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Die Henker der Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Sa Nov 07, 2020 18:09

Ich kann mich da nur wiederholen. Zählt bei der Bewilligungsstelle die Ordner mit den Abtretungen der Ausgleichszahlungen.
Der Anteil Betriebe, die respektabel Geld verdienen, ist deutlich geschrumpft. Zumindest im Milchviehbereich.


Vor den neuerlichen Beschränkungen war ich zu Besuch auf einem Mastkälbermarkt, den ich früher beliefert habe.
Schon jämmerlich wie da Kälber heutzutage billigst verschleudert werden.
Schwache Kälber sind kaum absetzbar.
Da waren Kälber vor vielen Jahren deutlich teurer.
Beim Wirtschaftszweig der Landwirtschaft scheint die Inflation seit vielen Jahren in die andere Richtung zu laufen, Deflation. Während alles andere teurer wird.
Und in kommender Krise mit hoher Arbeitslosigkeit werden sie, so ist zu befürchten, neben Mietendeckel auch Nahrungsmittelpreisdeckel verpassen um die Mittel, Unterschicht zu schützen.
Sonst gibts Krawalle die ausser Kontrolle geraten.
Dann ist für Vermieter und Erzeuger schnell Ende Gelände, bei explodierender Kostenschraube, die wir bald sehen werden.
marius
 
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon HL1937 » Sa Nov 07, 2020 18:18

marius hat geschrieben:Dann ist für Vermieter und Erzeuger schnell Ende Gelände, bei explodierender Kostenschraube, die wir bald sehen werden.


Heutzutage muß man bald froh sein, kein Wohnungsvermieter zu sein, bei der Bagage die draußen rumläuft.
Und ich habe kein Mitleid mit denen, die bald arbeitslos werden. Mehrere Hunderttausend Betriebe haben die letzten 35 Jahre aufhören müssen, da hat von der dekadenten Arbeiterschicht auch niemand Mitleid gehabt.
Da ist bestimmt auch ein großer Anteil dabei, die Bauern hassen und bei Volksbegehren unterschreiben, und noch brunsdumm sind.
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Nov 07, 2020 18:20

Wenn Berater ins Spiel kommen, ist i.d.R. die Entscheidung ob wachsen oder weichen, schon gefallen. Wer verharren will, weil es ihm dabei gut geht, der braucht keinen Berater. Was soll der Berater also anraten? Doch aussteigen? Den Status Quo sichern? Oder doch wachsen? Mehr Möglichkeiten gibt es nicht! Da in der Beratung, aufgrund der oft nicht vorgelegten betreibswirtschaftlichen Auswertung, dann mit Pauschaldaten gearbeitet werden muss, bildet das Beratungsergebnis auch nur ansatzweise eine Grundlage für die Entscheidung des Betriebsleiters. Wenn dem Berater alle Daten des Betriebes vorgelegt werden, dann ist das Beratungsergebnis ein wichtiger HInweis für den Entscheider. Die Beratung ist nie die Entscheidung! Entscheiden muss immer der Betreibsleiter.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon cerebro » Sa Nov 07, 2020 19:53

gelöscht
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon LUV4.0 » Sa Nov 07, 2020 20:47

Ein großer Fehler in der Landwirtschaft ist, dass sich viele in ökonomischen Fragen beraten lassen, statt sich selber mal die Mühe machen und das Köpfchen anstrengen. Sind sie dann gescheitert, ist natürlich der Berater Schuld.. :mrgreen: n8.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon germane » Sa Nov 07, 2020 21:05

LUV4.0 hat geschrieben:Ein großer Fehler in der Landwirtschaft ist, dass sich viele in ökonomischen Fragen beraten lassen, statt sich selber mal die Mühe machen und das Köpfchen anstrengen. Sind sie dann gescheitert, ist natürlich der Berater Schuld.. :mrgreen: n8.


Ein Problem an Beratern ist, meiner Meinung nach, dass sie auch "für sich" beraten müssen. Dann gibt das 08/15 Beratung, damit sie hinterher nicht Schuld sind.
Einen kreativen Weg wird man alleine gehen müssen.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon CarpeDiem » Sa Nov 07, 2020 21:32

Ein Problem ist aber, dass den Beratern kein belastungsfähiges Zahlenmaterial aus dem eigenen Betrieb vorgelegt werden kann. Fragt doch mal einen Lw nach einer Planungsrechnung??
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Nov 07, 2020 21:48

CarpeDiem hat geschrieben:Ein Problem ist aber, dass den Beratern kein belastungsfähiges Zahlenmaterial aus dem eigenen Betrieb vorgelegt werden kann. Fragt doch mal einen Lw nach einer Planungsrechnung??


Wer als Berater mehr an Zahlen braucht wie die Passiva, hat kein Plan vom Geschäft. *peng*
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Sa Nov 07, 2020 22:22

Wo findet man denn diese ominösen Berater für die Betriebsentwicklung, von denen ständig die Rede ist?
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Nov 08, 2020 8:23

Manfred hat geschrieben:Wo findet man denn diese ominösen Berater für die Betriebsentwicklung, von denen ständig die Rede ist?


Bis vor ca. 3 Jahren konnte man bei den Landwirtschaftsämtern ein Verzeichnis mit unabhängigen Beratern einsehen. Jetzt, nachdem sich die Berater, zumindest wenn ihre Beratung gefördert wird, akkreditieren müssen, kann man sich nur noch über Anzeigen/Suchmaschinen/Gelbe Seiten u.ä.m. auf die Suche nach den Beratern machen. Oft geht das mit Mund-zu-Mund-Propaganda. Bei der geförderten Beratung muss der Beratungsinhalt an die Förderstelle gemeldet werden. Wer sich diesem Informationsfluss verweigern will, der muss die Beratung selbst zahlen. Kritisch zu sehen sind die Berater der Verbände. Die ersten zwei Beratungen sind i.d.R. kostenlos und wenn man dann MItglied geworden ist, sind die Anschlussberatungen sehr kostengünstig. Leider haben die Verbände, außer den wenigen wirklichen Spezialisten, ein Heer von Unfähigen, die sich vor allem mit der Wald-und Wiesen-Beratung verdingen. Ähnlich kritisch zu sehen sind die "Offizialberater". Sie orientieren sich fast ausschließlich an der Theorie und haben so schon manche Betriebe in bedenkliche Situationen gebracht. Man kann die geförderte Beratung der Verbandsberater natürlich auch in Anspruch nehmen, ohne MItglied des Verbandes zu werden. Das machen die aber nicht gern.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » So Nov 08, 2020 11:13

Dieses staatlich alimentierte Beratungssystem ist ja, abgesehen von den viel zu hohen Kosten für den Steuerzahler, ganz nett, wenn man konkrete Detailfragen zu einem Förderprogramm etc. hat.
Aber eine echte Beratungskompetenz hinsichtlich der Betriebsentwicklung kann ich da nicht erkennen, auch wenn es sie im glücklichen Einzelfall geben mag. Der sehr freundliche, wohlmeinende, ältere Herr, der hier die amtliche Junglandwirteberatung gemacht hat, als ich den Hof übernommen habe, kam ein oder zweimal ungefragt vorbei und hat mir die BiLa-Kurse ans Herz gelegt, weil deren Abschluss ja die Voraussetzung für den Erhalt einer Stallbauförderung wäre.
Das hat meine Vorstellung von der Zukunft meines Betriebs nicht so wirklich weiter gebracht...
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon bauer hans » So Nov 08, 2020 12:27

DWEWT hat geschrieben:... Bei der geförderten Beratung muss der Beratungsinhalt an die Förderstelle gemeldet werden. Wer sich diesem Informationsfluss verweigern will, der muss die Beratung selbst zahlen.

beratung kostet bei der kammer immer ab 70€ die std.
betriebswirtschaftliche spezialberatung mehr.
ein privater berater nimmt deutlich mehr,ist aber meiner meinung nach effizienter
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Hosenträger » Di Dez 08, 2020 11:23

https://www.youtube.com/watch?v=KfO-_A-ZFFs Hoffentlich bringt das was!
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Di Dez 08, 2020 12:44

Hosenträger hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=KfO-_A-ZFFs Hoffentlich bringt das was!


Wenn das nichts bringt, dann hat unsere Branche keine Perspektive mehr.
Ich hab ja immer jene für schwachsinnig gehalten, die von den "Chancen des Marktes" redeten,
weil eben der Markt aus den "Big four" besteht, denen wir seit Jahrzehnten den Eigenkapitalaufbau finanziert haben.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Di Dez 08, 2020 13:53

LZ-Net hat geschrieben:Lidl fordert Ombudsstelle für Landwirte

Lidl geht im andauernden Konflikt mit Landwirten erneut auf die Bauern zu und macht Zusagen. Die Diskussionen des Schwarz-Chefs Klaus Gehrig mit der Politik gehen derweil weiter.
Nach dem Willen von Klaus Gehrig soll bei Konfliken zwischen der Landwirtschaft und dem Handel künftig eine neutrale Obudsstelle vermitteln. Mit diesem Vorschlag schaltet sich der Schwarz-Komplementär


Mir brauchen doch keine Bauern in Deutschland. Deutshcland soll doch zum Insekten - und Vogelschutzgebiet werden. Wieso jetzt eine Ombudsstelle ?

Liest sich fast wie als hätte LIDL ein kurfürstlich verliehenes Recht Lebensmittel verkaufen zu dürfen und muss im Gegenzug garantieren, dass auch der Ärmste satt wird
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