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Aktuelle Zeit: Di Sep 15, 2026 18:03

Zwischenfrucht Ramtillkraut

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Mo Jul 06, 2026 18:03

Agrohero hat geschrieben:Keine zf vor Raps! Besser dennboden unbearbeitet mit strohauflage liegenlassen und die Feuchtigkeit für,die rapsaussaat zu speichern !



Danke Dir für den Input. Die Strohauflage bleibt ja in jedem Fall liegen. Ich würde die Zwischenfrucht direkt säen.
Aber den Boden einfach liegen lassen für 6 bis 8 Wochen kann ich irgendwie auch nicht mit mir vereinbaren.

Ich denke, ich drücke heute Nacht die Erbsen in den Boden unters Stroh. Die dürften spätestens in einer Woche aufgelaufen sein bei dem Waschküchenwetter.
Die Gerstenfelder, die erst in ca. zwei Wochen zum Dreschen gehen werden, lass ich dann einfach liegen. Dann hab ich auch gleich einen Vergleich.

Vom Ramtill sehe ich dann mal ab. Kann mir vorstellen, dass das auch mehr mit den Strohmassen zu kämpfen hat...
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Di Jul 07, 2026 6:35

So, heute Nacht bis 3 Uhr noch die Erbsen unters Stroh gedrückt. Bin gespannt, wie schnell die loslegen werden...
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Agrohero » Di Jul 07, 2026 7:51

Wenn die Erbsen dir das nötige keimwasser verbrauchen und zur Saat nur noch Asche in den oberen 20 cm hast , dann weißt du was ich damit meine , das vor Raps keine zwischenfrucht gehört!
Ich teile sowieso nicht die Ansicht das vor und nach jeder Kultur eine zwischenfrucht stehen muss aber das ist eine andere Geschichte
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon 240236 » Di Jul 07, 2026 8:07

Ich habe Anfang letzter Woche wieder 7ha Erbsen gesät als Zweitfrucht. Heuer mehr, als in den Jahren davor, da heuer der Termin sehr früh ist. Vom Wetter und der Feuchte sieht es bis jetzt gut aus.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Di Jul 07, 2026 8:13

Agrohero hat geschrieben:Wenn die Erbsen dir das nötige keimwasser verbrauchen und zur Saat nur noch Asche in den oberen 20 cm hast , dann weißt du was ich damit meine , das vor Raps keine zwischenfrucht gehört!
Ich teile sowieso nicht die Ansicht das vor und nach jeder Kultur eine zwischenfrucht stehen muss aber das ist eine andere Geschichte


Ja, ich verstehe schon, was Du meinst. Allerdings ist meine Erfahrung, dass das Keimwasser zur Rapsaussaat in meiner Gegend bei meinen Böden einfach nicht das Problem ist. Den Raps bringe ich tatsächlich immer zum Auflaufen. Das traue ich mir jetzt einfach so sagen und hoffe, dass ich nicht dieses Mal die Ausnahme erlebe, die die Regel bestätigt. Aber wenn man dann notfalls die Vorwerkzeuge ein wenig mitlaufen lässt, kratzen die genug feuchte Erde raus, das reicht für Raps locker.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Di Jul 07, 2026 8:17

240236 hat geschrieben:Ich habe Anfang letzter Woche wieder 7ha Erbsen gesät als Zweitfrucht. Heuer mehr, als in den Jahren davor, da heuer der Termin sehr früh ist. Vom Wetter und der Feuchte sieht es bis jetzt gut aus.


Sind die wieder fürs Dreschen geplant oder nur als Zwischenfrucht?
Die dürften ja schon aus dem Boden schauen bei den aktuellen Verhältnissen, oder wie lange brauchen Erbsen dafür im Hochsommer?
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon AEgro » Di Jul 07, 2026 9:01

Da sieht man wie unterschiedlich die Niederschlagsverteilung in Deutschland/Europa ist.
Bei uns gabs seit 1. Juni bis einschl. heute gerade mal 24,6 l/m² Regen - davon 18 l Anfang Juni, die dann bei Temperaturen bis 38 Grad weggebrannt sind.
Da braucht man nicht glauben, dass eine Zwischenfruicht, auch als Dirketsaat überhaupt nur keimt.
In den obersten 30 cm und wahrscheinblich noch tiefer, gibts kein Feuchtigkeit mehr.
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon 240236 » Di Jul 07, 2026 9:04

Höffti hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Ich habe Anfang letzter Woche wieder 7ha Erbsen gesät als Zweitfrucht. Heuer mehr, als in den Jahren davor, da heuer der Termin sehr früh ist. Vom Wetter und der Feuchte sieht es bis jetzt gut aus.


Sind die wieder fürs Dreschen geplant oder nur als Zwischenfrucht?
Die dürften ja schon aus dem Boden schauen bei den aktuellen Verhältnissen, oder wie lange brauchen Erbsen dafür im Hochsommer?
kennst du den Unterschied zwischen Zweitfrucht und Zwischenfrucht?
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon strokes » Di Jul 07, 2026 9:14

Höffti hat geschrieben:
Agrohero hat geschrieben:Wenn die Erbsen dir das nötige keimwasser verbrauchen und zur Saat nur noch Asche in den oberen 20 cm hast , dann weißt du was ich damit meine , das vor Raps keine zwischenfrucht gehört!
Ich teile sowieso nicht die Ansicht das vor und nach jeder Kultur eine zwischenfrucht stehen muss aber das ist eine andere Geschichte


Ja, ich verstehe schon, was Du meinst. Allerdings ist meine Erfahrung, dass das Keimwasser zur Rapsaussaat in meiner Gegend bei meinen Böden einfach nicht das Problem ist. Den Raps bringe ich tatsächlich immer zum Auflaufen. Das traue ich mir jetzt einfach so sagen und hoffe, dass ich nicht dieses Mal die Ausnahme erlebe, die die Regel bestätigt. Aber wenn man dann notfalls die Vorwerkzeuge ein wenig mitlaufen lässt, kratzen die genug feuchte Erde raus, das reicht für Raps locker.


Was erhoffst du dir von den Erbsen in der kurzen Zeit bis zur Rapsaussaat? Nach Kalender wirst du den Raps nicht säen, wenn die Bedingungen gut sind um den 25.08. rum , und danach Regenwetter angekündigt ist, wirst auch du den Raps säen und nicht stur bis zur ersten Septemberwoche warten, und eine gute Chance verstreichen lassen.
Gülle dankt der Raps, falls du die Möglichkeit hast, darfst du noch ein paar Tage mit einplanen.
Wieviel N sollen die Erbsen in der kurzen Zeit denn produzieren?
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Di Jul 07, 2026 9:32

strokes hat geschrieben:
Höffti hat geschrieben:
Agrohero hat geschrieben:Wenn die Erbsen dir das nötige keimwasser verbrauchen und zur Saat nur noch Asche in den oberen 20 cm hast , dann weißt du was ich damit meine , das vor Raps keine zwischenfrucht gehört!
Ich teile sowieso nicht die Ansicht das vor und nach jeder Kultur eine zwischenfrucht stehen muss aber das ist eine andere Geschichte


Ja, ich verstehe schon, was Du meinst. Allerdings ist meine Erfahrung, dass das Keimwasser zur Rapsaussaat in meiner Gegend bei meinen Böden einfach nicht das Problem ist. Den Raps bringe ich tatsächlich immer zum Auflaufen. Das traue ich mir jetzt einfach so sagen und hoffe, dass ich nicht dieses Mal die Ausnahme erlebe, die die Regel bestätigt. Aber wenn man dann notfalls die Vorwerkzeuge ein wenig mitlaufen lässt, kratzen die genug feuchte Erde raus, das reicht für Raps locker.


Was erhoffst du dir von den Erbsen in der kurzen Zeit bis zur Rapsaussaat? Nach Kalender wirst du den Raps nicht säen, wenn die Bedingungen gut sind um den 25.08. rum , und danach Regenwetter angekündigt ist, wirst auch du den Raps säen und nicht stur bis zur ersten Septemberwoche warten, und eine gute Chance verstreichen lassen.
Gülle dankt der Raps, falls du die Möglichkeit hast, darfst du noch ein paar Tage mit einplanen.
Wieviel N sollen die Erbsen in der kurzen Zeit denn produzieren?


Mir geht es da nicht um den Stickstoff. Den hätte das Ramtill ja auch nicht produziert. In erster Linie geht es mir um Beschattung des Bodens sowie das Erzeugen von Futter für die Regenwürmer. Ich hätte die Hoffnung, dass in den 8 Wochen doch ordentlich Biomasse von den Erbsen prozuziert wird und eine gewisse Schattengare entstehen könnte, in die man dann den Raps wieder direkt reinschlitzen kann.

Also im Grunde gehts mir um zwei Punkte: Beschattung schaffen und weiteres Futter für die Regenwürmer.
Zuletzt geändert von Höffti am Di Jul 07, 2026 9:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Di Jul 07, 2026 9:35

AEgro hat geschrieben:Da sieht man wie unterschiedlich die Niederschlagsverteilung in Deutschland/Europa ist.
Bei uns gabs seit 1. Juni bis einschl. heute gerade mal 24,6 l/m² Regen - davon 18 l Anfang Juni, die dann bei Temperaturen bis 38 Grad weggebrannt sind.
Da braucht man nicht glauben, dass eine Zwischenfruicht, auch als Dirketsaat überhaupt nur keimt.
In den obersten 30 cm und wahrscheinblich noch tiefer, gibts kein Feuchtigkeit mehr.


Ja, das ist heuer sogar sehr kleinräumig extrem unterschiedlich. Wir hatten heuer schon Gewitterparzellen, die an einem Ort 70l abgeregnet hatten und 20km weiter blieb es trocken. So richtig flächiger Landregen wird zunehmend zur Ausnahme.
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon strokes » Di Jul 07, 2026 10:18

Wenn der Raps direkt gesät wird, planst du dann auch eine Behandlung vorab mit einem Totalherbizid? Oder wie sieht es dann mit Unkrautdruck auf der Stoppel bzw dann im Erbsenbestand aus? Oder wird das ganze dann ein paar Tage vorher abgespritzt vorm Raps säen?
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon 240236 » Di Jul 07, 2026 10:24

Höffti hat geschrieben:
AEgro hat geschrieben:Da sieht man wie unterschiedlich die Niederschlagsverteilung in Deutschland/Europa ist.
Bei uns gabs seit 1. Juni bis einschl. heute gerade mal 24,6 l/m² Regen - davon 18 l Anfang Juni, die dann bei Temperaturen bis 38 Grad weggebrannt sind.
Da braucht man nicht glauben, dass eine Zwischenfruicht, auch als Dirketsaat überhaupt nur keimt.
In den obersten 30 cm und wahrscheinblich noch tiefer, gibts kein Feuchtigkeit mehr.


Ja, das ist heuer sogar sehr kleinräumig extrem unterschiedlich. Wir hatten heuer schon Gewitterparzellen, die an einem Ort 70l abgeregnet hatten und 20km weiter blieb es trocken. So richtig flächiger Landregen wird zunehmend zur Ausnahme.
Da braucht es keine 20km. Vor ein paar Wochen hat es bei mir 3l geregnet und 4km weiter 64l. Am Sonntag vor einer Woche, da war bei uns am Ortsschild, der Regen, wie abgeschnitten. Bei mir nichts und 1km weiter 12l
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon 240236 » Di Jul 07, 2026 10:28

strokes hat geschrieben:Wenn der Raps direkt gesät wird, planst du dann auch eine Behandlung vorab mit einem Totalherbizid? Oder wie sieht es dann mit Unkrautdruck auf der Stoppel bzw dann im Erbsenbestand aus? Oder wird das ganze dann ein paar Tage vorher abgespritzt vorm Raps säen?
Das habe ich mich gestern schon gefragt, was mit dem Erbsenbestand und dem Unkraut passiert
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Re: Zwischenfrucht Ramtillkraut

Beitragvon Höffti » Di Jul 07, 2026 11:28

strokes hat geschrieben:Wenn der Raps direkt gesät wird, planst du dann auch eine Behandlung vorab mit einem Totalherbizid? Oder wie sieht es dann mit Unkrautdruck auf der Stoppel bzw dann im Erbsenbestand aus? Oder wird das ganze dann ein paar Tage vorher abgespritzt vorm Raps säen?


Da würde ich jetzt tatsächlich mal schauen, wie sich das entwickelt.
Sollten sich die Erbsen prächtig entwickeln und darunter kaum Ausfallgerste oder anderes Unkraut hochkommen, dann würde ich wohl bei der Aussaat einfach eine Walze vorne mitlaufen lassen, die alles umdrückt und dann da reinschlitzen in den abgeknickten Erbsenteppich.
Erbsen sind ja wohl auch recht frostempfindlich.
Wenn allerdings auch Unkraut- und Ungrasdruck vorhanden wäre, würde ich vermutlich am Tag vor der Aussaat 2l Glyphosat drauf klatschen und dann reinschlitzen.

Da ich aber mit Erbsen um diese Jahreszeit noch keine Erfahrungen gesammelt hab, werd ich das Ganze mal entspannt auf mich zukommen lassen...

Interessant wäre da die Erfahrung von 240236 bzgl. der Unkrautregulierung in den Zweitfrucht-Erbsen. Wie hältst Du die bis zur Ernte unkrautfrei?
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