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Rapssaat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Rapssaat

Beitragvon Kreuzschiene » Di Jul 22, 2014 14:58

Raider hat geschrieben:Hallo,

hätte mal ne Frage zur Rapsaussaat:

Bei uns steht Raps nach Wintergerste. Stroh wird nicht abgefahren. Normalerweise geben wir direkt auf die Wintergerstestoppel ca. 20 m³ Rindergülle und grubbern flach durch. Ende August wird dann tief gegrubbert und anschließend Raps gesät. Nun frage ich mich ob es evtl. sinnvoll ist aufgrund des absehbaren Schneckenproblems sowie der eigentlich eh guten phytosanitären Wirkung Kalkstickstoff kurz vor der Saat zu geben. Allerdings ist wie gesagt schon 20m³ Rindergülle drauf. Bei 200 kg Kalkstickstoff kommen da ja nochmal gut 40 kg N dazu. Zuviel? Wie bereitet ihr Rapsflächen vor?


Aufgrund schlechter Erfahrungen mit Mulchsaat (vermutlich aufgrund Herbizidrückständen auf der Fläche) plüge ich grundsätzlich vor der Rapssaat. Bin aber geneigt, der Mulchsaat noch einmal eine Chance zu geben, da ich ansonsten durchaus ein Freund davon bin.
Bzgl. Stickstoff brauchst Dir nix denken bei der Aussaat Ende August. Musst halt ggf. wachstumsregulatorisch eingreifen, falls er abheben will. Ansonsten kann aus meiner Sicht der Raps im Herbst gar nicht genug Stickstoff aufnehmen. Da wird der Grundstein für Spitzenerträge gelegt.
Um Kontrolle und ggf. Schneckenkorneinsatz wirst Du aber trotz Kalkstickstoff nicht herum kommen...
Kreuzschiene
 
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Re: Rapssaat

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jul 22, 2014 15:03

Raider hat geschrieben:Hallo,

hätte mal ne Frage zur Rapsaussaat:

Bei uns steht Raps nach Wintergerste. Stroh wird nicht abgefahren. Normalerweise geben wir direkt auf die Wintergerstestoppel ca. 20 m³ Rindergülle und grubbern flach durch. Ende August wird dann tief gegrubbert und anschließend Raps gesät. Nun frage ich mich ob es evtl. sinnvoll ist aufgrund des absehbaren Schneckenproblems sowie der eigentlich eh guten phytosanitären Wirkung Kalkstickstoff kurz vor der Saat zu geben. Allerdings ist wie gesagt schon 20m³ Rindergülle drauf. Bei 200 kg Kalkstickstoff kommen da ja nochmal gut 40 kg N dazu. Zuviel? Wie bereitet ihr Rapsflächen vor?



Raps säe ich noch in Mulchsaat und bleibe wohl auch vorerst dabei. Grade dieses Jahr ist es mir da für die Direktsaat zu schneckig und mausig :mrgreen: . Wenn keine Bodenverdichtungen jeglicher Art vorliegen bleibe ich aber ganz flach. Hat letztes Jahr wunderbar geklappt, trotz großer Strohmengen. Dieses Jahr werde ich dennoch vorher Mulcher und Walze einsetzen. Also jetzt nach der Ernte direkt den Mulcher an die Fronthydraulik, die Walze ans Heck. Das schafft Angriffsfläche und bringt den Weizen schön zum Keimen. Der Ausfallsweizen läuft dann sehr zügig auf (teilweise schon zur Saat des Rapses 3-4 Wochen später wo er mechanisch bereits etwas bekämpft wird) und wird zur Breitbandherbizidapplikation in EC 11 bereits voll mit erfasst -> Einsparung einer separaten Gräserbekämpfung im 4-6-Blatt-Stadium, frühes Ausschalten der Konkurrenz.
Die Saat schiebe ich dann je nach Wetterlage in die letzten Augusttage. Das reicht bei uns eigentlich locker und macht aus verschiedenen Gründen evtl. dieses Jahr auch wirklich Sinn.
Vor der Saat werde ich heuer auch mal den teuren Kalkstickstoff streuen (an deiner Stelle wäre mir das zu viel N in Summe und diese Effekte auf Schnecken und Co. werden wohl auch überbewertet). Wie auch immer- eine Strohausgleichsdüngung ist meiner Meinung nach zwingend erforderlich, sonst geht's nicht weiter.

Ich werde auch erst mal dabei bleiben, meine Hybriden (Avatar, Mercedes, Marathon) etwas dicker zu säen (45-50 K/m² in den letzten Augusttagen). Die Beobachtungen und eigenen Erfahrungen die ich so in den letzten Jahren gemacht habe, waren da nicht unbedingt negativ. Grade diese Zwiewuchsjahre- bei dicht gesätem Raps gab's das hier bisher nicht. Nur die lückigen gut durchlichteten Bestände litten unter dieser nervigen Geschichte. Ein weiterer Vorteil kam dieses Jahr zum Tragen: Durch das dichte aber sehr kompakte Schotenpaket reifte der Raps schön gleichmäßig ab. Die tiefverzweigten Dünnsaaten haben jetzt noch Probleme mit den Gummischoten im unteren Bereich. Nicht zu vernachlässigen ist auch die bessere unkrautregulierende Wirkung der schnell schließenden, etwas dichter stehenden Bestände.
Dem gegenüber stehen natürlich auch Nachteile wie höhere Lagergefahr, erhöhte Pilzinfektionen oder gestiegene Saatgutkosten......
Mittelhessen und Westerwald
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Re: Rapssaat

Beitragvon angusy » Di Jul 22, 2014 21:03

Wollte auch mal meine Erfahrungen zum Raps 2014 mitteilen:

Avatar rd. 46 dt/ha
Artoga rd. 38 dt/ha
Visby rd. 52 dt/ha

Naja. Ich bin zumindest bezüglich des Gesamtergebnisses nicht unzufrieden. Auch wenn ich mir etwas mehr erhofft hatte - nicht zuletzt weil Kreuzschiene schon seit Februar von den 6t spricht. Er hat es ja wohl auch geschafft. Glückwunsch und :prost:

Was mich etwas enttäuscht, dass Avatar ggü. Visby so abfällt. Der hatte wirklich jegliche Zuneigung bekommen, die ein Raps sich wünschen kann. Bodenwerte der Schläge sind ähnlich.

Neues Spiel: 2015 wird Avatar und Visby geerntet. Jetzt halt 50/50 und nicht wie ursprünglich geplant 66/34.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
Zählt das?
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Re: Rapssaat

Beitragvon Kreuzschiene » Mi Jul 23, 2014 8:14

angusy hat geschrieben:Wollte auch mal meine Erfahrungen zum Raps 2014 mitteilen:

Avatar rd. 46 dt/ha
Artoga rd. 38 dt/ha
Visby rd. 52 dt/ha

Naja. Ich bin zumindest bezüglich des Gesamtergebnisses nicht unzufrieden. Auch wenn ich mir etwas mehr erhofft hatte - nicht zuletzt weil Kreuzschiene schon seit Februar von den 6t spricht. Er hat es ja wohl auch geschafft. Glückwunsch und :prost:

Was mich etwas enttäuscht, dass Avatar ggü. Visby so abfällt. Der hatte wirklich jegliche Zuneigung bekommen, die ein Raps sich wünschen kann. Bodenwerte der Schläge sind ähnlich.

Neues Spiel: 2015 wird Avatar und Visby geerntet. Jetzt halt 50/50 und nicht wie ursprünglich geplant 66/34.


Die 6 Tonnen hab ich noch nicht daheim. Allerdings lässt mich die bisherige Ernte darauf hoffen. Momentan ist Erntestopp aufgrund Regen, was auch gut ist, weil die Bestände noch viele Gummischoten hatten (die man nach dem Strohhäcksler nicht mehr findet, sondern nur entdeckt, wenn man das Rapsstroh mal nicht durch den Häcksler jagt) und der Mais dringend Wasser brauchte. Überlege sogar schon, doch den Weizen erst wegzuhauen und dem Raps die nötige Zeit einzuräumen...

Aber auch mit 5 Tonnen kannst Du doch, vor allem bei überschaubarem Aufwand, zufrieden sein...
Mich würden mal Ergebnisse vom Mad interessieren.
Mad, hast Du schon geerntet?
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Re: Rapssaat

Beitragvon Raider » Mi Jul 23, 2014 8:54

NobbyNobbs hat geschrieben:Raps säe ich noch in Mulchsaat und bleibe wohl auch vorerst dabei. Grade dieses Jahr ist es mir da für die Direktsaat zu schneckig und mausig :mrgreen: . Wenn keine Bodenverdichtungen jeglicher Art vorliegen bleibe ich aber ganz flach.


hmmmm... wir arbeiten seit ca. 12 Jahren mit Mulchsaat bei Raps. Wenn wir dabei eines gelernt haben, dann dass man tief (25-30 cm) lockern sollte. Kommt natürlich immer auf Boden, Vorfrucht und sonstige Bodenbearbeitung an. Aber bei uns gehts mit flacher Bearbeitung nicht. Und das obwohl wir sogar vor der Wintergerste noch pflügen...

Hat letztes Jahr wunderbar geklappt, trotz großer Strohmengen. Dieses Jahr werde ich dennoch vorher Mulcher und Walze einsetzen. Also jetzt nach der Ernte direkt den Mulcher an die Fronthydraulik, die Walze ans Heck. Das schafft Angriffsfläche und bringt den Weizen schön zum Keimen. Der Ausfallsweizen läuft dann sehr zügig auf


bei der aktuellen Witterung keimt doch eh alles, oder? Aber sicherlich ist das mulchen für die Strohrotte super. Denke aber dass ich mit Rindergülle aufs Stroh auch so ganz gute Erfolge erzielen kann.

Ich werde auch erst mal dabei bleiben, meine Hybriden (Avatar, Mercedes, Marathon) etwas dicker zu säen (45-50 K/m² in den letzten Augusttagen). Die Beobachtungen und eigenen Erfahrungen die ich so in den letzten Jahren gemacht habe, waren da nicht unbedingt negativ. Grade diese Zwiewuchsjahre- bei dicht gesätem Raps gab's das hier bisher nicht. Nur die lückigen gut durchlichteten Bestände litten unter dieser nervigen Geschichte. Ein weiterer Vorteil kam dieses Jahr zum Tragen: Durch das dichte aber sehr kompakte Schotenpaket reifte der Raps schön gleichmäßig ab. Die tiefverzweigten Dünnsaaten haben jetzt noch Probleme mit den Gummischoten im unteren Bereich. Nicht zu vernachlässigen ist auch die bessere unkrautregulierende Wirkung der schnell schließenden, etwas dichter stehenden Bestände.
Dem gegenüber stehen natürlich auch Nachteile wie höhere Lagergefahr, erhöhte Pilzinfektionen oder gestiegene Saatgutkosten......


Wir haben uns bei den Hybriden (Linien bauen wir gar keine mehr an) langsam den 35 Körner/m² genähert. Und das mit gutem Erfolg. Natürlich nur bei optimalem Saatbett. Werde aber in diesem Jahr zur Sicherheit auch wieder auf 40 K/m² gehen.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Nordlicht73 » Mi Jul 23, 2014 10:21

Mein Visby ist gestern auch gedroschen worden, 37,5 dt/ ha auf 30 ziger Boden. Auf dem Feld das zweitbeste Ergebnis bisher, der Spitzenwert war im ersten Rapsjahr dort mit 38 dt/ha.

Aber der Preis ist mit 29,50 E/dt schon enttäuschend.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Kreuzschiene » Mi Jul 23, 2014 12:01

Nordlicht73 hat geschrieben:Mein Visby ist gestern auch gedroschen worden, 37,5 dt/ ha auf 30 ziger Boden. Auf dem Feld das zweitbeste Ergebnis bisher, der Spitzenwert war im ersten Rapsjahr dort mit 38 dt/ha.

Aber der Preis ist mit 29,50 E/dt schon enttäuschend.


Habt Ihr denn nicht wenigstens Teilmengen im Voraus vermarktet?
Kreuzschiene
 
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Re: Rapssaat

Beitragvon Schauerschrauber » Mi Jul 23, 2014 18:28

Hallo

Wir haben leider auch gar nichts im Kontrakt gehabt. Kam immer die Einschätzung das die 33 Euro Kontraktpreis
eh nur Erntepreisniveau sind.

Besonders ärgert mich das ich Anfang April noch 17,50 Weizenkontrakt abgeleht habe.

MfG
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Re: Rapssaat

Beitragvon Schauerschrauber » Mi Jul 23, 2014 18:52

angusy hat geschrieben:Wollte auch mal meine Erfahrungen zum Raps 2014 mitteilen:

Avatar rd. 46 dt/ha
Artoga rd. 38 dt/ha
Visby rd. 52 dt/ha

Naja. Ich bin zumindest bezüglich des Gesamtergebnisses nicht unzufrieden. Auch wenn ich mir etwas mehr erhofft hatte - nicht zuletzt weil Kreuzschiene schon seit Februar von den 6t spricht. Er hat es ja wohl auch geschafft. Glückwunsch und :prost:

Was mich etwas enttäuscht, dass Avatar ggü. Visby so abfällt. Der hatte wirklich jegliche Zuneigung bekommen, die ein Raps sich wünschen kann. Bodenwerte der Schläge sind ähnlich.

Neues Spiel: 2015 wird Avatar und Visby geerntet. Jetzt halt 50/50 und nicht wie ursprünglich geplant 66/34.


Hallo

naja - dafür sind die 52 dt beim Visby doch ein Spitzenergebnis .

Dieser Artoga - ist dies nicht ein Raps der nur zur Speiseölgewinnung verwendet wird , also gesondert gelagert werden muß ?
Ich meine ich hätte sowas mal gehört :idea:

MfG
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Re: Rapssaat

Beitragvon Nordlicht73 » Mi Jul 23, 2014 19:57

Kreuzschiene hat geschrieben:
Nordlicht73 hat geschrieben:Mein Visby ist gestern auch gedroschen worden, 37,5 dt/ ha auf 30 ziger Boden. Auf dem Feld das zweitbeste Ergebnis bisher, der Spitzenwert war im ersten Rapsjahr dort mit 38 dt/ha.

Aber der Preis ist mit 29,50 E/dt schon enttäuschend.


Habt Ihr denn nicht wenigstens Teilmengen im Voraus vermarktet?


Ne, dummerweise nicht. Der Preis war quasi stabil bei 35 Euro seit Juni 2013 bis Juni 2014, da dachte ich eigentlich das der Preis auch halten würde. Da der Raps durchwachsen aussah (lief größtenteils erst mitte September nach dem ersten Regen auf, war sehr unterschiedlich entwickelt), und dann noch eine Nacht mit Frost in der Blüte kam, und danach trockenheit, hab ich lieber die Finger vom Vorkontrakt gelassen. Zumal ich dieses Jahr auch keine große Fläche Raps hatte, aber einiges an Geld ist natürlich schon liegengeblieben :x
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Re: Rapssaat

Beitragvon Raider » Do Jul 24, 2014 7:10

Nordlicht73 hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:
Nordlicht73 hat geschrieben:Mein Visby ist gestern auch gedroschen worden, 37,5 dt/ ha auf 30 ziger Boden. Auf dem Feld das zweitbeste Ergebnis bisher, der Spitzenwert war im ersten Rapsjahr dort mit 38 dt/ha.

Aber der Preis ist mit 29,50 E/dt schon enttäuschend.


Habt Ihr denn nicht wenigstens Teilmengen im Voraus vermarktet?


Ne, dummerweise nicht. Der Preis war quasi stabil bei 35 Euro seit Juni 2013 bis Juni 2014, da dachte ich eigentlich das der Preis auch halten würde. Da der Raps durchwachsen aussah (lief größtenteils erst mitte September nach dem ersten Regen auf, war sehr unterschiedlich entwickelt), und dann noch eine Nacht mit Frost in der Blüte kam, und danach trockenheit, hab ich lieber die Finger vom Vorkontrakt gelassen. Zumal ich dieses Jahr auch keine große Fläche Raps hatte, aber einiges an Geld ist natürlich schon liegengeblieben :x



nunja, die 35 €/dt gab es noch nach Winter im März. Zumindest bei uns hier. Und im März kann man doch schon abschätzen ob es was wird mit dem Raps, oder?

Aber Du bist Dir ja bewusst dass es falsch war. Kenne viele Berufskollegen die jetzt wegen den Preisen jammern, aber nie Preise über Kontrakte absichern. Und dann über dich lachen wenn die Preise ind er Ernte mal über den Kontraktpreisen liegen... ;-)

Wenn man einen wesentlichen teil seiner Einnahmen über den Ackerbau erzielt MUSS man das Preisrisiko einfach streuen. Wie sagte ein alter prof. von mir: Die Wahrscheinlichkeit das komplette Getreide zum Jahreshöchstpreis zu verkaufen ist genauso hoch wie die, das getreide zum tiefstpreis zu verkaufen... :-)
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Re: Rapssaat

Beitragvon Mad » Do Jul 24, 2014 7:46

Kreuzschiene hat geschrieben:Mich würden mal Ergebnisse vom Mad interessieren.
Mad, hast Du schon geerntet?


:mrgreen:

Ich musste eben bei Nobbys Beitrag grinsen, als er die Gummischoten bei Dünnsaaten erwähnte. Nein, meine 5t wachsen noch vor sich hin und werden wohl auch noch 2 Wochen brauchen. Vor allem der Exstorm wird noch länger brauchen. Also sowas ungleichmäßiges, egal ob Blütenbehandlung oder nicht (Referenzflächen vorhanden), habe ich noch nicht gesehen.

Exstorm vom 21.07.

https://scontent-b.xx.fbcdn.net/hphotos ... 5043_o.jpg
https://scontent-a.xx.fbcdn.net/hphotos ... 6570_o.jpg
https://scontent-a.xx.fbcdn.net/hphotos ... 3849_o.jpg

Weitaus mehr grüne Schoten bzw. komplett grüne Pflanzen als beim Avatar. So richtig scheckig.

Achja. Warum die Blütenbehandlung in diesem Jahr sinnvoll war:

https://scontent-b.xx.fbcdn.net/hphotos ... 9133_o.jpg
https://scontent-b.xx.fbcdn.net/hphotos ... 0738_o.jpg

Ich mag keinen kranken Raps. Das hier ist der von meinem Onkel (Sherpa) und dem geht es dann wohl heute an den Kragen, sofern kein Gewitter dazwischen blitzt.

Unterm Strich kann ich sagen, dass die Blütenbehandlung die Abreife ca. 7-10 Tage verzögert.

Ich möchte euch, bezüglich der Beizproblematik, noch eine Sache ans Herz legen. Auch wenn der Avatar vielleicht nicht so gut wie eine andere Sorte gedroschen hat, solltet ihr ihn nicht aus dem Anbau nehmen. Was ich in diesem Jahr auf einer Fläche beobachten konnte, habe ich noch nicht erlebt. Also eigentlich war diese Fläche im Frühjahr bzw. schon im Herbst umbruchwürdig. Mein Onkel entschied sich dann allerdings dazu, es einfach darauf ankommen zu lassen und was der Avatar dann aus dieser Fläche gemacht hat, ist wirklich bemerkenswert. Gut, ich kann da nun keinen Vergleich zu anderen Sorten ziehen aber aktuell sieht der Bestand, auch was Durchwuchs betrifft, beinah wie eine unproblematische Fläche aus. Ich bin auf das Ergebnis gespannt und werde berichten.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Schauerschrauber » Do Jul 24, 2014 20:29

Hallo

Oh jeh ob der Ekstorm wirklich 5 to. bringt :?:

Mir sieht es eher so aus das bis die grünen abgereift sind an anderer Stelle schon einiges ausgefallen sein wird :?

MfG
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Re: Rapssaat

Beitragvon Mad » Do Jul 24, 2014 23:19

Schauerschrauber hat geschrieben:Hallo

Oh jeh ob der Ekstorm wirklich 5 to. bringt :?:

Mir sieht es eher so aus das bis die grünen abgereift sind an anderer Stelle schon einiges ausgefallen sein wird :?

MfG


Das sieht man erst, wenn es soweit ist. Aber der Wechsel aus Regen und Sonne wird die Abreife wohl beschleunigen. Glücklicherweise zeigen die Schoten eine enorm hohe Platzfestigkeit. Ich sehe der Sache gelassen entgegen.

Der Zeppelin lag auf diesem Standort 2008/2009 bei 44,47dt. Auch damals mit Blütenbehandlung. Schlägt der Exstorm die nicht, muss er gehen.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Falk » Do Jul 24, 2014 23:43

Nabend, ich habe gestern den letzten Raps gedroschen!

Ich hatte aus einer not herraus(gab kein visby) Hybrirock und Ekstorm angebaut.
Hybrirock war vor einer woche bereits total abgereift, ließ sich super dreschen Ertrag 5t.
Ekstorm war ziemlich ungleich reif.. hinzu kam LagerErtrag lag um die 47dt.
Ekstorm ist bei mir wieder raus, Hybrirock werde ich wieder nehmen, der war nicht so lang und war auch recht gut!
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
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