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Schweinepreis in der kommenden Woche

Alles rund um das Borstenvieh.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon fleischverkäufer » Do Jan 08, 2026 9:25

Dem NETTO ist das Egal was die Ware kostet, das JB Roastbeef liegt im Standart bei 29,90 € kg. Der will nur nicht mehr als ALDI oder Lidl zahlen, und will keine Mitnahmeeffekte, wollen die aber alle nicht, dann listen die schon mal zeitweise aus. Die haben auch kein Problem damit, wenn der Verbraucher die Ware nicht mehr oder weniger kauft, das haben wir dann bzw, der Landwirt. Es würde nur die freie Marktwirtschaft aushebeln, wenn die Preise sich daran nicht anpassen würden.
Und Kontingente ? Welche Kontingente denn ? Wer mit wem, soll die denn machen ?
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Joehännes » Do Jan 08, 2026 9:50

Dann bin ich mal gespannt was Beringmeier meint mit Gehör verschaffen!
Und ich bleibe dabei: Wieso ist es Unsinn? Wir haben viel zu viel Ware am Markt die nicht absetzbar ist. Da ist auch der Anreise egal das wirst du sehen! Wer kein Schwein will kauft es auch nicht bei 15% niedrigeren Preisen.
Also muss das Angebot schnellstens sinken. Und das geht nur übers Ferkel. Klar würde das euch nicht passen da auf einmal wieder massig zuviel Schlachthaken da sind! Euch passt der Rinderpreis auch 0.0
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon fleischverkäufer » Do Jan 08, 2026 9:58

Das ist Unsinn, weil es in der breiten Masse wohl kaum gemacht werden würde, bzw. dürfte. Aber du kannst ja dann gerne mal auf Instagram zum " lustigen Ferkelerschlagen zur Angebotbereinigung " aufrufen, viel Erfolg dabei. Und einen Teil der Verbraucher erreiche ich auch immer noch über niedrigere Fleischpreise, helfen wird es auf jeden Fall.
Und woher weisst du, das uns der Bullenpreis nicht passt ? Ich vermute die Bilanz wird 2025 besser aussehen, als beim Schwein.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon 240236 » Do Jan 08, 2026 10:25

Ich war gestern bei jemanden zum Arbeiten, Da gab es dann Würste als Brotzeit. Wiener und Weißwürste. Die waren aber wirklich unter aller Kanone. Darauf hin habe ich gefragt, von welchem Metzger diese sind. Lidl wurde mir gesagt. Da wundert es mich ehrlich gesagt nicht mehr, wenn der Verbrauch zurückgeht. Wie sagte mein Sohn so schön; Die frisst ja nicht einmal ein Hund :oops: :cry: Das Geschmackvollste war der Senf und die Brezen und Semmeln an dieser Brotzeit :oops:
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Estomil » Do Jan 08, 2026 10:31

Tja so schnell kann es gehen von super Preisen zu katastrophalen.

Die 1,45€ erzeugen richtig verluste und sind vergleichbar mit 1,15€ oder weniger vor ein paar Jahren. Inflationsbedingt also schon extrem heftig.

Bei den Ferkeln wird das bei 40€ auch schon nicht anders sein.
Wenn's weiter runter geht bewegen wir uns inflationsbereinigt im Bereich der 18€ die das Ferkel in der Coronakrise mal gekostet hat.

Da laufen jetzt sehr schnell hohe Summen auf die den betrieben Liquidität entziehen.
Im Regelfall wird das noch keinem das Genick brechen weil doch schon Rücklagen gebildet werden konnten.

Nur sind diese aber nunmal auch oftmals für Investitionen ins Deckzentrum etc vorgesehen gewesen.

Die ein oder andere Sau wird damit als mit Sicherheit wieder aus Deutschland verschwinden.

Wir sind da auch überhaupt nicht das Problem hier in Deutschland. Und auch Holland kennt bei den Beständen nur eine Richtung.

Das Problem sind die Spanier und die Dänen die immer weiter aufstocken und den gesamten europäischen Markt kaputt machen.

In diesen Ländern gibt es quasi nur Grossanlagen mit 1000 und mehr Sauen die Jahr für Jahr ihre Leistungen steigern. Spanien hat da noch riesen Potential während Dänemark heute mit fast 37 Ferkeln im Schnitt zahlen erreicht die niemand für möglich gehalten hat.

Und wir sind halt blöd genug zu jeder Zeit 600000 im Monat davon zu kaufen.
Während die Spanier strategisch im Winter und Frühjahr Ferkel ohne Ende in Holland bestellen wird bei uns das ganze Jahr über konstant abgenommen. Das heißt der Deutsche mäster zahlt den Frühjahrszuschlag der Holländer und Dänen und gleichzeitig den normalen Herbstpreis. Und Jahr für Jahr muss er dann im Januar zusehen wie die Schweine mit Verlust vom Hof gehen.

Tja so ist das halt wenn niemand den Markt regelt. Dann regelt der sich von alleine.

Aber das ist natürlich auch nicht die ausschließliche schuld der Bauern. Die Schlachter unterscheiden weiterhin nicht zwischen den Ohrmarken. Nichtmal temporär im Januar.
Der Handel fährt weiter gigantische Margen ein und wird die Preiskrise nutzen um diese nochmal zu erhöhen, das Kartellamt verschließt die Augen und tut so als müsste ihn das nicht interessieren.

Mich hat es zumindest sehr gewundert wenn eine grosse Wurstbude im Osten zwei Jahre nach dem Verkauf an den Branchenprimus plötzlich dicht macht.

Da könnte man meinen da steckt System hinter.

Das schlimmste an der ganzen Sache ist zur Zeit, dass bei anderen Krisen ein Ende irgendwie absehbarer war. Ob Corona, MKS oder was auch immer. Man hatte immer das Gefühl, dass es bald aufwärts geht wenn der Markt sich beruhigt hat.

Das ist heute völlig anders. Es gibt strukturell zuviele Schweine in Europa, Spanien wird wenigstens die nächsten 1,5 Jahre Probleme haben und europaweit sind Schlachter und Handel so weit zusammengeschrumpft, dass den Bauern nur die Reste bleiben. Wenn's aufwärts gehen soll müssen europaweit zehn Prozent weg.

Ich fürchte das aktuell Jahr wird dann schon gelaufen sein....
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon topigs » Do Jan 08, 2026 11:05

400000 reichen. Man könnte fast schon meinen ich meine sauen.
Erste Abrechnung dieses Jahr mit Malus usw. Leck mich am A.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Höffti » Do Jan 08, 2026 11:13

Joehännes hat geschrieben:Einfach alle Ferkel bis auf 7 an der Sau töten! Europaweit! Tut nicht weh da sonst nie ruhe rein kommt! Dann hätten wir innerhalb von 7 Monaten 40% weniger am Haken die Zahl würde passen für die Landwirtschaft


Ich wollte es mir eigentlich verkneifen, aber da Du diese Forderung ja nun schon wiederholt hier geschrieben hast, scheinst Du das ernst zu meinen.

Bei all dem verständlichen Frust sollten wir uns als Landwirte schon noch einen Rest an Würde und Anstand bewahren.
Gesunde Ferkel aus finanziellen Aspekten tot schlagen kann doch nun wirklich nicht das sein, wofür Du 365 Tage im Jahr aufstehst und in den Stall gehst.
Und zwei Beiträge später dann schreiben, dass genug Eigenkapital da ist um fas Spiel länger durchzuhalten als die Schlachter?

Also mal ehrlich: die Verbraucher brauchen das nicht im größeren Stil lesen, denn dann vergeht selbst den Christen noch der Appetit auf Schwein.

Und was wäre Dein Plan zuende gedacht? Bei der nächsten Abferkelgruppe dann wieder alle bis auf 7 tot schlagen? Für wie lange?
Und wenn dann wirklich der Preis wieder besser ist, dann wird wieder besamt, was der Katheter her gibt?

Ich denke, es wird -so hart es ist - einfach über eine elende (längere) Marktbereinigung hinaus laufen.
Wäre während Corona nicht alles mit Steuergeldern kaschiert worden, wäre der Drops schon gelutscht
Dieses Mal wird kein Staat helfen. Diese Mal regelt das der Markt.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon porkypig » Do Jan 08, 2026 11:28

Dazu kommt ja noch, dass jetzt nach und nach doch fast jeder zumindest in Niedersachsen aufgefordert wird die Corona Überbrückungshilfen innerhalb von 6 Monaten nach Ablehnungsbescheid zurückzuzahlen, danach 6% Strafzinsen monatlich. Die sind abschreckend genug!
NRW erhält anscheinend nur positive Bescheide sogar noch mit Nachzahlungen! Die haben dann diesen Bonus extra, um diese wahrscheinlich doch längere Preismisere unbeschadet zu durchschreiten. Dann bitte doch gleiches Recht für alle und den Ländern die Verantwortung entziehen und dem Bund bzw. deren Politik übertragen.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Höffti » Do Jan 08, 2026 11:33

Apropos Politik.
Alle paar Jahre wird in unserem Land ja gewählt. Das ist auch ein Stück weit eine Abstimmung über "weiter so" oder "ändert was".

Und ich stelle fest, dass viele Landwirte bei den "Weiter so" Parteien auf der Liste stehen. Solange ich nicht das Gefühl habe, dass Wahlen im größeren Stil manipuliert werden, habe ich mit dieser Einstellung auch kein Problem. Dann will es die Mehrheit halt so.

Aber dann bitte auch nicht jammern, wenn man mithilft, sein eigenes Grab zu schaufeln.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon fleischverkäufer » Do Jan 08, 2026 11:53

240236 hat geschrieben:Ich war gestern bei jemanden zum Arbeiten, Da gab es dann Würste als Brotzeit. Wiener und Weißwürste. Die waren aber wirklich unter aller Kanone. Darauf hin habe ich gefragt, von welchem Metzger diese sind. Lidl wurde mir gesagt. Da wundert es mich ehrlich gesagt nicht mehr, wenn der Verbrauch zurückgeht. Wie sagte mein Sohn so schön; Die frisst ja nicht einmal ein Hund :oops: :cry: Das Geschmackvollste war der Senf und die Brezen und Semmeln an dieser Brotzeit :oops:

Und warum sollte der Verbrauch deshalb zurück gehen ? Wenn diesen Leute die Wurst aus dem Lidl nicht schmeckt, werden die ja wahrscheinlich dort kaufen, wo es die Wurst gibt, die denen schmeckt. Und Verbrauch ist Verbrauch, egal wo. Es sei denn, die werden dadurch Vegetarier, halte ich aber für unwahrscheinlich.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Estomil » Do Jan 08, 2026 11:57

Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass niemand ohne triftigen Grund ein Tier töten darf.

Ob das töten eines Tieres aus wirtschaftlichen Interessen vorzeitig erlaubt ist wurde im Geflügelbereich ausgiebig diskutiert. 2019 hat das Bundesverwaltungsgericht dies verneint. Allerdings nicht sofort sondern mit einer Übergangszeit. Und da auch unter der Prämisse, dass es sich bei küken um systematische und ständige Praxis gehandelt hat.

Ob das kurzzeitige töten für einen begrenzten Zeitraum von saugferkeln ebenfalls verboten wäre um wirtschaftliche Probleme zu reduzieren wurde nie gerichtlich geklärt und wäre ein eigenständiges verfahren.

Abgewägt werden müssen hierbei zb auch die höheren tierwohlstandarts in Deutschland Gegenüber anderen europäischen Ländern die einem Konkurs Deutscher Schweinehalter aus Tierschutz Sicht zuwieder laufen würde.

In außergewöhnlich Vermarktungssituationen wie ASP gebieten wo gesunde Tiere keine Abnehmer finden würde das Ferkel töten zumindest ebenfalls bisher akzeptiert.

Ganz grundsätzlich muss man sich als Landwirt auch fragen warum das ein Problem sein soll.
Das ganze muss natürlich schmerzfrei und fachgerecht erfolgen. Aber am Ende sind wir auch nur Rohstofflieferanten. Und da wir unser Produkt nicht lagern können wäre es in jeder anderen Branche üblich Übermengen zu entsorgen.

Und das würde ich als Branchenvertreter ohne eigenen Betrieb auch so öffentlich kommunizieren. Veränderungen wird es nur geben wenn öffentlich Druck gemacht wird.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Höffti » Do Jan 08, 2026 12:02

Estomil hat geschrieben:Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass niemand ohne triftigen Grund ein Tier töten darf.

Ob das töten eines Tieres aus wirtschaftlichen Interessen vorzeitig erlaubt ist wurde im Geflügelbereich ausgiebig diskutiert. 2019 hat das Bundesverwaltungsgericht dies verneint. Allerdings nicht sofort sondern mit einer Übergangszeit. Und da auch unter der Prämisse, dass es sich bei küken um systematische und ständige Praxis gehandelt hat.

Ob das kurzzeitige töten für einen begrenzten Zeitraum von saugferkeln ebenfalls verboten wäre um wirtschaftliche Probleme zu reduzieren wurde nie gerichtlich geklärt und wäre ein eigenständiges verfahren.

Abgewägt werden müssen hierbei zb auch die höheren tierwohlstandarts in Deutschland Gegenüber anderen europäischen Ländern die einem Konkurs Deutscher Schweinehalter aus Tierschutz Sicht zuwieder laufen würde.

In außergewöhnlich Vermarktungssituationen wie ASP gebieten wo gesunde Tiere keine Abnehmer finden würde das Ferkel töten zumindest ebenfalls bisher akzeptiert.

Ganz grundsätzlich muss man sich als Landwirt auch fragen warum das ein Problem sein soll.
Das ganze muss natürlich schmerzfrei und fachgerecht erfolgen. Aber am Ende sind wir auch nur Rohstofflieferanten. Und da wir unser Produkt nicht lagern können wäre es in jeder anderen Branche üblich Übermengen zu entsorgen.

Und das würde ich als Branchenvertreter ohne eigenen Betrieb auch so öffentlich kommunizieren. Veränderungen wird es nur geben wenn öffentlich Druck gemacht wird.



Dass Du damit kein Problem hast, ist ja bekannt. Du hast das ja selbst schon eine Zeit lang gemacht und Dich hier im Forum damit "gebrüstet". Und fann nebenbei noch Rekordgewinn dank Coronahilfe eingefahren.Hut ab vor Deiner moralischen Überlegenheit.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Estomil » Do Jan 08, 2026 12:06

fleischverkäufer hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Ich war gestern bei jemanden zum Arbeiten, Da gab es dann Würste als Brotzeit. Wiener und Weißwürste. Die waren aber wirklich unter aller Kanone. Darauf hin habe ich gefragt, von welchem Metzger diese sind. Lidl wurde mir gesagt. Da wundert es mich ehrlich gesagt nicht mehr, wenn der Verbrauch zurückgeht. Wie sagte mein Sohn so schön; Die frisst ja nicht einmal ein Hund :oops: :cry: Das Geschmackvollste war der Senf und die Brezen und Semmeln an dieser Brotzeit :oops:

Und warum sollte der Verbrauch deshalb zurück gehen ? Wenn diesen Leute die Wurst aus dem Lidl nicht schmeckt, werden die ja wahrscheinlich dort kaufen, wo es die Wurst gibt, die denen schmeckt. Und Verbrauch ist Verbrauch, egal wo. Es sei denn, die werden dadurch Vegetarier, halte ich aber für unwahrscheinlich.


Das ist das gleiche wie mit den Ebern. Der Kunde rennt dann nicht anstatt zu Lidl zu Edeka sondern geht weiter zu Lidl und kauft das nächste Mal Geflügel.

Und wenn in der Branche nichtmal kapiert wird, dass Geschmack und Qualität auch eins zu eins was mit dem Absatz zu tun haben dann muss man sich nicht wundern wenn der Verbrauch jedes Jahr runter geht.

Mortadella bzw Kinderwurst ist auch so ein Beispiel. Fast alles im Handel ist Schlicht minderwertig. Zumindest wenn man mal die Kinderwurst von sosstmann probiert hat. Und die wird in der Herstellung vermutlich auch nichts mehr kosten als dieses billig Zeug.

Und das ist bei anderen Dingen ähnlich. Tk Schnitzel aus dem Supermarkt sind genauso minderwertig. Extrem dünn, viel zuviel Panade, Verfärbungen die unansehnlich sind(versteckt unter der Panade). Warum produziert man so einen Müll. Da hat man den Eindruck es wird eine Charge für den leh möglichst billig Produziert und dann eine ordentliche für den Gastro Bereich.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon fleischverkäufer » Do Jan 08, 2026 12:10

Estomil hat geschrieben:Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass niemand ohne triftigen Grund ein Tier töten darf.

Ob das töten eines Tieres aus wirtschaftlichen Interessen vorzeitig erlaubt ist wurde im Geflügelbereich ausgiebig diskutiert. 2019 hat das Bundesverwaltungsgericht dies verneint. Allerdings nicht sofort sondern mit einer Übergangszeit. Und da auch unter der Prämisse, dass es sich bei küken um systematische und ständige Praxis gehandelt hat.

Ob das kurzzeitige töten für einen begrenzten Zeitraum von saugferkeln ebenfalls verboten wäre um wirtschaftliche Probleme zu reduzieren wurde nie gerichtlich geklärt und wäre ein eigenständiges verfahren.

Abgewägt werden müssen hierbei zb auch die höheren tierwohlstandarts in Deutschland Gegenüber anderen europäischen Ländern die einem Konkurs Deutscher Schweinehalter aus Tierschutz Sicht zuwieder laufen würde.

In außergewöhnlich Vermarktungssituationen wie ASP gebieten wo gesunde Tiere keine Abnehmer finden würde das Ferkel töten zumindest ebenfalls bisher akzeptiert.

Ganz grundsätzlich muss man sich als Landwirt auch fragen warum das ein Problem sein soll.
Das ganze muss natürlich schmerzfrei und fachgerecht erfolgen. Aber am Ende sind wir auch nur Rohstofflieferanten. Und da wir unser Produkt nicht lagern können wäre es in jeder anderen Branche üblich Übermengen zu entsorgen.

Und das würde ich als Branchenvertreter ohne eigenen Betrieb auch so öffentlich kommunizieren. Veränderungen wird es nur geben wenn öffentlich Druck gemacht wird.


Nicht lange schnaken, sondern machen. Ruf beim V Amt an, und teile denen das mit was du vorhast. Und wenn du damit eine Marktwirkung erzielen möchtest, dann rufe in den Medien deine Berufskollegen öffentlich und namentlich dazu auf.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon 714er » Do Jan 08, 2026 12:13

Estomil hat geschrieben:Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass niemand ohne triftigen Grund ein Tier töten darf.

Ob das töten eines Tieres aus wirtschaftlichen Interessen vorzeitig erlaubt ist wurde im Geflügelbereich ausgiebig diskutiert. 2019 hat das Bundesverwaltungsgericht dies verneint. Allerdings nicht sofort sondern mit einer Übergangszeit. Und da auch unter der Prämisse, dass es sich bei küken um systematische und ständige Praxis gehandelt hat.

Ob das kurzzeitige töten für einen begrenzten Zeitraum von saugferkeln ebenfalls verboten wäre um wirtschaftliche Probleme zu reduzieren wurde nie gerichtlich geklärt und wäre ein eigenständiges verfahren.

Abgewägt werden müssen hierbei zb auch die höheren tierwohlstandarts in Deutschland Gegenüber anderen europäischen Ländern die einem Konkurs Deutscher Schweinehalter aus Tierschutz Sicht zuwieder laufen würde.

In außergewöhnlich Vermarktungssituationen wie ASP gebieten wo gesunde Tiere keine Abnehmer finden würde das Ferkel töten zumindest ebenfalls bisher akzeptiert.

Ganz grundsätzlich muss man sich als Landwirt auch fragen warum das ein Problem sein soll.
Das ganze muss natürlich schmerzfrei und fachgerecht erfolgen. Aber am Ende sind wir auch nur Rohstofflieferanten. Und da wir unser Produkt nicht lagern können wäre es in jeder anderen Branche üblich Übermengen zu entsorgen.

Und das würde ich als Branchenvertreter ohne eigenen Betrieb auch so öffentlich kommunizieren. Veränderungen wird es nur geben wenn öffentlich Druck gemacht wird.

Abwägen würde ich ob du als Tierhalter den richtigen Job hast, wenn du aus wirtschaftlichen Interessen deine Saugferkel töten möchtest.
Wenn die Preise wieder besser sind erzählst du dann wieder wie du mit deinem Sohn den Betrieb erweitern möchtest um mehr zu produzieren.
Irgendwo passt das nicht ganz zusammen.
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