Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 13:19

Elektroauto - Euphorie

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
13924 Beiträge • Seite 566 von 929 • 1 ... 563, 564, 565, 566, 567, 568, 569 ... 929
  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Vario_TA » Fr Mär 31, 2023 19:46

Carsten hat geschrieben:
Carsten hat geschrieben:Der Alibi-Hybrid war doch schon eine totgeburt. Ein Verbrenner und E-Motor der Kaputt gehen kann. Keine Ahnung wer auf so eine bescheuerte Idee gekommen ist.

Die "bescheuerte Idee" war eine der Grundlagen für den Siegeszug des Verbrennungsmotors und ist seit hundert Jahren Standard. Verbrenner werden schon sehr lange mit Elektromotoren kombiniert, weil das manuelle Ankurbeln von Verbrennungsmotoren nunmal ein wenig lästig ist. Ob der Elektromotor sehr klein ist und nur zum Starten benutzt wird oder ob er ein bisschen größer ist und Hybridfunktionen ermöglicht, ist für Reparaturen ziemlich egal. Leichte Hybridisierung hat (bis auf die minimal höheren Produktionskosten) nur Vorteile.

Also du ziehst ernsthaft einen Anlasser als Begründung der Sinnhaftigkeit eines Hybridfahrzeuges heran? Alle Achtung. Deine Meiung.

Ähm... Ja?
Wieso ist es dir denn so wichtig, dass der verbaute Elektromotor als einzige Aufgabe das Anlassen des Verbrenners hat? Wieso darf der keinen zusätzlichen Nutzen haben? Es geht hier wohlgemerkt nicht darum, zusätzlich zum vorhandenen Anlasser einen Elektromotor zu verbauen. Der Anlasser wird nur durch einen Elektromotor ersetzt, der zusätzlich zum Anlassen auch noch Hybridfunktionen übernimmt.

langer711 hat geschrieben:
Vario_TA hat geschrieben:(…)
Es reicht die Kenntnis über die Funktionsweise des Einspeisemanagements. Lies dich in die Thematik ein (hier beschreiben darf ich ja nicht, das wäre ja ein völlig überflüssiger Roman :roll: ), dann erkennst du mit Sicherheit, dass auch während der Einsman-Maßnahmen niemals ein erneuerbarer Stromerzeuger ein Grenzkraftwerk sein kann, weil die Abregelungen lange im Voraus festgelegt werden. Auf Lastschwankungen wird nicht reagiert.
(…)


Also ich weis nicht…
Ich hab grad mal so einiges gegoogelt.

Zitat:
„Das Einspeisemanagement kommt allerdings nach der gesetzlichen Rangfolge nur zum Einsatz, wenn der Netzengpass nicht bereits durch andere geeignete Maßnahmen - insbesondere durch eine Abregelung konventioneller Kraftwerke - ausreichend entlastet werden kann.“
Zitat Ende
Hier zu finden
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fac ... start.html

ICH lese daraus, das bei sinkender Belastung des Stromnetzes zunächst die fossilen Kraftwerke runter gefahren werden.
Ist man hier an der Grenze, werden die Erneuerbaren Erzeuger gedrosselt.
Gleiches gilt bei Netzüberlastung.
Doch was genau kann damit gemeint sein?

Wenn auf in der Region der Stromerzeugung wenig Strom verbraucht wird, dann muss er übers Stromnetz weiter transportiert werden.
Wenn das Netz durch diesen Weitertransport überlastet werden könnte, werden benachbarte Fossile Kraftwerke abgeregelt.
Wenn das nicht reicht, werden die EE abgeregelt, bis das Problem behoben ist.

Sollte die Belastung aber in dem Bereich des Stromnetzes höher sein, werden die EE eben weniger abgeregelt.

Aber weil das ja für Dich, lieber Vario, keine Regelkraftwerke sind, kommt trotzdem 100% Strom aus dem Regelkraftwerk ins Netz mit jedem zusätzlichen Verbraucher?

Für MICH hast DU ein ernstes Problem.
Kümmere Dich darum.
Einer muss es Dir ja sagen, bevor Dir noch schlimmeres passiert.

Tja das ist jetzt blöd. Da kürze ich einmal meinen Beitrag ab, um keinen bösen Roman zu schreiben und du schaffst es, den entscheidenden Punkt nicht zu recherchieren.
Sehr schade. Also das einzige Problem, dass ich gerade habe, ist, dass du mir ein ernstes Problem vorwirfst und diese Aussage durch das unmittelbar zuvor geschriebene ins Lächerliche ziehst

Aber gut, dann eben nochmal Und nur für dich zum mitschreiben:
Die Abregelungen von EE-Einspeisern geschehen anhand von PROGNOSEDATEN. Die Netzbetreiber planen die gesamte Stromerzeugung inklusive der Erneuerbaren im Voraus. Werden dabei Netzengpässe erkannt, kommt es zum Redispatch (wie gesagt alles noch Prognose). Konventionelle Kraftwerke werden angewiesen, ihre Erzeugung zum identifizierten kritischen Zeitpunkt zu drosseln und andere konventionelle Kraftwerke werden entsprechend angewiesen, ihre Leistung zu dem Zeitpunkt zu erhöhen. Wenn das nicht reicht, um den prognostizierten Engpass zu verhindern, kommt das Redispatch 2.0 zum Zuge (genau genommen kommt es schon früher zum Einsatz, aber das führt hier zu weit). Dabei werden erneuerbare Einspeiser (und KWK-Anlagen) angewiesen, weniger einzupreisen als möglich und das wird genau wie beim redispatch durch konventionelle Kraftwerke ausgeglichen.
Steht dann der "Fahrplan", geht es an die Umsetzung. Geändert wird dann nicht mehr.
Die Abregelungen stehen deshalb lange vor dem Zeitpunkt eines Netzengpasses fest. Ob da gerade irgendwer sein Auto lädt oder nicht, kann an der Prognose für diesen Zeitpunkt nichts mehr ändern.
Wenn man wirklich die Ausfallarbeit durch das Laden von Fahrzeugen reduzieren will, müsste man die Ladevorgänge im Vorhinein mit dem Netzbetreiber absprechen, sodass das in der Prognose berücksichtigt werden kann. Eine solche Möglichkeit gibt es aber nicht.
Der Punkt ist also, dass die Abregelungen von EE nicht in Echtzeit erfolgen, sondern relativ lange im Voraus feststehen. Eine Reaktion auf Abweichungen von der Prognose gibt es nicht.

So,habe ich immernoch ein ernstes Problem?
Und hast du mittlerweile den Teil meines Beitrags gelesen, in dem ich erläutere, warum diese Systematik überhaupt nicht so sehr entscheidend ist?

Südheidjer hat geschrieben:Die Zeiten vom Golf 2 und robusten Mercedes sind vorbei.

Die Statistik ist anderer "Meinung".
Belüg dich soviel du willst, die Faktenlage ist jedenfalls eindeutig.

Südheidjer hat geschrieben:
T-Online hat geschrieben:Wie lange dauert es eigentlich, bis Autos in der Schrottpresse landen? Dieser Frage hat sich der Fachbetrieb Entsorgung.de angenommen. Ergebnis: Nach durchschnittlich 18 Jahren wird aus einem Auto ein rechteckiger Metall-Klotz. Doch die Statistik hat auch ihre Tücken - über die tatsächliche Nutzungsdauer sagt sie nichts aus.

....

Aktuell sind laut Kraftfahrtbundesamt Autos auf unseren Straßen im Durchschnitt knapp neun Jahre alt, Krafträder (also Motorräder) knapp 16 Jahre. Die "Gesamt-Lebenserwartung" liegt laut KBA bei etwa 12 Jahren. Das heißt im Klartext: Nach zwölf Jahren erfolgt eine so genannte "Außerbetriebssetzung" - also eine Abmeldung. Was danach mit den Fahrzeugen passiert, erfasst die Statistik nicht.

Damit werden die von dir genannten "26 Jahre" sehr relativ.

Die 26 Jahre (für die gesamte Flotte 18 Jahre) sind vor allem plausibel.
12 Jahre Lebenserwartung bei 10 Jahren Bestandsalter ist einfach nur Quatsch. Das KBA erfasst natürlich nicht, wenn ein zuvor abgemeldetes Fahrzeug danach wieder angemeldet wird. Das zieht den Schnitt massiv nach unten und macht die Zahl nutzlos.
langer711 hat geschrieben:Beim E-Motor kann sowohl die Spitzenleistung relativ einfach erreicht werden, allerdings nur kurzzeitig.
Aber trotzdem kostet es kaum mehr Energie einen 100 oder einen 500 kW Motor im Auto zu haben.
Das ist der Grund, warum alle E-Autos weitgehend beim gleichen Verbrauch liegen.
Die Größe der Karosse und der cw Wert haben einen viel größeren Einfluss auf den Verbrauch, als die Max Leistung des Motors

Keine Ahnung, wie man auf sowas kommt. Der einzig korrekte Satz ist der letzte, aber das ist unabhängig von der Antriebsart.

weissnich hat geschrieben:ein kohlekraftwerk produziert halt meistens nicht nur strom, sondern oft auch heizwärme und dann sieht die umweltbilanz im winter schon ganz anders aus.. wird nur von den schwurblern gerne vergessen..

Nein, das wird nicht vergessen. Du bist es, der keine Ahnung hat, wie wenig Abwärme in Kraftwerken genutzt wird und du bist es auch, der vergisst, dass auch ein Verbrenner-PKW im Winter KWK betreibt.


langer711 hat geschrieben:Im Sommer haben wir PV
Die lässt sich auch problemlos verdoppeln und mehr.
Tagsüber wird mehr Strom gebraucht, als nachts.
Das kann sich dann schon gut ergänzen.
Gesteuertes Laden der Autos, auch nicht schwierig.
Ist dann noch Strom übrig, kann man damit auf Dauer noch EFuels machen.
Die Technik dazu wird billiger werden.
Der Betrieb rechnet sich natürlich nur mit Überschuss-Strom.

Im Winter dann Diesel (EFuel) in Strom wandeln und die Abwärme lokal (500 -1000 Meter Radius) nutzen als Heizwärme.

Soll mir keiner sagen, das das nicht möglich ist.

Klar ist das möglich. Aber halt auch sehr sehr dumm weil sehr sehr teuer.
E-fuels in Deutschland aus Überschussstrom zu produzieren ist viel teurer als die Kraftstoffe einfach zu importieren.
Und die Kraftstoffe direkt in den Fahrzeugen zu verbrennen ist viel billiger als sie zu verstromen und dann in Elektroautos zu laden.


langer711 hat geschrieben:Ich halte es in jedem Fall für sinnvoller, als Verbrenner-Autos weiterhin zu produzieren, weil man Efuels für 1-2 Euro vor Steuern aus der Äquator-Region geliefert bekommt…
von Anlagen, die noch nicht existieren, weil noch niemand Bock auf diese Prototypen hat.

Du träumst von EE-Überschüssen in Deutschland, gesteuertem Laden von Millionen Elektroautos, E-Fuel-Produktion in Deutschland und Stromerzeugung aus Dieselaggregaten mit KWK und kritisierst den Import von E-fuels wegen der noch nicht vorhandenen Technik? Ganz großes Kino :lol:


langholzbauer hat geschrieben:
weissnich hat geschrieben:mhm.. also wenn das 2,- / l kosten soll.. müsste strom dann ja fast umsonst sein... :-)

sowas können nur leute berechnen die physik und mathematik früh abgewählt haben


Aber solche Situationen haben wir mit dem EEG doch schon länger.
Es wird in günstigen Zeiten viel reg.Strom auf 0 abgeregelt und trotzdem vergütet.
Genau diese quasi kostenlose Energie ließe sich entweder über die günstigere Aufbereitung von nicht benötigtem Biogas oder im Zusammenhang mit C0² direkt in E-Fuels chemisch/technisch speichern und in den vorhandenen Netzen für Spitzenlasten im Stromnetz oder einfach nur zum Betanken von Verbrennern nutzen.

Nochmal: E-Fuel-Erzeugung in Deutschland ist UNRENTABEL.
Niemand baut eine riesige Anlage, nur um sie dann 500h im Jahr zu betreiben (selbst 500h/a gibt es derzeit nirgendwo in Deutschland Überschüsse). Elektrolyseure in Deutschland brauchen verschiedenen Schätzungen zufolge neben sehr billigem Strom mindestens etwa 3.000 Volllaststunden im Jahr, um annähernd rentabel sein zu können. Das ist selbst mit sehr viel Fantasie nicht mit irgendwelchen Überschüssen bestreitbar.
In Gunstregionen kostet erneuerbarer Strom ein Zehntel dessen, was er hier kostet und die Produktionsanlagen für die Kraftstoffe können mindestens zehn mal so hoch ausgelastet werden. Dazu kommen in der Regel geringere Kosten für den Bau und natürlich das Personal. E-fuels aus Deutschland sind (egal mit welchem Strom) in den meisten Fällen Unfug. Dass weissnich nicht weiß, wie billig E-fuels hergestellt werden können, ist ja seit längerem bekannt. Er weigert sich halt, sich weiterzubilden. Kann man nichts machen, ist ein hoffnungsloser Fall.

Die sinnvollsten Dinge, die man mit überschüssigem Strom in Deutschland machen kann, sind exportieren, speichern oder in Heizstäben verbraten. Alles andere ist in aller Regel unrentabel. Einzige Ausnahme könnte irgendwann in Zukunft die Küstenregion sein, wo sich vielleicht Wasserstofferzeugung rechnen könnte. Diesen Wasserstoff würde man aber in der Regel nicht mit Kohlenstoff verbinden, sondern in Reinform in der Industrie nutzen. Methanisierung wäre dann das höchste der Gefühle, wenn man irgendwann größere Mengen speichern will. E-fuels aus deutschem Strom für PKW halte ich für Blödsinn.


langer711 hat geschrieben:Es gibt genug Fahrzeuge, die hervorragend mit efuels ans Lebensende gefahren werden können.
Auch LKW, Flugzeuge, Traktoren oder gar Mähdrescher / Häcksler.

Nicht zu vergessen natürlich PKW!


Landerbe hat geschrieben:Und hier reden Leute noch über Verbrennungsmaschinen, während der intelligente Teil der Menschheit schon mindestens 10 Jahre mit dem fährt, was fast alle Maschinen in der Industrie und auch daheim antreibt.

Du sprichst wahrscheinlich von fossiler Kohle, fossilem Gas und fossilem Diesel (die übrigens allesamt in entsprechenden Maschinen verbrannt werden)?
Etwas anderes fällt mir jedenfalls nicht ein. Wieso das allerdings besonders intelligent sein soll, erschließt sich mir nicht.
Bei mobilen Anwendungen jenseits der 20kW setzt die Industrie übrigens fast ausschließlich auf Diesel. Bei LKW liegt der Dieselanteil bei den Neuzulassungen in Europa bei über 96%.
Ist übrigens auch ein schönes Gegenbeispiel für die Leute, die sowas behaupten wie "es gibt nie die eine richtige Lösung, es gibt immer einen Mix". Das stimmt zwar oft, aber eben nicht immer. Manche Sachen sind einfach alternativlos.


Landerbe hat geschrieben:ja Vario- es ist für die Belegschaft immer noch DAIMLER

Genau so wie deine PV eine Leistung in kWh hat, der Akku einen Energieinhalt in kW oder Wahlweise auch kW/h.
Davon wird es aber nicht richtiger.
Du trägst gerne dick auf, ist in Ordnung. Du solltest dich aber nicht wundern, wenn anderen Menschen auffällt, dass du eigentlich überhaupt keinen Plan hast, wovon du redest.


Brudi22 hat geschrieben:
Einerseits die Elektroauto Hater: Jeder normale Mensch kann mit dem Elektroauto seinen Alltag bestreiten. Der normale Bürger kommt damit aus, man kann damit leben. Die ewige Mär von der Umweltzerstörung durch den Akkurohstoffabbau, ist quatsch, glaubt ihr das Öl für den Verbrenner kommt aus dem Wasserhahn. Das Elektroauto ist ein Auto wie ein anderes auch. Verstehe auch nicht wie man glauben kann, dass E-Fuels eine Alternative sein können. Wir brauchen allen verfügbaren E-Fuels um Anwendungen die nur sehr schwierig zu elektrifizieren sind: um Schifffahrt, Flugzeuge oder z.B. auch unsere Landmaschinen wie Traktoren anzutreiben.

Ja, jeder kann seinen Alltag mit einem Elektroauto bestreiten. Ist halt manchmal mühsamer als mit einem Verbrenner. Dass die Produktion eines Elektroautos die Umwelt und das Klima weitaus stärker belastet als die Produktion eines Verbrenners ist keine Mär, sondern mittlerweile eher grundschulwissen. Öl kommt natürlich genau so wenig aus dem Wasserhahn wie Kohle auf Bäumen wächst.
E-fuels sind natürlich keine Alternative zu BEV. BEV sind schließlich genau so auf E-fuels angewiesen wie Verbrenner, wenn man sie klimaneutral betreiben will.
Denn entgegen der üblichen Behauptung, dass "alle verfügbaren E-fuels" für Anwendungen abseits von PKW benötigt werden, ist es vielmehr so, dass E-fuels global ein quasi unbegrenztes Potential haben, während das Potential für erneuerbare Stromerzeugung in Deutschland so stark begrenzt ist, dass der wenige Strom, der dabei herumkommt, nicht mal für Anwendungen reicht, die nicht mit E-fuels klarkommen. Ich will jedenfalls meinen Herd und meine Kühltruhe nicht mit E-fuels betreiben, nur um genug Strom für ein Elektroauto zu haben. Das ist einfach absurd.

Wenn wir komplett auf erneuerbare Energie umsteigen wollen, können wir uns aussuchen, ob wir mit Elektroautos fahren, die mit Strom aus importierten E-fuels geladen werden oder ob wir die E-fuels direkt in den Fahrzeugen verbrennen (was natürlich effizienter ist).
Entweder wir bezahlen für die E-fuels oder wir bezahlen für die Umstellung auf Elektroautos, die Ladeinfrastruktur, neue Kraftwerke UND E-fuels.

Nur um die Relationen nochmal klar zu machen:
In 2022 wurden in Deutschland fast 300TWh Strom aus Kohle, Gas und Atomkraft erzeugt. Aus onshore WKA kamen knapp 100TWh.
Um allein die PKW elektrisch zu betreiben, bräuchte man im Winterhalbjahr nochmals mindestens 80TWh. Und wenn man Wärmepumpen als Standard heranzieht, braucht man allein für die derzeit benötigten rund 700TWh Raumwärme pro Heizsaison nochmal allermindestens 200TWh. Und das wohlgemerkt alles im Winterhalbjahr, wo PV eher nicht hilfreich ist. Wind weht aber frecherweise auch im Sommer, man kann also bei weitem nicht den gesamten Windertrag dafür nutzen.
Glaubt hier tatsächlich irgendwer, dass es realistisch ist, den onshore WKA-Ertrag in Deutschland auf das acht- bis zehnfache zu steigern?
Ich habe da ernsthafte Bedenken.
Viel mehr als eine Verdreifachung wird da nicht drin sein, schon allein wegen Widerstand in der Bevölkerung. Eine Verdopplung fände ich schon erstaunlich gut. Und dann haben wir noch nicht mal über Speicherung geredet.

Selbst wenn man manchen Untersuchungen glauben schenkt, die besagen, dass wir in Deutschland mehr als genug Windkraftpotential für alles mögliche haben, ist es doch mehr als absurd, anzunehmen, dass dieses Potential auch genutzt werden wird. Die Bevölkerung will halt nicht in einem Wald aus Windrädern leben,von den Kosten ganz zu schweigen. Schon jetzt läuft der Ausbau ja sehr zäh.
Man muss der Realität einfach mal ins Auge blicken und akzeptieren, dass wir in Deutschland keine auch nur annähernd realistische Möglichkeit haben, genug erneuerbaren Strom für all die Elektrifizierungsfantasien zu erzeugen, erst recht nicht zu vernünftigen Kosten.
Wir können froh sein, wenn wir irgendwann in Zukunft genug erneuerbaren Strom für den jetzigen Stromverbrauch haben. Alles was wir jetzt noch zusätzlich elektrifizieren, wird schlussendlich mit Strom betrieben werden müssen, der aus importierten E-fuels stammt...oder es wird eben nicht mit erneuerbarer Energie betrieben. Da letzteres meiner Meinung nach keine akzeptable Lösung ist, bleiben halt nur E-fuels. Es gibt überhaupt keine annähernd realistische Alternative!
Wir werden nunmal weiterhin gigantische Mengen Energie importieren müssen und das geht halt nicht in Form von Elektrizität. Deshalb ist die mehr oder weniger vollständige Elektrifizierung von Verkehrs- und Wärmesekror schlichtweg ein sehr teurer, ineffizienter Umweg.
Es grenzt ja schon an Schizophrenie, dass Habeck für seine Wasserstoffdeals (import von Wasserstoffderivaten, also im Endeffekt E-fuels auch für die Stromerzeugung) gefeiert wird, während Wissing als böser Klimaschutzgegner dargestellt wird, nur weil er erneuerbare Kraftstoffe für PKW in Form von Wasserstoffderivaten nicht verbieten will.
Noch lustiger wird es, wenn die E-Fuel-Gegner auf die Nichtverfügbarkeit von E-fuels verweisen, während Habeck E-fuels für die Stromerzeugung shoppen geht, weil es an erneuerbarem Strom in Deutschland mangelt.
Dem Mitdenkenden Beobachter müsste doch spätestens jetzt auffallen, dass da irgendwas seltsam läuft.

Brudi22 hat geschrieben:Das Elektroauto ist effizienter, ja.

Aber nur, wenn man mit der Betrachtung am Ladestecker aufhört. Das ist aber Unsinn. Klimaschutz ist eine globale Angelegenheit und keine, die einen Meter vom Auto entfernt aufhört.

Brudi22 hat geschrieben:Gerade die Autos mit großen Akkus und Reichweite brauchen wirklich lange bis sie ihren Co2 Rucksack abgebaut haben.

Das wäre schön. Dummerweise wird der Rucksack immer nur größer und nie kleiner.

Landerbe hat geschrieben:Wer schlau ist sucht mich mal im Netz....dann wisst ihr, wer Euch schreibt

Alles was ich wissen muss, ist, dass du null Plan von Antriebstechnik und Energie hast, das hast du oft genug unter Beweis gestellt. Und ich hoffe wirklich sehr, dass alle, die hier mitlesen, das auch wissen.
Wenn du immer nur auf deine eigene ach so tolle Person verweist anstatt irgendwelche sachlichen Argumente vorzubringen, wird es halt irgendwann etwas peinlich.

Landerbe hat geschrieben:Nur ist es einfach FAKT, dass ineffiziente Technik abgelöst worden ist- nicht wird, sondern ist. Punkt. Wer das jetzt leugnet, ist in dem Thema sowieso raus.

Nein. Wer das leugnet, hat einfach nur einen gesunden Menschenverstand.
Es geht im Endeffekt NIEMALS um Effizienz, sondern immer nur um Kosten.
Es gibt kaum eine ineffizientere Art der Stromerzeugung als PV (~20% Wirkungsgrad bei guten Modulen). Trotzdem hast du das ganze Dach voll mit dieser ineffizienten Technik.
Vario_TA
 
Beiträge: 2310
Registriert: Mo Aug 28, 2017 16:45
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon waelder » Sa Apr 01, 2023 7:00

@ Vario_TA

:prost:
„Integration ist eine Bringschuld des Eingewanderten“
Wer sich nicht Integriert muss wieder gehen
waelder
 
Beiträge: 3401
Registriert: So Jan 14, 2007 15:29
Wohnort: Südschwarzwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Sa Apr 01, 2023 8:43

Sobald Efuels an drei Tankstellen in meiner Umgebung zu akzeptablen Preisen verfügbar sind, verkaufe ich meinen Tesla und geh wieder auf Sprit.

Was denkst, wie sich die Werkstatt freut beim Ölwechsel, das sie mich wiedersehen.
Hier könnte Ihre Werbung stehen... 8)
langer711
 
Beiträge: 7265
Registriert: Di Aug 23, 2005 15:01
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon waelder » Sa Apr 01, 2023 11:31

Komme gerade vom Kontrollieren beim Wasserkraftwerk, gerade produziert es ca 50 Kw/h
Im Netz haben wir gerade unter 50 Herz also, nicht zu viel Strom im Netz
Würde ich jetzt ein E- Auto mit dem Wasserkraftwerk Strom laden müsste für den fehlenden Strom im Netz entweder ein Kohlekraftwerk oder ein Gaskraftwerk hochgefahren werden :roll:
Macht das ein Langer , kein Problem
Machen das tausende Lange , für das Klima :evil:

Umweltfreundlich Fahren ca 35 Km Strecke

D26A343E-E51C-488F-AF46-1038C1C34824.jpeg
„Integration ist eine Bringschuld des Eingewanderten“
Wer sich nicht Integriert muss wieder gehen
waelder
 
Beiträge: 3401
Registriert: So Jan 14, 2007 15:29
Wohnort: Südschwarzwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Sa Apr 01, 2023 19:58

Respekt..
35km sagst Du, bei 2,5L/100 km.

Hätt ich nie geschafft

Welches Fahrzeug? Welcher Motor?

Der Lange
Hier könnte Ihre Werbung stehen... 8)
langer711
 
Beiträge: 7265
Registriert: Di Aug 23, 2005 15:01
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon waelder » Sa Apr 01, 2023 21:46

Skoda Fabia 3. 1.4 3Zylinder , fahre aber mit reibungsarmen ÖL und B0 Sprit , den gab es zu Corona günstig und lässt sich lange Lagern

War auch schon unter 2 Liter aber dann mit Windschatten fahren auf der A5 :lol:
Die 2,5 waren Land und Kreisstraßen im Schwarzwald und Winterreifen :roll:
„Integration ist eine Bringschuld des Eingewanderten“
Wer sich nicht Integriert muss wieder gehen
waelder
 
Beiträge: 3401
Registriert: So Jan 14, 2007 15:29
Wohnort: Südschwarzwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Tinyburli » So Apr 02, 2023 12:18

Heute war ich in Bindlach, 125 km hin und 125 km zurück.
Mit vollem Akku los gefahren. In Bidlach bei der Baywa 10 Minuten geladen. 10 kWh zu 5,23 Euro. Mit der App von ENBW.
Zu Hause mit 15 % angekommen.
Jetzt lädt er wieder.
Mit freundlichen Grüssen
Tinyburli
 
Beiträge: 3661
Registriert: So Feb 24, 2013 16:14
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon AF85 » So Apr 02, 2023 15:59

Tinyburli hat geschrieben:Heute war ich in Bindlach, 125 km hin und 125 km zurück.
Mit vollem Akku los gefahren. In Bidlach bei der Baywa 10 Minuten geladen. 10 kWh zu 5,23 Euro. Mit der App von ENBW.
Zu Hause mit 15 % angekommen.
Jetzt lädt er wieder.

Mit Kohlestrom, oder scheint bei euch die Sonne.
AF85
 
Beiträge: 2051
Registriert: Mi Okt 26, 2011 15:41
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » So Apr 02, 2023 18:27

Heutige Zusammensetzung Stromerzeugung
Zeitpunkt Mittag etwa

Wind 21 GW
Sonne 16 GW
Kohle 7.2 GW
Biomasse 5.5 GW
Atom 2.8 GW
Erdgas 2.6 GW
Wasserkraft 1.4 GW

Gleichzeitig wurden noch 5.7 GW in Pumpspeicherwerk gedrückt

Also ist er mit 1000% Kohlestrom gefahren
Was denn sonst?!

Was ist das eigentlich bei Euch?
Neid, weil ihr nen alten Karren fahrt?
Dann lieber auf die E-Autos einprügeln, weil das die meisten tun?

Der Zug ist eh abgefahren.
Verbote in dieser Richtung sind völlig unnötig.
Das Bessere wird das Gute ersetzen, weil es immer so war

Der Lange
Hier könnte Ihre Werbung stehen... 8)
langer711
 
Beiträge: 7265
Registriert: Di Aug 23, 2005 15:01
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Landerbe » So Apr 02, 2023 18:39

Spare Dir die sinnlose Disskusion Josef....wie gesagt, Einige schieben den Mond noch mit der Stange weiter -dürfen sie ja auch :prost:
Hinter dem finsteren Wald tickt die Welt eben anders n8
Landerbe
 
Beiträge: 398
Registriert: Mi Jul 21, 2021 11:13
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon hardie » So Apr 02, 2023 18:45

Die Stromquellen und Im- und Exporte des Stroms kann man hervorragend in der App
https://play.google.com/store/apps/deta ... tricitymap
sehen
Meine Arbeitsplatz ist sicher. Niemand will ihn.
hardie
 
Beiträge: 242
Registriert: So Okt 22, 2006 19:14
Wohnort: südliches Osnabrücker Land
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » So Apr 02, 2023 19:02

Daher kommen die Zahlen, ja.
Aber Strom fürs Auto kommt ja zu 100 % aus Regelenergie, also Kohlekraftwerk.

Weil das so ist, ist mir hier alles Latte.
Zeitverschwendung, hier zu diskutieren.
Der Lange
Hier könnte Ihre Werbung stehen... 8)
langer711
 
Beiträge: 7265
Registriert: Di Aug 23, 2005 15:01
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Südheidjer » So Apr 02, 2023 19:09

Ich denke mal, die App ist das gleiche wie die Internetseite

https://app.electricitymaps.com/zone/DE

Norwegen und Schweden haben innerhalb des Landes eine Unterteilung, zwischen denen man die Stromflüsse sehen kann. Fände ich jetzt für Deutschland auch mal ganz interessant. ;-)
Südheidjer
 
Beiträge: 13150
Registriert: Sa Nov 15, 2014 22:45
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon waelder » So Apr 02, 2023 19:10

Leute es ist Sonntag, da werden sogar oft Wasserkraftwerke , Wind und Solar Anlagen abgeschaltet
Da am Sonntag meist zu fiel Strom im Netz ist
Auch unser Wasserkraftwerk kann vom Netzbetreiber abgeschaltet werden
Also nur noch am Sonntag laden
„Integration ist eine Bringschuld des Eingewanderten“
Wer sich nicht Integriert muss wieder gehen
waelder
 
Beiträge: 3401
Registriert: So Jan 14, 2007 15:29
Wohnort: Südschwarzwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Djup-i-sverige » So Apr 02, 2023 19:15

Vario_TA hat geschrieben:Es geht im Endeffekt NIEMALS um Effizienz, sondern immer nur um Kosten.
Es gibt kaum eine ineffizientere Art der Stromerzeugung als PV (~20% Wirkungsgrad bei guten Modulen). Trotzdem hast du das ganze Dach voll mit dieser ineffizienten Technik.


PV: 20% einer Energie die nicht gefördert,hergestellt, raffiniert oder transportiert werden muss, sondern nur eingefangen...
E-fuels sind auch witzig, 5mal? soviel Stromverbrauch (welltowheel), und wenn ab 2035 da wirklich Verbrenner kommen die nur damit laufen... ob da fuer den Sensor schon reicht das ein alter Kanister verwendet wird, oder im Ausland wo es keinen gibt, Strom kriegst du eher ueberall (zur Not auch aus dem alten Dieselstromerzeuger), und es heisst ja immer noch nicht das es keinen normalen Benzin und normales Diesel mehr ab 2035 in D gibt, das wirds wohl locker noch 15 Jahre + geben... Frage nur in welcher Verfuegbarkeit.
Und fuer wen Derer die hier am lautesten meckern ist das dann noch relevant? (27 Jahre+ in der Zukunft)
Sieht eher so aus als lässt sich jetzt Deutschland selbstverschuldet abhängen, statt voranzugehen... :regen:
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
Djup-i-sverige
 
Beiträge: 9499
Registriert: Do Apr 08, 2010 13:18
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
13924 Beiträge • Seite 566 von 929 • 1 ... 563, 564, 565, 566, 567, 568, 569 ... 929

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google Adsense [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki