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Pflug - Fluch oder Segen?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Einhorn64 » So Feb 20, 2022 9:18

mini-rancher hat geschrieben:... many of the mountains ware arable ... etliche von den Bergen waren Ackerland
... now produce only food for bees ... jetzt finden dort nur noch Bienen Futter

Das ist doch der Wunschtraum unserer Bienenretter usw.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon langholzbauer » So Feb 20, 2022 10:12

Unsere Vorfahren haben sich über Generationen hinweg die Hände blutig geschuftet, um auch im(Mittel) Gebirge ackerfähige Böden aufzubauen, damit sie unabhängig von Wahrenströmen genug zu futtern hatten!
Aber solche Ängste und Motive sind der dekadenten urbanen Bevölkerung und leider den meisten Umweltforschern völlig fremd.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon tyr » So Feb 20, 2022 18:08

langholzbauer hat geschrieben:Es hindert uns niemand daran, wieder mit kleineren Schleppern flacher zu pflügen. :wink:
Allerdings übernehmen moderne Grubber und Kurzscheibeneggen die Arbeit der Schälpflüge inkl. der folgenden Nachbearbeitung auch recht gut.
Manche Kollegen sollten aber die Bearbeitungsgeschwindigkeit bessser dem Boden anpassen, statt dem Zeitdruck und der verfügbaren Antriebsleistung.
Aber vom Sitz sieht der totgefahrene Acker ja schön eben aus.. :wink:


Schälen ist aber keine 18cm, sondern höchtens zehn.
Hier kannst Du kaum tiefer wie die 18, denn dann kommt entweder Lehm oder Granit.
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon langholzbauer » So Feb 20, 2022 18:24

Ich wollte nur darauf hin weisen, dass es mittlerweile andere Geräte für Bodenbearbeitung gibt, die auch flaches Pflügen ersetzen können.
Von 18 cm habe ich nichts geschrieben.
Die sind aber für entsprechende Grubber auch kein Problem. :wink:
Nimm die Scheuklappen ab und schau mal über Deinen Tellerrand bzw. Kirchturm hinweg! :!:
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon heico » So Feb 20, 2022 18:30

Lehm ist doch gut oder was fehlt am Lehm?

Schälen war früher vielleicht 5 bis 6 cm. Da zog das Pferd einen 4 Schar.
Die Schare waren früher übrigens immer top scharf und heute sind die Schare wie auch alle anderen Werkzeuge schon im Neuzustand stumpf und bilden bei Nässe eine Pflugsohle.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon tyr » So Feb 20, 2022 18:32

heico hat geschrieben:Lehm ist doch gut oder was fehlt am Lehm?

Schälen war früher vielleicht 5 bis 6 cm. Da zog das Pferd einen 4 Schar.
Die Schare waren früher übrigens immer top scharf und heute sind die Schare wie auch alle anderen Werkzeuge schon im Neuzustand stumpf und bilden bei Nässe eine Pflugsohle.


Mit reinem lehm kann man Öfen bauen, aber da wächst nix.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon langholzbauer » So Feb 20, 2022 18:36

Aber warum kannst Du bei Lehm nicht tiefer pflügen?
Mir fällt da nur falsche Bewirtschaftung ein.
Wenn das System zusammen passt, bieten doch Lehmböden die Möglichkeit, in kleinen Schritten , die Bearbeitungstiefe zu erhöhen.
Hätten sich das Deine Ahnen bei 5 oder 10 cm nicht getraut, könntest Du heute nicht 15 oder 18 cm tief ackern! :klug:
Das ist aber ein sehr komplexes Thema!
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Todde » So Feb 20, 2022 18:46

langholzbauer hat geschrieben:Ich wollte nur darauf hin weisen, dass es mittlerweile andere Geräte für Bodenbearbeitung gibt, die auch flaches Pflügen ersetzen können.


Das Pflügen stammt aus Zeiten, wo man anders ja überhaupt kein ordentliches Saatbett hatte und die Saat mit Hand auf den Boden stattgefunden hat.
Heute bekommt man die Saat in den Boden und hat super Aufgänge ohne auch nur ein unnötiges Körnchen Boden bewegen zu müssen.

Agrar Heute sein erneuter Bericht ist aber auch sehr peinlich, da braucht man eigentlich nichts zu zusagen.
Das Blättchen ist eh schon lange überflüssig.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon 240236 » So Feb 20, 2022 19:05

Todde hat geschrieben:
Agrar Heute sein erneuter Bericht ist aber auch sehr peinlich, da braucht man eigentlich nichts zu zusagen.
Das Blättchen ist eh schon lange überflüssig.
Ob es peinlich oder einfach wahr war, liegt im Auge des Betrachters.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon heico » So Feb 20, 2022 19:12

Ohne Pflügen geht. Das wurde in der Studie von Don auch gesagt, aber es ist verbunden mit mehr Herbizideinsatz.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Todde » So Feb 20, 2022 19:31

Sicher muss man andere Methoden anwenden, wenn man Unkraut und zB Ausfallgetreide beseitigen muss.
Man kann das mit extrem viel Energie durch Diesel und für den Stahl machen oder mit einem Herbizid. Andere ackerbauliche Maßnahmen, wie zB mit Zwischenfrüchten wurden vermutlich wieder nicht mit einbezogen? Damit lässt sich der Herbizidaufwand weiter senken und wesentlich eher der Humus halten bzw überhaupt erst weiteren Humus bilden.
Und soweit ich mitbekommen habe, fehlt bei der Aussage der AH sowieso der wichtigste Teil, daher erspare ich mir die Click aufs Video.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon DWEWT » So Feb 20, 2022 19:35

Todde hat geschrieben:Heute bekommt man die Saat in den Boden und hat super Aufgänge ohne auch nur ein unnötiges Körnchen Boden bewegen zu müssen.


Soweit kein Widerspruch. Bleibt nur zu erwähnen, welche agrochemischen Maßnahmen vorgeschaltet waren und welche danach kommen. Dieses Herumgereite auf der "schonenden manimalen" Bodenbearbeitung, ist nämlich nur die Hälfte der Wahrheit! Wenn Bodenbearbeitung ökologisch so pfui ist, wieso dulden wir dann noch den Maulwurf oder den Ziesel, der uns diese hervorradenden Schwarzerdeböden geschaffen hat? Wieso wird der Regenwurm hofiert, obwohl auch der das Bodenleben durcheinander bringt? :wink:
Man geht davon aus, dass pflugähnliche Bodenbearbeitungsgeräte seit ca. 40 Tsd. Jahren im Einssatz sind. Bis heute ist mir kein Fall bekannt, in dem es, nach fachkundigem Einsatz des Pfluges, zur nachhaltigen Schädigung der Bodenfruchtbarkeit, der Basis jeden menschlichen Lebens, gekommen wäre. Allerdings hatte ich "Fachkundigkeit" vorausgesetzt und damit schon den limitierenden Faktor benannt!
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon DWEWT » So Feb 20, 2022 19:37

Todde hat geschrieben:
und wesentlich eher der Humus halten bzw überhaupt erst weiteren Humus bilden.


Das ist unzutreffend! Es sei denn, die Zwischenfrüchte stehen länger als zwei Jahre!
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon langholzbauer » So Feb 20, 2022 20:06

Das mit dem "fachkundigen Einsatz des Pfluges" kann aber auch genau so für pfluglose Bewirtschaftung behauptet werden.
Wer chemisch synthetische PSM wirklich fachkundig nur nach Bedarf anwendet, schädigt die Bodenfruchtbarkeit auch nicht mehr als eine Pflugfurche.
Wobei schon sehr viele tausende ha fruchtbarer Böden durch Errosionen nach damals "fachkundiger" Pflugfurche verlagert wurden und verloren gegangen sind.
Wir wollen doch ehrlich bleiben. :!:
Wenn es da keine Probleme gäbe, hätten die Politiker das Verbot einer Winterfurche nicht erfunden und einführen können.
Warum müssen die Anbauverfahren immer so schwarz-weiß verglichen werden?
Der Pflug ist eines von vielen Werkzeugen, dass seine Daseinsbechtigung schon ausreichend bewiesen hat!
Wenn er nicht benötigt wird, bleibt er stehen und gut.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Todde » So Feb 20, 2022 20:20

DWEWT hat geschrieben: Wenn Bodenbearbeitung ökologisch so pfui ist,

Diesel und Stahl sind für Dich ökologisch?
Dann sind PSM und Mineraldünger wohl noch wesentlich ökologischer.

wieso dulden wir dann noch den Maulwurf oder den Ziesel, der uns diese hervorradenden Schwarzerdeböden geschaffen hat? Wieso wird der Regenwurm hofiert, obwohl auch der das Bodenleben durcheinander bringt? :wink:

Siehst Du, alles Dinge die die Natur regelt, dazu braucht der Boden keinen Stahl.


Man geht davon aus, dass pflugähnliche Bodenbearbeitungsgeräte seit ca. 40 Tsd. Jahren im Einssatz sind.

Die haben 35tsd Jahr vor dem Ackerbau schon gepflügt?
Und gelesen, was ich dazu geschrieben habe?
Einfach überlesen?

Bis heute ist mir kein Fall bekannt, in dem es, nach fachkundigem Einsatz des Pfluges, zur nachhaltigen Schädigung der Bodenfruchtbarkeit, der Basis jeden menschlichen Lebens, gekommen wäre.

Schon aus den Zeiten der Römer ist bekannt, dass nach dem Pflugeinsatz und anschließendem Regen ganze Hänge auch im Süddeutschen Raum ins Tal geschwemmt wurden. Diese Folgen finden sich heute noch.
Nach dem Pflug wegfliegende Ackerkrumen scheinen Dir auch unbekannt zu sein.

Stellt sich die Frage, warum das dann in Deutschland im Bodenschutzgesetz aufgenommen wurde, wenn das ja überhaupt nicht bekannt wäre.
Warum hat die USA hunderte Millionen Dollar Fördermittel zu verteilt, damit die Bauern möglichst auf Direktsaat umstellen? Weil Bodenbearbeitung und Pflügen dort falsch betrieben wurde?
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