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Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 4:51

Pleite von Lehmann-Brothers und Merrill Lynch

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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632 Beiträge • Seite 8 von 43 • 1 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 ... 43
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Beitragvon fedorow » Mo Sep 22, 2008 9:12

joh, das mit den hohen Energiepreisen wegen der Börse bzw Analysten stimmt und das müssen auch die ausbaden die mit der Börse nichts zu tun haben :lol:
fedorow
 
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Beitragvon Obelix » Mo Sep 22, 2008 9:18

Hallo,

ich möchte mal noch einen anderen Gesichtspunkt einwerfen:

USA stützt mit 700 Mrd. Andere Länder ebenfalls. Deutschland erleidet über die Kfw schon zum zweiten Male in diesem Jahr herbe Verluste. Zusammen mit den zockenden Beamten bei den LZB's sind über 10 Mrd. für den Deutschen Steuerzahler in den Sand gesetzt worden.

Wer hat denn davon profitiert?

Wie heißt es immer: Das Geld ist nicht weg - das hat nur jemand anders!

Wer hat die Gelder?

An die Fachleute hier: Wer hat von dem Desaster profitiert?
- die 80.000 Millionäre und 700 Milliardäre, die es in Moskau auf einmal allein in Moskau gibt?
- die Saudis, Bareinis, Kuwaities und Dubaianer?
- die Alkaida?

Was mich an dem ganzen Crash so ärgert, ist, dass die Leute, die sich durch dass System jahrelang allein die Taschen voll gemacht haben, diese Verluste nicht allein tragen!

Was haben die Bänker und Finanzexperten weltweit für horrende Profisionen und Bonifikationen bekommen. Wo sind die Millionenbeträge hin, die LZB-Beamte während Ihrer (vom Steuerzahler bezahlten) Arbeitszeit erzockten?

Was halten die Politiker für ein Blödsinnsgelawer wegen leerer Rentenkassen, leerer Krankenkassen und leerer Pflegekassen. Mit den verzockten Geldern hätte man die schön auffüllen können.

Wo sind wir eigentlich gelandet?

Warum muß der Steuerzahler für Verluste in Amerika aufkommen? Konnte man die Kfw-Bank nicht einfach Pleite gehen lassen, das Geld retten und hinterher eine neue Kfw-Bank mit einem anderen Nahmen gründen?

Wir Deutschen sind weltweit gesehen finanztechnisch viel unbedeutender, als wir annehmen. Wenns um die Übernahme von Verlusten geht, da lassen wir es zu, dass man uns wichtig macht. Dann machen wir den gern den ... . Oh wir sind ja wichtig! Und wir haben viele doofe Steuerzahler, die sich veräppeln lassen und die Verluste gern zahlen.

Die Superreichen lachen sich weltweit kaputt darüber, dass wir arme Lichter das Finanzblasensystem, von dem ausschließlich sie profitieren, stützen und aufrecht erhalten.

Grüße
Obelix
Zuletzt geändert von Obelix am Mo Sep 22, 2008 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Trakehnerstar » Mo Sep 22, 2008 9:28

"Und dann ist der Schweinezyklus ja eben gerade ein Beispiel für ausgesprochene PREISschwankungen, weil es keine nennennswerten Nachfrageelastizitäten gibt."

soso, dass sind ja ganz neu Erkenntnisse!
Schon mal was von Grillsaison gehört?
Oder Urlaubszeit? alle sind in Spanien und der Mannvom Schlachthof erzählt mir:ichkann nicht mehr geben, keine Nachfrage? Zur Zeit geht alles nur über den Preis!

Und dann wären noch die Asiaten...wenns boomt muss Schnitzel auf den Tisch, dann werden mal ganz schnell 1 MIO Schweinehälften bestellt!

Hinter Aktien stehen auch konkrete Werte. Wenn der Kurs steigt, dann liegt das daran das z.B. eine andere Firma an der AG interessiert ist, weil sie dadurch ihr Angebot abrunden kann.
Das ist das selbe, wie wenn alle grillen wollen, dann wird eben auch mehr fürs Fleisch gezahlt!
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Beitragvon Trakehnerstar » Mo Sep 22, 2008 9:34

Obelix, vieles was du schreibst stimmt1
Für mich ist aber ganz klar der Staat in der Verantwortung1
Für die kleinen gibts hundertausend Verordnungen, wenn man auffällt wird man bis zum Wahnsinn tyrannisiert!
Nur unter seinesgleichen hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus.
Daher halte ich diese Zustände in der BRD mittlerweile für untragbar.

PS: war ja klar, daß das 350-Mio Euro Geschenk volle Absicht war!
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Beitragvon Obelix » Mo Sep 22, 2008 9:35

julius hat geschrieben: ... ABER gehören nicht die betrügereien schon immer zur börse, wie das kalb zur kuh ? ...


Hallo,

natürlich. Allerdings ist das noch nie so ausgeufert, wie heute.

Es kann aber nicht sein, dass an diesen Betrügereien (wie Du es nennst) vom Steuerzahler getragende Institute wie LZB's, Kfw, Sparkassen und selbst Gemeinden und Kommunen mitmachen. Mit Geldern, die für etwas ganz anderes bestimmt waren!

Börse ist Volksverdummung pur. Die Finanzexperten machen durch Insiderwissen Ihre Geschäfte. Noch lange bevor Nachrichten in die Presse kommen, haben die Ihre Geschäfte gemacht. Insiderwissen kann man nicht verbieten, auch wenn uns das irgendwelche Finanzexperten weiss machen wollen, dass durch das Verbot von Insidergeschäften alles in Ordnung ist.

Irgendwo stand mal zu lesen:

80 % der Gewinne an der Börse machen Institutionelle Anleger, 20 % der Gewinne private Anleger.

20 % der Verlusten machen Institutionelle Anleger, 80 % der Verluste private Anleger.

Das sollte eigentlich jedem Privatanleger zu Denken geben.

Grüße
Obelix
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Beitragvon hans g » Mo Sep 22, 2008 9:40

an alle unzufriedenen:
gründet doch ne neue partei und ändert alles,was euch nicht passt.
mal nen anderes beispiel: in der getreidehochpreiseuphorie letztes jahr sind hier flächen deutlich über eine wirtschaftliche pacht hinaus verpachtet worden und mir als nachbarschaftshilfemähdrescherbetreiber wird jetzt erzählt,dass das dreschen zu teuer sei---joo,dann sucht euch doch nen anderen.
es hat doch keinen zweck,alles infrage zu stellen,nur sich selbst nicht.
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Beitragvon SHierling » Mo Sep 22, 2008 9:49

*GGG* Hans: Wieso soll ich eine Partei gründen, wenn mir der Aktienhandel nicht paßt? Wir HABEN ausreichend Parteien, die bisher daran nichts geändert haben (oder daran nichts ändern konnten?)

Werden die Wähler schlauer , wenn es eine Partei mehr gibt?

Du kannst inzwischen Dein Geld doch statt mit AKtien genau so mit Monopolygeld oder selbstgedruckten Handzetteln verdienen - und dazu mußt Du sehr viel weniger Leute "überzeugen".

Und nochmal: wenn Aktien so klasse sind, WARUM machst Du aus Deinem Betrieb keine AG?
Zuletzt geändert von SHierling am Mo Sep 22, 2008 9:53, insgesamt 1-mal geändert.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon hans g » Mo Sep 22, 2008 9:53

SHierling hat geschrieben:*GGG* Hans: Wieso soll ich eine Partei gründen, wenn mir der Aktienhandel nicht paßt?

so macht man das doch bei uns,oder---siehe oskar und die linke.
vielleicht biste da ja mitglied und kannst dann anfangen,wenn die wahl gewonnen ist.
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Beitragvon hans g » Mo Sep 22, 2008 9:57

SHierling hat geschrieben:
Du kannst inzwischen Dein Geld doch statt mit AKtien genau so mit Monopolygeld oder selbstgedruckten Handzetteln verdienen - und dazu mußt Du sehr viel weniger Leute "überzeugen".

Und nochmal: wenn Aktien so klasse sind, WARUM machst Du aus Deinem Betrieb keine AG?

ich muss doch nur mich selbst überzeugen und hoffen,dass andere auch überzeugt sind.
wenn du mir ne bank nachweisst,die meinen betrieb an die börse bringt--sofort.
bin aber wohl wertmässig zu uninteressant---KTG agrar ist ja schon an der börse,ein riesenbetrieb.
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Beitragvon Obelix » Mo Sep 22, 2008 9:59

hans g hat geschrieben:an alle unzufriedenen:
gründet doch ne neue partei und ändert alles,was euch nicht passt.
...
es hat doch keinen zweck,alles infrage zu stellen,nur sich selbst nicht.


Hallo Hans,

dafür geht es uns noch zu gut!

Als Politiker ist nur der aalglatte, fähnchendrehende, nichtsaussagende Typ erfolgreich, dem man aus nichts einen Strick drehen kann.

Die meisten hier postenden User tätigen Aussagen, die angreifbar sind. Die nicht zu 100 % dem Mainstream entsprechen. Aussagen, die unbequem sind und mit denen man anderen auf die Füße tritt. So etwas kannst Du als Partei heutzutage nicht mehr machen.

Die Bevölkerung will angelogen werden.
Die Bevölkerung will nicht alles wissen, schon gar nicht die Wahrheit.
Die Bevölkerung will nichts entscheiden oder vertreten müssen.
Die Bevölkerung will keine Konsequenzen tragen.

Bsp.: Alle sind für Umweltschutz. Aber keiner will sich beim Auto einschränken. Gut, einige machen das jetzt - aber aus finanziellen Gründen und nicht aus Überzeugung.

Es tut sich doch heute kein vernünftiger Bürger mehr an, in die Politik zu gehen, sich dort mit Dreck bewerfen zu lassen und zwischen irgenwelchen hinterhältigen Seilschaften unter zu gehen.

Politiker werden heute nur noch Leute, die sich bereits in belastbaren Seilschaften befinden. Daher auch der Beamtenanteil mit über 90 %. Denen kann nichts passieren, die sind doppelt und dreifach gesichert.

Grüße
Obelix
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Beitragvon SHierling » Mo Sep 22, 2008 10:07

hans g hat geschrieben:bin aber wohl wertmässig zu uninteressant---KTG agrar ist ja schon an der börse,ein riesenbetrieb.


Aktiengesellschaft (AG)
- mind. 1 Gründer
- mind. 3 Aufsichtsratsmitglieder (Die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder muss durch 3 teilbar sein)
- mind. 1 Vorstandsmitglied
- Haftung beschränkt auf Gesellschaftsvermögen
- Gesetzliches Mindestkapital: 50.000,00 EUR
- Geschäftsführung durch Vorstand
- Gewinnverteilung in der Regel nach Anteilen am Grundkapital

Wo ist das Problem? WERTmässig? Ich dachte, Aktien sind Werte an sich?
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon fedorow » Mo Sep 22, 2008 10:13

Obelix hat geschrieben:[
Die Bevölkerung will angelogen werden.
Die Bevölkerung will nicht alles wissen, schon gar nicht die Wahrheit.


Obelix

und weil das so ist, wird die börse bestehen bleiben, denn diese punkte treffen eben auf diese zu.
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Beitragvon hans g » Mo Sep 22, 2008 10:29

SHierling hat geschrieben:
hans g hat geschrieben:bin aber wohl wertmässig zu uninteressant---KTG agrar ist ja schon an der börse,ein riesenbetrieb.


Aktiengesellschaft (AG)
- mind. 1 Gründer
- mind. 3 Aufsichtsratsmitglieder (Die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder muss durch 3 teilbar sein)
- mind. 1 Vorstandsmitglied
- Haftung beschränkt auf Gesellschaftsvermögen
- Gesetzliches Mindestkapital: 50.000,00 EUR
- Geschäftsführung durch Vorstand
- Gewinnverteilung in der Regel nach Anteilen am Grundkapital

Wo ist das Problem? WERTmässig? Ich dachte, Aktien sind Werte an sich?

ich arbeite dran---habe mal eben jemandem,den ich für kompetent halte,ne anfrage geschickt.
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Beitragvon Trakehnerstar » Mo Sep 22, 2008 10:52

warum gibt es keine Hans AG?
Ist doch klar, ein landw. Betrieb ist meistens zu klein und braucht kurze Entscheidungswege!
Bei großen Industriebetrieben ist das anders, da kann keiner mehr alleine entscheiden!
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Beitragvon zimtstangerl » Mo Sep 22, 2008 11:18

SHierling hat geschrieben:Aber selbst wenn Du gerecht und ungerecht mal wegläßt - es spricht ja gar nichts gegen Ungleichheit oder dagegen, daß der eine mehr, der andere weniger besitzt, und auch nichts gegen Arbeitsteilung - es geht nur darum, wie solche Preise für die Verteilung des Kuchens realisiert werden können, die sich nach einem nachvollziehbaren Wert richten. Und dazu ist "Markt" nun mal nicht sehr gut geeignet.

Oder anders, ganz am Anfang der Kette angefangen: die Häuser, die mit den zu unrecht vergebenen Krediten (deren Zinsen der einzige Grund waren, diese Kredite zu vergeben!) gebaut worden sind, die sind ja immer noch da. Und auch als Haus weiterhin geeignet, und nicht zusammengefallen. Ihr NUTZwert, ihr Wert für die Gesellschaft (die den Verschuldeten Ex-Eigentümern jetzt Sozialhilfe zahlen muß) und ihr Dasein als Wertsteigerung innerhalb des gesamten "Gesellschaftsvermögens" ist UNANGETASTET. Einzig und allein die davon völlig losgelöste "geldmarktpolitische" BeWERTung, die das Eigentum an diesen Häusern zu Leuten (Bänkern) verschiebt, die sie nicht brauchen (sondern nur an ihrem Vermögen verdienen wollen) ist es doch, die diese ganze überflüssige Krise verursacht.


der Nutzwert eines Hauses, das sich der eine nicht leisten kann, das der andere nicht will, das folglich keiner nutzt = <0. Oder meinst du, nur weil irgendwer Energie darauf verwendet hat, sie zu bauen, sind sie was wert? Voschlag: grab ein paar Löcher, schaufel sie wieder zu und versuch einmal die zum Energie-Wert zu verkaufen. Oder anders: wir könnten doch unsere Gesellschaften reich bauen. is doch wurscht, ob die Häuser dann wer bewohnt, den der Nutzwert ist ja gigantisch. ich sag's ja: Gesellschaftsbastler-Zauberstab.

Die Krise wurde verursacht, weil Leute, die sich die Gesellschaft gerne so basteln würden, wie sie sich das vorstellen (alle brauchen einen Akad. Titel, alle baruchen ein Auto, alle brauchen ein HAus, brauchen, brauchen, brauchen), weil sie auch noch glauben, dass Konsum Wohlstand schafft und das bestens noch auf Pump (obwohl natürlich Konsum das Ergebnis von Wohlstand ist, außer im zusammengereimten hedonistic paradise), die Zinsen per Billiggeld dermaßen in den Keller gedrückt haben. Diese Leute sitzen in den Gremien der Zentralbanken.

Dass Geschäfts-Banken dieses Geschenk annehmen ist logisch. Anreizsysteme funktionieren halt mal. Allerdings liegt die Schuld bei denen, die den Zinssatz nicht per MArkt regulieren lassen, sondern reinpfuschen. Dann allerdings die Schuld beim Markt zu suchen ist ein schlechter Scherz. Aber zum Glück für die Damen und Herren Politiker ist ja die MAinstream-Presse auf den Zug aufgesprungen und verhindert so wunderbar, dass Ross und Reiter endlich einmal genannte werden, was eben diesen Damen und Herren die Chance bietet weiter rein zu pfuschen, um den Mist, den sie produziert haben, mit weiterem Mist zu übertünchen. Und so schwappt - im Schlaraffenland der Geldproduktion - die nächste Welle an Billiggeld in die Restbestände des MArktes, was wieder dem Staat und den Geschäftsbanken auf KOsten der Menschen zugute kommt.

Die nächste folgelogische Krise ist dann ein gefundenes Fressen für jene, die meinen, dass wenn die Preise unelastisch wären, sei der MArkt ausgeschaltet und selbigen als mystisches Über-Etwas definieren, statt als die Summe freiwilliger Interaktionen, aber sei's drum. Schließlich sind das die selben Leute, die über die freiwillige Interaktion entstandene Preise für moralisch verwerflich halten, aber die Einschränkung der Verfügungsgewalt über Privateigentum (wie anders ist denn dass Ansinnen zu bewerten, es sei gegen jemanden vorzugehen, der sein Vermögen veräußert, auch wenn 20.000 Mitarbeiter freigesetzt würden) als gerecht einstufen. Dass gerecht etwas mit RECHT zu tun haben sollte, wird in der Privat-Moral-Fabrik geflissentlich vergessen, ebenso wie die TAsache, dass erfundene Preise eben zu Fehlallokationen führen, zu Schwarzmarkt, zu Unterversorung. Aber auch das ist egal. Wenn die Welt nicht zur Theorie paßt, kann keinesfalls die Theorie mangelhaft sein, sondern die Welt gehört einfach einmal neu aus dem Boden gestampft. 'Der neue Mensch' feiert fröhliche Urständ. Aber klar diese Leute, die einem Gut einen Wert andichten wollen (weil einmal is der tatsächliche zu hoch, dann wieder zu nieder - die Paralellen zum Wunschkonzert sind unübersehbar) wollen dann auch nicht, dass jemand der sein Privatvermögen einem anderen zur Verfügung stellt (indem er Aktien kauft), dafür bezahlt wird. Denn das - obwohl freiwillig, obwohl in beiderseitgen Einvernehmen - muss ja dann wohl auch unmoralisch sein und anstatt gegen die Einschränkung der persönlichen Freiheit (inform des staatlichen Glückspielmonopols) aufzutreten wird der Ruf laut, die Freiheit noch weiter einzuschränken und die Börse zu verbieten. Dass die Börse erst ermöglicht, dass Unternehmen wachsen und Arbeitsplätze schaffen - und folglich tatsächliche Werte - das wird dann schnell vergessen, weil einige Vollkoffer bar jeder Integrität zocken auf Teufel komm raus und baden gehen. Weit haben wir es gebracht mit der Kollektiv-Denke. Oder ist irgendjemand bereit ein Unternehmen zu schließen, weil ein paar Mitarbeiter betrügerisch unterwegs sind, es ist und bleibt die Verantwortung des einzelnen. Und natürlich ist eine Aktie qua Aktie kein Wert, sondern sie repräsentiert einen Wert und zwar den, den ein anderer bereit ist zu zahlen. Und dann wird auch das Ansinnen, jemand, der Aktien kauft, müsse sein Unternehmen zu einer AG machen völlig abstrus, wenn derjenige antizipieren kann, dass kein Mensch Unternehmensanteile kaufen würde. Oder muss jeder der Semmeln kauft automatisch zum Bäcker mutieren? Kapitalvernichtung ist das Liebkind der POlitiker nicht von Privatpersonen.
Jeder Privatanleger, der sich des Risikos nicht bewußt ist, ist selbst schuld. (DAss viele - Papa Finanzminister wird's schon wissen - da hinheinpaldowert wurden is eine andere Sache.) Wie hätt ma's denn gern? Bei jeder Transaktion ein Warn-Popup "Aktien können ihr Vermögen gefährden"? Zum Drüberstreuen wär ein Schild bei der Geburt anzuraten: "Sie könnten Ihr Leben gefährden - aber wir schützen Sie vor sich selbst. Wenn's sein muss auch gegen Ihren Willen. Unterzeichnet: stets der Ihre, 'Ihr' Staat."
Schöne Grüße aus Ungarn
Wolfgang
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