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Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon DWEWT » Di Dez 27, 2022 8:10

Alla gut hat geschrieben:
Es gibt ja welche die wissen erst mit 30 was sie so "ungefähr" wollen .
Die Einstellung des "endgültigen "Lebenspartners ist auch von Bedeutung .


Viele erkennen erst mit 30, dass alles andere nicht klappt und fügen sich dann in die Alternativlosigkeit.
Die Frage nach dem "endgültigen" Lebenspartner, kann man oft erst am Ende des Lebens beantworten. :wink:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Kartoffelbluete » Di Dez 27, 2022 9:06

Wenn man mal weiß, was man alles auf keinen Fall möchte, ist man schon einen entscheidenden Schritt weiter,
vorausgesetzt, es ist noch was über, was man leidenschaftlich machen möchte und sich auch ökonomisch rechnet. :wink:
Wenn die Partnerin den Weg dann auch mitgehen kann, tut man sich dann doch leichter. Ich beobachte in letzter Zeit
aber immer öfter, das Landwirt und Partnerin beruflich getrennte Wege gehen. Da ist dann schon ein Organisationstalent
gefordert.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon DWEWT » Di Dez 27, 2022 9:19

Kartoffelbluete hat geschrieben:Ich beobachte in letzter Zeit
aber immer öfter, das Landwirt und Partnerin beruflich getrennte Wege gehen. Da ist dann schon ein Organisationstalent
gefordert.


Wenn jeder Partner seine Welt hat, ist das oft einfacher als wenn man sich eine Welt teilen muss. Das sogen. "Mitziehen" des Partners im Betrieb, ist oft nur das Ausnutzen einer billigen Arbeitskraft.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Marian » Di Dez 27, 2022 10:12

Landwirt zu sein und mit einer Frau das Leben zu teilen, die ihren Job hat und in meinem Betrieb nichts muss. Empfinde ich als perfekt. Der ursprüngliche Betrieb ist zwar der ihrer Eltern. Aber übernommen hätte sie ihn so nicht. Wenn jeder das tut für das er brennt, kann man auch etwas schaffen.
20 Jahre beim Landtreff :prost:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Rohana » Di Dez 27, 2022 10:25

DWEWT hat geschrieben:
Kartoffelbluete hat geschrieben:Ich beobachte in letzter Zeit
aber immer öfter, das Landwirt und Partnerin beruflich getrennte Wege gehen. Da ist dann schon ein Organisationstalent
gefordert.


Wenn jeder Partner seine Welt hat, ist das oft einfacher als wenn man sich eine Welt teilen muss. Das sogen. "Mitziehen" des Partners im Betrieb, ist oft nur das Ausnutzen einer billigen Arbeitskraft.


Wenn man zu zweit etwas macht, muss man halt verständigen - ja, das ist manchmal schwierig! Dem aus dem Weg zu gehen durch "getrennte Welten" löst das Problem aber nicht, denn in jeder Ehe/Beziehung kommt der Punkt wo mal wirklich effektiv kommuniziert werden muss :roll:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon meyenburg1975 » Di Dez 27, 2022 11:15

Es ist nicht verboten, den Partner sozialversucherungspflichtig anzustellen und ordnungsgemäß zu entlohnen. Wenn das finanziell nicht möglich ist, ist es durchaus sinnvoll, wenn einer ausserlandwirtschaftlich sein Geld verdient.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon langholzbauer » Di Dez 27, 2022 11:49

Wie " billig" muss denn ein Partner mitarbeiten, um als Familiensklave eingestuft zu werden?
Dis Zeiten, dass sich Frauen alles gefallen lassen, um nur wirtschaftlich abgesichert zu sein, sind schon lange vorbei.
So viel ich weiss, müssen beide Partner jährlich ihre EKSt- Erklärung unterschreiben.
Und Partner, die diese nicht richtig lesen können, nutzen dem Betrieb auch nicht wirklich bzw. erzielen auch in anderen Branchen nicht das große Einkommen...
Schon traurig, wenn @DWEWT Angst vor Betrieben hat, die auf kostenlos mitarbeitende Famienangehörige angewiesen sind. :wink:

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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon meyenburg1975 » Di Dez 27, 2022 11:51

Auch eine GbR mit beiden Ehepartnern ist heutzutage nichts besonderes.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Di Dez 27, 2022 12:04

Alla gut hat geschrieben:Wie alt der Junior und seine Geschwister ?
Es gibt ja welche die wissen erst mit 30 was sie so "ungefähr" wollen .
Die Einstellung des "endgültigen "Lebenspartners ist auch von Bedeutung .


Mal vorher irgendwo ausserhalb des Hofs und der Landwirtschaft arbeiten hat noch nie geschadet und war noch ein Fehler.

Was uns DWEWT wieder mal sagen wollte: Der Hof ist zu klein, der Hof ist mangelhaft strukturiert und der Betriebsleiter wirtschaftet zu schlecht.
Leider war es die letzten 10 Jahre in der Milchwirtschaft auch nicht mal für 10 % der mindestens mittelgroßen Betriebe möglich ein angemessenes Arbeitseinkommen zu erzielen.
Da standen echt die kleineren Höfe noch am relativ besten da, deshalb sind ja gerade die Lohnarbeitsbetriebe in den neuen Bundesländern reihenweise aus dem Melken ausgestiegen.

Die Milchpreise waren seit dem Jahr 2000 so ruinös, das eigentlich keiner eine reale Chance hatte
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon langholzbauer » Di Dez 27, 2022 14:28

Macht Euch keine falschen Hoffnungen und bitte nicht zu viel Kreditlasten durch neue Investitionen zurecht!
Der Milchpreis wird nicht all zu lange so auskömmlich bleiben , wie jetzt.
Wenn es der Markt nicht niederprügelt, kommt die Politik mit " Tierschutzauflagen" um die Ecke, die weniger den dt.Kühen, als viel mehr den Importeuren nutzen...
Zuletzt geändert von langholzbauer am Di Dez 27, 2022 14:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon DWEWT » Di Dez 27, 2022 14:29

langholzbauer hat geschrieben:
Wenn sich das eine Familie freiwillig an tut, "um sich etwas aufzubauen", dann ist das allein deren Ding!


Da interessiert es nicht, ob die Familie das gut findet/ sich das freiwillig antut, sondern ob die einzelnen ausgenutzten/ausgebeuteten Personen das gut finden/freiwillig machen. Wobei man auch sagen muss, dass die Selbstausbeutung in der Landwirtschaft extrem groß ist. Übrigens vor allem in kleineren Betrieben.
Diese ganze Problematik betrifft übrigens kaum Betriebe die "sich etwas aufbauen" möchten. Da geht es ganz einfach oft nur noch um den Erhalt und die Wahrung des Scheins.
Übrigens wird jetzt schon wieder mit Bedauern mitgeteilt, dass es in D. "nur" noch 258 Tsd. ldw. Betriebe gibt. Was hat die Zahl mit der Funktion der Landwirtschaft zu tun? Wenn man davon ausgeht, dass der durchschnittliche Betrieb aktuell ca. 90ha groß ist, wären 50 Tsd. Betriebe mit je ca. 320 ha ausreichend, um, unter Berücksichtigung des Effizienzvorteiles, die gleiche Erzeugung durchzuführen. Man stelle sich nur die Anzahl an Arbeitskräften vor, die dann sinnvoll anderweitig eingesetzt werden könnten. :wink:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon DWEWT » Di Dez 27, 2022 14:51

Zu unserer letzten Beraterzusammenkunft hatte wir und einen MItarbeiter eines bekannten ldw. Forschungsinstitutes eingeladen. Von ihm wollten wir wissen, inwiefern die aktuellen Forschungsneuaufträge die politische Orientierung widerspiegeln. Anfänglich war die Auskunft sehr zurückhaltend. In den Ministerien, die direkte Ansprechpartner für die Forschung sind, macht sich z.T. großer Unmut breit über die "grün-ideologische" Führung. Was da z.T. erwartet wird, steht im krassen Widerspruch zur bisherigen Arbeit. Man kennt das ja vom "Umweltmeyer". Neue Forschungsvorhaben werden oft schon mit einem Ergebnisspielraum versehen. Ergebnisse bisheriger Vorhaben werden neu interpretiert und jetzt auslaufende Forschungsvorhaben werden, bevor die Ergebnisse öffentlich kommuniziert werden, von den "Grünen" sondiert. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass bei der öffentlichen Vorstellung der Forschungsergbnisse durch die "grüne" Politik, die Forschenden ihre Arbeit gar nicht wiedererkennen.
Klar ist, dass viele der jetzt anlaufenden Forschungsvorhaben direkt oder indirekt mit der Reduzierung des Viehbestandes in D. zu tun haben. Eine Reduzierung um ca. 50% soll bis 2030 möglich sein. Einzelne Bausteine sind schon erkennbar. Der Tierschutzbeauftragte mit seinen 5 Mitarbeitern, gehört auch dazu. Es gibt zwar eine ganze Abteilung die sich im Landwirtschaftsministerium mit solchen Aufgaben beschäftigt, der traut Bonusmeilen-Özdemir aber wohl nicht über den Weg. Es bleibt zu hoffen, dass der Sitz des Ministerpräsidenten in BW bald frei wird, damit B-Ö sich bald umorientieren kann. Da kommt zwar kein Besserer nach aber so kann sich die Landwirtschaft vielleicht über die Zeit retten. Obschon, wie ein Kommentator kürzlich sagte, braucht B-Ö für einen MP-Erfolg wohl noch einmal einen Tsunami.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon meyenburg1975 » Di Dez 27, 2022 15:23

Warum 320ha als Referenzgröße.
Gibt doch auch erfolgreiche Betriebe mit 2000 und mehr ha. Dann wären die Betriebe noch weniger und der Effizienzvorteil größer.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon ChrisB » Di Dez 27, 2022 15:57

Bei Euch oben in Friesland,
gibt es doch schon immer sehr große Betriebe,
vor allem die Flächen sind nicht zerstückelt,
sondern schon immer besser zu bewirtschaften ?
Geht es den Landwirten bei Dir, hierdurch besser ????
War da oben im Vereinigungsjahr (1990) in Urlaub !
Milchbauer mit mehr als 200 Kühen und auch noch 260 Ha.
Hatte natürlich damals auch schon Fremd Ak :wink:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon langholzbauer » Di Dez 27, 2022 16:18

Es gehört jetzt nicht direkt hierher.
Aber aus Erfahrung im Osten muss ich da mal entschieden vor dem oberen Ende des Strukturwandels warnen.
Ab 500ha Betriebsfläche inkl. Pacht steigen immer weniger Erben ein, weil sie nur noch den möglichen Verkaufserlös sehen, statt dem familiären Erbe, und finden sich nur noch selten familiäre Übernehmer.
Dann kommen oft nur noch überregionale Investoren, die sich nicht mehr um die "weichen Faktoren" wie Dorf/Landleben , Flächen/-Landschaftspflege, schonende Befahrung von Infrastruktur etc. kümmern und alle Gewinne immer nur dort Re-investieren bzw. dorthin abziehen, wo mehr Rendite winkt.
Hier sind in den letzten 5 Jahre 80 % der großen angeblich effizienten und wirklich um die Jahrtausendwende sanierten Betriebe in eine Abhängigkeit von landwirtschaftsfremden Investoren geraten, dass es mir Angst um die Zukunft wird.
Die schieben ihre Gewinne mit Lohnleistungen und Krediten so geschickt hin und her, dass die landw. Betriebe keine Gewinne machen und die bewirtschafteten Flächen über fremde Tochterunternehmen aufgekauft werden.
Da haben aufstrebende und fachlich richtig gute Familienbetriebe keine Chance mehr, mitzubieten.
Und wenn "das Land nicht zum besseren Wirt wandern kann", wird die Region und die Wirtschaft darunter leiden. :klug:
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