Einen schönen Guten Morgen zusammen.
Talente sind was ganz besonderes, und unterschiedlich verteilt. Jeder (m/w/d) hat was abbekommen. Nicht jeder macht was draus!
Grammatik kann nie schaden, ist es doch aus der Lateinpaukerei (vermutlich großes Latinum) das einzig Praktische das bleibt. Sprachübergreifend.
Allein, da fällt mir gerade folgendes ein:
Ein Oberstudienrat (Leiter Fachschaft Deutsch) eines sehr bekannten Gymnasiums wollte und ist tatsächlich Bürgermeister geworden.
Er tat sein Bestes. Alle Schriftstücke die das Amt verlassen sollten, kamen zuvor auf seinen Schreibtisch. Jedes davon hat er "korrigiert" und in den üblichen Kürzel in roter Tinte (kein Kugelschreiber) behandelt. A für Ausdruck etc.
Hätte ich es nicht selber gesehen, glauben hätte ich's nicht können.
Eine Wahlperiode hat er geschafft, bewirkt hat er nichts, erinnern kann sich kaum noch jemand an ihn, allerdings ist er noch auf so mancher Betriebsfeier der Running Gag der älteren Mitarbeiter.
Der nächste Würdenträger ist jetzt in seiner dritten Wahlperiode. Die ersten Jahre hatte er noch an seiner Insolvenz zu knabbern. Jeden Cent der lt. Gesetzgeber pfändbar war, hat er abgeliefert. Handwerker sind Ehrenmänner (zumindest der), und seine Schuld war das Desaster nicht. Eine Kämpfernatur, hat lange Jahre geboxt und nimmt von sich nicht in Anspruch penibel korrekte Schreiben zu formulieren. Dafür hat er Mitarbeiter, die haben die nötigen Fähigkeiten und Office Pro. An den werden sich auch noch spätere Generationen erinnern.
