit 2 und drei Generationen bewirtschaftet werden .

https://youtu.be/qRkp5wMhQ8k?si=NRQnQ_glKMV_kpT5
böser wolf
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon LUV4.0 » Mo Sep 04, 2023 6:16

böser wolf hat geschrieben:Ausschlaggebend für den Gedanken war die Tatsache das wir in Niedersachsen keine Ausnahmegenehmigung mehr für herbizide und insektizide in Naturschutzgebieten mehr bekommen .
Mir war es einfach zu viel Aufwand den Betrieb zu teilen .
Zumal wir weiterhin dort fungizide wachstumsregler usw einsetzen dürfen , erneut kommt hinzu das wir für diesen herbizidverzicht eine Entschädigung von 380 Euro ha beantragen können .


Ich kenne einen Betrieb in unserer Ecke der hat genau das gemacht. Die eigenen Flächen sind alle BIO. Die gepachteten sind alle konventionell. Viecher gibt's schon lange keine mehr, BGA auch nicht. Aber das Stroh geht regelmäßig auf den LKW, und im Anschluss kommen die LKW und bringen HTK. HTK müsste dann ja BIO sein? Muss ich bei Gelegenheit mal in Erfahrung bringen. Verband weiß ich auch nicht, muss ja dann nach Aussage von DWEWT EU BIO sein.

Ein relativ bekannter BIO Kartoffelbetrieb hat auch keine Viecher. Da hab ich noch keine LKW gesehen, allerdings Pferdemist aus privater Pferdehaltung. Scheint also auch irgendwie ein Schlupfloch zu geben?

Mein Nachbar hat das auch schon alles durch. Schweine weg, Ackerbau mit Bioland. Hat er dann noch ein paar mal durchgerechnet und es bleiben lassen. BIO kann schon funktionieren, aber dann musst du es aus Überzeugung machen, nicht aus finanziellen Gründen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Sep 04, 2023 6:45

@böser wolf
Zunächst finde ich es sinnvoll, wenn die außerlandwirtchaftliche Bevölkerung wieder in Kontakt zur Landwirtschaft tritt. Welches Vehikel da genutzt wird ist nebensächlich. Ob man nun durch den Anteil sein Gewissen beruhigen möchte, kann dem begünstigten Landwirt egal sein. Die regelmäßigen Treffen auf dem Betrieb würden mich allerdings nerven. Es gibt auch Öko-Kollegen, die ihre Flächen an die Genossenschaft verkaufen und dann wieder zurückpachten. Der Verkauf ist ein fatales Zeichen! Die Mitglieder bekommen keine Zinsen für ihren Anteil. Deshalb kann die Fläche auch sehr günstig verpachtet werden. Genau da liegt natürlich eine Wettbewerbsverzerrung vor. Andererseits kommt diese Wettbewerbsverzerrung auch bei Eigentumsflächen zum Tragen. Außer Opportunitätskosten fallen auch da keine hohen Nutzungskosten an; es sei denn, der Eigentumserwerb wurde finanziert. Für mich überwiegen bei solchen Modellen klar die Vorteile.
Auch langjährige Pachtbeziehungen sind Geschäfte auf Zeit. Die Entscheidungshoheit liegt klar beim Eigentümer. Fest hat man nur, was einem gehört.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon germane » Di Sep 12, 2023 9:47

Ich habe gerade eine neue Adresse gefunden:

https://www.forbes.com/sites/chloesorvino/

Werde der mal schreiben und fragen, was Sie von "germane-Diät" hält.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
germane
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Sep 22, 2023 9:47

Screenshot 2023-09-22 104449.jpg

Quelle steht im Bild
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Sep 22, 2023 11:30

Was willst du uns sagen?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Sep 22, 2023 12:10

DWEWT hat geschrieben:Was willst du uns sagen?


Das du wieder mal falsch liegst und ich Recht habe. :lol:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon farmerpirat » Fr Sep 22, 2023 13:04

Das ein gut versorgter Boden bessere Pflanzenbestände hervorbringt durch die mehr Kohlenstoff i.d. Boden gelangt verwundert erstmal nicht. Es wird ja nicht zwischen mineralischer und organischer Düngung in Form v. Kompost/Festmist unterschieden!
Lediglich beim zweiten Punkt wird kurz auf Gülle eingegangen welche nicht mit Festmist/Kompost gleichzusetzen ist.
Sind erstmal nur Schnipsel dort zu lesen und wahrscheinlich die die den Machern am Besten in den Kram passten wie das so üblich ist.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Sep 22, 2023 13:08

T5060 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Was willst du uns sagen?


Das du wieder mal falsch liegst und ich Recht habe. :lol:


Diese Studie wurde schon in der Luft zerrissen, weil sie die Ausgangswerte nicht berücksichtigt hatte. Wenn ich fast keinen Kohlenstoff im Boden habe und das kommt bisweilen in Ackerböden vor, dann bringt eine Düngung, über die Entwicklung von Pflanzenmasse im und auf dem Boden, natürlich eine Steigerung des Kohlenstoffvorrates mit sich. Wo sind aber die konkreten Werte dazu? Diese Aussage ist, solange nicht konkrete Werte vorgelegt werden, sehr unglaubwürdig.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Sep 22, 2023 13:26

DWEWT, du lieferst wiedermal die übliche Rhetorik, wenn ein Sachverhalt eintritt, der nicht in euer Konzept passt.

Das gleiche Spiel, wie wenn einem bei Gericht das Ergebnis eines Gutachtens nicht ins Konzept passt.

Das Versuchsfeld gehörte einst zur "Ruhr-Stickstoff" und jetzt zu Yara und ich finde es toll,
dass die den Langzeitversuch weitergeführt haben.

Wenn du jetzt feststellst, dass die Kohlenstoffwerte (Humus) zu Versuchsbeginn NULL oder sehr gering waren, dann sehen wir aber auch wie es um die Böden um 1958 bestellt war,
zu einer Zeit als jahrhunderte zuvor dort nur Landwirtschaft ohne Chemie betrieben wurde.

Kurzum: Biolandwirtschaft oder viehlose Landwirtschaft ist nicht gut für die Böden und schon gar nicht fürs Klima.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Marian » Fr Sep 22, 2023 15:30

Ich habe noch nicht einen Beitrag gelesen, in dem der User aus dem Dreiländereck, die viehlose Landwirtschaft propagiert oder gut heißt.
Was genau hat der Artikel jetzt mit dem eigentlichen roten Faden des Threads zutun?
20 Jahre beim Landtreff :prost:
Marian
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