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Die Henker der Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Dez 08, 2020 14:05

Der LEH spielt auf Zeit, um das Weihnachtsgeschäft störungsfrei durchziehen zu können. Nach dem Jahreswechsel heisst es dann: Was geht mich mein Geschwätz von vorgestern an.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon CarpeDiem » Di Dez 08, 2020 14:10

So ganz verstehe ich die Diskussion der Foristen nicht, denn der LEH hat ja nichts verbotenes getan. Er hat lediglich die Situation ausgenutzt, zwar gnadenlos, aber auch das ist ihm nicht vorzuwerfen. Am Anfang stand Politikversagen in Form des Kartellamtes, das diese Konzentrationen tatenlos zugelassen hat. Des weiteren wurde die Lw geködert mit dem Slogan "Wachse oder Weiche", begierig aufgenommen, die BV-Funktionäre donnerten diese Losung durch alle Versammlungssäle und die Lw bauten und stockten auf, ohne meistens etwas auf der Kralle zu haben.

Für die Befolgung dieser Maxime, produziere mehr und verringere deine Marge würde man als Manager bei der deutschen Gross- und Mittelindustrie im Irrenhaus landen. Die so entstandene Situation vergrösserte die Margen des LEH bei null Risiko und reduzierte die Einkommen der Lw drastisch.

Die Antwort der Lw kann doch nur lauten drastischer Bestandsabbau, dafür sehe ich aber weder bei Politik, noch BV, noch Offizialberatung noch LEH irgendeine Unterstützung, denn wenn das Billigpreisland BRD nicht mehr existiert, ist es um das Billiglohnland auch geschehen, denn das Ausland wird die hiesigen Leute nicht billig ernähren wollen.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Di Dez 08, 2020 21:40

CarpeDiem hat geschrieben:So ganz verstehe ich die Diskussion der Foristen nicht, denn der LEH hat ja nichts verbotenes getan. Er hat lediglich die Situation ausgenutzt, zwar gnadenlos, aber auch das ist ihm nicht vorzuwerfen. Am Anfang stand Politikversagen in Form des Kartellamtes, das diese Konzentrationen tatenlos zugelassen hat. Des weiteren wurde die Lw geködert mit dem Slogan "Wachse oder Weiche", begierig aufgenommen, die BV-Funktionäre donnerten diese Losung durch alle Versammlungssäle und die Lw bauten und stockten auf, ohne meistens etwas auf der Kralle zu haben.

Für die Befolgung dieser Maxime, produziere mehr und verringere deine Marge würde man als Manager bei der deutschen Gross- und Mittelindustrie im Irrenhaus landen. Die so entstandene Situation vergrösserte die Margen des LEH bei null Risiko und reduzierte die Einkommen der Lw drastisch.

Die Antwort der Lw kann doch nur lauten drastischer Bestandsabbau, dafür sehe ich aber weder bei Politik, noch BV, noch Offizialberatung noch LEH irgendeine Unterstützung, denn wenn das Billigpreisland BRD nicht mehr existiert, ist es um das Billiglohnland auch geschehen, denn das Ausland wird die hiesigen Leute nicht billig ernähren wollen.

Das Ausland ernährt uns doch schon in einigen Bereichen äußerst preiswert. Warum sollten man das nicht ausbauen?
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Di Dez 08, 2020 22:23

CarpeDiem hat geschrieben:So ganz verstehe ich die Diskussion der Foristen nicht, denn der LEH hat ja nichts verbotenes getan. Er hat lediglich die Situation ausgenutzt, zwar gnadenlos, aber auch das ist ihm nicht vorzuwerfen. Am Anfang stand Politikversagen in Form des Kartellamtes, das diese Konzentrationen tatenlos zugelassen hat. Des weiteren wurde die Lw geködert mit dem Slogan "Wachse oder Weiche", begierig aufgenommen, die BV-Funktionäre donnerten diese Losung durch alle Versammlungssäle und die Lw bauten und stockten auf, ohne meistens etwas auf der Kralle zu haben.

Für die Befolgung dieser Maxime, produziere mehr und verringere deine Marge würde man als Manager bei der deutschen Gross- und Mittelindustrie im Irrenhaus landen. Die so entstandene Situation vergrösserte die Margen des LEH bei null Risiko und reduzierte die Einkommen der Lw drastisch.

Die Antwort der Lw kann doch nur lauten drastischer Bestandsabbau, dafür sehe ich aber weder bei Politik, noch BV, noch Offizialberatung noch LEH irgendeine Unterstützung, denn wenn das Billigpreisland BRD nicht mehr existiert, ist es um das Billiglohnland auch geschehen, denn das Ausland wird die hiesigen Leute nicht billig ernähren wollen.


Ohja,
Ich hatte das schonmal geschrieben, und hier aufgeklärt :
Gerade oder besonders die EU Landwirtschaft wird durch Importzölle vom billigen Ausland ( noch ) geschützt.

Die EU-Agrarpreise liegen wegen der massiven Zölle im Schnitt mehr als 20 Prozent über den Weltmarkt- UND über den US-Preisen.

US-Rindfleisch wird zum Beispiel, wenn es importiert wird, mit 69 Prozent Steuern belastet, Schweinefleisch mit 26 Prozent Steuern.

Umgekehrt, von der EU nach USA werden kaum Zölle fällig.
Das ist nicht mehr lange zu halten, da wir zudem eine exportierende Industrienation sind.

Die deutsche Landwirtschaft produziert also jetzt schon viel zu teuer auf dem Weltmarkt....und ist nicht konkurrenzfähig.

Und fallen die Zölle in die EU, könnt ihr garnicht so schnell schauen, wie die ihre Produktion ausweiten werden, weil die dann richtig Geld verdienen.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon elchtestversagt » Mi Dez 09, 2020 8:20

Falsch, marius. Momentan sind sowohl Deutschland als auch Begien im Bereich Schweinefleisch günstiger wie es die USA oder Brasilien anbieten. Wir dürfen nur nicht wegen ASP an verschiedene Märkte teilnehmen...
Und vom "Farm bill" in den Staaten hast du anscheinend auch noch nichts mitbekommen...Ist nichts anderes wie die GAP, nur die bekommen noch mehr Geld bei gleichzeitig fehlenden Umweltleistungen...
Hast du jetzt endlich deine ganzen ha zu Geld gemacht und auf den Caymans geparkt?
Nicht das du demnächst noch enteignet wirst, weil kein aktiver Landwirt...
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Fortschritt » Mi Dez 09, 2020 9:19

Was interessiert uns das Geschwätz vom Frühjahr,mit der ach so wichtigen regionalen Lebensmittel Versorgung in Corona Zeitendoch alles nur bla bla ,im Power Export Industriestaat BRD ,so könnte man es doch den Politikern ,auch der CDU,CSU um die Ohren hauen! https://www.cducsu.de/presse/pressemitt ... versorgung
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon CarpeDiem » Mi Dez 09, 2020 10:23

meyenburg1975 hat geschrieben:Warum sollten man das nicht ausbauen?


Das sind halt die Widersprüche, uns wird dies so erzählt. Aber bei meinen vielen Reisen rund um den Globus, in meinem richtigen Beruf, habe ich mir, wenn möglich immer wieder auch die Lw angesehen. Ich habe dort nur Eines unisono erfahren, nämlich "die Deutschen sind die Billigheimer und machen die Preise kaputt"! Dann kam immer die Frage, bekommt ihr denn so üppige Subs?
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Mi Dez 09, 2020 11:27

Früher hat die EU Unmengen an Exportbeihilfen bezahlt um die Überschüsse an Agrargüter los zu werden.
Darum waren EU Nahrungsmittel im Ausland so billig.
Klar das die dortige Landwirtschaft somit ruiniert wurde.

Seit Jahren hat Biogas hierzulande das Problem gelöst, da dort im Stundentakt tonnenweise beste Nahrungsmittel in Güllegruben versenkt werden. Die sind schonmal weg und entlasten den Markt.
Aber die EEG laufen bekanntlich aus.
Wenn dann noch Importzölle wie geplant in die EU fallen, wie Mercosur, dann gute Nacht.

Sicher, die Politik wollte es so, aber die Landwirte waren nunmal nicht fähig sich dem entegenzustellen.

Landwirte in Deutschland sind heute billige Bittsteller mehr denje, die am Nasenring durch den Ring gezogen werden.
Völlig abhängig von allerlei Subventionen, Festpreisen bei Biogas, PV Analgen, WIndräder, womit sie ihre unretnable Landwirtschaft im Grunde quersubventionieren, weil die sich nicht rechnet und auf dem Weltmarkt ohne Subventionen sofort absaufen würde.
Es geht ja nicht nur um Flächenbeihilfe, in Wachstum wie Ställe hat der Steuerzahler über Subventionen auch Unsummen investiert.

Und haben Landwirte erstmal Millionen im Betrieb investiert, wie das von der Beratung empfohlen wurde ( wachse oder weiche ) sind diese Landwirte genau da angekommen, wo die Politik sie immer haben wollte : In der totalen Abhängigkeit.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Mi Dez 09, 2020 12:28

marius hat geschrieben:
Seit Jahren hat Biogas hierzulande das Problem gelöst, da dort im Stundentakt tonnenweise beste Nahrungsmittel in Güllegruben versenkt werden. Die sind schonmal weg und entlasten den Markt.
Aber die EEG laufen bekanntlich aus.
Wenn dann noch Importzölle wie geplant in die EU fallen, wie Mercosur, dann gute Nacht.

Sicher, die Politik wollte es so, aber die Landwirte waren nunmal nicht fähig sich dem entegenzustellen.

Landwirte in Deutschland sind heute billige Bittsteller mehr denje, die am Nasenring durch den Ring gezogen werden.
Völlig abhängig von allerlei Subventionen, Festpreisen bei Biogas, PV Analgen, WIndräder, womit sie ihre unretnable Landwirtschaft im Grunde quersubventionieren, weil die sich nicht rechnet und auf dem Weltmarkt ohne Subventionen sofort absaufen würde.
Es geht ja nicht nur um Flächenbeihilfe, in Wachstum wie Ställe hat der Steuerzahler über Subventionen auch Unsummen investiert.

Und haben Landwirte erstmal Millionen im Betrieb investiert, wie das von der Beratung empfohlen wurde ( wachse oder weiche ) sind diese Landwirte genau da angekommen, wo die Politik sie immer haben wollte : In der totalen Abhängigkeit.


Seit wann ist das meist verwendete Substrat Silomais "beste Nahrungsmittel"?
Aber sonst hat Marius leider Recht.
Zu viele haben sich in die Abhängigkeit von Politik und Banken manövriert und können gar nicht mehr aufhören, selbst wenn sie Einkommensalternativen finden würden.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Dez 09, 2020 12:57

Klöckner gestürzt!


Aber nur physisch. :wink:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Mi Dez 09, 2020 13:41

langholzbauer hat geschrieben:

Seit wann ist das meist verwendete Substrat Silomais "beste Nahrungsmittel"?

Naja, über den Umweg "Rindermagen" passt das schon. :wink:
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Mi Dez 09, 2020 14:22

Mal davon abgesehen, dass Gras- gefüttertes Rindfleisch mir besser schmeckt, will die Arbeit kaum noch jemand bezahlen.
Und ich fand das EEG damals gut.
Denn in einer satten Gesellschaft ist jede alternative Verwertung zu überflüssig vorhandenen Nahrungsmitteln ein Gewinn für die Landwirtschaft!
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Mi Dez 09, 2020 14:27

DWEWT hat geschrieben:Klöckner gestürzt!


Aber nur physisch. :wink:


Aber ihr Parteikollege fliegt und landet mit deutlich besseren Haltungsnoten

https://www.youtube.com/watch?v=e2b9aA-bZ9M
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon HL1937 » Do Dez 10, 2020 23:49

langholzbauer hat geschrieben:Aber sonst hat Marius leider Recht.
Zu viele haben sich in die Abhängigkeit von Politik und Banken manövriert und können gar nicht mehr aufhören, selbst wenn sie Einkommensalternativen finden würden.


Ich möchte nicht wissen, wieviele Betriebe sich mit Sklavenbauten und Maschinen so verschuldet haben, daß das Eigentum gar nicht mehr reicht.
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Do Dez 10, 2020 23:57

HL1937 hat geschrieben:
langholzbauer hat geschrieben:Aber sonst hat Marius leider Recht.
Zu viele haben sich in die Abhängigkeit von Politik und Banken manövriert und können gar nicht mehr aufhören, selbst wenn sie Einkommensalternativen finden würden.


Ich möchte nicht wissen, wieviele Betriebe sich mit Sklavenbauten und Maschinen so verschuldet haben, daß das Eigentum gar nicht mehr reicht.


Heute kosten 2 Mill.€ nicht mehr Zinsen wie vor 40 Jahren 100.000 €, nur hinter 2 Mill. steht die 20-fache Prooduktionsmenge wie vor 40 Jahren. So ist das heute.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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