fleischverkäufer hat geschrieben:Ja, gut lassen wir das jetzt so stehen. Bringt nichts. Dann wartet darauf, das die Schlachter den Strukturwandel in der Schweinehaltung stoppen, das wird wohl nicht funktionieren. Aber beschwert euch nicht, wenn die guten Leistung und Zukunftsfähigen Betriebe, die auch sicher übrigbleiben in der Landwirtschaft , demnächst in ihrem BL keinen Schlachter mehr haben, gerade im Süden, und alles nach Westfalen gefahren werde muss. Weil das, hätte nicht sein müssen, und es wär deshalb kein Bauer mehr am Leben geblieben. So jetzt muss ich was tun, heute und morgen bin ich Fleischi.
Moin,
kann die Argumentation von "Fleischverkäufer" teilweise nachvollziehen. Ich mäste im Norden Schweine und merke zunehmend den Nachteil, dass hier kein leistungsfähiger Schlachthof in der Nähe ist. Will heißen, dass wir solvente Schlachtunternehmen benötigen. Trotzdem müssen eben alle Seiten nachhaltig Geld verdienen. Selbst als Mäster mit guten Leistungen sind für mich im aktuellen Durchgang 1,45 Euro zu wenig. Und ich muss hier anmerken, dass ich in einem abgeschriebenen Stall mit 2000 Mastplätzen mäste und somit meine Schweine mit keinem Kapitaldienst belastet sind.
Ein befreundeter Kollege hält Sauen im geschlossenen System. Der Betrieb hat ein sehr gutes Leistungsniveau und ist die letzten Jahre stark gewachsen. Natürlich lief es bei 2,30 Euro sehr gut bei ihm. Ich vermute aber auch, dass er einige Löcher aus der Coronazeit stopfen musste. Für ihn sind die 1,45 eine Katastrophe. Inflationsbedingt ähnlich wie zu Corona. Ob ein solcher Betrieb die Marktbereinigung durchhält, bleibt abzuwarten.
Wirklich nicht schön zurzeit.
Viele Grüße!
