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Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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354 Beiträge • Seite 17 von 24 • 1 ... 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 ... 24
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Fendt395GT » Do Jan 07, 2016 14:28

agrarbetriebswirt hat geschrieben:15 Seiten Tipps???? - werd ich mir die nächsten Tage mal zu gemühte führen - für heute ist Schicht im Schacht !

Nach 150 min Sitzung mit allen Beratern und verschiedenen Optionen, die da auf den Tisch kamen, hat die Bank als "krönenden Abschluss" heute die Kündigung sämtlicher Kredite zum 15.02.2016 auf den Tisch gelegt - geschrieben und unterzeichnet: GESTERN !!! :twisted: :gewitter:

Hab heute Nachmittag die immerhin zweiseitige Begründung gelesen:
-Nicht vereinbarungsgemäße Führung des laufenden Kontokorrents mit anhaltender Überziehung (als Hauptkündigungsgrund)
-sich weiter eintrübende Marktentwicklung vorallem bei Milch werden zu weiterer Zunahme der Verbindlichkeiten führen
-bei länger anhaltender Baisse an den Agrarmärkten geht die Bank davon aus, das es spätestens ab dem 4. Quartal 2016 zu schnell steigenden Verkäufen von Agrarimmobilien kommen wird und somit ein massiver Preisdruck und eine deutliche Wertminderung der derzeit bestehenden Sicherheiten eintritt, was die Unterdeckung des Kreditbestandes erhöht.

Am meisten ärgert mich, das die Bänkster schon fertig mit der Kündigung in der Tasche da sitzen und alle anderen noch erstmal einen auf Hampelmann machen dürfen.
Ob´s das jetzt war? -es bleibt noch die Möglichkeit eines Investors !?

Wenigstens dürfen seine Altenteiler wenns so kommt wegen ihres grundbuchlich gesicherten Wohnrechts im Altenteilerhaus wohnen bleiben.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon gerds » Do Jan 07, 2016 20:57

Ok. Danke. Den zitierten Beitrag hatte ich wohl übersehen. Hab zuletzt nur immer überflogen, es wich ja doch ziemlich in allgemeine Besserwisserei ab.
Entschuldigung, aber das musste ich mal sagen, weil manche Beiträge echt überflüssig sind und ich denke auch nicht der Antworterwartung des Verfassers entspricht. Ich wünsche dem Kollegen echt, dass es noch ne Lösung zur Weiterführung des Betriebs gibt.
Grüße
gerds
 
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Do Jan 07, 2016 22:55

agrarbetriebswirt hat geschrieben:15 Seiten Tipps???? - werd ich mir die nächsten Tage mal zu gemühte führen - für heute ist Schicht im Schacht !

Nach 150 min Sitzung mit allen Beratern und verschiedenen Optionen, die da auf den Tisch kamen, hat die Bank als "krönenden Abschluss" heute die Kündigung sämtlicher Kredite zum 15.02.2016 auf den Tisch gelegt - geschrieben und unterzeichnet: GESTERN !!! :twisted: :gewitter:

Hab heute Nachmittag die immerhin zweiseitige Begründung gelesen:
-Nicht vereinbarungsgemäße Führung des laufenden Kontokorrents mit anhaltender Überziehung (als Hauptkündigungsgrund)
-sich weiter eintrübende Marktentwicklung vorallem bei Milch werden zu weiterer Zunahme der Verbindlichkeiten führen
-bei länger anhaltender Baisse an den Agrarmärkten geht die Bank davon aus, das es spätestens ab dem 4. Quartal 2016 zu schnell steigenden Verkäufen von Agrarimmobilien kommen wird und somit ein massiver Preisdruck und eine deutliche Wertminderung der derzeit bestehenden Sicherheiten eintritt, was die Unterdeckung des Kreditbestandes erhöht.

Am meisten ärgert mich, das die Bänkster schon fertig mit der Kündigung in der Tasche da sitzen und alle anderen noch erstmal einen auf Hampelmann machen dürfen.
Ob´s das jetzt war? -es bleibt noch die Möglichkeit eines Investors !?

Wenigstens dürfen seine Altenteiler wenns so kommt wegen ihres grundbuchlich gesicherten Wohnrechts im Altenteilerhaus wohnen bleiben.


Ich hatte ja zu Beginn des Threads schon mal ein wenig rüber und nüber gerechnet, so das sich dann bei vernünftiger Betrachtung kein anderes Ergebnis rauskommen konnte,
zumal scheinbar ja jene als Berater am Tisch sassen, die dem Landwirt - als Berater - die Scheisse eingebrockt haben. Auch normal.

Es gibt so einen schönen spruch : "Die allgemeine Lebenserfahrung ....", gut muss man erst mal haben, wenn man da am Tisch sitzt. Die Bank wird 500.000 € drangeben müssen um nicht eine Million zuverlieren. Ist so.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon bauer hans » Do Jan 07, 2016 23:10

T5060 hat geschrieben:zumal scheinbar ja jene als Berater am Tisch sassen, die dem Landwirt - als Berater - die Scheisse eingebrockt haben. Auch normal.

der landwirt hat entschieden,berater rechnen und zeigen die möglichkeiten,wenns anders wäre,könnte er die berater in regress nehmen.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Bodenseefarmer » Fr Jan 08, 2016 6:56

Die "arme" Bank braucht nicht zu jammern, kassiert aus aktueller Sicht Wucherzinsen und refrinanziert sich für deutlich unter 1%. Da kommen bei der Summe dann mal schnell 40.000 im Jahr zusammen.
Traktorfahren mit Bodenseeblick ist ein Genuss
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon heico » Fr Jan 08, 2016 11:01

bauer hans hat geschrieben:der landwirt hat entschieden,berater rechnen und zeigen die möglichkeiten,wenns anders wäre,könnte er die berater in regress nehmen.


Genau meine Meinung.

Wenn ich in dem Fall Anderen die Schuld für den Niedergang gebe, habe ich es nicht verstanden und es geht weiter bergab.
Sage ich aber, dass es größtenteils an mir liegt, muss ich mich bemühen, die Fehler suchen und versuchen aus dem Loch herauszukommen.
Aber wer noch nie in einer "Schieflage" war kann das kaum nachvollziehen, wie man hier sieht.

Der Thread ist auf einem guten Niveau und topaktuell, bitte weiter so. Hier kann man noch was lernen. :)
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon bauer hans » Fr Jan 08, 2016 11:45

heico hat geschrieben:
Wenn ich in dem Fall Anderen die Schuld für den Niedergang gebe, habe ich es nicht verstanden und es geht weiter bergab.
Sage ich aber, dass es größtenteils an mir liegt, muss ich mich bemühen, die Fehler suchen und versuchen aus dem Loch herauszukommen.


so erreicht man zufriedenheit und gelassenheit im leben,was auch positiv für die gesundheit ist :!:
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 08, 2016 11:52

Die Situation vor der Maßnahme ist oft immer ganz euphorisch und alles ist toll, wir schaffen das und wir sind die Besten usw.

Der Banker bremst meist auch nicht, weil 1,5 Mill. Kredit sind 1,5 mill und Sicherheiten und Zinsen, sind ja auch nicht so schlecht, Ahnung haben die auch keine ...
und das bundesweit von den Banken eingebundene Sachverständigenbüro, kennt weder Betriebsleiter noch Hof richtig, findet sich aber megatoll

Die Berater der Kammer natürlich sind total besten Unternehmer überhaupt .....

Da ist keiner der sich traut zu sagen : Vorsicht Freunde ... und Cheffe nix neue A8 oder Traktor aus Allgäu usw.
Wer da was gegen sagt, hat ausgeschissen....

Dann gibt es dünnere Preise und das Chaos nimmt seinen Lauf
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon LUV » Fr Jan 08, 2016 11:59

Hatte vor drei Jahren zwei Betriebe, die jeder für sich 250 Plätze neu planten. Bauanatrag auf den Weg gebracht, genehmigt, ausgeschrieben. Der Ringleiter des Beratungsringes hat dann für beide die Notbremse empfohlen, weil absehbar war, dass die enge Finanzierung im Krisenfall den Betrieb runterziehen würde. Der eine Betrieb hat alles in den Wind geschlagen und seinen Kopf durchgesetzt, der andere ist dem Rat gefolgt und hat die Planung auf Eis gelegt......Tja, freier Wille, eben, und persönliche Verantwortung.
Der eine schuldet um, der andere schaut sich alles von außen an.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon bauer hans » Fr Jan 08, 2016 12:51

T5060 hat geschrieben:Die Berater der Kammer natürlich sind total besten Unternehmer überhaupt .....

Da ist keiner der sich traut zu sagen : Vorsicht Freunde ... und Cheffe nix neue A8 oder Traktor aus Allgäu usw.
Wer da was gegen sagt, hat ausgeschissen....

Dann gibt es dünnere Preise und das Chaos nimmt seinen Lauf


da hab ich andere erfahrungen,kammerberater waren äusserst vorsichtig mit aussagen,
die hatten ist und soll gegenüber gestellt und verschiedene wege gerechnet :!:
private hatten nicht nur wesentlich mehr gekostet,sondern mir auch ganz klar meine schwachpunkte
aufgezeigt und vor 30 jahren schon den kooperationsgedanken durch gerechnet.
leider fand sich hier damals kein betrieb bzw. ich hätte "treckerfahrer" eines grossbetriebes werden können :mrgreen:
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon aldersbach » Fr Jan 08, 2016 13:22

Ich hab jetzt nicht jeden einzelnen Beitrag durchgelesen - aber ich versteh hier die Problematik ehrlich gesagt nicht ganz. Der BL hat 25 ha zugekauft - die kann er doch jederzeit wieder gewinnbringend verkaufen. Über einen Spekulationsgewinn braucht er sich keine Gedanken machen weil er den mit seinen Verlusten verrechnen. Die Flächen kann er zurückpachten wenn er an einen außerlandwirtschaftlichen Käufer verkauft - auch wenn er an einen Landwirt verkauft kann er zumindest eine Übergangsfrist vereinbaren. Mit dem Geld zahlt er seine Dispo-Schulden und auf Verlangen einen der beiden Kredite oder bedient seine Kredite bis zum Ende der Laufzeit.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon H.B. » Fr Jan 08, 2016 13:33

Für den Rückpacht wird er in den nächsten 25 Jahren mehr Geld ausgeben, als der durch den Verkaufserlös einnimmt. Die Flächen werden ihm aber dann trotzdem nicht gehören - nie mehr.
Für den aktiven Bauern gilt: Boden verkauft man nicht, und gut gelegenen Boden kauft man auch, wenn man grad kein Geld dazu hat. Bauen kann man immer, aber Boden wird nicht jede Generation mal gehandelt...
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 08, 2016 13:49

aldersbach hat geschrieben:Ich hab jetzt nicht jeden einzelnen Beitrag durchgelesen - aber ich versteh hier die Problematik ehrlich gesagt nicht ganz. Der BL hat 25 ha zugekauft - die kann er doch jederzeit wieder gewinnbringend verkaufen. Über einen Spekulationsgewinn braucht er sich keine Gedanken machen weil er den mit seinen Verlusten verrechnen. Die Flächen kann er zurückpachten wenn er an einen außerlandwirtschaftlichen Käufer verkauft - auch wenn er an einen Landwirt verkauft kann er zumindest eine Übergangsfrist vereinbaren. Mit dem Geld zahlt er seine Dispo-Schulden und auf Verlangen einen der beiden Kredite oder bedient seine Kredite bis zum Ende der Laufzeit.


Selbst wenn es klappt, bleibt er zu lebetag der Depp, der Junior macht es dann auch nimmer weiter. Für was weitermachen ?
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon H.B. » Fr Jan 08, 2016 14:38

Ich würde mich wohl zu Tode schämen, auf ehemaligem eigenem Boden weiterzuarbeiten, den ich schon durch meine Arbeit verloren habe.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon heico » Fr Jan 08, 2016 14:56

Zu Tode schämen nützt nichts - wenn man weitermachen möchte, muss man tabulos vorgehen.
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