
Quelle: focus.de
Das Bild von der vorigen Seite zeigt sehr einprägsam das Dilemma der Elektroauto-Euphorie der Gegenwart und der absehbaren Zukunft:
Ein mit fossilen Treibstoffen abgetriebener LKW fährt Rohmaterial mit einem Lithiumgehalt im Promille- oder gar ppm-Bereich über einen Salzsee zu einer zentralen Aufbereitungsanlage,
und zieht dabei eine dicke schwarze Rauch- oder Rußfahne hinter sich her. Das ist kein elektrisch angetriebener LKW. Und sicher keiner mit "westlichen" Abgaswerten ...
Wie oft muss der LKW für eine Tonne des begehrten Lithiums fahren? Wie viel CO2 stößt er dabei aus?
Man kann sich gut vorstellen, dass die Rechnung stimmt, dass die Produktion eines Lithium Akkus für ein kleineres E-Auto mit ~20 kWh so viel CO2 ausstößt, wie ein kleineres Auto mit Verbrennungsmotor
in 8 Jahren bei den üblichen Jahreskilometern.
Nach 8 Jahren braucht das E-Auto vielleicht schon den nächsten Akku. Man weiß es nicht. Die Angaben zur Lebensdauer sind bisher großteils Hochrechnungen (oder Schätzungen?).
Natürlich sollte jetzt nach Alternativen zum "Erdöl" geforscht werden, wo "Energie" vordergründig noch "billig" ist.
Ob im Fall von Lithium davon auch die Umwelt profitiert, ist mMn sehr zweifelhaft. Zudem wird alleine schon der der Preisanstieg bei sprunghaft steigendem Bedarf den Hype abwürgen.
E-Autos auf heutigem Stand werden nach meiner Einschätzung kein Massenprodukt.
A.
