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Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » So Jul 14, 2019 20:11

meyenburg1975 hat geschrieben:
Und so nebenbei. Du erwähntest ja gerade die Überproduktion als übel. Wie kann es sein, dass gerade so viel Gemüse und Obst weggeworfen werden? Immerhin 40% an Anteil. Und das obwohl wir dort so geringe Versorgungsbilanzen haben.


Ist jetzt nicht wirkich eine Frage, oder?
Schau dir mal das Importsortsortiment bei Obst und Gemüse an. Es besteht ganz überwiegend aus Erzeugnissen, die wir hier (noch) nicht selbst produzieren können oder zumindest nicht ganzjährig frisch anbieten können. Ganz im Gegensatz zur Milch. Dazu kommt noch die geringe Lagerfähigkeit frischer Obst- und Gemüseprodukte. Das Ganze geht natürlich auch nur, weil die importierten Waren auf den gleich geringen Preisniveau angeboten werden.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon meyenburg1975 » So Jul 14, 2019 21:58

landwirt 100 hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Und so nebenbei. Du erwähntest ja gerade die Überproduktion als übel. Wie kann es sein, dass gerade so viel Gemüse und Obst weggeworfen werden? Immerhin 40% an Anteil. Und das obwohl wir dort so geringe Versorgungsbilanzen haben.

Rein aus Interesse: werden beim Obst und Gemüse die unvermeidbaren Abfälle herausgerechnet? Sprich Obst-und Gemüseschalen, Kerne, Strunke?

Angeblich etwa die "Hälfte es Drittels".
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon meyenburg1975 » So Jul 14, 2019 21:59

DWEWT hat geschrieben:Das Ganze geht natürlich auch nur, weil die importierten Waren auf den gleich geringen Preisniveau angeboten werden.

Ach ne :roll:
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon marius » Di Jul 16, 2019 16:25

meyenburg1975 hat geschrieben:Es werden in Deutschland ein Drittel weggeworfen. Wobei um diese Zahl auch gestritten wird. Vorne kommen Gemüse und Obst, dann Backwaren und Speisereste. Milchprodukte unter 10% im Anteil+ einen Teil in Verarbeitungsware. Zweifelhaft, dass man da auf ein Drittel der Milchproduktion kommen kann.



Was ich nie verstanden habe ist die Diskussion um Lebensmittelverschwendung.
In Deutschland landen täglich viele Millionen kg bester Nahrungsmittel in den Biogasanlagen wenn man die Energie von Getreide, Mais zugrunde legt. Die anderen Länder ringsum lachen über uns und bauen nach wie vor Atomkraftwerke oder verwenden nach wie vor Kohle und exportieren diesen Strom.

Zum einen ist Biogas natürlich gut für Landwirte weil das noch für wenige Jahre die Milchpreise auf dem Niveau derzeit halten kann, aber nicht mehr lange.
In wenigen Jahren wandert diese Flächen Stück für Stück zurück in die Milchproduktion.
Wenn das passiert, was unvermeidlich ist, dürfte der Milchpreis im Schnitt um 5 Cent absacken und der LEH nutzt das Überangebot nat. aus um nochmal eine Flut an "freiwilligen " Vorschriften einzuführen.
Denn auch der Strukturwandel wird die Milchmenge zusätzlich deutlich erhöhen weil wie schon beschrieben der pachtende Top Zukunftsstall mit 3 Melkungen im Roboter oder Karusell 12 000 kg statt 7000 kg pro Kuh im alten auslaufenden Anbindestall abliefert.
Das wird bei Milch noch ein wahres Desaster geben, denn die steigenden Umwelt, Tierschutzvorschriften + Inflation verteuern zu allem Übel die Produktion in Zukunft erheblich incl nationale Alleingänge wie Volksbegehren.
Dazu sollen die EU prämien abgeschmolzen werden.
Der Struktuwandel wird mit der geschliffenen Sense über die Milchviehhalter rasieren. Das sieht dann hinterher so aus wie im Schweine, Sauenbereich und dort kommen die paar wenig Überlebenden heute immer noch kaum über die Runden.

Da kann man nur nüchtern feststellen : Landwirtschaft mutiert zum wahren Massengrab.... :shock:
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon marius » Di Jul 16, 2019 21:38

Ist der Betrieb in Grönenbach nur die Spitze des Eisbergs ?

Tiermisshandlungen im Allgäu: Fachfrau warnt vor weiteren Fällen in Bayern

Elke Rauch, Fachtierärztin für Tierschutz an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, führt aktuell eine Studie an einer Tierkörperbeseitigungsanlage in Nordbayern durch. „Schon jetzt zeigt sich, dass bei jeder Lieferung mehrere Tiere dabei sind, die tierschutzrelevante Verletzungen aufweisen“, sagte sie

https://www.merkur.de/bayern/tierquaele ... 81019.html

Ich glaub die Politik wird den Milchviehhaltern, was Kontrollen angeht, richtig auf die Pelle rücken.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon T5060 » Di Jul 16, 2019 23:16

Interessante Frage hierbei CrossComplinance-Recht versus StPO, also dürfen durch CC Kontrollen erworbene Kenntnisse in einen Strafprozeß einfließen und das Strafmaß bzw. die Strafbarkeit beeinflussen ?
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Mi Jul 17, 2019 13:01

[quote="landwirt 100"
Hatten wir hier vor 20 Jahren auch, da hatten so ganz Schlaue Knochenbrüche in der TBA festgestellt, und die Landwirte angeschrieben, nur keiner hat bedacht wie die verendeten Tiere wohl auf den LKW gekommen sind.[/quote]

Es ist eine Leichtigkeit festzustellen, ob Knochenbrüche pre oder post mortem entstanden sind.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon T5060 » Mi Jul 17, 2019 13:48

DWEWT hat geschrieben:Es ist eine Leichtigkeit festzustellen, ob Knochenbrüche pre oder post mortem entstanden sind.


Soweit die Theorie..... die Praxis an der TBA sieht anders aus, als diese nach der StPO nötig ist d.h. es gibt kein Lager wo man Berge von Kadavern 3 Wochen lang zwischenlagern könnte.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Mi Jul 17, 2019 15:39

T5060 hat geschrieben:
Soweit die Theorie..... die Praxis an der TBA sieht anders aus, als diese nach der StPO nötig ist d.h. es gibt kein Lager wo man Berge von Kadavern 3 Wochen lang zwischenlagern könnte.


Was hat denn die StPO damit zu tun?
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon T5060 » Mi Jul 17, 2019 16:18

Wenn ich jemanden erfolgreich wegen einer Straftat verurteillen oder belangen möchte,
müssen die Strafverfolgungsbehörden zwingend die StPO (Strafprozessordnung) einhalten.
Das ist in einem freiheitlichen Rechtsstaat nun mal so.

Da gibt es eine Ermittlungsakte und oft auch eine oder mehrere Spurenakten, da müssen Amtsermittlungsgrundsätze usw. eingehalten werden.
Die Spurermittlung muss nachvollziehbar ggf. reproduzierbar sein usw. tralala

Ein Fehlverhalten, das angezeigt wurde, aber bei dem im Vornherein feststeht das die StPO nicht eingehalten werden kann,
wird bearbeitet und dann eingestellt.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon 210ponys » Mi Jul 17, 2019 16:33

T5060 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Es ist eine Leichtigkeit festzustellen, ob Knochenbrüche pre oder post mortem entstanden sind.


Soweit die Theorie..... die Praxis an der TBA sieht anders aus, als diese nach der StPO nötig ist d.h. es gibt kein Lager wo man Berge von Kadavern 3 Wochen lang zwischenlagern könnte.



braucht man ja auch keine Berge von Kadavern wochenlang zurückhalten... bei verdacht gezielt die Tiere des Betriebes reichen!
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Mi Jul 17, 2019 17:10

T5060 hat geschrieben:Wenn ich jemanden erfolgreich wegen einer Straftat verurteillen oder belangen möchte,
müssen die Strafverfolgungsbehörden zwingend die StPO (Strafprozessordnung) einhalten.
Das ist in einem freiheitlichen Rechtsstaat nun mal so.

Da gibt es eine Ermittlungsakte und oft auch eine oder mehrere Spurenakten, da müssen Amtsermittlungsgrundsätze usw. eingehalten werden.
Die Spurermittlung muss nachvollziehbar ggf. reproduzierbar sein usw. tralala

Ein Fehlverhalten, das angezeigt wurde, aber bei dem im Vornherein feststeht das die StPO nicht eingehalten werden kann,
wird bearbeitet und dann eingestellt.


Und wieder einmal pures Gesabbel!
Hier geht es erst einmal um die Feststellung, ob überhaupt und wenn ja, in welchem Maße gegen tierschutzrechtliche Vorgaben verstoßen wurde. Von der Ahndung war noch gar keine Rede!
Die Feststellung ob Verletzungen pre oder post mortem entstanden sind, lässt sich recht leicht treffen. Jeder geübte Veterinär ist dazu in der Lage. Knifflige Fälle müssen gesondert untersucht werden.
Dein dauerndes Gelaber von der StPO lässt bei mir den Eindruck entstehen, dass es mit deiner gutachterlichen Ausbildung nicht weit her ist. In meiner entsprechenden Ausbildung viel der Begriff StPO immer nur dann, wenn es um mögliche Ahndungen bei fahrlässigen oder vorsätzlichen gutachterlichen Fehlleistungen ging. Wahrscheinlich ist dir deshalb StPO so geläufig!?
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon marius » Do Jul 18, 2019 10:40

Bei unserem Stammtisch haben 2 Mitglieder seit dem Report Mainz nun auf Pflanzenmilch umgestellt weil sie nach eigenen Angaben diese Form der Landwirtschaft, insbesondere Nutztierhaltug nicht mehr unterstützen werden.
Der Geschmack wäre hervorragend gegenüber der faden Sojamilch von früher.
Wir haben dann gestern beim Einkauf ebenfalls Pflanzenmilch mal zum Test gekauft. Also ich muss sagen die hat heutzutage wirklich einen guten Geschmack und ist auch noch deutlich gesünder.

Naja, mal sehen. Ich muss aber schon zugeben das ich diese heutige Qualzucht mit 12 000 Liter pro Kuh, die im Schnitt nach 2-3 Kälber völlig fertig ausrangiert sind, in Zukunft auch nicht unbedingt unterstützen möchte.
Von daher müßte ich eigentlich konsequent auf Pflanzenmilch umstellen, um diesen Irrsinn nicht auch noch zu unterstützen.
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