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Elektroauto - Euphorie

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Falke » Do Aug 09, 2018 19:09

Hier paar Zahlen und Fakten in einem Artikel von Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel "Braucht die Welt Elektro-Autos?"
https://www.mmnews.de/wirtschaft/83400- ... ktro-autos

A.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Do Aug 09, 2018 19:26

Moin,

es gibt zwei Möglichkeiten:

A) Man glaubt an die Versprechungen der Politiker.
(Oder man will an die Versprechungen glauben.)

B) Man nimmt die Physik und die Berechnungen der Naturwissenschaftler zur Kenntnis.

Ich fürchte, daß man die Deutsche Bevölkerung auf A) dressiert hat.

Die Politiker werden für eine Legislaturperiode gewählt.
(Konrad Adenauer: Zit. "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.")

Vor der Chemie und der Physik kann niemand davon laufen.


Olli
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Do Aug 09, 2018 20:41

Falke hat geschrieben:Hier paar Zahlen und Fakten in einem Artikel von Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel "Braucht die Welt Elektro-Autos?"
https://www.mmnews.de/wirtschaft/83400- ... ktro-autos

A.


Und was, wenn der Appel, da ein paar Denkfehler drin hat?

Wer sich mit der Thematik mal ein paar Tage beschäftigt hat, sieht die Sache ganz anders.
Aber was soll man sich hier die Finger wund tippen ?!
Der Eine hats kapiert, der Andere wills nicht begreifen.
n8

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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Do Aug 09, 2018 21:08

Moin,

es kann ja sein, daß die eine oder andere Annahme (z.B. Eta) ein paar Prozent nach oben oder nach unten korrigiert werden muß.

Sicher ist aber, daß wir in Deutschland keine Kabel haben, um Batterie-Autos in nennenswerter Größenordnung laden zu können.

Ist doch logisch, die Energiemengen, die bisher per Tankwagen jede Nacht zu den Mineralöltankstellen gebracht werden,
müssten irgendwie per Kupfer oder Aluminium zur Ladesteckdose transportiert werden.

An jede Straßenecke einen Mittelspannungstrafo.

Die ganze Republik müsste man aufgraben.

Schipp, schipp, hurra.


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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Zement » Do Aug 09, 2018 21:28

Gut für Arbeitsplätze :prost:
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Do Aug 09, 2018 21:51

Die durchschnittlicheFahrleistung eines Autos in Deutschland liegt bei 13 tausend irgendwas Kilometer. sagen wir einfach 15.000 km / Jahr.
Das sind 41.67 km am Tag (360 Tage)
Sagen wir doch einfach 50 km...
Für 50 km brauchen wir maximal (bei 30kWh/100km gerechnet!) 15 kWh täglich zum Laden.
Zum Laden haben wir dann theoretisch 23h und 10 Minuten Zeit (1 km pro Minute Fahrzeit)
Ich setze wieder klein an und lade nur 1/4 der Standzeit, dann kommen wir auf über 5 Stunden Ladezeit.

30 kWh zu verbraten in 5 Stunden das macht ganze 6 kW Ladeleistung.
Mit 16 Ampere Drehstrom schafft man 11 kw.
Wir brauchen also wahnwitzige 8A auf drei Phasen.

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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon countryman » Do Aug 09, 2018 22:02

Weil der Mensch aber ein Herdentier ist, wollen natürlich alle gleichzeitig.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon T5060 » Do Aug 09, 2018 22:15

Du hast dein E-Auto für den tägl. Bedarf rd. 40 km.
Auf den Mautstraßen fahren die LKW mit der Oberleitung.
Fernstrecken macht man dann in Combi CarSharing, Mietwagen, Fernbus oder Bahn.
Was wir nicht mehr brauchen sind Ortumgehungen, da ja Autos weder Krach machen noch stinken.
Wenn wir Deutschen was machen, dann schaffen wir das .... wir hatten in 4 Jahren ja leider auch die halbe Welt erobert.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Qtreiber » Do Aug 09, 2018 23:16

Neo-LW hat geschrieben:Die Politiker werden für eine Legislaturperiode gewählt.
(Konrad Adenauer: Zit. "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.")

Olli

Nur das ganze Zitat ergibt den richtigen - von dir allerdings nicht gewünschten - Sinn. :shock:
Ansonsten Zustimmung.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Do Aug 09, 2018 23:36

countryman hat geschrieben:Weil der Mensch aber ein Herdentier ist, wollen natürlich alle gleichzeitig.


Richtig! n8
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Bildschirmfoto 2018-08-10 um 00.27.27.png
Quelle: Wikipedia "Spitzenlast" oder "Laststromprofil"
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Do Aug 09, 2018 23:58

Moin,

die Lastverläufe sind völlig irrelevant.

Selbst eine Wochen- oder Monatsglättung bringt nichts substanzielles.

Wichtig wäre ein Speichermedium, was einige Terrawatt aus der Strom-Überproduktion vom Frühjahr bis zum Herbst rettet.

Das ist aber auf mittlere bis lange Sicht nicht zu erwarten.
Die diesbezügliche Forschung wird noch viele Jahrzehnte dauern.

Solange brauchen wir Kohlekraftwerke als Doppelstuktur.
Man kann sie bei Wind/Sonne - Lieferspitzen abschalten, aber vorhalten muß man sie das ganze Jahr.
Man kann Kohle einsparen - die Fixkosten nicht.
Per Definition laufen Kohlekraftwerke auch nicht rückwärts.
Also sie produzieren keine Kohle bei einem Stromüberangebot.

Dann kommt noch die Verwundbarkeit der Infrastruktur.
Kabelnetze lassen sich leicht zerstören.
Entweder per EDV, oder per konventionellem Angriff.
Ungebundene Einzelfahrzeuge auf Diesel/Benzin - Basis kann man flächendeckend nur per EMP stillsetzen(*).

Man tut also gut daran, Fahrzeuge aus einem Energiemix zu versorgen:
- Eisenbahn per E-Energie
- Fahrzeuge per Wasserstoff oder Mineralöl
- Schiffe per Schweröl oder Segel

Olli

(*) P.S.
Ab ca. Baujahr 1985
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Fr Aug 10, 2018 0:03

Moin,

was die Reichweiten betrifft:

Postauslieferautos kommen bestimmt mit 150 km aus.

Für typische Hausfrauenkleinwagen reichen 100 km.

Ich brauche mindestens 800 km/Tag.
Sonst kann ich meine Aufträge von der DB AG nicht abarbeiten.
Und zwar konzentriert auf Freitag, Samstag und Sonntag.
Das sind die Tage wo wir Eisenbahn bauen.
Die Woche über wollen die Leute doch mit der Bahn fahren.
Ergo können wir dann nicht bauen.

Und damit es ganz rund wird,
steht für mich in Hannover-Langenhagen ein Hubschrauber (mit Außenlandegenehmigung).
der fliegt mich für 19,50 EUR/Minute zu jeder Eisenbahnbaustelle,
wenn mal wieder keine Zeit ist.

Jetzt schauen wir mal, ob es einen Batterie-Hubschauber gibt.


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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon elchtestversagt » Fr Aug 10, 2018 7:02

Nichts für ungut, aber gestern oder vorgestern stand auf welt.de ein Artikel, das sich sehr viele Leute nun eine Klimaanlage kaufen, und das die Leute dann aufpassen sollen, das diese nicht das Stromnetz überlasten, denn das könnte ganz schnell passieren...
Gut, ich weiss grade nicht, wieviel Anschlussleistung solch eine Anlage im Schnitt hat, aber wenn erst 20Mio. Elektroautos u.a. geladen werden sollen...( und alle nachts..)
Sprich typisch Deutschland, wir gehen den 20. Schritt vor dem ersten.
Anstatt mit Steuergeldern erstmal den Kauf eines Elektromobils zu fördern, sollte man den Leitungsausbau fördern.
Denn dann möcht ich den durchschnittsdeutschen sehen, wenn deren Strasse wiedermal aufgebuddelt wird...
Man sieht das ja bei den Offshore-Anlagen, erstmal bauen, aber keinen Anschluss unter dieser Nummer.....( gut, "bezahlt" wird trotzdem...)
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Westi » Fr Aug 10, 2018 7:45

Ne Klimaanlage hat eine elektrische Anschlußleistung, die vernachlässigbar ist. Ok in der Menge kommt da was zusammen.
Dieser Mehrbedarf ist aber durch den Einsatz von LED Beleuchtung mehr als kompensiert.

Es stimmt schon, dass unser Netz zur Zeit nicht ausreicht, alle E-Autos auf einmal zu laden, wenn jeder sofort auf ein solches umsteigen würde.
Wenn man von 12 bis Mittag denkt, ist dies so korrekt.

Aber genau hier liegt der Knackpunkt.
Wenn man aber ein bisschen weiter denkt, kommt man schnell auf die Erkenntnis, dass sich die Mobilität verändern wird. Carsharing, öffentliche Verkehrsmittel (besonders in Ballungsräumen), Hybrid Fahrzeuge, die auch zukünftig fossile Brennstoffe nutzen, reine E-Mobile, Brennstoffzellen.
Momentan geht man in der Industrie davon aus, dass im Jahr 2040 (!!!) eine der Technologien maximal 20% einnehmen wird (hier wird noch zwischen Öl und Gas unterschieden).
Wenn man dies nun berücksichtigt, und dabei auch, dass für die Langstrecken und im Güterverkehr auf der Straße irgendetwas mit „Nachtankmöglichkeit“ die erste Wahl ist, dann muss an unserem Stromnetz gar nicht mehr so viel gemacht werden.
Reine E-Fahrzeuge werden in der Masse die sein, die Kurzstrecken fahren und Nachts ganz gemütlich geladen werden können.
Zudem wird es in Zukunft auch Möglichkeiten geben, Fahrzeuge während dem fahren immer wieder kurz zu laden.
Eine weitere Option wären auch „aufgeladene Flüssigkeiten“.
Es wird diesbezüglich in verschiedenste Richtungen geforscht.
Eine Variantenarmut wie zur Zeit (Benzin, Diesel und mit großem Abstand Gas) wird es in Zukunft nicht mehr geben.

Ein führender Hersteller von Fahrwerkskomponenten hat eine Antriebseinheit entwickelt, die in der Achse sitzt.
Diese Einheit wird von einem E-Motor angetrieben der mit in der Achse verbaut ist. Außerdem sind noch Batterie, Steuereinheit und Generator verbaut.
Der Generator kann dann mit einem Verbrennermotor (egal welche Energiequelle) angetrieben werden. Dieser wird einfach nur angeflanscht und im idealen Lastbereich betrieben.
Außerdem kann statt des Generators auch eine Direkteinspeisung erfolgen.
Zuletzt geändert von Westi am Fr Aug 10, 2018 7:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Jörken » Fr Aug 10, 2018 7:52

Neo-LW hat geschrieben:Wichtig wäre ein Speichermedium, was einige Terrawatt aus der Strom-Überproduktion vom Frühjahr bis zum Herbst rettet.

Das ist aber auf mittlere bis lange Sicht nicht zu erwarten.
[...]
- Fahrzeuge per Wasserstoff oder Mineralöl

da stehts! Man verwurschtelt Strom Überschüsse in Speicher höherer Energiedichte. Zb über Methanisierung kann man Strom im Sommer bis in den Winter in Form von Methan speichern. Die Infrastruktur ist vorhanden, Speichervolumen gibts auch. Wasserstoff geht auch, vielleicht nicht bis in den Winter, aber mit dem was heute zuviel ist, kann ich nächste Wochen einen auf Geschäftsreise schicken.
Ein Speichermedium lässt sich vielleicht verbessern. Auf lange Sicht würde ich eher auf Fusion wetten, sprich ein Überangebot an elektrischer Energie, die zwar ineffizient aber doch in jede andere Energie übergehen kann, und so gespeichert wird.
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