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Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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2737 Beiträge • Seite 14 von 183 • 1 ... 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 ... 183
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon agrarflächendesigner » Di Aug 28, 2018 18:36

Ist ja im Prinzip der alte Laverda, wobei davon hier einige laufen und grundsätzlich funktionieren.
Hat schon jemand einen Ideal im Einsatz erlebt? Laut AGCO ist es ja die Errungenschaft schlechthin uns alles andere darf sich nur am rande Mähdrescher nennen...
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Agriculture » Mi Aug 29, 2018 20:54

Das Problem der Marktakzeptanz der Mähdrescher des AGCO-Konzerns ist so alt wie AGCO Mähdrescher in Europa anbietet. Die Meinung, einen für den Zielmarkt relativ unbedeutenden Mähdrescherhersteller zu übernehmen und ihn im Branding einer imagestarken Marke auf den Markt zu werfen und zu glauben, dass die Kunden dann die Türe einrennen, war schlichtweg blauäugig und naiv. Dieser erste Step ging gründlich in die Hose. Im nach hinein war das gut so, denn so haben die Herren in der Konzernzentrale gelernt, wie der Markt tatsächlich funktioniert. Am Beispiel der Lely-Übernahme wurde es doch deutlich: Technisch und qualitativ hochwertige Produkte lassen sich von Anfang an sehr gut verkaufen, ohne den langwierigen Prozess der Marktakzeptanz mitzutragen und ohne das Markenimage zu schädigen. Wie viele Jahre oder gar Jahrzehnte hätte es gedauert, bis die Varioliner Ladewagen überhaupt auf Stückzahlen gekommen wären? Auch der Katana ist ein Beispiel dafür, wie schwer es ist, mit einer (sicherlich nicht schlechten) Neukonstruktion Marktanteile zu gewinnen.

Aber zurück zu den Mähdreschern:
Der zweite Versuch, die Dronningborg-Maschinen durch Produkte einer renommierteren Marke zu ersetzen hat zwar mehr Erfolg gebracht, aber gegen die Platzhirsche der Branche war es auch damit schwer zu bestehen. Und Mähdrescherhersteller mit Renommee, die auch noch zum Verkauf stehen, gibt es bekannter weise nicht an jeder Straßenecke. Also hat man mit Laverda das Beste bekommen, was seinerzeit am Markt verfügbar war.

Mit dem IDEAL geht man nun gänzlich neue Wege, um das Image aufzupolieren. Das fängt schon mit der Lackierung an, bei der nichts mehr an das bisherige erinnern soll. Gleichzeitig bestreitet man mit dem neuen Mähdrescher auch neue technische Wege. Sieben Jahre hat man bis zur Marktreife an der Maschine entwickelt. Angefangen von der Leistungsfähigkeit über die Bedienbarkeit bis hin zur Wartungsfreundlichkeit hat man nun ein neues Niveau erreicht. Und klar, die Marketingmaschinerie läuft derzeit auch auf Höchsttouren, um Neugierde zu wecken. Wenn sich das Produkt dann am Markt etabliert und den gewünschten Erfolg erzielt hat, wird man eine kleinere Baureihe nachschieben, die dann vom neuen Image des IDEAL profitieren wird. Marketingtechnisch ist eine solche Vorgehensweise nicht schlecht. Ich kann mir vorstellen, dass diese Strategie auch funktionieren wird. In einigen Jahren werden die IDEAL´s und wie sie dann sonst noch heißen, den saatengrünen das Leben ein kleines bisschen schwerer machen…
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon GeDe » Mi Aug 29, 2018 21:14

Agriculture hat geschrieben:...so haben die Herren in der Konzernzentrale gelernt, wie der Markt tatsächlich funktioniert.

Wer's glaubt wird seelig...! Solche Vögel lernen NIEMALS dazu.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Hagenlüke » Mi Aug 29, 2018 21:53

Ich halten den Konzernchef, Herrn Richenhagen, für äußerst Lernfähig! Er hat es zusammen mit seinem Vorgänger geschafft, aus dem nichts heraus, ohne Startkapital innerhalb von 2-3 Jahrzehnten einen der größten Landmaschinenkonzerne der Welt aufzubauen. Ich habe davor aller größten Respekt!
Hier ist mal ein sehr sehenswerter Auftritt von ihm:

https://m.youtube.com/watch?t=1734s&v=WlWAq_p5CfY

Gruß Andreas
Zuletzt geändert von Hagenlüke am Mi Aug 29, 2018 22:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Agriculture » Mi Aug 29, 2018 21:55

GeDe hat geschrieben:
Agriculture hat geschrieben:...so haben die Herren in der Konzernzentrale gelernt, wie der Markt tatsächlich funktioniert.

Wer's glaubt wird seelig...! Solche Vögel lernen NIEMALS dazu.


Doch, dass wissen sie mittlerweile sehr genau und das sogar mit einem langfristigen und nachhaltigem Konzept, welches nicht unbedingt auf kurzfristigen Profit ausgelegt ist. Das freut zwar nicht jeden Aktionär, wenn die Dividende niedrig ausfällt.
Aber ein Unternehmen ist dann erfolgreich, wenn das Produkt erfolgreich ist und genau das versuchen sie zu tun.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Freakshow » Mi Aug 29, 2018 23:13

Das Problem mit dem IDEAL ist, dass ihn eigentlich keiner braucht. Klar ist die Maschine von Grund auf neu entwickelt, aber im Grunde kam nur ein "gewöhnlicher" Rotordrescher bei raus wie's ihn von New Holland oder Case schon gibt. Kommt nur leider mindestens 10Jahre zu spät und die Konkurrenten laufen und sind ausgereift. Also warum sollte man sich einen Ideal bestellen wenn die Werkstatt damit keine Erfahrung hat und der Preis horrend ist?! Wegen den paar Sensoren mit zweifelhaftem Mehrwert? So blöd ist doch keiner...
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Florian1980 » Sa Mai 04, 2019 19:32

Gestern stand vor den Fendt Forum ein Schlepper in Erlkönig Lackierung(grün - weiß). Wir wurdenfreundlich gebeten, keine Bilder zu machen und ich habs auch nicht geschafft, heimlich eines zu machen. Aber ist das jetzut echt schon so, dass Schlepper abgeklebt werden um das Design zu verschleiern, oder war das nur ein Gag? Das Forum war gestern auch geschlossen für Filmaufnahmen...
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Schauerschrauber » Di Mai 07, 2019 2:53

Wie groß war der Erlkönig ?

Es kann ja eigentlich nur der neue 900er gewesen sein.

Was macht der Anbau der Ausstellungshalle ? Bei meinem letzten Besuch hatten die Bagger gerade die Löffel im Boden .


MfG
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon wastl90 » Di Mai 07, 2019 6:58

Florian1980 hat geschrieben:Gestern stand vor den Fendt Forum ein Schlepper in Erlkönig Lackierung(grün - weiß). Wir wurdenfreundlich gebeten, keine Bilder zu machen und ich habs auch nicht geschafft, heimlich eines zu machen. Aber ist das jetzut echt schon so, dass Schlepper abgeklebt werden um das Design zu verschleiern, oder war das nur ein Gag? Das Forum war gestern auch geschlossen für Filmaufnahmen...

Wenn der im Bereich der Besucherströme steht ist es sicher nicht mehr ganz so "geheim". Der wird eher zum Interesse wecken gestanden haben ;)
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Lonar » Di Mai 07, 2019 7:09

wastl90 hat geschrieben:
Florian1980 hat geschrieben:Gestern stand vor den Fendt Forum ein Schlepper in Erlkönig Lackierung(grün - weiß). Wir wurdenfreundlich gebeten, keine Bilder zu machen und ich habs auch nicht geschafft, heimlich eines zu machen. Aber ist das jetzut echt schon so, dass Schlepper abgeklebt werden um das Design zu verschleiern, oder war das nur ein Gag? Das Forum war gestern auch geschlossen für Filmaufnahmen...

Wenn der im Bereich der Besucherströme steht ist es sicher nicht mehr ganz so "geheim". Der wird eher zum Interesse wecken gestanden haben ;)

Richtig und keine Fotos machen heißt dann, Fotografieren und die heiße Ware ins Internet stellen. Wenn man das wirklich geheim halten wollte, dann hätte man garantiert einen passenden Schuppen gefunden ;-)
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Hürli -Power » Di Mai 07, 2019 19:05

Hat doch Fendt damals schon mit den Trisix so gemacht. Gaaaanz zufällig fuhr dann ein DLZ Fototeam in Tschechien an einem großen Feld vorbei, wo so ein seltsamer Dreiachser mit Fendt Kabine seine Arbeit tat. Die DLZ wurde freundlich aber bestimmt gebeten, weiter zu fahren. Konnte aber natürlich noch schnell ein paar Fotos schießen, die auch sofort in der nächsten Ausgabe erschienen. Also Zufälle gibt es....
Allen ist Denken gegeben ..... aber leider nicht allen möglich .....
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Florian1980 » Mi Mai 08, 2019 6:07

Schauerschrauber hat geschrieben:Wie groß war der Erlkönig ?

Es kann ja eigentlich nur der neue 900er gewesen sein.

Was macht der Anbau der Ausstellungshalle ? Bei meinem letzten Besuch hatten die Bagger gerade die Löffel im Boden .


MfG


900erkönnte passen.

An der Halle war wohl vor kurzem Richtfest. in 10 Tagen bin ich wieder dort.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon mf3125 » Fr Mai 10, 2019 20:48

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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Agriculture » Fr Mai 10, 2019 23:56

An der Halle war wohl vor kurzem Richtfest. in 10 Tagen bin ich wieder dort.

Das ist korrekt. Das Richtfest fand am 26.04. statt.
Das neue Forum soll im Rahmen der internationalen Pressekonferenz am 2. Juli erstmalig genutzt werden.

Auffallend ist, dass die Pressekonferenz diesmal schon sehr früh stattfindet, nämlich zwei Monate früher als noch 2017. Im Rahmen dieser Pressekonferenz werden, so war es zumindest in jüngerer Vergangenheit, die Neuheiten für die im November stattfindende Agritechnica vorgestellt. So war es vor 2 Jahren und so müsste es auch diesmal sein. Jedenfalls gab es auf der letzten Agritechnica bekanntlich keine Überraschungen mehr…

Über mögliche Neuheiten hüllt sich nach wie vor der Mantel des Schweigens - mit Ausnahme des 900 S5, von dem mittlerweile schon viele Bilder zu finden sind. Da die meisten völlig ungetarnt unterwegs sind, gibt es auch keine Geheimnisse mehr über das Design. Weil sich die Optik sehr stark am großen Bruder orientiert, hielt man eine Tarnung der Testmaschinen wohl nicht für erforderlich. Als sicher gelten der D1556 von MAN mit Niedrigdrehzahlkonzept, der Variodrive-Antriebsstrang und die LifeCab-Kabine des Vario 1000. Spekulationen gibt es hingegen noch über das Kabinen-Interieur. Wird es unverändert aus dem 1000 übernommen oder gibt es doch neue Ansätze? Die Leistungsabstufung wird sich am aktuellen Modell orientieren mit leichter Tendenz nach oben. Beim Topmodell werden gut 410 PS (Nennleistung nach ECE R 120) erwartet. Beginnen wird der Spaß vermutlich mit mindestens einem Modell unter 300 PS; es soll ja keine Lücke zum aktuellen 800er entstehen! Ich vermute, dass der Verkauf des 900 Vario S5 schon vor der Agritechnica startet, da ich gelesen habe (Quelle leider nicht mehr bekannt), dass die Produktion des aktuellen Modells in Kürze ausläuft oder bereits ausgelaufen ist. Das neue Modell wird auch schon gebaut. Vermutlich ist das mit ein Grund für den frühen Termin der Pressekonferenz.

Auch der 800 S4 hat schon den Großteil seines Modelllebenszyklus hinter sich. Die aktuelle Version basiert auf das auf der Agritechnica 2009 vorgestellte Modell mit einem größeren Facelift im Jahre 2013. Vermutlich bleibt diese Serie - nach Anpassung auf die EU Stage V - vorerst aber noch im Portfolio.

Überhaupt wird die Anpassung an die Abgasnorm Stufe 5 bei allen Modellen das Thema sein.
Verwunderlich ist dabei die Tatsache, dass in sämtlichen technischen Angaben von Fendt alle Modelle lediglich die Abgasstufe 4 erfüllen, obwohl nach meinem Kenntnisstand Motoren ab 130 kW und unter 56 kW diese Norm schon seit Anfang dieses Jahres einhalten müssen. Nur für die Motoren der Leistungsklasse dazwischen gilt für das Inverkehrbringen als Datum der 01.01.2020. Habe ich falsche Unterlagen zur Hand oder bedient man sich für die Baureihen 700, 800 und 900 hier aus dem Lager? Hat Deutz letztes Jahr noch so fleißig Motoren vorgebaut? Gleiches gilt natürlich auch für das MAN-Triebwerk im 1000 Vario. Vielleicht kann mir das mal jemand hier im Forum näher erklären!
Der 1000 Vario als S5 wird sein erstes Update in Form der Abgasanpassung auf EU Stage 5 erhalten. Sofern es im neuen 900er tatsächlich Änderungen in der Kabine geben sollte, wird diese auch der 1000 erhalten.

Was tut sich zum Thema „Elektrifizierung“? Als Fendt 2013 das „X-Concept“ vorgestellte, sprach man noch von „einigen Jahren“ bis zur Serienreife. Nachdem es in den letzten Jahren eher ruhig geworden ist, könnte es diesmal wieder „elektrischer“ werden, nicht nur wegen des e100. Fendt forscht auch auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie. In einem Interview betonte der Fendt-Chef Peter-Josef Paffen kürzlich, das diese Technik durchaus Zukunft in der Landtechnik besitzt, weil die notwendige Speicherdichte von Akkus auch in absehbarer Zukunft noch unzureichend sein wird. Mal sehen, in welche Richtung sich die Elektrifizierung bewegt und was in den nächsten Messen von den Herstellern zu sehen sein wird.

Bei den Raupentraktoren würde es mich überraschen, wenn es - außer der Anpassung auf die neue Abgasnorm - Neuerungen geben sollte. Natürlich arbeitet man mit Hochdruck am Nachfolger des 1100 MT, jedoch wird es noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Frühestens 2021 sehe ich als realistisches Ziel. In der aktuellen Version wird das gleiche Chassis sowohl in der großen Raupe als auch im Knicklenker Challenger MT900E eingesetzt. Dabei bildet der 12-Zylinder Agco-Power Motor, das 16/4 Powershift Lastschaltgetriebe und die Kabine die gleiche Basis für beide Varianten. Ich denke, dass der Nachfolger des Knicklenkers zukünftig auch als Fendt kommen wird; dann aber mit einem TA-Triebsatz und der Kabine der 900 MT – Raupe. Da die beiden größten Wettbewerber John Deere (mit dem 9RX) und Case-IH (Quadtrac) leistungsstarke Knicklenker mit Raupenlaufwerk im Programm haben, wird auch Agco über kurz oder lang diese Technik anbieten müssen. Das heißt, dass die Basis des Nachfolgers sowohl Grundlage für die große Raupe, dem Rad-Knicklenker und dem Raupen-Knicklenker bildet und die Maschinen sowohl als Challenger als auch als Fendt (je nach Region) vermarktet werden. Damit sich diese aufwändige Entwicklung rechnet, muss die Stückzahl auch entsprechend stimmen.

Feldhäcksler:
Der Katana ist wohl ein wenig das Sorgenkind im Agco-Konzern. Schuld daran ist zum einen der starke und etablierte Wettbewerb und zum anderen ganz einfach das sehr überschaubare Produktprogramm. Um hier Erfolg zu haben, benötigt man ein breites Programm, um allen Kunden die richtigen Maschinen anbieten zu können. Leider hat sich in den vergangenen Jahren wenig getan. Das bereits 2013 angekündigte kleine Modell (Katana 50) war schlichtweg eine Seifenblase. Es blieb beim Konzeptmodell. Das auf dem Katana 65 basierende Modell war vermutlich zu teuer, da es auf die gleiche Technik wie die größeren Modelle aufsetzte. Vielleicht arbeitet man an einer Neuentwicklung mit auf niedrigere Motorleistungen basierenden Technik und mehreren Modellen (z. B. Katana 40, Katana 50, Katana 60). Die größere Baureihe könnte noch um ein Modell über dem Katana 85 erweitert werden. Dann hätte man ein schönes und breites Produktprogramm. Es ist an der Zeit, dass sich beim Feldhäcksler mal wieder etwas bewegt.
Im Lely-Programm befindet sich noch ein gezogener Feldhäcksler, der Storm P 300 und P 300 Profi. Ich bin mal gespannt, was damit passiert!

Mähdrescher:
Nach der Vorstellung des Ideal 7/8/9 arbeitet man sicher schon an kleinere Mähdreschermodelle. Ich denke aber, dass auf dieser Messe keine spektakulären Neuerungen zu sehen sein werden.

Feldspritzen:
Die Feldspritzen wurden vergangenes Jahr nochmals im Detail überarbeitet. Diese Neuerungen wurden bereits in Wadenbrunn vorgestellt. Die Produktion der Spritzen erfolgt seit 2018 in Hohenmölsen. Großartige Neuerungen erwarte ich hier nicht.

Mähwerke, Zetter und Schwader:
Die 3-Marken-Strategie bei Fella in Feucht scheint gut zu fruchten. Schneller als erwartet sind die Stückzahlen gestiegen und die Kapazitätsgrenze ist erreicht. Um dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden, baut man in Feucht derzeit eine neue Montagehalle, in der zukünftig die Mähwerke montiert werden. In der bisherigen Halle erfolgt dann ausschließlich die Montage der Zetter und Schwader. Das Produktprogramm wird stetig ausgebaut und somit sind sicher auch neue Maschinen für die Futtererntetechnik zu erwarten. Evtl. gibt es auch hier wieder Konzeptstudien, die sich mit dem Thema „Elektrifizierung“ beschäftigen.

Ladewagen:
Auch die Ladewagen werden vom Markt sehr gut aufgenommen, was auch zu erwarten war. Hierbei handelt es sich bekanntlich um bewährte Technik. Die ersten Updates für den XR und PR sowie die Übernahme der Typen MR, MR Profi und MS in das Fendt-Programm wurden schon in Wadenbrunn gezeigt. Da die Produkte unter dem Namen „Lely“ ab März 2020 nicht mehr angeboten werden dürfen, werden vermutlich die beiden letzten, ausschließlich noch im Lely-Kleid vertriebenen Ladewagen, Tigo S und ST (Tieflader) in das Fendt-Programm übernommen. Gerade der Tigo ST würde gut in das Fendt-Alpin-Programm passen.

Rundballenpressen:
Nachdem man überraschenderweise in Wadenbrunn nur gut ein halbes Jahr nach der Einführung der Lely-Pressen in grün mit der Rotana neue Rundballenpressen vorgestellt hatte, könnte das Programm nun erweitert werden. Zu erwarten ist die Rotana 160 V ohne Wickler als auch eine Rotana 180 V und 180 V Combi. Diese lösen dann endgültig die Vorgänger 4160 V bis 4180 V Xtra ab. Nach wie vor gespannt bin ich mit dem Umgang des Markennamens Welger. Wirklich toll wäre es, wenn man es genauso handhabt wie im Falle Fella. Also die Pressen unter Fendt, MF und Welger vermarktet. Die Spekulation hat bald ein Ende! Dann ist da noch das Thema mit der CB-Concept. Auch hier ist es in letzter Zeit ruhig geworden. Hat man das Konzept wieder verworfen oder steht man gar kurz vor der Serienreife?

Quaderballenpressen:
Mit der Vorstellung der Fendt Squadra 1290 UD auf der letzten Agritechnica und dem Einsatz in Wadenbrunn hat man begonnen, das mittlerweile schon etwas angestaubte Produktprogramm zu erneuern. Evtl. gibt es auch neue Squadra-Modelle für andere Ballenformate, z. B. als 990, 1270 oder 12130.

So das soll´s gewesen sein. Ich bin gespannt, wie weit ich diesmal daneben liege!

Noch was: Ich bitte höflich um sachliche Diskussion, auch wenn der eine oder andere diesem Thread nichts abgewinnen kann (was ich auch nachvollziehen kann).
Danke.
Agriculture
 
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