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Quattro hat geschrieben:Und du bist wohl ein Lobbyist von der Atomlobby?
... moveto ist nach schweden ausgewandert weil dort:
a) pro 1 mio einwohner 1 akw mit einer durchschnittlichen bruttoleistung von rd. 940 mw betrieben wird
b) diese produzieren rd. 37,5% des gesamten stromverbrauches sverige's
c) die 10 in betrieb befindlichen akw's wurden zwischen 1971 und 1985 in betrieb genommen und
d) sollten nach einem früheren beschluß der regierung nach einer laufzeit von jeweils 40 jahren außer betreib genommen werden
e) 2009 beschloß die regierung (ohne volkes aufschrei ?!) aus dem ausstieg wieder auszusteigen
Atomausstieg [Bearbeiten]Nach der partiellen Kernschmelze in Three Mile Island in den USA (1979) wurde in Schweden eine Volksabstimmung gegen Kernenergie erfolgreich durchgeführt. Das hatte zur Folge, dass das Parlament 1980 entschied, keine weiteren Atomkraftwerke mehr zu bauen und die zwölf vorhandenen bis 2010 abzuschalten.
Dieser Ausstiegsplan wurde nur teilweise vollzogen. 1997 nahm der Schwedische Reichstag die Vorlage über „eine nachhaltige Energieversorgung“ an. Diese bestimmte unter anderem, einen der Reaktoren am Standort Barsebäck vor dem 1. Juli 1998 und den zweiten vor dem 1. Juli 2001 stillzulegen, allerdings unter der Voraussetzung, dass deren Stromproduktion kompensiert werden kann. Der frühere Beschluss, alle Reaktoren bis 2010 stillzulegen, wurde aufgehoben. Barsebäck Block 1 wurde schließlich am 30. November 1999 stillgelegt, Barsebäck Block 2 am 1. Juni 2005.
Der Verzicht auf die Nutzung der Kernenergie wird in Schweden kontrovers diskutiert. Die Industrie befürchtet den Verlust einer preiswerten Stromerzeugung und damit eine Beeinträchtigung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Ein Verzicht auf die Kernenergienutzung ohne über ausreichende andere und verlässliche Stromerzeugungstechniken zu verfügen, habe erhebliche negative Folgen für die schwedische Volkswirtschaft. Auch dass man stattdessen gezwungen ist, baltischen Atomstrom und dänischen Kohlenstrom zu importieren, macht diese Frage nicht einfacher.
Die Leistung der drei noch in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke ist in den letzten Jahren erheblich gesteigert worden. Diese Steigerung ermöglichte die Kompensation des 2005 abgeschalteten Kernkraftwerks Barsebäck. Eine Ausnutzung von vorhandenen weiteren großen Wasserkraftpotenzialen ist nicht möglich. Der Schwedische Reichstag beschloss 1998, aus Naturschutzgründen keine weiteren Ausbauten von Gewässern zuzulassen. Per Gesetz geschützt sind die Flüsse Kalixälv, Piteälv, Torneälv und Vindelälv.
Trotz erheblicher Anstrengungen, wirtschaftlich tragfähige Alternativen zur Kernenergienutzung als auch zum Verbrauch fossiler Brennstoffe zu schaffen, ist davon auszugehen, dass Schweden noch weit über das Jahr 2010 hinaus auf die Nutzung der Kernenergie nicht verzichten kann. Die Betreiber von Kernkraftwerken gehen von einer Nutzungszeit der bestehenden Anlagen etwa bis zum Jahr 2050 aus. Diesbezüglich gab es 2004 einen Beschluss des Parlaments, dass ein Ausstieg „in den nächsten 30 bis 40 Jahren“ anzustreben sei. Im Januar 2008 sprach sich Jan Bjorklund, der Vorsitzende der liberalen Partei Schwedens, für einen Neubau von vier weiteren Reaktoren aus.[15] Eine Umfrage ergab dass 40 % der Schweden diesen Plänen zustimmen wohingegen 42 % lediglich den Betrieb der derzeitigen Anlagen befürworten, nicht aber einen Neubau weiterer Anlagen.[16] Am 5. Februar 2009 beschloss der Schwedische Reichstag den Neubau von zehn Reaktoren in den drei bestehenden Kraftwerken.[17]
Ölausstieg [Bearbeiten]→ Hauptartikel: Schwedischer Ölausstieg
Im Jahr 2006 kündigte die schwedische Regierung an bis 2020 vollständig auf erneuerbare Energien umsteigen zu wollen, um sich von der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu befreien. Im selben Jahr richtete der sozialdemokratische Ministerpräsident Göran Persson für diesen Zweck ein Komitee für Öl-Unabhängigkeit (Komiteeen för att bryta oljeberoendet i Sverige till år 2020) ein, das infolge konkrete Umsetzungspläne erarbeitete. Der Bericht empfiehlt bis zum Jahr 2020 folgende Ziele umzusetzen:[18]
Verringerung des Ölkonsums im Straßenverkehr um 40 bis 50 Prozent
Einschränkung des Ölkonsums in der Industrie um 25 bis 40 Prozent
vollständiger Verzicht auf Ölheizungen bei Gebäuden
Erhöhung der Energieeffizienz um insgesamt 20 Prozent
Um die Ziele zu erreichen sollen bis zum Jahr 2020 mindestens 75 Prozent aller neuen Gebäude in Niedrigenergiebauweise errichtet werden. Bestehende Häuser sollen modernisiert und auf Fernheizung, Biokraftstoffe oder Wärmepumpen umgerüstet werden.
Ob die Empfehlungen tatsächlich umgesetzt werden ist jedoch mittlerweile fraglich, da die Sozialdemokraten bei den Septemberwahlen 2006 abgewählt wurden. Das Ziel bleibt jedoch weiterhin von internationalem Interesse.
Es gibt zwei Hauptenergiequellen: Wasser- und Atomkraft. Die in Schweden erzeugte elektrische Energie stammt zu einem Anteil von 50,8 % (2001) aus Wasserkraftwerken an den großen Flüssen (Luleälv, Indalsälv, Umeälv und Ångermanälv) im Norden des Landes und zu etwa 43 % aus Kernkraftwerken. Nur ungefähr 4 % der Stromproduktion stammt aus fossilen Energieträgern. Die Sonnenenergie ist zwar nicht unbekannt, wird aber hauptsächlich in Form von Modulen exportiert.
movetosweden hat geschrieben:Musst sie dem Guttenberg schicken, der braucht nen neuen Doktortitel
movetosweden hat geschrieben:ich betrachte die Technik eben vorurteilsfrei und sehe die jeweilige Vorteile und Risiken, und stigmatisiere nicht eine Konkurrenztechnik aufgrund irgendwelcher aufgebauschter Weltuntergangstheorien..


Quattro hat geschrieben:Na ja, vieleicht kommt es gar nicht zur Laufzeitverlängerung, SPD und Grüne haben Verfassungsklage eingereicht.
Wenns nach mir ginge, würde ich alle Betriebe die keine Haftpflichtversicherung für Ihr Unternehmen vorweissen können, verbieten. Fertig!
Muß jeder Betreiber von BGA und WKA auch haben, also warum nicht die AKWs?
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