Zement hat geschrieben:Bist du Gauland?![]()
Der kriegt nichts mehr richtig mit, was bei der AfD angeht.
Na, Hauptsache, DU bekommst noch alles mit.
Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 1:07
Zement hat geschrieben:Bist du Gauland?![]()
Der kriegt nichts mehr richtig mit, was bei der AfD angeht.
Qtreiber hat geschrieben:Na, Hauptsache, DU bekommst noch alles mit.
Sie schreiben, dass Gauland sehr geschickt mit der Empörungsfalle arbeitet. Er sagt gezielt öffentlich Sätze, die für Empörung sorgen sollen. Man dürfe nicht den Fehler begehen, in die Empörungsfalle zu tappen, schreiben Sie.
Die kalkulierte Empörung ist ein ganz wesentliches Instrument für Gauland. Das verfängt immer wieder. Vor kurzem hat sich Martin Schulz ihm öffentlich im Bundestag entgegengestellt. Er wünschte Gauland unter großem Applaus auf den Misthaufen der Geschichte. Das sind genau die Angriffe, die Gauland will und provoziert. Er sagte mir anschließend, ihm wäre am liebsten, wenn die SPD jede Woche solche Reden halten würde. Das nutze der AfD. Gauland beherrscht den Umgang mit der Empörung meisterlich. Er hat seine Lehren gezogen aus der Kampagne, die Roland Koch 1999 für die CDU in Hessen zur doppelten Staatsbürgerschaft vom Zaun gebrochen hatte. Diese Kampagne führte am Ende zum Sieg der CDU bei der Landtagswahl. Die CDU lernte: Man kann Menschen hinter sich scharen, indem man öffentlich Empörung auslöst. Man kann Erfolg haben mit einem kalkulierten Skandal.
Das heißt also: Sich zu empören reicht nicht im Umgang mit der AfD?
Ganz genau. Empörung ist erst mal eine natürliche Reaktion angesichts der Ungeheuerlichkeiten, die Gauland von sich gibt – wenn er etwa die zwölf Jahre des Nationalsozialismus einen „Vogelschiss der Geschichte“ nennt. Aber Empörung zum Selbstzweck nutzt überhaupt nichts in der Auseinandersetzung mit der AfD. Die Auseinandersetzung mit der AfD muss eine sachliche sein. Sie muss auf konkrete Probleme bezogen werden. Die Partei selbst und Alexander Gauland haben überhaupt keine Antwort auf viele Probleme, die Menschen in Deutschland umtreiben. Das zeigte das ZDF-Sommerinterview vor einigen Wochen. Da hat der ZDF-Kollege Thomas Walde Gauland zum Beispiel nach den Problemen durch die Digitalisierung gefragt. Da hatte Gauland keine Antworten. Die Auseinandersetzung mit der AfD muss über Themen laufen.
Man muss sie inhaltlich stellen.
Ja. Man muss sich inhaltlich mit der Partei auseinandersetzen. Sonst tappt man in die Empörungsfalle.
Was Sie auch beschreiben ist, dass die AfD Formen linker Protestkultur aufgreift, die schon 1968 und später von den Grünen praktiziert wurden. Wie konnte es dazu kommen?
Das ist eine ganz entscheidende Lehre, die Alexander Gauland aus Frankfurt am Main mitgenommen hat, wo er ja in den 80er Jahren Büroleiter des CDU-Oberbürgermeisters Walter Wallmann war. Damals zogen 1981 die Grünen ins Stadtparlament mit außerparlamentarischen Protestformen ein, die interventionistisch waren. Das übernehmen jetzt Teile der neurechten Bewegung, deren parlamentarischer Arm die AfD ist. Ich denke da an die Identitären. Das ist eine politische Vorfeldorganisation der AfD. Die übernehmen Formen der linken Protestbewegung.
Ebnet Gauland ganz bewusst Rechtsextremen den Weg?
Ja. Das tut er ganz bewusst. Er nimmt die Rechtsradikalen ganz bewusst mit, gerade im Osten Deutschlands, und ebnet ihnen den Weg in die Mitte der Gesellschaft. Dadurch hat die AfD erst den Auftrieb bekommen, der sie zu einer erfolgreichen Partei hat werden lassen. Ohne Gauland würde das nicht funktionieren: Die Rechtsradikalen würden sonst dort bleiben, wo sie waren, am Rande der Gesellschaft.
..........
Gauland hat erkannt, dass die Menschen im Osten große Zweifel am demokratischen System in sich tragen. Dass Fremdenfeindlichkeit und Rassismus dort in der gesellschaftlichen Mitte stark verankert sind. Indem Gauland das bediente, führte er die AfD zum Erfolg. Gauland fühlte sich persönlich gekränkt, nachdem die CDU in Hessen ihn fallen ließ wie eine heiße Kartoffel.
Liegt die Kränkung dieser alten Männer auch darin, dass ihre CDU von einer Frau geführt wurde, noch dazu von einer ostdeutschen Pfarrerstochter?
Das verstärkt diese Kränkung sicherlich.
...........
Gauland traut Höcke eine wichtigere Rolle zu.
https://www.fr.de/politik/gauland-nimmt ... 70036.html
Durch seine bewusst in den Raum gestellte Bemerkung hat Gauland nicht etwa den Extremismus in seiner Partei eingehegt, vielmehr umhegt und umwirbt er weiterhin Extremisten, ob einen Exponenten wie Björn Höcke oder andere Völkische, die entschieden interessiert sind an einem Bruch mit der Demokratie, einem von ihnen angekündigten politischen Systembruch, dem von ihnen propagierten Kulturbruch mit 68, dem von ihnen avisierten Bruch mit den zivilen Errungenschaften einer offenen Gesellschaft. https://www.fr.de/kultur/timesmager/afd ... 33611.html
Lenkfix hat geschrieben:Die DDR-Verhältnisse exakt haben wir doch bereits, sprich freie Meinungsäußerung, staatl. regl. Medien, überwachte Zwangsverordnungen usw. Material-Knappheit ob Stahl, Kunststoff, Holz usw. und die Lage wird sich noch extremer zuspitzen. Jedoch die Ossis haben dies längst begriffen da die mehr Erfahrung damit, die Wessis sind leider bereits zu sehr nachhaltig Mediengeschädigt und eben auf hohem Roß Betriebs/Umtriebsblind.
Labernich hat geschrieben:Und siehe da, kaum ist die Macht in Reichweite interessiert sich bei den Grünen niemand mehr für Basisdemokratie oder Volksentscheid.
Jetzt wird von Führung gesprochen, da kann eine Führerin nicht weit sein...
Neo-LW hat geschrieben:Mal sehen, was noch so kommt.
DWEWT hat geschrieben:Diese C-Virus ist aber auch für gar nichts fies! Jetzt hat es sich sogar an den Seehofer rangewanzt.

Fassi hat geschrieben:So, am Wochenende sind 2.600 Feuerwehrler im Kreis geimpft worden, noch leben alle. Nebenwirkungen etwa anderthalb Tage nach der Impfung bei der örtlichen Truppe sind durchgängig mehr oder weniger starke Schmerzen im Impfarm, bei einigen leichte Halsschmerzen und bei einigen Schweißausbrüche. Ich selber hab wie Muskelkater im Arm (hab ich aber bei Tetanus und Grippe auch), Hitzewellen mit Schweißausbrüchen und wie einen leichten Gichtanfall im linken großen Zeh. Die Gicht selber hab ich eigentlich immer im rechten Fuß; der letzte Anfall ist aber auch schon fast 10 Jahre her. Aber ansonsten bin ich fit. Geimpft wurde durchgängig mit Biontech.
Gruß
Zurück zu Aktuelles und Allgemeines
Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot]