movetosweden hat geschrieben:pah, ist doch nichts gegen die Abgase von nem Kohlekraftwerk
Das sind genau die Aussagen die die Richtung der Diskussion zeigen, beim AKW kann man Umweltfolgen eines Unfalls klar ausmachen, die Betriebsfolgen beim KKW hingegen werden mit der Politik der hohen Schornsteine so gestreut das man sich immer rausreden kann.
das beruhigt mich ungemein...
Das Kraftwerk in Fukoshima scheint wohl hochgegangen zu sein. Keine 25 Jahre nach Tschernobyl...klar, Erdbeben gibts hier nicht, aber so klein ist die wahrscheinlichkeit einfach nicht, dass alle Kühl und Stromsysteme ausfallen. Denn die sind ja nunmal nicht völlig unabhängig.
Übrigens, wenn der Reaktor notabgeschaltet wird, beträgt die wärmeproduktion ohne Kernspaltung, nur durch den Zerfall der Nuklide, 5-10% der Thermischen Betriebsleistung, also, bei einem normalen Reaktor, 150-300 Megawatt. Nur um mal klar zu stellen, dass ein Reaktor in keiner Betriebssituation kontrolierbar ist und auch nicht abgeschaltet werden kann.
mal ein Bild von Plutonium 238, wie es in einem Reaktor und in abgebrannten Brennelementen neben zig anderen Nukliden zu Tonnen vorkommt:

das glüht allein durch die Absorption der ausgesendeten Alphgastrahlung noch im Pellet. Denkt einfach mal darüber nach was das für einen Reaktor bedeutet oder für Atommüll, den wir in Nassen Salzstöcken über Jahrtausende sicher einlagern wollen. Der ist nicht warm, der glüht, das wird (und das weis man seit 30 Jahren) so warm, dass das Salz schmilzt, nämlich einige hundert Grad.
Gruß
Max
