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Bio für 9 Miliarden Menschen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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262 Beiträge • Seite 13 von 18 • 1 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 ... 18

Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Jochens Bruder » So Okt 28, 2012 15:19

Kleinbauern die eigenes Saatgut verwenden kommen auf 2-3,5 t/ha Körnermais. Der Experte vom Agraramt meint dass mit F1 unter optimalsten Bedingungen bis zu 13 t/ha drin sind. Genau das wollen wir versuchen. Da müssen alle Faktoren stimmen und es wird auch einen ziemlichen finanziellen Aufwand erfordern. Nach unserer vorläufigen Schätzung wird der break-even bei ca. 4-5 t/ha liegen wenn der Preis so bleibt wie er derzeit ist, also ca. 200 €/t.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Jochens Bruder » So Okt 28, 2012 15:31

Wegen der Zitronenplantage hatte ich kürlich einen Thread gestartet und dadurch einige gute Ideen bekommen:

frage-an-die-obstbau-profis-t77370.html
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon 4:4 » So Okt 28, 2012 15:42

Jochens Bruder hat geschrieben:
4:4 hat geschrieben:Guten Morgen,
was um alles in der Welt sind "Buddelschiff Bauern" ?

Guckst du mal hier:

http://www.buddelbini.de/index.php?call=content&id=2

Ich bin kein Landwirt, aber seit einigen Jahren bin ich auf unserer philippinischen Demo-Farm u.a. für Recherche, Marketing und Finanzierung zuständig. Das ist sozusagen meine Vorruhestandsbeschäftigung. Es ist allerdings nur noch eine Frage der Zeit bis die Farm mehr Umsatz macht als das Hauptgeschäft.


Jo jo, Asien der Wachstums und Zukunftsmarkt. Anscheinend gilt das nicht nur im Automobilsektor, sondern auch in der Landwirtschaft und im Modelbau.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon 4:4 » So Okt 28, 2012 15:45

SHierling hat geschrieben:Immerhin, liest man die Beiträge des Buddelschiff-Bauern muß man doch zugeben, daß zwischen seinen ersten Posts hier im Forum und dem, was er jetzt so schreibt, wahre (!) Welten liegen. :prost:

Nimm Dir ein Beispiel daran.
Mit Deiner Hobby Nutztier Beratung gewinnst kein Unternehmerpreis.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Cairon » So Okt 28, 2012 15:52

4:4 hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Immerhin, liest man die Beiträge des Buddelschiff-Bauern muß man doch zugeben, daß zwischen seinen ersten Posts hier im Forum und dem, was er jetzt so schreibt, wahre (!) Welten liegen. :prost:

Nimm Dir ein Beispiel daran.
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Kann es sein, dass Du ein Neid-Problem mit Brigitta hast? Denn ich denke einen Unternehmerpreis strebt sie gar nicht an.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Erreicht den Hof mit Müh und Not,
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon 4:4 » So Okt 28, 2012 16:07

Nö nö.
Wenn, dann eher auf den erfolgreichen Geschäftsmann.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Ulikum » So Okt 28, 2012 18:14

Cairon hat geschrieben:Die 8 t/ha beziehen die sich auf die Zitronen? Für Mais sind in meinen Augen 8 t/ha recht wenig. Körpermais liegt hier ja im Schnitt bei 12 t/ha.


Worüber sprechen wir eigentlich ?
bei ca 7 Milliarden Mensch Weltbevölkerung Stand 2011 ?

- die Weltweizenernte reicht gerade einmal dazu aus 20% der Weltbevölkerung als Grundnahrung zu dienen.
- die industrielle Landwirtschaft ernährt nicht einmal 33% der Weltbevölkerung.

Körnermaisernte 2011
Deutschland ca. 6 Millionen Tonnen.
EU ges. 66 Millionen Tonnen

Weltweit 865 Millionen Tonnen.

Selbst eine Steigerung von zur Zeit Durchschnittlich 10t/ha Körnermais auf 15t/ha Körnermais würde dazu führen das Deutschland 1% der Welternte stellen würde.
Welch eine gigantische Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung. :mrgreen:
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon SHierling » So Okt 28, 2012 18:26

Ulikum hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Die 8 t/ha beziehen die sich auf die Zitronen? Für Mais sind in meinen Augen 8 t/ha recht wenig. Körpermais liegt hier ja im Schnitt bei 12 t/ha.


Worüber sprechen wir eigentlich ?

Wir sprechen darüber, daß im Film suggeriert wurde, man könne mit Erträgen von 2t/ha "Bio für 9 Milliarden" produzieren.
Zuletzt geändert von SHierling am So Okt 28, 2012 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Ulikum » So Okt 28, 2012 18:39

schimmel hat geschrieben:
....dieser Trugschluss ist die Triebfeder der Befürworter von "Weniger ist mehr".


Das Thema - ist immer noch Bio für 9 Milliarden Menschen-
und hat nichts mit " weniger ist mehr" zu tun.

Mein Beitrag soll lediglich zeigen das eine Ertragssteigerung von 50% in Deutschland wenn überhaupt dann nur eine unwesentlich Einfluss auf die Ernährung der Weltbevölkerung hat.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon SHierling » So Okt 28, 2012 18:44

4:4 hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Immerhin, liest man die Beiträge des Buddelschiff-Bauern muß man doch zugeben, daß zwischen seinen ersten Posts hier im Forum und dem, was er jetzt so schreibt, wahre (!) Welten liegen. :prost:

Nimm Dir ein Beispiel daran.
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Nur mal so, bevor es ausartet: es gibt ein paar Dinge, die ich richtig abstoßend finde
Leute, die mich "Gitta" nennen,
Leute, die das tun und darüber hinaus selber zu feige für einen eigenen Namen sind und
Leute, die mir erzählen wollen, wie ich mein Leben zu gestalten habe.

Es wäre nett, wenn Du das berücksichtigen könntest und Dich auf fachliche Beiträge beschränken.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Ulikum » So Okt 28, 2012 18:58

schimmel hat geschrieben:Dürfen wir denn nach deinem Dafürhalten überhaupt so viel erzeugen, dass etwas exportiert werden kann?
Wie hoch ist denn der SVG von Obst und Gemüse in diesem Land?
Es gibt eine Studie der britischen Regierung über die Ernährungssicherheit des eigenen Landes. Darin heißt es, dass lediglich 50% der benötigten Nahrungsmittel im Land selbst produziert werden können, den Rest muss es importieren.


Könnten wir uns überhaupt selbst versorgen ?
Wenn wir darauf wirklich Wert legen, müsste eine gänzlich andere Politik in Bezug auf Landwirtschaft in Deutschland gemacht werden.

SHierling hat geschrieben:
Es wäre nett, wenn Du das berücksichtigen könntest und Dich auf fachliche Beiträge beschränken.


Schön wäre es wenn man das was man von anderen erwartet selber beherzigen würde,
wo bei mir statt "fachliche Beiträge" - Beiträge zum Thema angebrachter erscheint.
Zuletzt geändert von Ulikum am So Okt 28, 2012 19:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Jochens Bruder » So Okt 28, 2012 18:59

In den Industrieländern lassen sich die Hektarerträge nur noch relativ geringfügig steigern. Die zusätzlich benötigten Mengen müssen also in den Entwicklungsländern und der ehem. UdSSR produziert werden. Wir versuchen das ja mit dem geschilderten Experiment. Wenn das glückt wird es enorme Auswirkungen haben.

Dann wäre z.B. dieses Szenario möglich: Wir suchen uns eine Gruppe von Kleinbauern die angrenzende Felder haben und eines davon über einen Straßenanschluß verfügt. Wir finanzieren denen dann den Traktor, Dünger usw. vor und bekommen einen fairen Teil von der Ernte ab. Das würde dann eine Ertragssteigerung von 2 auf vieleicht 10 t/ha bedeuten, also 500%. Das Nettoeinkommen der Farmer würde um einen noch viel höheren Prozentsatz steigen.

Wie gesagt, wir haben eine Demo-Farm. Wir sind jetzt nach 4 Jahren in der Phase wo sich das Ganze rechnen muß, also die gesammelten Erfahrungen in die kommerzielle Praxis umgesetzt werden. Wenn uns das nicht gelingt waren alle Experimente und Investitionen für die Katz. Wenn es uns um den schnellen, persönlichen Profit gehen würde hätten wir die Farm längst verkauft. Das sind nämlich 149.000 qm Bauland in 1A Lage, über ein Mio Euro wert und vollkommen schuldenfrei.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon SHierling » So Okt 28, 2012 19:22

SHierling hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Die 8 t/ha beziehen die sich auf die Zitronen? Für Mais sind in meinen Augen 8 t/ha recht wenig. Körpermais liegt hier ja im Schnitt bei 12 t/ha.


Worüber sprechen wir eigentlich ?

Wir sprechen darüber, daß im Film suggeriert wurde, man könne mit Erträgen von 2t/ha "Bio für 9 Milliarden" produzieren.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Ulikum » So Okt 28, 2012 20:26

SHierling hat geschrieben:Wir sprechen darüber, daß im Film suggeriert wurde, man könne mit Erträgen von 2t/ha "Bio für 9 Milliarden" produzieren.


wie unterschiedlich die Wahrnehmung doch ist.
Begeleittext zum Film hat geschrieben: Ein Sechstel der Weltbevölkerung leidet gegenwärtig Hunger. Aber das ist kein unabwendbares Schicksal. Anhand von Beispielen aus Mexiko, Japan, Malawi, Kenia, Senegal, den USA und mehreren europäischen Ländern veranschaulicht Filmemacherin Marie-Monique Robin, dass radikales Umdenken gefordert ist und dass die Lebensmittelkette anders verwaltet und organisiert werden muss - und kann, um dem Hunger in der Welt Abhilfe zu schaffen.


mein Resümee:
das eine Landwirtschaft, die umweltgerecht und ressourcenschonend arbeitet, ausreichend Nahrung für alle Menschen bereitstellen kann.
eine Schlüsselrolle könnte dabei in Zukunft Mischkulturen zukommen,
vor allen in den Ländern wo keine industrielle Landwirtschaft mit hohem Energiebedarf betrieben wird.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Jochens Bruder » So Okt 28, 2012 20:56

Ulikum hat geschrieben:mein Resümee:
das eine Landwirtschaft, die umweltgerecht und ressourcenschonend arbeitet, ausreichend Nahrung für alle Menschen bereitstellen kann.
eine Schlüsselrolle könnte dabei in Zukunft Mischkulturen zukommen,
vor allen in den Ländern wo keine industrielle Landwirtschaft mit hohem Energiebedarf betrieben wird.


Ich hatte schon in vor einigen Tagen darauf hingewiesen dass die im Film gezeigten Beispiele fast alle einen gewaltigen Haken haben: Wegen des enormen Arbeitsaufwands rechnen sich die Mischkulturen meistens nur dann wenn der Kleinbauer mit seiner Familie die Arbeit macht. In dem Moment wo Arbeiter bezahlt werden müssen kommt es zu einem Verlustgeschäft.

In den Schwellenländern ist es heute schon so dass es in der Landwirtschaft vielerorts einen Arbeitskräftemangel gibt weil die Leute in anderen Berufen wesentlich mehr verdienen. Das trifft u.a. in China und Thailand zu, in Malaysia ist das Lohnniveau noch höher, dort sind fast ausschließlich Gastarbeiter auf den Farmen beschäftigt.

Zu Beginn der Industrialisierung war das in Europa auch so ähnlich. Die Landwirte konnten nur überleben weil sie immer mehr rationalisiert haben. Ich bin mir deshalb ziemlich sicher das die Kleinstbetriebe in den Entwicklungsländern auf Dauer so nicht weiterwirtschaften können. Es sind clevere Lösungen gefragt die sich in der Praxis auch großflächig umsetzen lassen.
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