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Die Henker der Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Fr Nov 06, 2020 11:47

Da hab ich gerade gestern einem aktiven Landwirt gesagt : Ihr ( aktiven Landwirte ) seit zu einem jämmerlichen Haufen billigen JA-Sagern verkommen. Zudem seit ihr fremgesteuert und abhängig.

Ich glaub wenn die Politik den Landwirten vorschreibt sie müssen bei der täglichen Arbeit rosa Reizunterwäsche tragen machen die auch das auch noch und zeigen sie bei einer vor Ort Kontrolle her. :lol:
Einerseits jämmerlich, andererseits traurig wie so ein, einst stolzer Berufsstand, verkommen ist.

Naja, aber die paar wenigen Landwirte haben kein Gewicht mehr, und bringen keine Wählterstimmen.
Also keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil. Auch was neben zukünftiger Gesetze, kommende Volksbegehren angeht.

Und die Berufsvertretung BV ist auch chancenlos, da die Gegenseite mehrere Nummern größer und mächtiger ist. Auch die können nur noch abwinken und durchwinken. Und LsV hat jämmerlich versagt was ich schon am Anfang vorausgesagt habe. Die Politik hat sich über LsV schlapp gelacht. :lol:

Wobei ich selber immer noch fleissig meine BV Beiträge bezahle muss ich erwähnen.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Paule1 » Fr Nov 06, 2020 12:09

Da hilft nur eines mit den Trekkern im Norden und den Traktoren/Schleppern im Süden alles zustellen und das bei jeder Endscheidung welche den Bauern nicht paßt, nix anderes verstehen die Geier :idea: :idea:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Fr Nov 06, 2020 12:17

Paule1 hat geschrieben:Da hilft nur eines mit den Trekkern im Norden und den Traktoren/Schleppern im Süden alles zustellen und das bei jeder Endscheidung welche den Bauern nicht paßt, nix anderes verstehen die Geier :idea: :idea:


Der Zug ist längst abgefahren.
Um die paar Landwirte in D. schert sich doch keiner mehr. Trinkwasser, Tierschutz, Artenschutz, Klimaschutz stehen auf der Agenda von morgen, und da sind und bleiben Landwirte Feindbilder.
Und wer mit seinem Traktor illegal was zustellt, lernt den Gummiknüppel der Staatsmacht kennen. :mrgreen:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Neuland79 » Fr Nov 06, 2020 13:22

marius hat geschrieben:
Paule1 hat geschrieben:Da hilft nur eines mit den Trekkern im Norden und den Traktoren/Schleppern im Süden alles zustellen und das bei jeder Endscheidung welche den Bauern nicht paßt, nix anderes verstehen die Geier :idea: :idea:


Der Zug ist längst abgefahren.
Um die paar Landwirte in D. schert sich doch keiner mehr. Trinkwasser, Tierschutz, Artenschutz, Klimaschutz stehen auf der Agenda von morgen, und da sind und bleiben Landwirte Feindbilder.
Und wer mit seinem Traktor illegal was zustellt, lernt den Gummiknüppel der Staatsmacht kennen. :mrgreen:

Es ist immer auch die Frage wer wen hängt. Wenn die Landwirtschaft die Umwelt "aufhängt" ist auch niemand geholfen. Ich meine, wenn bestimmte Sachen in der Vergangenheit nicht verboten worden wären, würdet ihr doch die PSM von früher auch heute noch einsetzen, den Weizen weiterhin mit Quecksilber beizen, ordentlich Antibiotika einsetzen und Düngen bis die Ähren kippen.

Es hat schon ein Geschmäckle, wenn die Trinkwasserqualität nur durch ökologische Landwirtschaft gesichert werden kann.
https://www.oekolandbau.de/landwirtscha ... serschutz/

"Deutlich weniger Nitrat durch ökologische Bewirtschaftung

Welchen Effekt eine ökologische Bewirtschaftung auf die Nitratgehalte im Grundwasser hat, wurde auf den Flächen der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) wissenschaftlich untersucht. Noch in den 1990er Jahren wurden hier an einzelnen Messpunkten Nitratwerte von über 150 Milligramm pro Liter gemessen. Um eine kostspielige Wasseraufbereitung zu vermeiden, wurden im Jahr 1992 der eigene Betrieb Gut Canitz und in den folgenden Jahren fünf weitere Höfe im zentralen Wasserschutzgebiet auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Insgesamt beträgt der Umfang der Ökoflächen heute knapp 2.600 Hektar. Durch diese Maßnahme ging der Nitratgehalt im Rohwasser bis 2004 von durchschnittlich 40 auf 24 Milligramm pro Liter zurück und sind seitdem stabil.

Obwohl im Ökolandbau grundsätzlich mit deutlich geringeren Stickstoffmengen gearbeitet wird, besteht auch hier das Risiko einer erhöhten Auswaschung, etwa bei intensiver Bodenbearbeitung nach Leguminosen im Herbst oder durch die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern. Deshalb haben die Wasserwerke Leipzig für die Biobetriebe weitere Maßnahmen festgelegt, die über die allgemeinen Vorgaben der EU-Ökoverordnung und der Bioverbände hinausgehen. Dazu gehört zum Beispiel eine deutliche Reduzierung des Tierbesatzes oder eine ganzjährige Bodenbedeckung. "

"Stadtwerke München schaffen größte Ökofläche Deutschlands

Auch die Stadtwerke München haben aus diesem Grund bereits vor über 20 Jahren damit begonnen, den Ökolandbau auf ihren Wasserschutzflächen durch gezielte Ansprache der Landwirtinnen und Landwirte auszuweiten. Im Rahmen des Förderprogramms "Öko-Bauern" erhalten die Betriebe je nach Schutzgebiet bis zu 350 Euro pro Hektar zusätzlich. Darüber hinaus unterstützen die Stadtwerke die Höfe bei der Vermarktung ihrer Bioprodukte. Die Verträge laufen über 15 Jahre und sind seitens der Betriebe jederzeit kündbar. Die Einhaltung der Auflagen wird ein Mal pro Jahr von unabhängiger Stelle geprüft.

Für die Münchener Stadtwerke ist dieses Konzept ein voller Erfolg. Die Nitratwerte im Münchener Trinkwasser liegen bei nur sechs Milligramm pro Liter. Für das Programm fallen lediglich Mehrkosten von 0,5 Cent pro Kubikmeter Trinkwasser an. Insgesamt bewirtschaften heute etwa 160 Biobetriebe eine Fläche von etwa 3.700 Hektar im Mangfalltal, dem wichtigsten Einzugsgebiet für die Wasserversorgung des Großraums München. Auf diese Weise ist hier eine der größten, zusammenhängenden Ökoflächen Deutschlands entstanden."
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Nov 06, 2020 13:50

Neuland79 hat geschrieben:
"Stadtwerke München schaffen größte Ökofläche Deutschlands

Auch die Stadtwerke München haben aus diesem Grund bereits vor über 20 Jahren damit begonnen, den Ökolandbau auf ihren Wasserschutzflächen durch gezielte Ansprache der Landwirtinnen und Landwirte auszuweiten. Im Rahmen des Förderprogramms "Öko-Bauern" erhalten die Betriebe je nach Schutzgebiet bis zu 350 Euro pro Hektar zusätzlich. Darüber hinaus unterstützen die Stadtwerke die Höfe bei der Vermarktung ihrer Bioprodukte. Die Verträge laufen über 15 Jahre und sind seitens der Betriebe jederzeit kündbar. Die Einhaltung der Auflagen wird ein Mal pro Jahr von unabhängiger Stelle geprüft.

Für die Münchener Stadtwerke ist dieses Konzept ein voller Erfolg. Die Nitratwerte im Münchener Trinkwasser liegen bei nur sechs Milligramm pro Liter. Für das Programm fallen lediglich Mehrkosten von 0,5 Cent pro Kubikmeter Trinkwasser an. Insgesamt bewirtschaften heute etwa 160 Biobetriebe eine Fläche von etwa 3.700 Hektar im Mangfalltal, dem wichtigsten Einzugsgebiet für die Wasserversorgung des Großraums München. Auf diese Weise ist hier eine der größten, zusammenhängenden Ökoflächen Deutschlands entstanden."


Die Bauern im Mangfalltal sind nicht so glücklich mit der ihnen übergestülpten Wirtschaftweise, die nicht unerheblich in die Zukunftsfähigkeit der Höfe eingreift
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Fr Nov 06, 2020 13:51

Naja, hinter verschlossenen Türen wird Toni Hofreiter als neuer Landwirtschaftsminister gehandelt.

Hofreiter :
Die Bundesregierung lässt zu, dass die Agrarindustrie unsere Landschaft mit Gülle aus der Massentierhaltung überschwemmt. Dafür müssen wir jetzt alle die Zeche zahlen.
Es ist höchste Zeit für eine Agrarpolitik, die Rücksicht auf Umwelt, Tiere und Menschen nimmt und die Überdüngung unserer Gewässer beendet.


https://toni-hofreiter.de/trinkwasser-w ... er-teurer/

Unter Hofreiter ist Zwangsbio ohne Nutztiere in Deutschland und somit eine Top Trinkwasserqualität garantiert.
Da muss ich mir überlegen ob ich grün wähle. :mrgreen:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon clemi » Fr Nov 06, 2020 14:03

moinsen,

ja das ist ja auch alles zu pessimistisch gedacht, wir bauern müssten nur einmal den mumm haben ein sabbatjahr einzulegen, kühe trocken stellen und süße milch an die kälber verfüttern, sauen nur für die nachzucht belegen....usw....usf.....nur grundfutter anbauen und fertig....

das würden die meisten locker finanziell überstehen und das hätte heilsamme wirkung auf alle zeit beim verbraucher, der politik, dem handel und der agrarindustrie....die alle immer gut an uns verdienen können und wollen.

klar kann man alles importieren...nur das wird so teuer das das keiner mehr bezahlen kann...und dann kommen wir wieder in spiel.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Kartoffelbluete » Fr Nov 06, 2020 14:27

@ clemi, oder andere aus dem hohen Norden.
Passt zwar nicht zum Thema, aber interessiert mich halt: was ist der Unterschied zwischen "Moin und Moinsen"?
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon germane » Fr Nov 06, 2020 14:50

marius hat geschrieben:
Es ist höchste Zeit für eine Agrarpolitik, die Rücksicht auf Umwelt, Tiere und Menschen nimmt und die Überdüngung unserer Gewässer beendet.


Na dann hat er doch keinen Anlass was zu ändern.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Nov 06, 2020 15:51

Die aktuelle Situation wird sich ohne externe größere Katastrophe nicht ändern. Wer mit dieser Lage und diesem Druck nicht umgehen kann oder will,
hat für die Zukunft den falschen Job
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon germane » Fr Nov 06, 2020 16:06

T5060 hat geschrieben:Die aktuelle Situation wird sich ohne externe größere Katastrophe nicht ändern. Wer mit dieser Lage und diesem Druck nicht umgehen kann oder will,
hat für die Zukunft den falschen Job


Ein WhatsApp- Spruch von neulich:

"In Krisenzeiten suchen kluge Menschen Lösungen. Die Anderen suchen Schuldige.!"

Da habe ich an div. landwirtschaftliche Bemühungen denken müssen.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon clemi » Fr Nov 06, 2020 18:03

moinsen,

moin und moinsen bedeutet das gleich.....moinsen aber eher wenn man eine größere gruppe menschen gleichzeitg begrüßt.

moin zusammen, oder halt moinsen
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Fr Nov 06, 2020 19:58

marius hat geschrieben:...

https://toni-hofreiter.de/trinkwasser-w ... er-teurer/

Unter Hofreiter ist Zwangsbio ohne Nutztiere in Deutschland und somit eine Top Trinkwasserqualität garantiert.
Da muss ich mir überlegen ob ich grün wähle. :mrgreen:


Nach ca.10+x Jahren werden sich viele Wähler aus den Ballungszentren beim Lesen ihrer Wasserrechnung die Tränen wischen und feststellen, dass eben nicht die tierhaltenden Landwirte in den Mittelgebirgen( wo ihr Trinkwasser her kommt), sondern schlechte Abwasserleitungen und überteuerte, aber trotzdem ineffiziente, zentrale Kläranlagen die Grundwasserkörper vergiften.
In der Zeit sind aber die Kosten der importierten Lebensmittel auch explodiert, weil eine Region ohne eigene Erzeugung erpressbar wird.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon LUV4.0 » Fr Nov 06, 2020 19:59

Neuland79 hat geschrieben:Es ist immer auch die Frage wer wen hängt. Wenn die Landwirtschaft die Umwelt "aufhängt" ist auch niemand geholfen. Ich meine, wenn bestimmte Sachen in der Vergangenheit nicht verboten worden wären, würdet ihr doch die PSM von früher auch heute noch einsetzen, den Weizen weiterhin mit Quecksilber beizen, ordentlich Antibiotika einsetzen und Düngen bis die Ähren kippen.

Es hat schon ein Geschmäckle, wenn die Trinkwasserqualität nur durch ökologische Landwirtschaft gesichert werden kann.
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"Deutlich weniger Nitrat durch ökologische Bewirtschaftung

Welchen Effekt eine ökologische Bewirtschaftung auf die Nitratgehalte im Grundwasser hat, wurde auf den Flächen der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) wissenschaftlich untersucht. Noch in den 1990er Jahren wurden hier an einzelnen Messpunkten Nitratwerte von über 150 Milligramm pro Liter gemessen. Um eine kostspielige Wasseraufbereitung zu vermeiden, wurden im Jahr 1992 der eigene Betrieb Gut Canitz und in den folgenden Jahren fünf weitere Höfe im zentralen Wasserschutzgebiet auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Insgesamt beträgt der Umfang der Ökoflächen heute knapp 2.600 Hektar. Durch diese Maßnahme ging der Nitratgehalt im Rohwasser bis 2004 von durchschnittlich 40 auf 24 Milligramm pro Liter zurück und sind seitdem stabil.

Obwohl im Ökolandbau grundsätzlich mit deutlich geringeren Stickstoffmengen gearbeitet wird, besteht auch hier das Risiko einer erhöhten Auswaschung, etwa bei intensiver Bodenbearbeitung nach Leguminosen im Herbst oder durch die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern. Deshalb haben die Wasserwerke Leipzig für die Biobetriebe weitere Maßnahmen festgelegt, die über die allgemeinen Vorgaben der EU-Ökoverordnung und der Bioverbände hinausgehen. Dazu gehört zum Beispiel eine deutliche Reduzierung des Tierbesatzes oder eine ganzjährige Bodenbedeckung. "

"Stadtwerke München schaffen größte Ökofläche Deutschlands

Auch die Stadtwerke München haben aus diesem Grund bereits vor über 20 Jahren damit begonnen, den Ökolandbau auf ihren Wasserschutzflächen durch gezielte Ansprache der Landwirtinnen und Landwirte auszuweiten. Im Rahmen des Förderprogramms "Öko-Bauern" erhalten die Betriebe je nach Schutzgebiet bis zu 350 Euro pro Hektar zusätzlich. Darüber hinaus unterstützen die Stadtwerke die Höfe bei der Vermarktung ihrer Bioprodukte. Die Verträge laufen über 15 Jahre und sind seitens der Betriebe jederzeit kündbar. Die Einhaltung der Auflagen wird ein Mal pro Jahr von unabhängiger Stelle geprüft.

Für die Münchener Stadtwerke ist dieses Konzept ein voller Erfolg. Die Nitratwerte im Münchener Trinkwasser liegen bei nur sechs Milligramm pro Liter. Für das Programm fallen lediglich Mehrkosten von 0,5 Cent pro Kubikmeter Trinkwasser an. Insgesamt bewirtschaften heute etwa 160 Biobetriebe eine Fläche von etwa 3.700 Hektar im Mangfalltal, dem wichtigsten Einzugsgebiet für die Wasserversorgung des Großraums München. Auf diese Weise ist hier eine der größten, zusammenhängenden Ökoflächen Deutschlands entstanden."



Hast du in deinem Leben eigentlich schon mal irgendwas mit Landwirtschaft am Hut gehabt, oder ergoogelst du dir so einen Schwachsinn, inspiriert durch deine (ökologischen) Singlebauern?
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon LUV4.0 » Fr Nov 06, 2020 20:03

clemi hat geschrieben:moinsen,

ja das ist ja auch alles zu pessimistisch gedacht, wir bauern müssten nur einmal den mumm haben ein sabbatjahr einzulegen, kühe trocken stellen und süße milch an die kälber verfüttern, sauen nur für die nachzucht belegen....usw....usf.....nur grundfutter anbauen und fertig....

das würden die meisten locker finanziell überstehen und das hätte heilsamme wirkung auf alle zeit beim verbraucher, der politik, dem handel und der agrarindustrie....die alle immer gut an uns verdienen können und wollen.

klar kann man alles importieren...nur das wird so teuer das das keiner mehr bezahlen kann...und dann kommen wir wieder in spiel.



Ich fürchte die wenigsten unser Kolllegen würden das überleben. Die neueren Ställe sind ja teilweise nicht mal bezahlt. Wenn da nicht wenigstens etwas Geld mit verdient wird um wenigstens die laufenden Kosten zu zahlen, könnte es mancherorts düster werden. Von der übermechanisierung fange ich lieber nicht an.. :mrgreen:
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