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Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Manfred » Di Sep 14, 2021 22:21

Hier fährt eine Spedition im Auftrag des Entsorgers. Die Fahrer sind entsprechend keine Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Ich gehe trotzdem davon aus, dass sie nicht die am schlechtesten bezahlten LKW-Fahrer sind, zumal in der Transportbranche fast überall Personalmangel herrscht.
Welchen Lohn sie bei Erhalt eines Grundeinkommens fordern würden, bliebe abzuwarten.
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Neo-LW » Di Sep 14, 2021 23:07

Moin,

Manfred hat geschrieben:
Was spricht dagegen, die Leute, die Schweißjobs übernehmen, anständig dafür zu entlohnen?


Gar nix.

Schweißer sind gesuchte Leute.

Bei der DB verdienen die Oberbauschweißer etwa 3'000,- EUR netto im Monat.


Olli
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Manfred » Mi Sep 15, 2021 7:20

:D
Danke. Hat was, wenn man morgens schon über den eigenen Verschreiber von gestern lachen kann.
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon tyr » Mi Sep 15, 2021 7:30

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

Manfred hat geschrieben:
Was spricht dagegen, die Leute, die Schweißjobs übernehmen, anständig dafür zu entlohnen?


Gar nix.

Schweißer sind gesuchte Leute.

Bei der DB verdienen die Oberbauschweißer etwa 3'000,- EUR netto im Monat.


Olli

Allerdings ist die DB als faktischer Staatskonzern nicht mit der normalen Wirtschaft zu vergleichen. Schön wäre es, wenn man als Schweißerli normal so viel verdienen würde.
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon cerebro » Mi Sep 15, 2021 7:51

Mal ne Frage: Wir alle wissen ja das Agrar Direktzahlungen quasi den Markt verzerren, Nahrungsmittelpreise niedrig halten und nur ein durchreicheposten an den Verpächter darstellen. Führt ein Grundeinkommen nicht zu selbigem im Lauf der Zeit?
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Manfred » Mi Sep 15, 2021 8:57

cerebro hat geschrieben:Mal ne Frage: Wir alle wissen ja das Agrar Direktzahlungen quasi den Markt verzerren, Nahrungsmittelpreise niedrig halten und nur ein durchreicheposten an den Verpächter darstellen. Führt ein Grundeinkommen nicht zu selbigem im Lauf der Zeit?


Ja. Jeder politische Eingriff verschiebt das Gleichgewicht im Markt.
Ist m.E. kaum seriös abzusehen, was im Detail wirklich passieren wird, alleine schon wegen der vielen verschiedenen Gestaltungsvorschläge.
Deshalb würde ich es schrittweise einführen. So kann man am besten nachjustieren.
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Zement » Mi Sep 15, 2021 10:28

cerebro hat geschrieben:Mal ne Frage: Wir alle wissen ja das Agrar Direktzahlungen quasi den Markt verzerren, Nahrungsmittelpreise niedrig halten und nur ein durchreicheposten an den Verpächter darstellen. Führt ein Grundeinkommen nicht zu selbigem im Lauf der Zeit?

Die verzerren nicht den Markt, wie wir alle wissen. Der Weltmarkt und Konzerne machen den Preis.
Mit dem Grundeinkommen würde wohl jeder etwas mehr Konsumieren, aber werden dann die Preise für die Güter erhöht? Wahrscheinlich ja, so ist leider das mit dem Kapitalismus.
Olli der Astroturfing
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon langer711 » Mi Sep 15, 2021 13:14

Naja..
Subventionen und solche Ausgleichzahlungen werden ja auch häufig gezahlt, weil sonst die Branche nicht lebensfähig wäre.
Manchmal hilft man so der Branche, um dort Arbeitsplätze zu erhalten.
In diesem Fall (Agrarausgleich) koppelt man die Höhe der Zahlung an die Fläche.
Letztendlich erhalten die Eigentümer der Fläche das Geld.
Oder anders:
Der, der am Wenigsten ein Risiko hat, bekommt die Agrarzahlung.
Der, der auf seinem eigenen Land arbeitet, erhält das Geld, wie es gedacht war.
Der, der Fläche zupacktet, reicht das Geld eigentlich nur durch.

Würde man ein BGE einführen, sagen wir 1000€ pro Nase, wären das immerhin 12.000€ pro Kopf.
Ein Familienbetrieb mit 3 Personen hätte dann 36.000€ extra zur Hand.
Und dazu muss er nichtmal Flächen pachten.
Natürlich kann er das auch noch, klar.
Dann würden halt die Pachtpreise sinken.
Einer, der 3 ha verpachtet hatte, kriegt dann etwa 600€ weniger Pacht, dafür aber BGE von 12.000€

Unterm Strich hat keiner einen Nachteil

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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Neo-LW » Mi Sep 15, 2021 14:06

Moin,

das charmante an dem BGE ist, daß alle Behörden wegfallen, die momentan für die
Zuteilung einzelner Dollars zuständig sind.
Es entfallen:
- Sozialhilfe
- Wohngeld
- Ermäßigungen GEZ / Museen / Kindergartenbeiträge / Nahverkehr / usw.
- Sonderleistungen für Zuzahlungen Facharzt / Medikamente
- Bei der Steuererklärung Pauschalbeträge für z.B. Gesundheitskosten.

Einkommensteuer ab dem ersten Euro.
ABER JEDER kann in beliebiger Menge arbeiten, ohne daß was abgezogen wird.

Sicher wird es Probleme geben:
- Straßengangs (Ausrauben von Obdachlosen)
- Leute, die nicht mit Geld umgehen können.
- Menschen ohne Deutsche Staatsangehörigkeit meckern.
- Halbierung des BGE bei doppelter Staatsangehörigkeit.

Bei der EK-Steuer könnte man von Null bis 100'000,- EUR Jahreseinkommen
eine gerade Linie ziehen.
Wenn also jemand 1'000,- EUR in Jahr dazuverdient, müsste er vielleicht 20,- EUR
Steuern zahlen.
Das würde kleine Beschäftgungsverhältnisse attraktiv machen,
und das legale Beschäftigen von privaten Wohnungsreinigungskräften würde entkriminalisiert.


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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Pegasus_o » Mi Sep 15, 2021 14:22

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

das charmante an dem BGE ist, daß alle Behörden wegfallen, die momentan für die
Zuteilung einzelner Dollars zuständig sind.


Wenn das BGE in Höhe von etwa H4 wäre, wäre es in der Tat eine interessante Überlegung, ob es die Gesellschaft in Summe nicht billiger kommt. Das ist aber nicht das, was der Boheme, also den ganzen "irgendwas mit Medien" und so vorschwebt. Nein, Nein, das BGE soll ein "normales Leben ermöglichen, also deutlich über H4 liegen. Das wäre das aus für viele Berufe. Von dem Problem der Weltweit 7 Mrd Menschen, für die das der Traum wäre, haben wir dabei noch nicht gesprochen...
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon langer711 » Mi Sep 15, 2021 17:52

Warum sollte ein Grundeinkommen in ausreichender Höhe das Aus für viele Berufe bedeuten?
Werden diese Berufe nicht gebraucht?
Dann juckt es ja keinen, wenn die keiner mehr macht.

Oder werden sie gebraucht und miserabel bezahlt, weil man immer noch Leute findet, die den Job aus Existenzangst und Hoffnung oder gar Ehre machen, und sich den Rest zum Leben per H4 „aufstocken“

Mein Fazit:
Wenn die Arbeit erledigt werden muss für unsere Gesellschaft, dann soll sie auch ordentlich bezahlt werden.
In meinen Augen leistet eine Reinigungskraft oder ein Entsorger mehr für unsere Gesellschaft, als jeder Finanzwirt oder Rechtsanwalt.

Einfach nur mal die Frage stellen:
Wenn Beruf X 3 Monate lang nicht mehr ausgeübt wird, was passiert dann?

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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Fassi » Mi Sep 15, 2021 18:19

langer711 hat geschrieben:Oder werden sie gebraucht und miserabel bezahlt, weil man immer noch Leute findet, die den Job aus Existenzangst und Hoffnung oder gar Ehre machen, und sich den Rest zum Leben per H4 „aufstocken“


Und genau das ist der Punkt, woher die große Ablehnung kommt. Weil man eben niemanden mehr zu Niedrigstlöhnen zwingen kann und die Jobs endlich fair bezahlt werden müssen, wenn sie erledigt werden sollen. Und damit würde auch tyrs Sozialindustrie, die im Moment nur dank HartzIV Auskommen und "Arbeit" von heute auf Morgen verschwinden. Bildungsträger zB müßten wirkliche Bildungsangebote machen und nicht mehr wöchentlich Geld vom Staat für ein "Bewerbungstraining" abgreifen, dessen Inhalt und Erfolg fraglich und meistens auch nutzlos ist.

Und wie weiter oben beschrieben, es würde auch die Chance für zig Kleinunternehmen geben. Die Menschen hätten die Chance da was aufzubauen. Was vermutlich auf Dauer schon alleine deshalb das Gesundheitssystem entlastet, weil mehr Menschen zufrieden sind mit dem was sie machen, wenn evtl. auch nur in Teilzeit. Sehr viele gehen denn nur noch der Kohle wegen arbeiten und nicht weil der Job ihnen Spaß macht.

Gruß
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Pegasus_o » Mi Sep 15, 2021 19:09

langer711 hat geschrieben:Mein Fazit:
Wenn die Arbeit erledigt werden muss für unsere Gesellschaft, dann soll sie auch ordentlich bezahlt werden.
In meinen Augen leistet eine Reinigungskraft oder ein Entsorger mehr für unsere Gesellschaft, als jeder Finanzwirt oder Rechtsanwalt.



Tja, und wer legt jetzt fest, welche Arbeit wieviel wert ist? Oder kriegen alle den gleichen Einheitslohn? Weißt du, diese Fragen sind nicht ganz neu, die werden seit Marx rauf und runter dekliniert. Den dritten Weg zwischen Markt und Kommunismus hat noch keiner gefunden.

Beispiel Pflege. Also, ein wichtiger Beruf, den die wenigsten aus Leidenschaft machen. Der müßte ja nun viel besser bezahlt werden nach Deiner Meinung. Ist natürlich die Frage vom wem. Die klassisch linke Antwort ist hier "die Reichen", aber die sind halt schnell nicht mehr reich ohne Markt. Bleibt natürlich nur der arbeitende Teil der Bevölkerung. Die müssen aber schon das BGE finanzieren...

Das sind alles so Ideen, die nach einer Flasche Rotwein super klingen, aber wehe man ist nüchtern und hat den Bleistift gespitzt...
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Fassi » Mi Sep 15, 2021 19:41

Pegasus_o hat geschrieben:[
Beispiel Pflege. Also, ein wichtiger Beruf, den die wenigsten aus Leidenschaft machen. Der müßte ja nun viel besser bezahlt werden nach Deiner Meinung. Ist natürlich die Frage vom wem.


Wieso? Der Lohn muss halt so hoch sein, dass jemand sagt: "Ok, dafür gehe ich los und mache den Job." Steigert die Kosten für den, der sie in Anspruch nimmt. Ist aber die Frage, ob die Nachfrage noch so hoch ist. Meine Oma uB ist nut deshalb im Heim, weil für ihre Pflege einer von uns seinen Job kündigen und ganztags daheim bleiben müßte. Ich hab das vor knapp 10 Jahren bei meinem Opa gemacht. Und nebenbei bemerkt, gibt es keinen besseren Weg in D sich seine berufliche Zukunft zu zerstören, kann ich heute aus Erfahrung sagen. Ist heute aber nicht leistbar, wir können leider nicht mehr auf das Geld verzichten.

Bei 1.000€ bedingungslosen Einkommen könnte aber problemlos einer daheim bleiben und die Pflege übernehmen. Und da sind wir nicht der einzigen in meinem Bekanntenkreis.

Gruß
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Re: Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Beitragvon Qtreiber » Mi Sep 15, 2021 19:58

Englberger hat geschrieben:Hallo,
grundsätzlich sind alle Erträge aus angesammeltem Kapital ethisch bedenklich.

Und wenn das "angesammelte Kapital" durch einen vorhergehenden Verzicht auf Konsum entstanden ist?
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