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Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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1586 Beiträge • Seite 21 von 106 • 1 ... 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24 ... 106
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Nordhesse » Fr Jul 19, 2019 20:40

Nach wie vor finden die meisten und schwersten Tierschutzvergehen in den Klein- und Hobbybetrieben statt. Kann man diskutieren, ist aber Fakt. Entweder resultiert es aus totaler Ahnungslosigkeit oder auch aus persönlichen Problemen der Betreiber. Und das Geschwafel von Marius von wegen 12000l Kühen sollte damit auch widerlegt sein.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Fr Jul 19, 2019 21:14

Nordhesse hat geschrieben:Nach wie vor finden die meisten und schwersten Tierschutzvergehen in den Klein- und Hobbybetrieben statt. Kann man diskutieren, ist aber Fakt. Entweder resultiert es aus totaler Ahnungslosigkeit oder auch aus persönlichen Problemen der Betreiber. Und das Geschwafel von Marius von wegen 12000l Kühen sollte damit auch widerlegt sein.


Das ist vielleicht deine Meinung aber kein Beleg.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Spessartbauer » Fr Jul 19, 2019 21:48

Ich habe nicht alle 300 Beiträge gelesen, weil mich das Thema langsam nervt. Aber der Aussage von Nordhesse, dass die meisten Tierschutzvergehen in Klein- und Hobbybetrieben stattfinden, kann ich so nicht bestätigen:
Grundsätzlich: Tierquälerei ist schlimm und nicht zu rechtfertigen - das steht für mich außer Frage.

Aber für mich stelllt sich auch die Frage, ob es gute oder schlechte Tiere gibt? Sind also manche Tiere schützenswerter als andere? Oder sind alle Tiere als untereinander gleichberechtigte Lebewesen anzusehen? Ich gehe mal davon aus, dass man sich darauf einigen wird, dass alle tierischen Lebewesen die gleichen Rechte haben. Wenn dazu Konsens besteht möchte ich folgende Tiere anführen, bei denen ich den Tierschutz generell vermisse:
- Katzen und Hunde die in einer Wohnung leben - das sind domestizierte Raubtiere, deren Bewegungsfreiheit auf Kratzbaum und Gassi gehen eingeschränkt sind.
- Pferde die überwiegend in einer Box stehen.
- Tiere in Terrarien im Wohnzimmer; Skorpione laufen große Strecken, Schlangen ebenso - im Terrarium ist dazu kein Platz. Diese Tiere können bei uns nie artgerecht gehalten werden.
- Fische im Aquarium..
- Und dann gibt es Mäuse und Würmer, die nur zu dem Zweck gehalten werden, an die obigen Tiere verfüttert zu werden. Sollte man Reptilien nicht auch zu Veganern umerziehen? Tofu-Maus und Soja-Wurm könnten denen doch auch schmecken.
- Fliegen, Bremsen, Stechmücken: Die werden ohne Grund mit der Fliegenklatsche getötet - die wollen doch nur ein Tröpfchen Blut um Leben zu können - und sie werden aus reiner Mordlust getötet - das sind doch auch Lebewesen, oder?
- Bettwanzen und Sackläuse wurden ausgerottet - vielleicht könnte man die bei kommerziellen Tierschützern wieder ansiedeln?
- Muss ich weitermachen? Ich hoffe man erkennt, dass manches ironisch gemeint ist.

Fakt ist, dass der Tierschutz nur bei den Landwirten eingefordert wird - bei anderen Haltern kräht kein Hahn danach. Aber das sind auch solche Halter, die zur Beruhigung des eigenen Gewissens gerne an Tierschutzverbände spenden - und daheim dann die Tier einsperren. Und die Tierschutzverbände machen damit gut Reibach.
Also: Ich bin Bauer und Mutterkuhhalter - und ja, ich trage Verantwortung für meine Tiere. Denen soll es möglichst gut gehen, denn nur dann kalben sie, haben gesunde Kälber und können diese gut ernähren. Meine Tiere sind alle privat versichert, bekommen taggleich beim Facharzt einen Termin (wenn mal was sein sollte) und bekommen die beste Medizin, weil ich die selbst zahle (hier gibt es also keine Reimporte, keine Kassenverordnung etc.). Als Otto Normalverbraucher hat man das nicht - Hausarzt geht vielleicht noch taggleich - Facharzt Wartezeit 3 Monate plus X. Meinen Tieren geht es medizinisch sicher besser als mir.

Ich lasse mich nicht pauschal mit Tierquälern von Leuten in eine Ecke stellen, die nur von einem viel Ahnung haben: Wie man spendenwilligen ****** möglichst den Geldbeutel schmälert. Wäre es diesen Leuten ernst, müssten auch Haustierhalter geprüft werden - hat man da schon mal was gelesen, dass die Tierschützer solche Forderungen stellen? Fehlanzeige - das sind Viele und die Bauern sind Wenige - also holt man die Spenden bei den Vielen und macht Bashing bei den Wenigen.

Also liebe Kollegen: Lasst Euch nicht gegenseitig ausspielen und zieht Euch nicht voreilig das Büßergewand an. Wenn es Missstände gibt, schafft sie ab und seid gut zu den Tieren.. und haltet Verbrauchern und Hobbyhaltern auch mal den Spiegel vor - wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Sa Jul 20, 2019 7:04

d´accord! Danke für den Beitrag!
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon CarpeDiem » Sa Jul 20, 2019 7:51

Diese Meinung von @Nordhesse spiegelt natürlich die offizielle Meinung des Bauernverbandes wider, was bei einem Funktionär nicht verwunderlich ist. Da wird von Fakten gesprochen, aber nicht von Beweisen.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon bauer hans » Sa Jul 20, 2019 7:58

beim abladen der 20 schweine letztens am schlachthof sprangen 19 über das eine quer über der ladeklappe liegende hinweg,was zu einem fürchterlichen gequieke führte.
wäre ein vet anwesend gewesen,hätte es eine sehr laute ermahnung gegeben,wäre es gefilmt worden,hätten wir jetzt wieder einen skandal.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon marius » Sa Jul 20, 2019 22:17

Also was die kritisierte Kälbersterblichkeit angeht muss ich dem Betrieb in Grönenbach ein Kompliment machen.
Im Schnitt sind es 9 % Totgeburten, verendet, dieser Betrieb hat 19, % Kälbersterblichkeit.
Eine Top Leistung wenn man das mit den Familienbetrieben vergleicht muss ich sagen.
Denn ein Betrieb mit über 3500 Rinder hat pro Tag locker 5-10 Geburten. Also tummeln ich da im Kälberstall um die 150-200 Kälber.
Ist doch klar das der Krankheitsdruck somit um ein vielfaches höher ist. Das Kälbermanagement scheint also zu passen.
Da hat man im Video auch keine Bilder gesehen, scheinbar gab es da nicht viel negatives zu berichten.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon marius » Sa Jul 20, 2019 22:20

bauer hans hat geschrieben:beim abladen der 20 schweine letztens am schlachthof sprangen 19 über das eine quer über der ladeklappe liegende hinweg,was zu einem fürchterlichen gequieke führte.
wäre ein vet anwesend gewesen,hätte es eine sehr laute ermahnung gegeben,wäre es gefilmt worden,hätten wir jetzt wieder einen skandal.


Naja, im Knast soll es mittlerweile zumindest teilweise Internet für Insassen geben, also Landtreffanschluss. :mrgreen:
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Nordhesse » Sa Jul 20, 2019 22:25

Falsch. Ich kenne die Fakten. Die Räumungen von Tierbeständen aus Tierschutzgründen werden zwar nicht mit dem Bauernverband abgesprochen, aber ich kenne fast alle Fälle anonym. Und es war in den letzten Jahren ein mittelgroßer Betrieb und der Rest waren entweder Hobbyhalter oder Überforderte Kollegen, die über die Jahre den Überblick verloren haben. wenn jemand hier abweichende Fakten hat, dann möge er sich äußern. Die Kühe mit 12000 l sind nicht häufiger von Abgängen aus dem Bestand betroffen als die mit 6500l - Quelle Jahresberichte der Landeskontrollverbände.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon marius » Sa Jul 20, 2019 22:28

CarpeDiem hat geschrieben:Diese Meinung von @Nordhesse spiegelt natürlich die offizielle Meinung des Bauernverbandes wider, was bei einem Funktionär nicht verwunderlich ist. Da wird von Fakten gesprochen, aber nicht von Beweisen.


Naja, schon das leugnen von Nordhesse einer Qualzucht bei 50 oder 60 Liter aufgepumpten Eutern ist typisch Lobby, also in diesem Fall Bauernverbandgeschwafel wofür die breite Bevölkerung und Konsumenten nur noch ein müdes lachen über hat wie man sehen kann.

Aber wir wissen das der BV oder BBV eine Niederlage nach der anderen einfährt, also weitgehend nutzlos ist.
Wobei der BV mittlerweile mehr Aufgabebetriebe betreut, als aktive Landwirte. Somit schon fraglich für welche Interessen sich der BV dann überhaupt einsetzt ? :mrgreen:

Davon unabhängig : was Tierschutzverstöße angeht ist in privaten Haushalten schon einiges im Argen. Jeder Hanswurst kann sich ohne einen Funken Fachkentnisse in Tierhaltung in jeder Zoohandlung oder Kleintiermarkt ein Tier anschaffen, was fürs Tierwohl nicht besonders förderlich ist kann sich jeder vorstellen.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Nordhesse » Sa Jul 20, 2019 22:32

Und noch mal zu dem was der Spessartbauer geschrieben hat. Folgendes Ranking: 1. Hobbytierhalter sozial abgestiegen 2. Hobbytierhalter ohne Ahnung 3. Landwirte, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in der Lage sind , die Tiere gut zu versorgen ( Klassisch etwa: Junggeselle 72 Jahre, hat schon immer 30 Bullen an der kette gehalten) 4. Stark gewachsene Betriebe in der Arbeitsfalle. 5. Großbetriebe mit Personalproblemen. Es soll schon Mitarbeiter gegeben haben, die 3 Tage eine tote sau gefüttert haben
Schwere Tierschutzverstöße gehen zu 85 % mit sozialen Problemen der Tierhalter einher. Das bestätigen auch die Auswertungen der Tottiere in den TKBAn .

so, nun glaubt es mir oder nicht.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Nordhesse » Sa Jul 20, 2019 22:37

Marius, wenigstens sollte man die Grundrechenarten beherrschen. 50 l im Euter wären ca. 20000 l Jahresmilchleistung. Eine Milchleistung von 12000 l kommt nur zum Teil aus der Zucht, sondern zum größten teil aus der Haltung. Von Qualzucht zu sprechen, während der Euterboden mittlerweile ca 60 cm über der Erde ist, während die Euter in der guten alten zeit auf der erde geschliffen haben zeigt auch wieder, dass du keine Ahnung hast.

Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, das es sich bei Marius um einen Fake- Account handelt. :D
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon marius » Sa Jul 20, 2019 22:48

Also sogar Verbraucher würden Nordhesse mit Tomaten bewerfen, wenn er die allseits bekannten 50 oder 60 Liter Tagesmilchmenge nach der Kalbung leugnet.
Das ist doch schon wieder "schönreden" typisch Lobby ala BV, womit der BV auch noch den letzten Kredit verspielt.
PS, Qualzucht gibt es nicht nur bei meinen genannten Milchkühen, auch bei Schweinen oder wie hier :

https://encrypted-tbn0.gstatic.com/imag ... HFZl4asQVI

Ist doch kein Wunder wenn immer mehr Verbraucher hier nicht mehr mitspielen.

Da nützt es auch wenig in Landwirtschaftsforen wie hier mit der BV Masche aufzuklären, da müßt ihr schon ins Zentrum, also in Verbaucherforen, aber da wünsche ich viel Spaß mit diesen, doch recht dünnen, Argumenten.... :lol:
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon xaver1 » So Jul 21, 2019 1:15

@Marius
Wenn mehr mit WBB belegt wird, sinkt die Kälbersterblichkeit, zumindest bei den männlichen HF erheblich.

Bei mehreren Geburten am Tag sollten doch etwas bessere Zahlen herauskommen, als bei Kleinbetrieben, wo immer wieder mal eine alleine kalbt und auch bei sonstigen Problemen wie Festliegen, Labmagenverlagerung, ... sollte man mit etwas mehr Routine und dem optimalen Equipment, welches sich bei den kleinen Betrieben nicht rechnet, bessere Zahlen herausbekommen.

Im Bericht von der Leistungsprüfung in Oberösterreich schneiden die Betriebe zwischen 30 und 60 Kühen bei ZZ, ZKZ, Besamungsindex,Lebensleistung der Abgangskühe,... am besten ab.
Unter 10 und über 100 Kühen weichen diese Zahlen vom Durchschnitt erheblich ab.

mfg
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Jörken » So Jul 21, 2019 7:28

Unglaublich wie hier Landwirte schlecht geredet werden und indiskutable Kälbersterblichkeiten schön geredet werden. Ein großer Tierbestand wird hier zur selbstverständlichen Todesfalle erklärt, während jeder mit minimalen Fachwissen weis, dass man so nicht arbeitet....
marius hat geschrieben:Also tummeln ich da im Kälberstall um die 150-200 Kälber.
Ist doch klar das der Krankheitsdruck somit um ein vielfaches höher ist. Das Kälbermanagement scheint also zu passen.
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