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Rapssaat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Rapssaat

Beitragvon 1056xl » Mi Nov 13, 2013 0:58

Hallo
Hier im Forum gibts schon einige die sehr überzeugt sind von sich,
ein Mancher könnte mit 100%iger Sicherheit die nächsten Lottozahlen vorhersagen :lol: :lol:
Die anderen sind doch alle Blöd :lol: :lol:

MfG. 1056xl
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Re: Rapssaat

Beitragvon Falk » Mi Nov 13, 2013 1:17

Das habe ich weder gemeint noch gesagt!

Es ist schon so das der Pflug seine berechtigunng hat, aber da wo er gebraucht wird!
Ich glaube auch das es viele gibt die es besser als ich können( wüßte da sofort mind. 1nen).
Aber ich weiß auch was auf meinen Standorten (und das ist von Sand bis schweerem Ton fast alles) geht!
Außerdem setze ich mich schon damit auseinander wasman machen kann und was nicht, denn dann würde ich noch, wie mein alter Herr nur Pflügen!
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
Falk
 
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Re: Rapssaat

Beitragvon Kreuzschiene » Mi Nov 13, 2013 8:14

Falk hat geschrieben:
Auch eine Pflugfurche bedeutet keinen mehr Ertrag,Eine vorarbeit mit dem Grubber bringt gleich und auf gewissen Standorten auch mehr Ertrag!

20131110_162432.jpg


Das ist Mein Grubberraps der am 30.8 gedrillt wurde, auf schweerem Boden!
Der gefällt mir so recht gut!


Klar steht der Raps einigermassen gut da. Allerdings möchte ich nicht wissen, wie der in den Winter gegangen wäre, wenn die letzten vier Wochen keine Vegetation mehr stattgefunden hätte. Insofern: Glück gehabt...
Kreuzschiene
 
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Re: Rapssaat

Beitragvon 1056xl » Mi Nov 13, 2013 8:24

Hallo Falk , Ich hoffe sehr dich nicht beleitigt oder sonst was zu haben. :D

Ich glaube das warschinlich auf vielen Standorten die pfluglose Bearbeitung die bessere Variante ist, aber auf vielen funktioniert es eben nicht.
Nicht immer ist der Boden allein der entscheidente Faktor sondern auch oft die fehlente Technik. Nun ist es ja auch nicht so das das es eine
bestimmte Technik ist, die die Richtige ist und bei jedem Boden passt, sondern das immer wieder neue Erfahrungen neue Maschinen hervorbringen.
Der durchschnittliche Landwirt der letzen 15-20 Jahre kann aber nicht jedesmal neu kaufen wenns was neues gibt, und es sich nach 4-5 Jahren
zeigt das es nicht geht. Ich errinnere nur an den zweibalkigen Kurzgrubber und die Kurzscheibenegge, was wurde da für ein tamtam gemacht und
nun will sie kaum noch einer.
Wenn nun etwas neues beim ersten mal nicht funktioniert bleibt ein jeder noch ruhig, beim zweiten mal wirds schon anders und die ersten überlegen schon
ob sie nicht doch wieder zum altbewährten zurückkehren. Viele Landwirte können gar nicht anders weil nicht das nötige Kleingeld vorhanden ist um
so sorglos rumzuprobieren.
Ein GROOOOOSER Betrieb tut sich da leichter immer wieder mit neuen Varianten der Bearbeitug rumzuspielen, aber ich kenn kaum einen der etwas gefunden hat
bei dem er bleibt, weils halt doch net optimal läuft.
Ein jeder muß so arbeiten wies sein Können (Erfahrungen) und seine Möglichichkeiten (Technik u.Böden) ermöglichen um ein "Sicheres" Einkommen zu erwirtschaften.

Und Falk, es ist nicht sooo Sicher das es wiklich EINEN gibt der es in deiner Situation immer besser kann.
Und wenn man etwas nicht kann , kann man es ja noch lernen. Und Leute die immer alles besser können sind sowiso out :mrgreen:

@Kreuzschine, wenn das Wörtchen wenn nicht wär............... :roll:
In der Landwirtschaft gibts viele Faktoren die nicht berechenbar, vorhersehbar,beeinflussbar sind ,also was ist jetzt 100% richtig :?: :roll: :roll:

MfG. 1056xl
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Re: Rapssaat

Beitragvon Falk » Mi Nov 13, 2013 10:24

Also @ Kreuz, sicher wenn wir mitte oktober winter bekommen hätten würde er nicht so schön da stehen. habe es aber hier noch nicht erlebt am 15 Oktober schnee zu bekommen oder dauerfrost! und ende oktober war der raps schon stark genug.
Also ich will damit sagen, ich hatte ende september keinerlei bedenken , das es der raps über den WInter nicht schafft, und habe daher auf eine N Gabe verzichtet.

@1056xl

Keine Angst, fühle mich nicht Angegriffen, habe mich in meinem vorletzten Post vllt auch ein "wenig" falsch ausgedrückt.
Sehe das meist genau wie Du, es gibt keine Eierlegende Wollmichsau!

Wo ich mich allerdings immerwieder verwunder ist das Wini (mit erfolg) immer wieder beachtung findet mit seinen FAKEposts!
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
Falk
 
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Re: Rapssaat

Beitragvon 1056xl » Mi Nov 13, 2013 11:47

Hallo @ Falk Bild

Zu Wini, ist halt seine , nicht mal schlechte, Art auf manches seltsame :mrgreen: Gerede zu reagieren oder sich zu verdeitigen, ich glaub der
Wini hat hier viel Spaß.
Bild

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Re: Rapssaat

Beitragvon Crazy Horse » Mi Nov 13, 2013 14:45

1056xl hat geschrieben:Ich glaube das warschinlich auf vielen Standorten die pfluglose Bearbeitung die bessere Variante ist, aber auf vielen funktioniert es eben nicht.
Nicht immer ist der Boden allein der entscheidente Faktor sondern auch oft die fehlente Technik. Nun ist es ja auch nicht so das das es eine
bestimmte Technik ist, die die Richtige ist und bei jedem Boden passt, sondern das immer wieder neue Erfahrungen neue Maschinen hervorbringen.
Der durchschnittliche Landwirt der letzen 15-20 Jahre kann aber nicht jedesmal neu kaufen wenns was neues gibt, und es sich nach 4-5 Jahren
zeigt das es nicht geht. Ich errinnere nur an den zweibalkigen Kurzgrubber und die Kurzscheibenegge, was wurde da für ein tamtam gemacht und
nun will sie kaum noch einer.
Wenn nun etwas neues beim ersten mal nicht funktioniert bleibt ein jeder noch ruhig, beim zweiten mal wirds schon anders und die ersten überlegen schon
ob sie nicht doch wieder zum altbewährten zurückkehren. Viele Landwirte können gar nicht anders weil nicht das nötige Kleingeld vorhanden ist um
so sorglos rumzuprobieren.
Ein GROOOOOSER Betrieb tut sich da leichter immer wieder mit neuen Varianten der Bearbeitug rumzuspielen, aber ich kenn kaum einen der etwas gefunden hat
bei dem er bleibt, weils halt doch net optimal läuft.
Ein jeder muß so arbeiten wies sein Können (Erfahrungen) und seine Möglichichkeiten (Technik u.Böden) ermöglichen um ein "Sicheres" Einkommen zu erwirtschaften.

MfG. 1056xl



Ich muss Dir in vielen Punkten widersprechen

1.) Du setzt in Deinen Überlegungen voraus, dass auch in jedem letzten Kleinbetrieb ein Pflug als Standardbodenbearbeitungsgerät vorhanden ist. Das ist mitnichten der Fall. Ein gefederter 4-Schar-Pflug ist zudem teurer in der Anschaffung als ein gefederter 3m-Standardgrubber und auch die Verschleißteile sind teurer.

2.) Mulchsaat und Direktsaat funktionieren auch auf den flachgründigsten, steinigsten Böden und in den größten Hanglagen, weil einfach sehr viel weniger Boden bewegt wird und die Böden sehr viel besser gegen Erosion geschützt sind. Pflugsaat, sprich die zeitnahe Aussaat nach dem Pflueinsatz, funktioniert hingegen nur auf den besseren Böden.

3.) Natürlich ist man mit seinen Möglichkeiten immer etwas limitiert, wenn man auf den Pflug verzichten muss. Aber dadurch lernt man erst mit der Natur zu arbeiten und nicht immer gegen sie anzuarbeiten.
Es ist keine große Kunst, auf tiefgründigen, guten Böden ordentliche Erträge zu erwirtschaften. Viel schwerer ist es, auch schwächere Böden dazuzubekommen, dass das Getreide genauso gut drischt - und zwar ohne viel Gülle und Mist. Und das, mein Freund, schaffst Du nicht mit dem Pflug. Ich weiß auch, dass ich auf meinen flachgründigen, sandigen (und steinigen) Tonböden, noch dazu in Hanglage, mit im Schnitt 30 Bodenpunkten keinen 3m langen Biogasmais hinbekomme, aber beim Wintergetreide kann ich unter Umständen das Gleiche dreschen wie auf einem 60er Lehmboden, wenn man den Boden immer nur schön fruchtbar hält.

4.) Das einzige wirkliche Problem bei einer konservierenden, flachen Bodenbearbeitung ist der deutlich höhere Ungrasdruck im Vergleich zum Pflug (Ackerfuchsschwanz und Trespen). Da muss man wirklich hinterher sein und aufkeimende Ungräser frühzeitig bekämpfen.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Mad » Mi Nov 13, 2013 17:03

Crazy Horse hat geschrieben:
4.) Das einzige wirkliche Problem bei einer konservierenden, flachen Bodenbearbeitung ist der deutlich höhere Ungrasdruck im Vergleich zum Pflug (Ackerfuchsschwanz und Trespen). Da muss man wirklich hinterher sein und aufkeimende Ungräser frühzeitig bekämpfen.


Da muss ich dir aber widersprechen, obwohl ich mich deinen vorherigen Auführungen nur anschließen kann.

Ackerfuchsschwanz und Pflug ist nur im ersten Jahr, nach einer massiven Aussaatung dieses Ungrases ein Segen, um es mal knapp zu formulieren. Ein Jahr später sieht die Sache nämlich ganz anders aus. Die Samen sind nicht weg und die Keimfähigkeit hat auch nicht nachgelassen und freuen sich, wenn man sie ein Jahr drauf wieder ans Licht holt. Das große Problem im Bezug auf den Pflug sehe ich darin, dass die Samen im gesamten Bearbeitungshorizont verteilt werden und dadurch immer wieder aufzulaufen drohen. Praktisch nach jedem Bearbeitungsgang.

Gut, das passiert beim Grubbern auch, aber sicher nicht, wenn man flach arbeitet. Dann hat man einen minimalen Bearbeitungshorizont und kann sich leicht um die Bekämpfung kümmern. Und ehrlich gesagt wird die Bekämpfung von Jahr zu Jahr leichter, sofern man wirklich auch dran bleibt und es nicht verpennt. Die andere Gefahr sehe ich beim Pflug auf Tonhaltigen Böden. Wie viele Kluten bleiben nach der Saat und dem Jahr obendrauf liegen und schließen AFU-Samen ein, die dann im Winter auffrieren und diese Samen dann dem Licht aussetzen, damit diese im Frühjahr keimen können? Bei flacher Mulchsaat bekommt man die Oberfläche so hin, dass sie wirklich feinkrümelig ist, was dem Auflaufen des AFU in die Karten spielt, damit man ihn später noch erwischt.

Trespe: dagegen hilft wirklich nur der Pflug.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaat

Beitragvon 1056xl » Mi Nov 13, 2013 18:21

Hallo
@Crazy Horse
Als ich gehe davon aus das bis vor 10- 15 Jahren ein jeder!! Betrieb, auch der letzte kleinste, einen Pflug als Standardbodenbearbeitungsgerät hatte,
und jeder dieser Betriebe der nicht radikal umgestellt hat, hat diesen Plug noch oder einen Anderen.
Was hatte man den früher, einen Pflug eine Egge und eine Sämaschine, oder etwa nicht?
Gut ich weiß es nicht genau wie es in Gegenden war (ist) die sehr flachgründige Böden haben.
Aber das wäre ja festzustellen wenn sich hier mal einige zu wort melden die noch nie einen Pflug hatten .

Zu deinem 2., hast ja ein bischen Recht, aber nur ein bischen, wie wollte den einer was sähen auf flachgründigen Böden wenn er die Stoppeln
nicht wegbekommen hat ?( alles im bezug auf "alte" Technik),wir und alle hir in unserer Gegend hatten noch eine Schählpflug mit dem
die erste Bearbeitung ca 10 cm tief nach der Ernte gemacht wurde.
Besserer Schutz gegen Erosion haste Recht.
"Pflugsaat sprich die zeitnahe Aussaat nach dem Pflueinsatz" funktioniert auch, wenn man was kann !!

Zu 3.Zitat: Auf meinen flachgründigen, sandigen (und steinigen) Tonböden, noch dazu in Hanglage, mit im Schnitt 30 Bodenpunkten kann ich unter Umständen das Gleiche dreschen wie auf einem 60er Lehmboden wenn man den Boden immer nur schön fruchtbar hält.
Sei mir nicht böse, aber da kann ich nur lachen, ich bin ja schon recht aufgeschlossen, aber das ist lächerlich.

Zu 4.Kann ich so nicht beurteilen, gehen die Meinungen auseinander.

@ Mad, Du hast net immer recht Bild
Mit Pflug hast du definitiv weniger Ungrasdruck im aktuellem Jahr, dadurch auch weniger der vielleicht doch aussamt usw.,bekämpfen muss man generel, und wens ganz
schlimm ist auch mal im Herbst und Frühjahr. Ist bei uns aber noch nicht der Fall.
Naja du wirst ja so in 3-5 Jahren überhaubt keinen AF mehr haben geschweigeten bekämpfen müssen da du ja keine Samen in den Boden einarbeitest und
der flach eingemischte alle aufläuft und dan 100% bekämpft wird, bist schon zu beneiden. :mrgreen:

Mit freundlichen Grüßen 1056xl
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Re: Rapssaat

Beitragvon Mad » Mi Nov 13, 2013 20:28

1056xl hat geschrieben:
Naja du wirst ja so in 3-5 Jahren überhaubt keinen AF mehr haben geschweigeten bekämpfen müssen da du ja keine Samen in den Boden einarbeitest und
der flach eingemischte alle aufläuft und dan 100% bekämpft wird, bist schon zu beneiden. :mrgreen:

Mit freundlichen Grüßen 1056xl


Wenns so einfach wäre, wie du das sagst, wäre er längst ausgestorben. :P
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Crazy Horse » Mi Nov 13, 2013 21:20

1056xl hat geschrieben:Hallo
@Crazy Horse
Als ich gehe davon aus das bis vor 10- 15 Jahren ein jeder!! Betrieb, auch der letzte kleinste, einen Pflug als Standardbodenbearbeitungsgerät hatte,
und jeder dieser Betriebe der nicht radikal umgestellt hat, hat diesen Plug noch oder einen Anderen.
Was hatte man den früher, einen Pflug eine Egge und eine Sämaschine, oder etwa nicht?
Gut ich weiß es nicht genau wie es in Gegenden war (ist) die sehr flachgründige Böden haben.
Aber das wäre ja festzustellen wenn sich hier mal einige zu wort melden die noch nie einen Pflug hatten .



Na ja, früher hat man einfach sehr tief gedroschen, das Stroh abgefahren, um es dann in Form von Mist 1-2 Jahre später wieder draufzufahren und unterzupflügen. Früher war man aber auch mehrere Tage nur mit Steine lesen beschäftigt und früher hat man auch den ganzen Klee aufgebockt. Früher war mein Vater froh, wenn er einen Zentner Zehn oder einen Zentner Zwanzig aufs Ar gedroschen hat (= 55-60dt/ha). Heute dresche ich auf den gleichen Äckern zwischen 75 und 90dt/ha.

Natürlich hat man früher im Herbst die Äcker im Herbst geackert und sie dann im Frühjahr mit der Egge abgeschleppt. Wir hatten mit Silomais, Futterrüben, Sommergerste, Hafer und etwas Kartoffeln aber auch viel mehr Somnmerbau wie heute. Damals hat man aber auch immer seine 400 Kö/m² respektive 200kg/ha gesät, und durch den hohen Anteil an Sommerungen war auch Weizen nach Weizen oder Gerste nach Weizen nie ein Thema.

Das ist aber alles anno dazumal. Wenn die Tierhaltung aber einmal zu Ende ist und das Stroh fortan auf dem Acker zurückbleibt, muss man sich was einfallen lassen. Das Vergraben mit dem Pflug auf flachgründigen, steinigen Böden, ist sicher nicht die beste Lösung, noch dazu wenn das Stroh nur unzureichend zerkleinert ist. Und mit dem Grubber hat man halt das Problem, dass man das Stroh nicht vollständig in den Boden bekommt. Da kann man die herkömmliche Schleppegge wirklich vergessen, weil das ganze Stroh darin hängenbleibt und mitgezogen wird. Das ist auch bei der Saat mit einer Schleppschardrille ein echtes Problem.

Die ersten beiden Jahre habe ich vor der Saat im Herbst noch mal tief gegrubbert, um möglichst viel Stroh noch mal in den Boden zu bekommen, aber auf den Tonböden hat man dann wieder das Problem, dass man die Kluten zum Abtrocknen bringt. Wenn man die Getreidestoppeln nach der Ernte mit dem Mulcher noch mal nachzerkleinert, klappt das aber auch mit den Schleppscharen recht gut. Ich denke mit ner Kreiselegge, 2 Grubbern und einem Mulcher kommt man auch als kleinerer Betrieb recht gut klar.
Nachdem ich die letzten Jahre aber noch ein paar Hektar dazugepachtet hab - vorwiegend schlechtere und vor allem billige (!!!) Äcker, die ich alle noch kultivieren und in Form bringen darf, möchte ich den Aufwand bei der Bodenbearbeitung ohnehin auf ein Minimum reduzieren. Beim Pflanzenschutz und bei der Düngung sehe ich hingegen kein Einsparpotential.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Welfenprinz » Fr Nov 15, 2013 9:12

Für den Ackerfuchsschwanz-(und Windhalm)druck spielen doch eher saatzeitpunkte als Grundbodenbearbeitungsart eine Rolle.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Rapssaat

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Nov 15, 2013 11:17

Welfenprinz hat geschrieben:Für den Ackerfuchsschwanz-(und Windhalm)druck spielen doch eher saatzeitpunkte als Grundbodenbearbeitungsart eine Rolle.



Und der Fruchtfolgen. Ich bin zwar mit Raps-Weizen-Weizen und etwas KM noch nicht viel besser. Aber sobald es irgendwann mal nur im Ansatz Probleme geben, oder irgendwelche Prämienregelungen kommen sollten, die andere Kulturen wie Leguminosen wirtschaftlicher machen, springe ich auf den Zug liebend gerne auf. Wirtschaftlich heißt übrigens immer fruchtfolgeübergreifend.

Ein wichtiger Baustein ist übrigens immer noch das Resistenzmanagement (auch wenn man das Wort nicht mehr hören kann). Da wissen immer noch viel zu wenige Leute Bescheid. Hab' mich neulich mit 'nem Landwirt aus dem näheren Umfeld unterhalten, der tierische Probleme mit Gräsern aller Art hat. Er meinte noch zu mir, dass sein Resistenzmanagement doch optimal praktiziert würde mit jährlichen Wirktstoffwechseln und dridradrullala, "mal spritze ich Atlantis, dann wieder Attribut, Broadway und auch mal Lexus oder Monitor, ich verstehe das gar nicht".... :roll: :roll: :lol:
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Re: Rapssaat

Beitragvon Mad » Fr Nov 15, 2013 11:26

NobbyNobbs hat geschrieben:Ein wichtiger Baustein ist übrigens immer noch das Resistenzmanagement (auch wenn man das Wort nicht mehr hören kann). Da wissen immer noch viel zu wenige Leute Bescheid. Hab' mich neulich mit 'nem Landwirt aus dem näheren Umfeld unterhalten, der tierische Probleme mit Gräsern aller Art hat. Er meinte noch zu mir, dass sein Resistenzmanagement doch optimal praktiziert würde mit jährlichen Wirktstoffwechseln und dridradrullala, "mal spritze ich Atlantis, dann wieder Attribut und auch mal Lexus oder Monitor, ich verstehe das gar nicht".... :roll: :roll: :lol:


Und das ist doch das Problem. Es gibt die Klassifizierung in Wirkstoffgruppen aber die Wenigsten wissen darüber bescheid oder interessieren sich dafür. Es gibt jedes Jahr den hessischen Ratgeber wo sämtliche Herbizide aufgelistet werden. Seit ein paar Jahren sogar mit der Wirkstoffklasse und mit Beispielen zum Resistenzmanagement innerhalb einer Fruchtfolge.

Von daher ist es mir ein Rätsel, dass dahingehend noch einige unwissend sind. Aber allein dafür lohnt sich schon der neue Sachkundenachweis mit seinen Pflichtveranstaltungen, denn ich bin mir sicher, dass da in Zukunft noch näher drauf eingegangen wird.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Welfenprinz » Fr Nov 15, 2013 11:30

Ja, und es greift alles ein bisschen ineinander. Gerade in den Weizenintensiven Fruchtfolgen wird ja aus arbeitswirtschaftlichen gründen mitte September mit der Weizenaussaat angefangen. Und in der letzten septemberdekade sinkt der AFu-Druck um........ (die genaue Zahl hab ich vergessen) 30%???? Jedenfalls gewaltig viel.

Wenn sich trotz Resistenzmanagement - wir gehen mal davon aus, dass in den intensiven Regionen das Wissen schon in der Breite auf einem gewissen Niveau vorhanden ist- die Probleme fortsetzen und ausbreiten (mein bisheriger Wissenstand ist : Resistenzen gegen alle Gruppen in Ostfriesland und Osthannover, in ostholstein sogar schon gegen die Gräsermittel in Blattfrüchten) wird wohl - meiner Meinung nach- ein gewisser Anteil Sommerungen in der Fruchtfolge unumgänglich werden. (keine neuen Wirkstoffgruppen in absehbarer Zeit mal vorausgesetzt)
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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