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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T4512 » Di Aug 29, 2023 18:58

Englberger hat geschrieben:
T4512 hat geschrieben:Naja passiert sowieso alles nur wegen der Bio-Prämie. Dadurch ist Bio nur konkurrenzfähig. Das sagt schon alles.
Hallo,
bin neugierig; weisst du wieviels da gibt in Hessen? Und gibts da für Umstellung und Beibehaltung und Grünland und Ackerland gleich oder Unterschiedlich?
Gruss Christian


Ich kenne die Zahlen nicht genau. Mit Umstellungsprämie sinds glaube 500€/ha. Ist meine persönliche Meinung warum der ein oder andere Betrieb überhaupt auf Bio umstellt.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Aug 29, 2023 19:20

In Hessen werden als Beibehaltungsprämie für Acker 300 und für GL 200 € gezahlt. Im ersten Jahr der Umstellung gibt es für den Acker 50 und für das GL 20€/ha mehr. Für Gemüse gibt es 500€ und für Dauerkulturen 950€/ha(?). Für das erste Jahr werden 50 bzw. 350€/ha mehr gezahlt. Das sind keine Prämien für die es sich lohnt umzustellen!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T4512 » Di Aug 29, 2023 19:49

DWEWT hat geschrieben:In Hessen werden als Beibehaltungsprämie für Acker 300 und für GL 200 € gezahlt. Im ersten Jahr der Umstellung gibt es für den Acker 50 und für das GL 20€/ha mehr. Für Gemüse gibt es 500€ und für Dauerkulturen 950€/ha(?). Für das erste Jahr werden 50 bzw. 350€/ha mehr gezahlt. Das sind keine Prämien für die es sich lohnt umzustellen!


Warum stellt man dann auf Bio um?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Di Aug 29, 2023 20:10

T4512 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:In Hessen werden als Beibehaltungsprämie für Acker 300 und für GL 200 € gezahlt. Im ersten Jahr der Umstellung gibt es für den Acker 50 und für das GL 20€/ha mehr. Für Gemüse gibt es 500€ und für Dauerkulturen 950€/ha(?). Für das erste Jahr werden 50 bzw. 350€/ha mehr gezahlt. Das sind keine Prämien für die es sich lohnt umzustellen!


Warum stellt man dann auf Bio um?

Wahrscheinlich, weil man gerne zu den "Guten" gehören möchte. :lol:
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Di Aug 29, 2023 21:54

Hallo,
diese Prämien t¨ten hier in F einen gewaltigen Boom auslösen. Kommst als 100ha Durchschnittsbetrieb auf 50000 E im ersten Jahr, sparst noch 10000 Dünger und hast kaum Ertragsverlust im ersten Jahr. Uware geht bisschen teurer wie konvi also gleicher Ertrag + 60000 Euro extra.
2tes Jahr dann bisschen schlechter, usw. Aber 5 Jahre denk ich kann das gut gehen aufm mittleren Standort im Gemischtbetrieb.
Viel Mist produzieren mit konvi Stroh und Kacke von nem Biohühnerstall, und es geht gut nach meiner Erfahrung.
Gruss Christian
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Aug 30, 2023 6:51

Englberger hat geschrieben:Hallo,
diese Prämien t¨ten hier in F einen gewaltigen Boom auslösen. Kommst als 100ha Durchschnittsbetrieb auf 50000 E im ersten Jahr, sparst noch 10000 Dünger und hast kaum Ertragsverlust im ersten Jahr. Uware geht bisschen teurer wie konvi also gleicher Ertrag + 60000 Euro extra.
2tes Jahr dann bisschen schlechter, usw. Aber 5 Jahre denk ich kann das gut gehen aufm mittleren Standort im Gemischtbetrieb.
Viel Mist produzieren mit konvi Stroh und Kacke von nem Biohühnerstall, und es geht gut nach meiner Erfahrung.
Gruss Christian


U-Ware wird in D. in diesem Jahr fast durchweg konv. bezahlt und gehandelt. Somit bleiben als finanzieller Vorteil im Ökolandbau im Schnitt 300€/ha. Im zweiten Jahr hast du geringe Erträge, hier in D. auch geringe Preise und eine reduzierte Förderung. Da wird es dann verdammt eng. Wenn es vorher schon in der konv. Bewirtschaftung geklemmt hat, geht dann im Ökolandbau fast gar nichts mehr. Genau in dieser Situation stecken hier in D. ca. 8-10% der Ökobetriebe. Nur jeder 3. neue Öko-Betrieb ist noch ein Veredelungsbetrieb. Da gibt es dann keinen MIst;........Scheis.. ist es trotzdem. :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Aug 30, 2023 8:08

DWEWT hat geschrieben:Da gibt es dann keinen MIst;........Scheis.. ist es trotzdem. :wink:


Die fahren doch Gärreste aus ihren konventionellen BGAs, ist also kein Problem.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Aug 30, 2023 8:13

Todde hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Da gibt es dann keinen MIst;........Scheis.. ist es trotzdem. :wink:


Die fahren doch Gärreste aus ihren konventionellen BGAs, ist also kein Problem.


Nur wenige BGAs liefern ein Gärsubstrat, das für den Ökolandbau zugelassen ist. Bei Verbandsbetrieben sind solche mit Konfiskatverwendung und/oder Schweine- und/oder Geflügelkot außen vor.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Aug 30, 2023 8:15

Warum sollten die ihre eigenen Gärreste nicht in den Bio-Zweig reinfahen?
Offenbar machen das einige Betriebe im Eck UE, LG, MV
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Marian » Mi Aug 30, 2023 16:59

Das nimmt auch skurrile Züge an die wenig mit dem zutun haben, was sich der Verbraucher unter Bio vorstellt wenn ich überlege das ein guter Freund hunderte Tonnen Bio Putenmist aus OWL mit dem Lkw nach Hessen zu einer Bio Biogasanlage Containert.
Aber konventionelles Stroh wird ja auch ohne Ende in die Bio Tierhaltung gefahren. Alles in allem eine riesen Verarsche.
Entweder oder.
So ist es reines Rosinen picken.
20 Jahre beim Landtreff :prost:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Fassi » Mi Aug 30, 2023 17:07

Und das vermutlich auch nur, weil die Kontrollstellen sich die Rosinen über Ausnahmegenehmigungen ordentlich vergolden lassen. Ich kenn das auch von einigen Bios, dass da im Frühjahr die Bomber der Biogasanlagen über einige Flächen fahren. Gerne hält über den Tausch Mist gegen Substrat.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Aug 30, 2023 19:06

Marian hat geschrieben:Das nimmt auch skurrile Züge an die wenig mit dem zutun haben, was sich der Verbraucher unter Bio vorstellt wenn ich überlege das ein guter Freund hunderte Tonnen Bio Putenmist aus OWL mit dem Lkw nach Hessen zu einer Bio Biogasanlage Containert.
Aber konventionelles Stroh wird ja auch ohne Ende in die Bio Tierhaltung gefahren. Alles in allem eine riesen Verarsche.
Entweder oder.
So ist es reines Rosinen picken.


Es ist schon lustig, wenn sich hier konv. Landwirte aufschwingen, um die Öko-Erzeugungsrichtlinien zu verschärfen. Wohlgemerkt, es selbst mit Öko nicht machen wollen/können aber der Öko-Branche höhere Standards vorschreiben wollen. Werte Kollegen was ihr euch unter "Bio" vorstellt, hat die Relevanz des Umfallens eines Sackes Reis in China. Es interessiert einfach nicht. Macht es selbst nach euren Vorstellungen vor und ich bin gern bereit, mich an euren Standards zu orientieren. Bis dahin richte ich mich nach den gesetzlichen Regelungen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon monserich » Mi Aug 30, 2023 20:57

Todde hat geschrieben:Warum sollten die ihre eigenen Gärreste nicht in den Bio-Zweig reinfahen?
Offenbar machen das einige Betriebe im Eck UE, LG, MV



Da muss ich Todde mal recht geben weil das gängige Praxis in MV ist.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon böser wolf » Mi Aug 30, 2023 21:24

DWEWT hat geschrieben:In Hessen werden als Beibehaltungsprämie für Acker 300 und für GL 200 € gezahlt. Im ersten Jahr der Umstellung gibt es für den Acker 50 und für das GL 20€/ha mehr. Für Gemüse gibt es 500€ und für Dauerkulturen 950€/ha(?). Für das erste Jahr werden 50 bzw. 350€/ha mehr gezahlt. Das sind keine Prämien für die es sich lohnt umzustellen!

Nur in Hessen , gilt das nicht bundesweit?
Wie sind die aktuellen in Niedersachsen?
Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt den Betrieb zu teilen und 50% auf bio umzustellen , aber aktuell würde ich mir mit bio
Wirtschaftlich selber ins Knie schießen!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Aug 31, 2023 6:15

monserich hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Warum sollten die ihre eigenen Gärreste nicht in den Bio-Zweig reinfahen?
Offenbar machen das einige Betriebe im Eck UE, LG, MV



Da muss ich Todde mal recht geben weil das gängige Praxis in MV ist.


Missverständnis meinerseits? Falls ja, Entschuldigung!
Ich war von konv. betriebenen BGAs auf fremden Betrieben ausgegangen. Es gibt sehr wenige BGAs auf Bio-Betrieben. Dass diese ihr Gärsubstrat verwenden dürfen ist natürlich klar. Dass Bio-Betriebe, wenn sie Rohstoff an konv. BGAs liefern, nur aus solchen Anlagen Gärsubstrat zurücknehmen dürfen die den von mir schon genannten Vorgaben entsprechen und dann auch nur im Rahmen ihrer Rohstoffanlieferung, ist allerdings auch klar vorgegeben.
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