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Borkenkäfersituation

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Spänemacher58 » Mo Jun 14, 2021 23:10

@Westerwälder
So viel Eichen gibt es aber bei uns im Westerwald nicht, dass sich dein tolles Gespann lohnt und Buchen bringen wenn sie gut sind 90€ für China ansonst Brennholz.
Alles rentable war auf Fichte aufgebaut und das fehlt jetzt.
@Kormoran2
Ich habe mir während COVID den Öltank voll gemacht, der Ölpreis war niedrig und so günstig kann ich mit Holz nicht heizen.Nun steigt der Ölpreis aber Brennholz ist immer noch zu teuer
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Westerwälder » Mo Jun 14, 2021 23:36

@Spähnemacher: Du klingst irgendwie unzufrieden, nun bleib doch mal locker und schau was die Zukunft bringt…nichts bleibt wie es war, beständig ist nur der Wandel.

Ich mag halt keine Fichten mehr und an das Märchen vom Brotbaum kann ich nicht mehr glauben wenn ich unseren Aufwand und tatsächlichen langfristigen Ertrag sehe. Vielleicht pflege ich Biotope, oder mach Verkehrssicherung an Wanderwegen, da sind die Preise nicht so Wetterabhängig wie beim Sägewerk, oder meine Lieblingsbeschäftigung: Eichen aufsägen

…und was die maschinelle Ausrüstung angeht, besser Haben als Brauchen.

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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Kormoran2 » Di Jun 15, 2021 0:04

Das Märchen vom Brotbaum des Waldbauern wird hier auch immer wieder erzählt. Du hast es gut entlarvt, Westerwälder. Der Brotbaum ist ein Zuschußbetrieb, sonst nix.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon agri10 » Di Jun 15, 2021 4:41

Kormoran2 hat geschrieben:Das Märchen vom Brotbaum des Waldbauern wird hier auch immer wieder erzählt. Du hast es gut entlarvt, Westerwälder. Der Brotbaum ist ein Zuschußbetrieb, sonst nix.

ohne Fichtenwald sind die Forstflächen wertlos !!
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon 2250 » Di Jun 15, 2021 6:50

Hier im Hochsauerland sieht es auch sehr sehr schlecht aus.
In den letzten zwei Wochen hat der Käfer explosionsartig geflogen und gebohrt.
Zeichne jeden Tag 50 neue Bäume an.
Das macht keinen Spaß ans selber hauen so wie letztes Jahr ist nicht dran zu denken.
Im Moment sind hier zum Glück zwei Harvester.
An die Borkenkäfer geplagten.
Lasst ihr eure Flächen in Selbstwerbung räumen oder normal im Lohn?
Ps : Habe gehört das der Holzpreis wieder sinkt.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Westerwälder » Di Jun 15, 2021 7:05

Im Lohn lass ich nur ernten wenn der Absatz gesichert ist, sonst Selbstwerbung.. Bei Selbstwerbung muss man vorsichtig bei der Auswahl sein, wir haben hier ein paar Heuschrecken rumgeistern die kommen mir nicht auf die Fläche. Daher, wenn man einen Selbstwerber nimmt immer mal erkundigen wo der vorher unterwegs war und was die Kunden so meinen.

Am besten sind immer die Einheimischen die auch nächstes Jahr noch Arbeit brauchen.

@Agri10: Dann gehst Du nur von Deiner kleinen noch heilen Welt aus, in den betroffenen Mittelgebirgen ist guter Laubwald wesentlich teurer als Fichte. Auch gesunden Fichtenflächen sind hier billig. Ich hab gestern noch versucht eine Fläche noch grüne Fichten gegen Laubwald zu tauschen, vergeblich.

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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Kreuzschiene » Di Jun 15, 2021 7:34

Kormoran2 hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Keine finanziellen Reserven bei 160 Hektar Wald????

Sei mir bitte nicht böse.
160 Hektar heißt, man konnte im Schnitt Jahr für Jahr zwei Hektar nutzen. Jahr für Jahr.
Über Generationen.
Wo bitte ist denn die Kohle hingekommen?


Etwas nachdenken, dann fällt es dir vielleicht ein. Es sind insgesamt 245 ha, die teilweise nach dem Krieg wieder aufgeforstet wurden, teilweise aber noch älter waren. Deine Theorie würde ja bedeuten, dass man 5-jährige Bäume vermarkten könnte.
Es wurde im Gegenteil nur äußerst wenig bei Durchforstungen entnommen. Hätte mehr sein können, aber man dachte damals noch anders, als von Katastrophen keine Rede war. Dann lagen nach Kyrill 85 ha am Boden. Natürlich wurden die verkauft, aber leider fiel der Holzpreis augenblicklich ins Leere.
Im Anschluß wurde der Restwald stark durchforstet, was 8 Jahre in Anspruch nahm. Dieses Holz konnte gut verkauft werden. Aber gleichzeitig mußten die 85 ha wieder aufgeforstet werden.
Und zu deiner Beruhigung: aufgrund sparsamer Lebensweise ist keine Kohle verschwunden sondern sie ist auf der Bank. Aber nun gilt es, 160 ha aufzuforsten, was auch mit den Reserven nicht mehr machbar ist. Es fehlen einfach die Einnahmen, die normalerweise durch Holzverkauf hereingekommen wären.
Und so wie es uns ergeht, ergeht es zahlreichen Waldbauern hier in NRW. Das Familienvermögen wird gerade überall in Container verladen und verschwindet für wenig Geld in den fernen Osten.
Und jetzt mal ehrlich: So, wie wir Waldbauern bei jeder Naturkatastrophe anschließend über den Tisch gezogen werden, hat doch niemand, der bei Verstand ist, Lust, alles wieder aufzuforsten und jahrelang zu pflegen, nur um es später wieder für 15 Euro pro fm abzugeben.
Es wird weitere Naturkatastrophen geben, so sieht eben der Klimawandel aus. Wir überlegen uns genau, wie wir in Zukunft mit unseren Flächen verfahren. Nur eines ist klar: Verkauft wird nicht. Niemals.



Ich wollte Dir keinesfalls zu Nahe treten - und es ist aus der Ferne wohl wirklich schwierig, die Situation zu beurteilen.
Aber ein paar Fragen hab ich dann doch:
Wurde damals nach dem Krieg wirklich 245 Hektar komplett kahl geschlagen? Auch 10, 20, 30- jähriges Holz. Komplett alles weg? Kann ich mir irgendwie nicht ganz vorstellen.
Dann sind da ja jetzt doch schon ein paar Jährchen ins Land gegangen seit dem letzen Krieg. Und es hätte sich wohl schon die eine oder andere Gelegenheit ergeben, was zu ernten. Aber wie so oft, wartet man so lange, bis einem das Ernten irgend eine Kalamität abnimmt (Käfer, Schnee, Wind, ...).
Mein Nachbar hat immer gesagt, den Wald muss man bewirtschaften wie einen Acker. Wenn das Getreide reif ist, lässt Du es ja auch nicht draussen stehen, nur weil Du das Geld gerade nicht brauchst.

Da ist schon was Wahres dran.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon SechzgerHias » Di Jun 15, 2021 8:53

Ich möchte gar nicht wissen, was das "Spardosen-Denken" der v. a. älteren Generation, in Summe gekostet hat/ kostet... wie viele BHD 50cm Fichten stehen bleiben, und dann Sturm und Käfer zum Opfer fallen :|
Man kann dieses Denken in der Vergangenheit nur als löblich anerkennen- wird das heutzutage gemacht, sehe ich das als grob Fahrlässig.
Alles raus, sobald Erntereif (und waldbaulich halbwegs sinnvoll natürlich).
Mein "Woidhias" Youtube-Kanal: http://www.youtube.com/c/WoidHias
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon ChrisB » Di Jun 15, 2021 9:09

Hinterher ist man immer schlauer :klug:
Kenne Landwirt in der Oberpfalz, Nähe Tschechien
20 Ha hiebreifer Fichtenbestand,
wurde bisher nur Pflege und für mehrere Häuser. der Geschwister Bauholz entnommen.
Ich hoffe Er ist nicht vom Borkenkäfer betroffen :klee:
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Kreuzschiene » Di Jun 15, 2021 10:01

ChrisB hat geschrieben:Hinterher ist man immer schlauer :klug:
Kenne Landwirt in der Oberpfalz, Nähe Tschechien
20 Ha hiebreifer Fichtenbestand,
wurde bisher nur Pflege und für mehrere Häuser. der Geschwister Bauholz entnommen.
Ich hoffe Er ist nicht vom Borkenkäfer betroffen :klee:


Nein, spätestens seit Wiebke ist hinterher. Und man könnte nun schon sehr lange schlauer sein. Ist man aber offenbar nicht.
Habe einen Waldnachbarn, der hat nun schon das zweite Mal nach angepflanzt. Einmal nach Wiebke: Fichte. Und einmal nach dem Kupferstecher: wieder Fichte. Ich denke, er schafft es, noch ein drittes Mal anpflanzen zu dürfen. Manche kapieren es halt einfach nicht...
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon 2250 » Di Jun 15, 2021 10:39

Was macht ihr mit den Flächen nach dem Käfer?

Wiederaufforsten ? Das ist ne Menge Arbeit und kostet viel Geld.
Weihnachtsbäume ? Im Moment lohnt es sich nicht schlechter Preis.
Für die Landwirtschaft nutzen? Eventuell aber oft nicht erlaubt.
Windkraft Solarparks? Warum nicht, Strom wird gebraucht
Verkaufen? Kommt auf den Preis an.
Gar nichts? Das werden wahrscheinlich die meisten machen.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Chris353 » Di Jun 15, 2021 11:50

Wir werden aufforsten, aber nicht flächig.

Einzelne Inseln verschiedener Baumarten und dazwischen kommen lassen was aufkommt. So ist zumimdest meine Vorstellung.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Grimli » Di Jun 15, 2021 12:09

Kreuzschiene hat geschrieben:
ChrisB hat geschrieben:Hinterher ist man immer schlauer :klug:
Kenne Landwirt in der Oberpfalz, Nähe Tschechien
20 Ha hiebreifer Fichtenbestand,
wurde bisher nur Pflege und für mehrere Häuser. der Geschwister Bauholz entnommen.
Ich hoffe Er ist nicht vom Borkenkäfer betroffen :klee:


Nein, spätestens seit Wiebke ist hinterher. Und man könnte nun schon sehr lange schlauer sein. Ist man aber offenbar nicht.
Habe einen Waldnachbarn, der hat nun schon das zweite Mal nach angepflanzt. Einmal nach Wiebke: Fichte. Und einmal nach dem Kupferstecher: wieder Fichte. Ich denke, er schafft es, noch ein drittes Mal anpflanzen zu dürfen. Manche kapieren es halt einfach nicht...



ohne den Kupferstecher on Top würde mein Jungbestand auch noch stehen.
Aber und das wird die Holzindustrie nicht freuen die nächsten 20 Jahre kommen auch die Jungbestände nicht in Sägefähige Alter weil jetzt schon im Spanholz und Hackschnitzelwerk gelandet !

Ansonsten ist die Kritik vollkommen daneben. Bestände in verschiedenen Altersklassen gehören in jeden Forstbetrieb. Natürliche Schadereignisse wie der Käfer kommen in Generationsschüben und Intervallen die sehr unterschiedlich sein können und deren Schaden ebenfalls unterschiedlich ausgeprägt ist so das die Staffelung der Holzerträge auf mehrere Jahrzehnte ein wichtiger Punkt der Risikominimierung darstellt. Mit Pappel, Birke, Erle Birke oder Buche hätte man im Prinzip genauso daneben liegen können was potentielle Deckungsbeiträge anbelangt ganz abgesehen von der längeren Umtribeszeit oder dem deutlich geringeren Zuwachs an Schnittholz.
Und ohne Sankt Florians Prinzip zu kennen sollte man sowieso keinen Wald bewirtschaften.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon profex12 » Di Jun 15, 2021 12:33

2250 hat geschrieben:Was macht ihr mit den Flächen nach dem Käfer?

Wiederaufforsten ? Das ist ne Menge Arbeit und kostet viel Geld.
Weihnachtsbäume ? Im Moment lohnt es sich nicht schlechter Preis.


Mal eine Frage an Euch, gibt es in anderen Bundesländern keine Förderung zum Wiederaufforsten?
Bei uns in Bayern bekommen wir so etwa 3 Euro je Baum, das ist etwa doppelt so viel wie der Baum kostet.
Mit den der Förderung kann man auch von einer Baumschule aufforsten lassen, ohne drauf zu zahlen.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Bison » Di Jun 15, 2021 13:53

profex12 hat geschrieben:
2250 hat geschrieben:Was macht ihr mit den Flächen nach dem Käfer?

Wiederaufforsten ? Das ist ne Menge Arbeit und kostet viel Geld.
Weihnachtsbäume ? Im Moment lohnt es sich nicht schlechter Preis.


Mal eine Frage an Euch, gibt es in anderen Bundesländern keine Förderung zum Wiederaufforsten?
Bei uns in Bayern bekommen wir so etwa 3 Euro je Baum, das ist etwa doppelt so viel wie der Baum kostet.
Mit den der Förderung kann man auch von einer Baumschule aufforsten lassen, ohne drauf zu zahlen.

Nur teilweise richtig:
Das erste mal pflanzen schon, allerdings kostet der Zaun auch noch einiges. Wäre alles nicht so tragisch wenn nicht laufend nachgepflanzt werden müsste und die langwierigen Pflegearbeiten wie ausgrasen und im Extremfall das Giessen wäre.
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