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Pflug - Fluch oder Segen?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Bauerntrampel » Do Nov 02, 2017 18:43

Welfenprinz hat geschrieben:http://www.schattenblick.de/infopool/politik/ernaehr/perl1662.html

(Du wirst den Kollegen aus Mahlerten kennen,nehme ich an)





Wenn ich mich nicht ganz irre, hat der gute aber in den letzten Jahren wieder einen Pflug gekauft :lol:
Angesichts des doch starken Distelbesatzes vielleicht nicht verkehrt...
voro hat geschrieben:Die Ochsen solltet ihr nicht melken!
Schmeckt nicht!

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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon heico » Do Nov 02, 2017 18:47

Durch diese grüne Hölle muss Jeder Bio mal durch. :mrgreen: Manche lernen langsam, manche schneller.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Do Nov 02, 2017 19:32

Ich habe eine "Testfläche" im Betrieb (2,2 ha) die ich seit 12 Jahren nicht mehr gepflügt habe. Ist ein schwerer Lehm mit 45 BP. Und leider haben dort die Wurzelunkräuter wie Ampfer und Distel zugenommen. Und bis vor ein paar Jahren dachte ich auch noch Atlantis ist eine versunkene Insel. Nein auch der AF hatte so zugenommen, dass ich dieses Mittel zum 1. Mal in meinem Betrieb einsetzten musste. Natürlich mit sehr guter Wirkung. Einen km weiter ist einer der sehr wenigen Direktsaatbetriebe in meinem Landkreis. Er ist sehr innovativ und mit Ehrgeiz bei der Sache, hat auch einige Spezialmaschinen angeschafft, aber auch er hat die gleichen Probleme wie ich. Meine anderen Flächen werden nur zu Gerste und ZR gepflügt. Aber da läuft es komischerweise. Also wer will mir denn erzählen, dass der völlige Verzicht auf den Pflug das Allheilmittel ist? Noch dazu wenn ich keinen Erosionsgefährdeten Standort bewirtschafte.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon chillOrn89 » Do Nov 02, 2017 19:55

Wir nutzen derzeit auf unseren Sandböden den Pflug nur jedes zweite Jahr und lösen die Unkrautproblematik ohne Glyphosat, aber dafür mit mehr flachen Bodenbearbeitungsgängen.

Ich sehe nun aber auch keine sonderlich große Kostenersparnis mehr gegenüber dem Pflug.

Allerdings machen sich die kleinen, seit 13 Jahren nicht mehr gepflügten Flächen auch sehr ordentlich im Vergleich.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Todde » Fr Nov 03, 2017 0:11

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Ich habe eine "Testfläche" im Betrieb (2,2 ha) die ich seit 12 Jahren nicht mehr gepflügt habe. Ist ein schwerer Lehm mit 45 BP. Und leider haben dort die Wurzelunkräuter wie Ampfer und Distel zugenommen.


http://www.bio-gaertner.de/Verschiedene ... orpflanzen

Und bis vor ein paar Jahren dachte ich auch noch Atlantis ist eine versunkene Insel. Nein auch der AF hatte so zugenommen, dass ich dieses Mittel zum 1. Mal in meinem Betrieb einsetzten musste. Natürlich mit sehr guter Wirkung. Einen km weiter ist einer der sehr wenigen Direktsaatbetriebe in meinem Landkreis. Er ist sehr innovativ und mit Ehrgeiz bei der Sache, hat auch einige Spezialmaschinen angeschafft, aber auch er hat die gleichen Probleme wie ich.


Wenn der AFU vorher konsequent bekämpft wurde, dann nimmt der doch nicht zu?
Lässt man einige Pflanzen durchrutschen, dann muss man bei flacher Bearbeitung in den nächsten Jahren ein Konzept haben.
Einfach Wintergerste oder Weizen früh drillen ist sicher keines.
Für solche Probleme ist Glyphosat gut geeignet, Feld saatfertig machen, 4 Wochen liegen lassen, 1,5l Glyphos und dann 3 bis 5 Tage später drillen. Damit hat man sich erst mal Luft geschaffen.
https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/ ... /2886/3082

Meine anderen Flächen werden nur zu Gerste und ZR gepflügt. Aber da läuft es komischerweise. Also wer will mir denn erzählen, dass der völlige Verzicht auf den Pflug das Allheilmittel ist? Noch dazu wenn ich keinen Erosionsgefährdeten Standort bewirtschafte.


Der Pflug ist eben die einfachste Sache, da macht man es wie Oppa und es wird funktionieren.
Den Pflug in der Scheune lassen und glauben es geht genauso nur eben ohne Pflug, weil man heute eine Drille hat mit Scheibenscharen, ist ein Irrglaube.



Die LOP-Redaktion war bei Burkhard Fromme in Scheppau bei Königslutter zu Besuch. Wir werden in einer der kommenden Ausgaben darüber berichten, wie er den Ackerfuchsschwanz mit Direktsaat in Griff bekommen hat.
https://www.facebook.com/14502427818733 ... 13/?type=3

Am Donnerstag, den 02.11.2017 erscheint die neue Ausgabe der LOP!
Wir stellen den Betrieb von Burkhard Fromme im östlichen Niedersachsen vor: Die Kombination von Direktsaat, Zwischenfruchtanbau und einer Fruchtfolgeumstellung half hier, das Problemunkraut Ackerfuchsschwanz in den Griff zu bekommen.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon böser wolf » Fr Nov 03, 2017 7:08

chillOrn89 hat geschrieben:Wir nutzen derzeit auf unseren Sandböden den Pflug nur jedes zweite Jahr und lösen die Unkrautproblematik ohne Glyphosat, aber dafür mit mehr flachen Bodenbearbeitungsgängen.

Ich sehe nun aber auch keine sonderlich große Kostenersparnis mehr gegenüber dem Pflug.

Allerdings machen sich die kleinen, seit 13 Jahren nicht mehr gepflügten Flächen auch sehr ordentlich im Vergleich.


und warum pflügst du dann nicht jedes jahr , wenn der verzicht darauf nur eine geringe kostenersparnis bringt ?

mehrere flache bearbeitungsgänge ,,,,,, mit was , wie tief und mit welcher zielrichtung betreffs bekämpfung welches unkrauts ?
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Fr Nov 03, 2017 9:00

Naja, der Spezialist hat ja auch einiges gemacht, Spezialmaschinen angeschafft, wie Strohstriegel, normalen Striegel, Kettenegge usw. Trotzdem immer mehr AF und starken Distelbesatz, viel Melde in ZR. Kostet ja auch alles viel Geld, wenn das alles so einfach wäre hätten die Direktsaatbetriebe ja alle die besten Betriebsergebnisse, oder? Und das der AF Besatz durch Pflügen niedriger ist, ist doch wohl auch kein Geheimnis, siehe auch hier: https://www.gkb-ev.de/publikationen/afu ... thoden.pdf Ich werde jedenfalls weiter zu bestimmen Kulturen Pflügen, never change a running System. Alles anderen überlasse ich den Spezialisten, oder die sich dafür halten. Wenn die Direktsaatbetriebe alle so erfolgreich sind, werden die ihre Pflügenden Kollegen ja sowieso bald übernehmen :roll:
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Todde » Fr Nov 03, 2017 11:08

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Naja, der Spezialist hat ja auch einiges gemacht, Spezialmaschinen angeschafft, wie Strohstriegel, normalen Striegel, Kettenegge usw.


Ich dachte Direktsaatbetrieb?
Und wenn Stoppelbearbeitung, was nützt das, wenn man den Ackerfuchsschwanz erst später in der Kultur betrachtet?

Trotzdem immer mehr AF und starken Distelbesatz, viel Melde in ZR. Kostet ja auch alles viel Geld, wenn das alles so einfach wäre


Einfach ist das sicher nicht, hat niemand behauptet. Ganz im Gegenteil, es muss wesentlich mehr beachtet werden.
Den Pflug in der Scheune lassen reicht eben allein nicht aus.

Und das der AF Besatz durch Pflügen niedriger ist, ist doch wohl auch kein Geheimnis,


Es wird halt mehr vermischt, wenn man den Aussaaten lässt.
Wer meint alleine mit dem Pflug wird man dem AFU Herr, der wird sich eines Tages fragen welcher Wirkstoff denn noch wirkt.
Die Auswahl ist gering, wenn Glyphosat weg ist, wird sie noch kleiner. Danach kommen dann CTU und diverse SHS, in die Kritik...
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Bison » Fr Nov 03, 2017 11:48

Letztendlich kann der AF nur über die Fruchtfolge dezimiert werden. Nur Wintergetreide ohne Sommerrungen geht nicht lange gut.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon böser wolf » Fr Nov 03, 2017 11:58

Todde hat geschrieben:
Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Naja, der Spezialist hat ja auch einiges gemacht, Spezialmaschinen angeschafft, wie Strohstriegel, normalen Striegel, Kettenegge usw.


Ich dachte Direktsaatbetrieb?
Und wenn Stoppelbearbeitung, was nützt das, wenn man den Ackerfuchsschwanz erst später in der Kultur betrachtet?

Trotzdem immer mehr AF und starken Distelbesatz, viel Melde in ZR. Kostet ja auch alles viel Geld, wenn das alles so einfach wäre


Einfach ist das sicher nicht, hat niemand behauptet. Ganz im Gegenteil, es muss wesentlich mehr beachtet werden.
Den Pflug in der Scheune lassen reicht eben allein nicht aus.

Und das der AF Besatz durch Pflügen niedriger ist, ist doch wohl auch kein Geheimnis,


Es wird halt mehr vermischt, wenn man den Aussaaten lässt.
Wer meint alleine mit dem Pflug wird man dem AFU Herr, der wird sich eines Tages fragen welcher Wirkstoff denn noch wirkt.
Die Auswahl ist gering, wenn Glyphosat weg ist, wird sie noch kleiner. Danach kommen dann CTU und diverse SHS, in die Kritik...



na ja , wenn du die ctu-auflagen betrachtest , dann ist das auch kein vollwertiger wirkstoff mehr
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Fr Nov 03, 2017 19:37

Naja, Strohstriegel und Kettenegge verstehe ich jetzt nicht als Stoppelbearbeitung, jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Ein Strohstriegel gehört auch auf einen Direktsaatbetrieb, aber wenn Du ohne auskommst... :roll: Das man den AF nur mit dem Pflug bekämpfen kann habe ich nicht gesagt, aber alle Untersuchungen beweisen das er ein wichtiger Teil im Resistenmanagement ist. Auch dein heiß geliebtes Glyphosat gehört wohl dazu, aber ich komme meist auch ohne aus. Wenn Round Up wegfällt, ist dein gesamtes Direktsaat-System leider hinfällig.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Ulikum » Fr Nov 03, 2017 19:56

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Naja, Strohstriegel und Kettenegge verstehe ich jetzt nicht als Stoppelbearbeitung, jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Ein Strohstriegel gehört auch auf einen Direktsaatbetrieb, aber wenn Du ohne auskommst... :roll: Das man den AF nur mit dem Pflug bekämpfen kann habe ich nicht gesagt, aber alle Untersuchungen beweisen das er ein wichtiger Teil im Resistenmanagement ist. Auch dein heiß geliebtes Glyphosat gehört wohl dazu, aber ich komme meist auch ohne aus. Wenn Round Up wegfällt, ist dein gesamtes Direktsaat-System leider hinfällig.


:mrgreen:

oh je was für ein Beitrag, :lol:

...........aber das gesamte Direktsaat-System ist bestimmt nicht hinfällig,
vielleicht muss man die Fruchtfolge neu überdenken.

Derpsch, R. hat geschrieben:Was ist Direktsaat?
Beschreibung und Definition von Direktsaat

Es ist äußerst wichtig eine adäquate und präzise Definition für Direktsaat zu formulieren wenn es darum geht vergleichbare Versuchergebnisse durch verschiedene Wissenschaftler zu erzielen.

In vielen Fällen sind widersprüchliche Versuchsergebnisse einzig und allein damit zu erklären, dass regionale Begriffe verwendet wurden bzw. unterschiedliche Definitionen von verschiedenen Forschern über Direktsaat benutzt wurden und es unterschiedliche Auffassungen gab, wie die Direktsaat praktiziert werden sollte. Aus diesem Grund ist es wichtig zu einem Konsens in Bezug auf eine genaue Beschreibung und Definition der Direktsaat zu kommen. Falls es nicht bald gelingen sollte ein gemeinsames Verständnis für Direktsaat zu erzielen, dann werden wir weiterhin mit widersprüchlichen Versuchsergebnissen in der Direktsaatforschung sowohl auf nationaler als auf internationaler Ebene rechnen müssen.
Direktsaat

Direktsaat ist ein Ackerbausystem, bei dem das Saatgut direkt in den mit Pflanzenresten der Vorfrucht bedeckten, unbearbeiteten Boden gelegt wird (Köller und Linke, 2001). Mittels Spezialmaschinen, die überwiegend mit Scheibenscharen (minimaler Eingriff in den Boden) oder Zinkenscharen (starker Eingriff in den Boden) ausgestattet sind, wird nur ein schmaler Schlitz zum Einbringen des Saatgutes geöffnet und sofort nach der Saatgutablage wieder geschlossen.

Ziel ist es dabei, möglichst wenig Boden zu bewegen, um keine neuen Unkrautsamen an die Oberfläche bzw. in einen keimfähigen Horizont zu bringen. Sonst wird keine weitere Bodenbearbeitung durchgeführt. Die Erntereste der vorherigen Kultur werden weitestgehend unberührt als Mulchdecke an der Bodenoberfläche hinterlassen.

Wird der Boden zur Saatbettbereitung auch nur flach bearbeitet, so zählt so ein System nicht zur Direktsaat, sondern zur Mulchsaat (DLG, 1997). Säverfahren, bei denen mehr als 50% der Bodenoberfläche gelockert und durchmischt wird, können nicht zur Direktsaat gezählt werden (Linke, 1998, Sturny et al., 2007).

Die Unkrautregulierung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Direktsaat. Diese erfolgt einerseits über Herbizide aber auch über den Einsatz von Fruchtfolgen und den gezielten Anbau geeigneter Gründüngungsarten. Das Verfahren ist im englischen Sprachraum unter “no-tillage“ oder “zero tillage“ bekannt. Einige der gewünschten umweltrelevanten Effekte der Direktsaat wie Erosionsschutz, Wasserschutz, Hochwasserschutz und Klimaschutz durch die zusätzliche Bindung von Kohlenstoff im Boden, stellen sich erst nach einigen Jahren ein, in denen das Verfahren ohne Unterbrechung, kontinuierlich praktiziert wird.

Die Direktsaat wird weltweit bereits auf über 100 Millionen ha bei den unterschiedlichsten Boden- und Klimabedingungen praktiziert (Derpsch et al., 2010). Der Erfolg dieses konservierenden Anbausystems beruht auf einer kontinuierlichen, dauerhaften Anwendung ähnlich dem Dauergrünland (Sturny et al., 2007) sowie auf dem gezielten Einsatz von geeigneten Fruchtfolgen und Gründüngung. Spezifische Anforderungen des Direktsaatsystems müssen berücksichtigt werden, um Misserfolge zu vermeiden. Für eine erfolgreiche Umsetzung sollten die erforderlichen Voraussetzungen bzw. Schritte. für eine erfolgreiche Umstellung beachtet werden (Kahnt, 1976; Duiker und Myres, 2006, Derpsch, 2008). Die permanente Bodenbedeckung mit Pflanzenrückständen und das nicht Lockern des Bodens führen zu einem effizienten Erosionsschutz, zur Speicherung von Kohlenstoff im Boden, zur Erhöhung des Bodenlebens, zu einer besseren Wasserkonservierung im Boden und zu einer erhöhten Wirtschaftlichkeit . Darüber hinaus ist Direktsaat das einzige Anbausystem, welches eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion auch unter extremen Boden- und Klimabedingungen ermöglicht.

Zusammenfassung
"Direktsaat kann als ein Ackerbausystem definiert werden, bei dem das Saatgut in einen unbearbeiteten Boden abgelegt wird. Es wird lediglich ein schmaler Schlitz im Boden geöffnet und nach der Saat wieder geschlossen, der nur so tief und breit ist, dass eine gute Bedeckung des Saatgutes gewährleistet wird. Sonst wird keine weitere Bodenbearbeitung durchgeführt (Phillips und Young 1973,)"
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon böser wolf » Fr Nov 03, 2017 19:57

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Naja, Strohstriegel und Kettenegge verstehe ich jetzt nicht als Stoppelbearbeitung, jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Ein Strohstriegel gehört auch auf einen Direktsaatbetrieb, aber wenn Du ohne auskommst... :roll: Das man den AF nur mit dem Pflug bekämpfen kann habe ich nicht gesagt, aber alle Untersuchungen beweisen das er ein wichtiger Teil im Resistenmanagement ist. Auch dein heiß geliebtes Glyphosat gehört wohl dazu, aber ich komme meist auch ohne aus. Wenn Round Up wegfällt, ist dein gesamtes Direktsaat-System leider hinfällig.


also , ich habe einige jahre direktsaat hinter mir und ich hatte weder einen strohstriegel noch eine kettenegge ......
ich bin mir sicher , das gleich die frage kommt warum ich keine direktsaat mehr mache :roll:
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Ulikum » Fr Nov 03, 2017 20:08

böser wolf hat geschrieben:..........................
..........................
also , ich habe einige jahre direktsaat hinter mir und ich hatte weder einen strohstriegel noch eine kettenegge ......
ich bin mir sicher , das gleich die frage kommt warum ich keine direktsaat mehr mache :roll:


:mrgreen:
böser wolf hat geschrieben:....................... aber nicht jeder boden oder wetterereignisse gibt eine notillfruchtfolge her !

dann komm doch mal auf unseren moor oder heidesand standort (zum großen teil ohne beregnung) und zeig mir wie es geht !
ich habe hier schon die ersten direktsaaten praktiziert , da hast du du bei dir in hessen noch nicht mal an mulchsaat gedacht und mit dem pflug deine furchen gezogen !
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Fr Nov 03, 2017 21:03

Ich sehe schon ihr habt es voll drauf, Jungs :lol: Es ist immer toll eine Diskussion zu führen mit Landwirten die soviel klüger als alle anderen sind. Sämtliche Untersuchungen sagen was anderes, aber ihr Acker Revolutionäre werdet uns anderen bald sicher in die Tasche stecken :mrgreen: Was verstehe ich schon von Ackerbau :lol:
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