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Elektroauto - Euphorie

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Südheidjer » Di Mär 07, 2023 20:39

countryman hat geschrieben:
langer711 hat geschrieben:Läuft es über die Wärmepumpe, sind wir unter 4 Cent.

Wie soll das gehen? Nutzungsfaktor Wärmepumpe 1:3 wenn die Anlage einigermaßen dimensioniert ist, Strompreis 40 Cent, Kosten kWh: 13,3 Cent. Öl 10 Cent, Gas 12 Cent.

So wie vom countryman sieht meine Rechnung übrigens auch aus. Machen wir da alle einen Fehler?
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Di Mär 07, 2023 20:54

countryman hat geschrieben: (…)

Wie soll das gehen? Nutzungsfaktor Wärmepumpe 1:3 wenn die Anlage einigermaßen dimensioniert ist, Strompreis 40 Cent, Kosten kWh: 13,3 Cent. Öl 10 Cent, Gas 12 Cent.
Die Preise können sich verschieben, aber die Relation scheint ziemlich konstant zu sein. In der Zeit des großen Wärmebedarfs spielt PV-Strom keine Rolle und in der Übergangszeit könnte man auch Solarthermie nutzen.

(..)


Mein Beitrag bezog sich auf die Idee, einfach überschüssigen PV Strom nicht für 8 Cent ins Netz zu speisen, sondern lieber Wasser zu erhitzen mit Heizstab und dafür die Heizung zu entlasten bzw. ganz abzustellen.
Ich fahre lieber über ne echte Wärmepumpe, aber nur, solange PV was abwirft oder die Temperaturen über 5 Grad liegen.
Damit reduziere ich den Ölverbrauch deutlich merkbar und hab gleichzeitig kein Problem, wenn die Ölheizung den Löffel wirft.



Die Autokosten sind ohnehin schon drastisch gestiegen die letzten 30 Jahre.
Das wird auch nicht günstiger beim Verbrenner.
Dafür werden die Abgasregeln einfach zu scharf.

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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Vario_TA » Di Mär 07, 2023 21:01

weissnich hat geschrieben: Eautos sind nämlich auch katalysatoren des privaten energiewendeausbaus..

Das behauptest du ständig, hast aber nicht den geringsten Beleg dafür und es ist auch vollkommen unlogisch.
Der umgekehrte Effekt (solar rebound) ist mittlerweile sehr gut belegt.


langer711 hat geschrieben:Aber wenn Wind und oder PV abgeregelt werden, weil die Regelkraftwerke nicht mehr weiter abgeregelt werden können?!
Wenn ich DANN lade, wird die Regelenergie hochgefahren also Kohle und Gas?

Junge Junge, dazu gehört schon viel Phantasie.

Nein, dazu gehört überhaupt keine Phantasie. Es reicht die Kenntnis über die Funktionsweise des Einspeisemanagements. Lies dich in die Thematik ein (hier beschreiben darf ich ja nicht, das wäre ja ein völlig überflüssiger Roman :roll: ), dann erkennst du mit Sicherheit, dass auch während der Einsman-Maßnahmen niemals ein erneuerbarer Stromerzeuger ein Grenzkraftwerk sein kann, weil die Abregelungen lange im Voraus festgelegt werden. Auf Lastschwankungen wird nicht reagiert.

Für das Verständnis bezüglich der Emissionsverursachung ist das aber sowieso unerheblich.
Selbst wenn es durch irgendwelche Maßnahmen möglich wäre, Elektroautos mit erneuerbarem Strom zu laden, bleiben die Optionen exakt die gleichen:
Entweder man verfährt den Strom im Auto oder man speist ihn ins Netz und substituiert damit fossil erzeugten Strom. Hab ich auch schon hundert mal geschrieben.

Fassi hat geschrieben:
Vario_TA hat geschrieben:Ein PKW der Marke Volkswagen wird in Deutschland durchschnittlich 26 Jahre alt, Tendenz steigend. Das ist Fakt.
Du kannst das natürlich gerne leugnen und bei deiner Meinung bleiben.


Das halte ich stark für ein Gerücht.

Mach das. Leugnen ändert nichts an der Realität. Die Zahlen sind aus einer Erhebung von "entsorgung.de". Die werden wohl wissen, was sie selbst verschrotten.
Viele Leute merken wahrscheinlich das hohe Alter der Technik überhaupt nicht, weil sie denken, dass die 80er vor 20 Jahren waren :lol:
Falls du so einer bist: Den T5 gibt es schon seit 20 Jahren. Das sind bereits ziemlich alte Fahrzeuge. Und natürlich gibt es auch Modelle, die den Durchschnitt nicht erreichen. Das liegt in der Natur der Sache. Ist aber noch lange kein Grund, die Realität zu leugnen.

Fassi hat geschrieben: Normalerweise lese ich mittlerweile deine Romane nicht mehr, immer wieder dasselbe und nicht mal im Ansatz der Versuch es kurz und prägnant zu schreiben.

Glaubst du etwa ich finde es toll, dass hier anscheinend gewisse Leute nicht lesen können, wenn zum Verständnis Mitdenken über mehr als zwei Sätze erforderlich ist?
Es gibt halt Dinge, die man nicht in einem Satz sagen kann. Ich bemühe mich sehr wohl, mich kurz zu fassen. Aber sobald ich irgendein Detail auslasse, versucht irgendwer mir da einen Strick draus zu drehen. Da hab ich keine Lust drauf.
Und ja, ich wiederhole mich oft. Es wird ja auch von gewissen Personen immer wieder der gleiche Mist hochgeholt. Mir geht die ständige Wiederholung genau so auf den Keks wie dir.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Di Mär 07, 2023 22:01

Also
Es gibt nicht wenige Autokäufer, die vor Erreichen der 100.000km schon teure Reparaturen latzen mussten - Ich eingeschlossen.
Kulanz?
Fehlanzeige!

Wenn das Sooo selten der Fall ist, das etwas vorzeitig den Löffel wirft, warum gewährt der Hersteller dann keine Kulanz?
Man hätte ja wenigstens die Teile zum Selbstkostenpreis durchreichen können.
Meinetwegen noch etwas Marge drauf für die ET Logistik.
Nix da! Der Kunde wird rasiert ohne Seife, volle Breitseite. „Dein Auto - Dein Problem“
Wenn nur 2% der Fahrzeuge betroffen wären, könnte der Konzern auch mal abnicken.
Weil sie nicht abnicken, muss man davon ausgehen, das der Prozentsatz deutlich höher liegt.

„Lass den Kunden mal zahlen, der kann ja nicht weg.
Wichtig ist nur, das er den nächsten wieder bei uns kauft.
Noch besser ist Leasing.
Dann werden wir alle 2-3 Jahre nen neuen los!“

Danke, nein. Hab ich keinen Bock drauf.
Ich hab meine Erfahrungen gemacht.
Da hol ich mir lieber ne Karre mit schlechter Verarbeitung was die Spaltmaße angeht.
Wichtig für mich
Wenig Technik, wenig Probleme.
Achso, ja… tausende Akkuzellen
Ganz schlimm

So hat halt jeder seinen Glauben
Und alle glauben dran, das sie recht haben.

Wer wirklich sparen will, holt sich ne Karre für 500€
Entweder sie läuft, oder es kommt die nächste Karre. Manchmal läuft so ne Gurke mehrere Jahre.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon countryman » Di Mär 07, 2023 22:07

500 Euro war irgendwann 2012 oder so zu Ende.
Dafür gibts nichts mehr, was irgendwie auto-mobil ("sich selbst fortbewegend") ist...

Lebensdauer Akkuzellen, gute Frage, wird man sehen. 26 Jahre halte ich für gewagt...
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Südheidjer » Di Mär 07, 2023 22:16

Vario_TA hat geschrieben:
Fassi hat geschrieben:
Vario_TA hat geschrieben:Ein PKW der Marke Volkswagen wird in Deutschland durchschnittlich 26 Jahre alt, Tendenz steigend. Das ist Fakt.
Du kannst das natürlich gerne leugnen und bei deiner Meinung bleiben.


Das halte ich stark für ein Gerücht.

Mach das. Leugnen ändert nichts an der Realität. Die Zahlen sind aus einer Erhebung von "entsorgung.de". Die werden wohl wissen, was sie selbst verschrotten.
Viele Leute merken wahrscheinlich das hohe Alter der Technik überhaupt nicht, weil sie denken, dass die 80er vor 20 Jahren waren :lol:
Falls du so einer bist: Den T5 gibt es schon seit 20 Jahren. Das sind bereits ziemlich alte Fahrzeuge. Und natürlich gibt es auch Modelle, die den Durchschnitt nicht erreichen. Das liegt in der Natur der Sache. Ist aber noch lange kein Grund, die Realität zu leugnen.

Du beziehst dich vermutlich auf den folgenden Artikel von 2014:

T-Online: "Autoverschrottung in Deutschland // Nach 18 Jahren geht es in die Presse"

https://www.t-online.de/auto/id_70357254/autoverschrottung-in-deutschland-nach-18-jahren-geht-es-in-die-presse.html

T-Online hat geschrieben:Wie lange dauert es eigentlich, bis Autos in der Schrottpresse landen? Dieser Frage hat sich der Fachbetrieb Entsorgung.de angenommen. Ergebnis: Nach durchschnittlich 18 Jahren wird aus einem Auto ein rechteckiger Metall-Klotz. Doch die Statistik hat auch ihre Tücken - über die tatsächliche Nutzungsdauer sagt sie nichts aus.

....

Aktuell sind laut Kraftfahrtbundesamt Autos auf unseren Straßen im Durchschnitt knapp neun Jahre alt, Krafträder (also Motorräder) knapp 16 Jahre. Die "Gesamt-Lebenserwartung" liegt laut KBA bei etwa 12 Jahren. Das heißt im Klartext: Nach zwölf Jahren erfolgt eine so genannte "Außerbetriebssetzung" - also eine Abmeldung. Was danach mit den Fahrzeugen passiert, erfasst die Statistik nicht.

Damit werden die von dir genannten "26 Jahre" sehr relativ.

Das Unternehmen "Entsorgung.de " ist noch dazu ein privates Unternehmen. Die können viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Eine seriöse Erhebung der Daten sieht meiner Meinung nach anders aus.

Gerade die letzten Tage sprach ich mit einem KFZ-Meister und -Techniker, der für ein großes bundesweites Unternehmen in der Gebrauchtwagen-Branche tätig ist. Aktuelle Fahrzeuge mit diesen Downsize-Motoren sterben recht frühzeitig den Motor-Tod (da gibt's welche, die packen die 100 TKM nicht). Jüngere Fahrzeuge bekommen dann eventuell AT-Motoren und wenn das wirtschaftlich nicht mehr lohnt, dann ab zum Höker, also entweder schlachten oder ab damit in die große weite Welt.

Die Zeiten vom Golf 2 und robusten Mercedes sind vorbei.

Nachtrag: Autos mit statistisch langer Lebensdauer gibt es nich -> Porsche 911 beispielsweise. Ich kann mir auch gut vorstellen, daß noch recht wenige Ferrari, Lambos und Maseratis bisher den weg in die Schrott-Presse gefunden haben......es sei denn, die wurden vorher im Straßenverkehr geschrottet, dann die Reste verwertet und das letztes Häufchen Altmetall wird schlußendlich dann zusammengepresset.

Ach ja, man hört so munkeln, daß es von einigen Mercedes aus um die 1930 es inzwischen mehr geben soll, als jemals hergestellt wurden.....so nach dem Motto aus kaputtem 1 mach 2.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Di Mär 07, 2023 22:54

Vario_TA hat geschrieben:(…)
Es reicht die Kenntnis über die Funktionsweise des Einspeisemanagements. Lies dich in die Thematik ein (hier beschreiben darf ich ja nicht, das wäre ja ein völlig überflüssiger Roman :roll: ), dann erkennst du mit Sicherheit, dass auch während der Einsman-Maßnahmen niemals ein erneuerbarer Stromerzeuger ein Grenzkraftwerk sein kann, weil die Abregelungen lange im Voraus festgelegt werden. Auf Lastschwankungen wird nicht reagiert.
(…)


Also ich weis nicht…
Ich hab grad mal so einiges gegoogelt.

Zitat:
„Das Einspeisemanagement kommt allerdings nach der gesetzlichen Rangfolge nur zum Einsatz, wenn der Netzengpass nicht bereits durch andere geeignete Maßnahmen - insbesondere durch eine Abregelung konventioneller Kraftwerke - ausreichend entlastet werden kann.“
Zitat Ende
Hier zu finden
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fac ... start.html

ICH lese daraus, das bei sinkender Belastung des Stromnetzes zunächst die fossilen Kraftwerke runter gefahren werden.
Ist man hier an der Grenze, werden die Erneuerbaren Erzeuger gedrosselt.
Gleiches gilt bei Netzüberlastung.
Doch was genau kann damit gemeint sein?

Wenn auf in der Region der Stromerzeugung wenig Strom verbraucht wird, dann muss er übers Stromnetz weiter transportiert werden.
Wenn das Netz durch diesen Weitertransport überlastet werden könnte, werden benachbarte Fossile Kraftwerke abgeregelt.
Wenn das nicht reicht, werden die EE abgeregelt, bis das Problem behoben ist.

Sollte die Belastung aber in dem Bereich des Stromnetzes höher sein, werden die EE eben weniger abgeregelt.

Aber weil das ja für Dich, lieber Vario, keine Regelkraftwerke sind, kommt trotzdem 100% Strom aus dem Regelkraftwerk ins Netz mit jedem zusätzlichen Verbraucher?

Für MICH hast DU ein ernstes Problem.
Kümmere Dich darum.
Einer muss es Dir ja sagen, bevor Dir noch schlimmeres passiert.

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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Carsten » Di Mär 07, 2023 23:03

countryman hat geschrieben:Das halte ich für illusorisch, gerade wenn bei Dunkelflaute alle mit Wärmepumpe heizen und elektrisch fahren wollen...
Der Winter dauert nun mal so seine 3 Monate, das packst du nicht mit Biogas. Windkraft kommt dazu, aber ist ja nicht immer Wind. PV im Winter ist ein Witz.


Der Preis wird es richten. Zukünftig wird es zeitabhängige Stromtarife geben. Da überlegt sich jeder zweimal ob er sein Auto nachts laden tut. Die Wärmepumpen werden wieder mit einem Puffer ausgerüstet und laufen dann zu den Photovoltaikzeiten.
Gruß
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Carsten » Di Mär 07, 2023 23:09

Pianist hat geschrieben:
Carsten hat geschrieben:Ich bin kein Tesla Freund! Ich hasse dieses Auto.

Warum genau? Ich habe jetzt seit zwei Jahren und drei Monaten ein Model 3 und bin total zufrieden.


Zum einen ist es kein deutsches Auto*, Arbeitsbedingungen, Abo-Modell für Extras, Service soll eine Katastrophe sein, Verarbeitung auch. Du hast zwar ein Auto gekauft, aber in Wirklichkeit gehört es dir gar nicht. Elon drückt auf das Knöpfchen und es tut sich gar nichts mehr. Zu aller letzt die Optik.

* Ich kann mich nicht auf der einen Seite beschweren das Landwirtschaftliche Produkte importiert werden und dann ein ausländisches Auto kaufen.
Gruß
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Carsten » Di Mär 07, 2023 23:18

Carsten hat geschrieben:Der Verbrenner wurde aufgrund der geltenden Abgasregeln "tot-entwicklet".

Aha. Was ist denn so schlimmes entwickelt worden?


Angefangen vom DPF bis zu dem Ad-blue-Blödsinn über den ganzen Plastikkrempel an dem Motor. Katastrophe.

Carsten hat geschrieben:Der Alibi-Hybrid war doch schon eine totgeburt. Ein Verbrenner und E-Motor der Kaputt gehen kann. Keine Ahnung wer auf so eine bescheuerte Idee gekommen ist.

Die "bescheuerte Idee" war eine der Grundlagen für den Siegeszug des Verbrennungsmotors und ist seit hundert Jahren Standard. Verbrenner werden schon sehr lange mit Elektromotoren kombiniert, weil das manuelle Ankurbeln von Verbrennungsmotoren nunmal ein wenig lästig ist. Ob der Elektromotor sehr klein ist und nur zum Starten benutzt wird oder ob er ein bisschen größer ist und Hybridfunktionen ermöglicht, ist für Reparaturen ziemlich egal. Leichte Hybridisierung hat (bis auf die minimal höheren Produktionskosten) nur Vorteile.

Also du ziehst ernsthaft einen Anlasser als Begründung der Sinnhaftigkeit eines Hybridfahrzeuges heran? Alle Achtung. Deine Meiung.

Landerbe hat geschrieben:Nach dem letzten Investors Day muss man schon sagen, dass es für viele Hersteller verdammt schwer wird zu überleben.

Ja, vor allem für Tesla wird es wohl sehr schwer :lol:
Mittlerweile schafft es nicht mal der Heilsbringer Elon, sich noch irgendeine Story über eine "technische Revolution" aus den Fingern zu saugen, um die Anleger bei der Stange zu halten. Der letzte Investors day war ein einziger Reinfall. Wenn nicht mal große Ankündigungen im Raum stehen, weiß man, dass es nicht gut bei Tesla aussieht.


Ich betone es hier nochmal. Ich kann den Typ nicht leiden. Dennoch hat er so einen Vorsprung erschaffen den es erstmal aufzuholen gilt. Die technischen Revolutionen kommen dann hoffentlich von unseren deutschen Herstellern. Man muss auch fairerweise sagen das Tesla viele Patente zu kostenlos zu verfügung gestellt hat.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Botaniker » Di Mär 07, 2023 23:29

Carsten hat geschrieben:Die Wärmepumpen werden wieder mit einem Puffer ausgerüstet und laufen dann zu den Photovoltaikzeiten.


Das könnte im Winter ja interessant werden, ich behalte dann mal besser meine Gasheizung. Die macht auch ohne Sonne warm. Zumindest hier ist es meist bei Dunkelheit im Winter am kältesten. :D

Im übrigen geht die Diskussion in diesem Faden schon ein Stück weit am Thema vorbei.
Die Frage ist ja eigentlich nicht mehr ob elektrisches Auto oder Verbrenner sondern es geht um "die Verkehrswende". :klug:
Es doch völlig undenkbar die im Klimaschutzgesetz festgelegten Ziele zu erreichen mit rund 50mio in Deutschland zugelassenen Autos. Egal ob elektrisch oder mit Verbrenner.
Wir werden uns zum gewaltigen Teil von der Individualmobilität verabschieden müssen. Anders sind die gesetzlichen Klimaschutzziele im Verkehrswesen doch gar nicht zu erreichen.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langholzbauer » Mi Mär 08, 2023 0:44

Das Problem ist nicht die Individualmobilität, sondern wie sie ausgelebt wird! :klug:
Auch ein Fahrrad gehört dazu.
Dieses ehemalige Transportmittel ist zum Freizeitgerät bzw. Hobbyfahrzeug verkommen, wie die ganzen motorisierten Zweiräder und die alten einfachen Autos.
Statt sich zweckmäßig damit zu bewegen, werden in der Freizeit unnötige Kilometer geschruppt.

Wie viele SUV , oder mal ganz ernst gefragt, wie wenige Allradfahrzeuge werden wirklich von Personen gefahren , die das wirklich benötigen?
Ich hab ja so ein Beispiel gegenüber.
Die Eltern bringen ihre Kinder alle einzeln mit dem PKW zur Wald-Kita.
Von den 32 Kindern fallen mir leider nur 5 ein, die wenigstens noch hin und wieder mit einem Auto maximal der Golf- Klasse gefahren werden.
Alle anderen sind größer.

Es geht uns Deutschen einfach noch zu gut.
70-90% der privaten Autofahrten sitzt nur eine Person im Fahrzeug.
Die Fahrzeuge werden seit 40 Jahren ständig größer, stärker, breiter und schwerer, obwohl Forschung und Technik das Gegenteil möglich machen würden.
Die schlechte ÖPNV- Versorgung liegt auch an der geringen Nutzung .
In vielen "Mittelzentren" und ihrem Umland könnte das ( wieder) besser werden.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Botaniker » Mi Mär 08, 2023 8:54

Das Ding ist halt, unser deutsches Geschäftsmodell beruht zum beträchtlichen Teil auf der Produktion und dem Verkauf von großen teuren Autos. Klein und günstig können wir nicht (mehr).
Das heißt, wir werden uns in Teilen von einer Industrie verabschieden, die zu nem erheblichen Teil für unseren Wohlstand verantwortlich ist.
Ob das gesetzlich festgeschriebene Ziel einer CO2 Minderung um 65% bis 2030 gegenüber 1990 mit einem auf Individualität basierten Verkehr erreichbar ist?
Dann werden Vereine wie die DUH o.ä. vor Gericht ziehen und es so durchsetzen.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon countryman » Mi Mär 08, 2023 9:25

Carsten hat geschrieben:[
Der Preis wird es richten. Zukünftig wird es zeitabhängige Stromtarife geben.


Möglich, man spricht schon lange davon aber im Moment will da wohl noch keiner dran. 80% der Leute können nicht mal einen Heizungsthermostat richtig bedienen und werden sich dann schwer abgezockt fühlen. Alle Verbräuche kann man nun mal auch nicht sinnvoll steuern.

Die Wärmepumpen werden wieder mit einem Puffer ausgerüstet und laufen dann zu den Photovoltaikzeiten.


...und werden damit noch viel teurer, weil sie auf höhere Leistung in kurzer Zeit ausgelegt sein müssen. "PV Zeiten" finden zwischen Mitte November und Mitte Februar kaum statt, wie groß soll "der Puffer" sein?
Hier war mal die Rede von einem Individualisten der sein Haus um einen 30.000 Liter Tank herum gebaut hat. So in der Art?
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Englberger » Mi Mär 08, 2023 9:26

langholzbauer hat geschrieben:Wie viele SUV , oder mal ganz ernst gefragt, wie wenige Allradfahrzeuge werden wirklich von Personen gefahren , die das wirklich benötigen?

Hallo,
hab mal ne Statistik gelesen wonach das durchschnittliche deutsche Auto knapp 10000 Euro teurer wie das durchschnittliche französische Auto ist.
Dafür essen die Deutschen um 20% billiger wie die Franzosen. Auto sieht der Nachbar, was auf dem Teller ist nicht.
Mein früherer Hausarzt verstieg sich bei einer Weinverkostung hier in F zu der Aussage:
Weine unter 35Euro/Flasche wären in der Regel ungeniessbar bzw schädlich. Der Mann fährt einen Dacia Duster.
Gruss Christian
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