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Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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354 Beiträge • Seite 18 von 24 • 1 ... 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 ... 24
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Jan 08, 2016 14:57

H.B. hat geschrieben:Ich würde mich wohl zu Tode schämen, auf ehemaligem eigenem Boden weiterzuarbeiten, den ich schon durch meine Arbeit verloren habe.
Entweder alles, oder nichts


In dem Fall hat ihm der Boden nie wirklich gehört...
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Welfenprinz » Fr Jan 08, 2016 15:01

Wenn Scham ein Kriterium wäre.............. hätte ich wohl schon lange aufhören müssen. :mrgreen:
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Oberpfälzer » Fr Jan 08, 2016 15:02

meyenburg1975 hat geschrieben:In dem Fall hat ihm der Boden nie wirklich gehört...


Dieser (richtigen) Erkenntnis zufolge, gehört vielen aktiven Haupterwerbsbauern "ihr" Boden nicht. Oder zumindest ein guter Teil davon nicht.
Aber einem Großteil der Deutschen gehört ja nicht mal "ihr" Fernseher.
Von daher...
Oberpfalz - Gott erhalt`s!
Kein Bayernland ohne Bauernstand!
"Nur einer ist ewig, der Bauer", O. Spengler
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 08, 2016 15:08

Verhandlungserfolg wäre in dem Fall,
dass der Bauer sich noch ein eigenes Haus leisten kann und einen vernünftigen Job bekommt.
Etwa zwei von drei Starkexpandierern gehen wieder zurück ins Glied,
auf Sicht von 30 Jahren bringen extreme Wachstumsschübe gar nichts.
Jedes Jahr 2-7 % mehr reicht.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon bauer hans » Fr Jan 08, 2016 16:33

H.B. hat geschrieben:Für den aktiven Bauern gilt: Boden verkauft man nicht, und gut gelegenen Boden kauft man auch, wenn man grad kein Geld dazu hat. Bauen kann man immer, aber Boden wird nicht jede Generation mal gehandelt...

ich bin ja hier einer von vielen "stadtrandbauern" und da wird ständig gehandelt,weil die kommunen wieder was überplant haben.
land kaufen ist schwierig,weils nur wenig gibt und das sehr teuer ist.
meine beiden vorgenerationen mussten verkaufen,sonst hätte ich heute nix mehr.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Estomil » Fr Jan 08, 2016 16:45

T5060 hat geschrieben:Verhandlungserfolg wäre in dem Fall,
dass der Bauer sich noch ein eigenes Haus leisten kann und einen vernünftigen Job bekommt.
Etwa zwei von drei Starkexpandierern gehen wieder zurück ins Glied,
auf Sicht von 30 Jahren bringen extreme Wachstumsschübe gar nichts.
Jedes Jahr 2-7 % mehr reicht.


So ziehts aus. Natürlich kann man schlecht jedes jahr 5% wachsen. Besonders wenns um Tierhaltung geht. Alle 10-15 dann mal etwas größeres anfassen kommt dann ja aufs gleiche raus. Die Leute vergessen nur leider, dass sie für wachstum auch Eigenkapital brauchen. Wer Acker kauft ohne eigenmittel schwächt sich ganz extrem. Die Mehreinnahmen müssen direkt versteuert werden während man ansonsten grade mal die Zinskosten absetzten kann. Die liquidtät muss man also erstmal haben.
Selbst betriebe die große Barvermögen liegen haben bekommen irgendwann nach dem landkauf probleme, da im Regelfall Stallgebäude oder Maschienen in die Jahre kommen und für Instandsetztungen dann wieder zur Bank gerannt werden muss.
Alles in allem ist in den letzten 20 Jahren bei vielen Betrieben deutlich zuviel investiert worden. Man kann nur hoffen, dass das gut geht.
Wenn ich alleine bedenke was bei uns in den letzten 25 Jahren gemacht wurde:

Stand 1990: 600 Mastplätze, 120 Sauen, 44ha Acker, Wohnhaus so lala.
Stand 2015: 1300 Mastplätze, 450 Sauen, 53ha Acker, 300kwp PV, 2 Mietshäuser (zusammen 500qm),Wohnhaus komplett saniert, 1200qm Maschienenhalle, dieverse Autos, Trecker, Pflug und und und....

Viel passiert bei uns. Wobei man sagen muss, dass wir es auch recht leicht hatten, da investitionen immer direkt bezahlt werden konnten. Ich kann nur jedem altenteiler raten, seinen Betrieb mit sauberen Grundbüchern zu übergeben. Das hat man zwar nicht immer in der Hand, aber man sollte es versuchen. Im zweifel das Bauvorhaben sein lassen. erleichert der nächsten Generation das leben ungemein....
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon H.B. » Fr Jan 08, 2016 16:57

bauer hans hat geschrieben:
H.B. hat geschrieben:Für den aktiven Bauern gilt: Boden verkauft man nicht, und gut gelegenen Boden kauft man auch, wenn man grad kein Geld dazu hat. Bauen kann man immer, aber Boden wird nicht jede Generation mal gehandelt...

ich bin ja hier einer von vielen "stadtrandbauern" und da wird ständig gehandelt,weil die kommunen wieder was überplant haben.
land kaufen ist schwierig,weils nur wenig gibt und das sehr teuer ist.
meine beiden vorgenerationen mussten verkaufen,sonst hätte ich heute nix mehr.

Boden gegen Boden. Kein Cent von Boden in einen laufenden Betrieb. Je nach Lage um einen entsprechend höheren Faktor - und wenn der Standort keinen Sinn mehr macht, auch für einen Standortwechsel offen sein.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon H.B. » Fr Jan 08, 2016 17:04

Estomil hat geschrieben:Selbst betriebe die große Barvermögen liegen haben bekommen irgendwann nach dem landkauf probleme, da im Regelfall Stallgebäude oder Maschienen in die Jahre kommen und für Instandsetztungen dann wieder zur Bank gerannt werden muss.

Eine geschickte Waage halten. Landkauf mehr als 20 Traktorminuten entfernt, bringt gesündeste Betriebe ins Wanken - insbesondere dann, wenn kurze Zeit später ein Kauf vor der Haustüre ansteht, den man nicht auslassen kann. Dabei sollte aber beachtet werden, dass Technik und Gebäude in 20 Jahren wertlos sind, aber der Boden seinen Wert behält, und die Pachtersparnis die Liquidität erheblich verbessert. Natürlich ist es beim heutigen Wandel schwierig, zwei Generationen voraus zu denken, aber wer das nicht tut, fährt schon bewusst rückwärts.

Im zweifel das Bauvorhaben sein lassen. erleichert der nächsten Generation das leben ungemein....

Absolut richtig. Wer glaubt, für die nächste Generation bauen zu müssen, hat das Geld verschwendet
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 08, 2016 17:28

Bei Estomil ist es eine klassische Cash-Flow-Finanzierung, die nebenbei noch steuerl. Reize hat

Wer seine Steuern mit unsinnigen Maschinen senkt, statt Eigenkapital für den nächsten "großen" Schritt zu bilden, irrt.

Das muss anders laufen.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon emskopp33 » Fr Jan 08, 2016 17:48

Oder es wird investiert in einem Rahmen, den man auch "sicher" überblicken kann. Zum Beispiel, dass die "Schulden" nicht drastisch über dem Vermögen liegen aus Vieh- u. Bankvermögen.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Estomil » Fr Jan 08, 2016 19:01

Wer nur verbindlichkeiten in höhe seines Umlaufkapitals hat und bei einer Betriebsaufgabe ne Schwarze Null auf dem Konto hat, dem kann ja eh nichts passieren. Wer Restverbindlichlichkeiten eventuell noch 5 Jahre abtragen muss hat sicherlich auch kein alzu großes Problem und wird die meisten Kriesen locker überstehen.
Probleme haben halt nur die Betriebe, die Investitionen immer über 20 Jahre finananzieren müssen, da der Cashflow nicht ausreicht das in 10 jahre durchzuziehen. Die Vergessen aber, dass bei einer 20 jährigen finanzierung die Bank ohne weiteres Keine verlängerung mitmacht. Ganz im gegensatz zu 10 Jährigen darlehnen. Die kann man so gut wie immer um 5 Jahre stecken.
Dazu kommt, dass die meisten Betriebsleiter vergessen wieviel liquidität sie eigentlich brauchen. Wer 50 Kühe hat kann in der Kriese mal 50000€ verbraten. Bei 100 Kühen könnens auch mal 100000€ sein.

Für meinen Betrieb halte ich zb 100000€ als Liquiditätsreserve für deutlich zu gering.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 08, 2016 19:04

Der Viertel eines Jahresumsatzes sollte schnell realisierbar sein.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon emskopp33 » Fr Jan 08, 2016 19:16

Unabhängig vom Ausgangsbeispiel glaube ich, dass bei mir viele Betriebe langfristig finanzieren. Relativ kleine Höfe, die die letzten 20 Jahre rapide gewachsen sind. Ausgangs Hofgrößen von ca. 20 - 25 ha und 120 ha für über 1.000 € gepachtet bei bspw. 3.000 Mastplätzen, 250 Sauen, 2.200 Flattdeckplätzen und 100 Mastbullen, dazu noch einmal für 300 - 400 T€ Solar auf dem Dach (Bsp. eines LW bei uns); ich glaube schon, dass dort eher langfristig geplant wird.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon rundumadum » Fr Jan 08, 2016 21:27

emskopp33 hat geschrieben:Unabhängig vom Ausgangsbeispiel glaube ich, dass bei mir viele Betriebe langfristig finanzieren. Relativ kleine Höfe, die die letzten 20 Jahre rapide gewachsen sind. Ausgangs Hofgrößen von ca. 20 - 25 ha und 120 ha für über 1.000 € gepachtet bei bspw. 3.000 Mastplätzen, 250 Sauen, 2.200 Flattdeckplätzen und 100 Mastbullen, dazu noch einmal für 300 - 400 T€ Solar auf dem Dach (Bsp. eines LW bei uns); ich glaube schon, dass dort eher langfristig geplant wird.



Wie soll man bei 25 ha Ausgangsfläche auch so einen Betrieb kurzfristig finanzieren? Sprich unter AfA. Ist fast unmöglich und auch leichtsinnig.... da muss 20 Jahre wirklich alles passen.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Seegucker » Sa Jan 09, 2016 9:09

Ich war neulich auf einem größeren Betrieb , der jetzt angeblich zu seiner Biogasanlage einen Stallneubau für 500 Kühe plant.
Um diese Milch auf dem Markt unterzubringen , müssen wohl 5 Betriebe mit 100 Kühen oder 10 Betriebe mit 50 Kühen ihre Produktion einstellen . Das sind für süddeutsche Verhältnisse große Betriebe.

Nirgendwo steht geschrieben wie man diese Bertriebe vom Markt verdrängen kann .
Wenn bei diesem Verdrängungswettbewerb der Wachstumsbetrieb Fehler macht und in Insolvenz gerät , war eben er der Schwächere , der vom Markt verschwinden muß.
Nur die Diktatur braucht Zensur. Demokratie heißt Kampf der Meinungen.“
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