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Fungi in Weizen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon voro » Mo Jun 28, 2010 13:27

hans g hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:
Ganz nebenbei ist hier seit 3-4 Wochen kein Tropfen Regen mehr gefallen, was mir allmählich Sorgen bereitet..
.....denk dran---wenn WIR WENIGER ernten,STEIGEN die PREISE :D


bringt nix, Hans - die Bayern haben genug Regen für 2 Ernten bekommen ...
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Crazy Horse » Mo Jun 28, 2010 18:26

NobbyNobbs hat geschrieben:Ich muss auch sagen, dass bei uns dieses Jahr die Krankheiten recht spät kamen, nun aber absolut durchschlagen. Da macht sich wieder, inbesondere bei Septoria Tritici, die lange Inkubationszeit bemerkbar.
Fraglich ist jetzt, was es noch an Mehrertrag bringen wird, wenn ( so spät ) F-1, F-2 durch ausreichende Fungizid-Behandlung 2-3 Wochen länger grün bleiben....

Ganz nebenbei ist hier seit 3-4 Wochen kein Tropfen Regen mehr gefallen, was mir allmählich Sorgen bereitet..


Wir haben noch vor der Schafskälte vor etwa 2 Wochen mal 18mm Niederschlag bekommen, von der der Weizen noch etwas zehrt. Allerdings wohnen wir hier im wärmsten Teil Frankens und hatten die letzten Tage immer Temperaturen von 30°C und drüber. Da konnte man fast zugucken, wie die Gerste gelb wird. Und auch der Raps beginnt sich schon zu verfärben - besonders auf den flachgründigen Teilstücken, wo auch etwas wenig Stickstoff hingekommen ist. Weizen und Triticale hingegen halten noch etwas durch.
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jun 29, 2010 18:18

Wir haben noch vor der Schafskälte vor etwa 2 Wochen mal 18mm Niederschlag bekommen, von der der Weizen noch etwas zehrt. Allerdings wohnen wir hier im wärmsten Teil Frankens und hatten die letzten Tage immer Temperaturen von 30°C und drüber. Da konnte man fast zugucken, wie die Gerste gelb wird. Und auch der Raps beginnt sich schon zu verfärben - besonders auf den flachgründigen Teilstücken, wo auch etwas wenig Stickstoff hingekommen ist. Weizen und Triticale hingegen halten noch etwas durch.[/quote]




Hier ( Limburg a. d. Lahn ) gab´s seit ca. 4 Wochen keinen wirklichen Niederschlag mehr. Wir haben ( zum Glück ) gute Böden, die einiges an Kapazität haben, aber bei täglichen 30° stößt irgendwann auch ein mit 85 Bodenpunkten dotierter Grund an seine Grenzen.....Man sieht mittlerweile deutlich die weit zusammen gezogenen Blätter am Weizen, der seit ca. 10-14 Tagen schon nicht mehr blüht. Ich bin mal gespannt wie lange sich das noch hinzieht mit dem Wassermangel....
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon fendterer » Fr Jul 02, 2010 10:59

Wasser für 2 Ernten?
Hier in Bayern laufen schon wieder überall die Beregnungen!
Trotz der vielen Niederschläge wird nächste Woche des Wasser knapp. vg
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Ackerlöwe » Fr Jul 02, 2010 13:04

voro hat geschrieben:bringt nix, Hans - die Bayern haben genug Regen für 2 Ernten bekommen ...



Also bei uns ist schon seit über 2Wochen kein Tropfen mehr gefallen...von wegen Regen für 2 Ernten.

Gerste ist durch, aber dem Weizen ist es eindeutig zu heiß...
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Björn.89 » Fr Jan 14, 2011 19:16

Hi Leute. Hier im Winter hat man als reiner Ackerbauer ja mehr als genug Zeit, sich mal etwas Gedanken über Strategien und Anbausysteme der kommenden Saison zu machen....
Da bei mir im Winterweizen Septoria die dominierende Krankheit ist, und ich mit JB Asano als Hauptsorte auch etwas diesbezüglich Anfälliges auf dem Feld stehen habe, habe ich mir folgende Strategie für 2011 überlegt:

EC-Stadium 32 in Kombination mit Wachstumsregler:
- 1l Bravo ( 8 Euro )
+1,0l Mirage ( 12 Euro )

EC-Stadium 37/39:
- 1l Bravo ( 8 Euro )
+1,5l Flamenco FS ( 25 Euro )

Abschlussbehandlung in EC 61:
- 1,0l Credo ( 20 Euro )
+0,5l Taspa ( 24 Euro ) ( .... bei nicht mal 100 Euro. Dafür könnte ich noch nicht einmal eine Doppelbehandlung mit 'nem teuren Pack machen )


...Die Idee dabei ist, öfter, aber dann mit günstigeren Mitteln und Schwerpunkt projektiver Wirkung zu spritzen. Kurz: Ich möchte versuchen durch viel Bravo und relativ septoriaorientierten "Spezialmitteln" erst gar keinen Krankheitsdruck aufkommen zu lassen. Lediglich bei der Abschlussbehandlung sollte die Wirkung breiter sein, die positiven Effekte der Strobilurine zur Geltung kommen und durch langes Grünhalten der Bestände eine lange Abreifephase gewährleistet sein.

Welche Verbesserungsvorschläge stünden zur Diskussion? Alternativ könnte man, auch im Hinblick des Wirkstoffwechsels, statt Flamenco beispielsweise Harvesan bringen. Welche Vor-/Nachteile hätte diese Variante? Oder irgendwo über Proline noch starkes Prothioconazol beimischen?

Wichtig ist mir allgemein nicht teure Packs und unendlich breite Wirkstoffkombinationen zu fahren, da ich ungern für Leistung bezahle, die ich nicht brauche. Selten tritt hier vor EC69 irgendwas anderes als Septoria auf, weswegen ich früh besser mit spezialisierten Mitteln fahre.....-meine ich! Eure Meinung?!
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Uwe » So Jan 16, 2011 10:54

Hallo Björn,

ich mache mir auch schon so meine Gedanken ...
Zu Deiner Strategie:
In EC 37/39 würde ich einen Wirkstoffwechsel vorziehen, Du arbeitest sonst zweimal hintereinander mit Prochloraz.
Die gute kurative Wirkung von Flamenco ist meiner Meinung nach nämlich eher von Prochloraz als vom enthaltenen Triazol abhängig.
Das kann man zwar aus keiner Bewertung der Fungizide ablesen, aber da muss man halt zwischen den Zeilen lesen...
Ich kann nicht sagen, wie günstig Du an Proline oder Opus Top rankommst,
aber Epoxiconazol oder Prothioconazol würden die obersten Blattetagen bestimmt anhaltender schützen.
Um die Kosten im Rahmen zu halten, könnte man dann eventuell auf Bravo zu T2 verzichten.
Laut Versuchen in Mecklenburg bringt Bravo selten Mehrerträge, wenn man die besten Azole einsetzt.

Insgesamt muss ich Deine Strategie aber loben, gut durchdacht und kalkuliert.

Uwe

PS : In den letzten Jahren wurden in Irland und Frankreich die ersten multiresistenten Septoria-Stämme (MDR-Stämme, früher gabs nur TriRx-Stämme) gefunden, da wirkt von allen Azolen nur noch Prothioconazol sauber, wenn ich mich nicht verlesen habe.

http://archives.eppo.org/MEETINGS/2010_ ... index.html
http://archives.eppo.org/MEETINGS/2010_ ... index.html (speziell S.12)
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Crazy Horse » So Jan 16, 2011 12:54

Jetzt muss ich auch mal ein paar Sätze dazu schreiben:

1.) Das Kontaktmittel Bravo macht in EC 32 keinen großen Sinn, weil es sich nicht systemisch in der Pflanze verteilt und schnell rauswächst, mit der Folge, dass der Blattneuzuwachs nicht mehr geschützt ist. Wenn Du etwas zu viel Geld übrig hast und den Pflanzen was Gutes tun willst, dann kannst Du etwas Bittersalz und Mikronährstoffe (Cu, Mn und Zn) mitdazugeben.

Im Stoppelweizen, bei Frühsaaten und frühen Septoriainfektionen (ist bei diesem milden Wetter sicher nicht auszuschließen) macht der Liter Mirage (Prochloraz) sicher Sinn.

2.) Das Strobilurin setzt man bei der Blattbehandlung in EC 37/39 bzw. wenn nur eine Behandlung geplant ist, in EC 49/51 ein und nicht erst kurz vor oder während der Blüte, zumal es keinerlei Wirkung gegen Ährenfusarium hat oder diese Krankheit durch eine verlängerte Blüte gar noch begünstigt. Strobilurine setzt man protektiv ein, damit Septoriainfektionen gar nicht erst ausbrechen und das Blatt gesund bleibt. Eine heilende Wirkung haben diese Mittel nicht.

3.) 1,5l Flamenco FS kosten wohl eher 35 als 25 Euro.
Wenn Du's billig haben willst und zu Schossbeginn bereits ein Mirage vorgelegt hast, würde ich in EC 39 eine Kombination aus 1,5l Credo (da ist schon ausreichend Bravo drin) + 0,35l Achat/Tilt (Propiconazol).

4.) Bei der Ährenbehandlung würde ich eher zu einem Folicur greifen. Das kostet auch nicht mehr als das Taspa, hat aber neben einer guten Braunrostwirkung auch ne gute Wirkung gegen Ährenfusarium. Zur Erhöhung des Proteingehalts kann man auch noch 2l Yara Vita Thiotrac hinzugeben. Das ist ein N/S - Blattdünger mit zusätzlich fungiziden Eigenschaften.
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Björn.89 » So Jan 16, 2011 17:41

Crazy Horse hat geschrieben:Jetzt muss ich auch mal ein paar Sätze dazu schreiben:

1.) Das Kontaktmittel Bravo macht in EC 32 keinen großen Sinn, weil es sich nicht systemisch in der Pflanze verteilt und schnell rauswächst, mit der Folge, dass der Blattneuzuwachs nicht mehr geschützt ist. Wenn Du etwas zu viel Geld übrig hast und den Pflanzen was Gutes tun willst, dann kannst Du etwas Bittersalz und Mikronährstoffe (Cu, Mn und Zn) mitdazugeben.

Im Stoppelweizen, bei Frühsaaten und frühen Septoriainfektionen (ist bei diesem milden Wetter sicher nicht auszuschließen) macht der Liter Mirage (Prochloraz) sicher Sinn.

2.) Das Strobilurin setzt man bei der Blattbehandlung in EC 37/39 bzw. wenn nur eine Behandlung geplant ist, in EC 49/51 ein und nicht erst kurz vor oder während der Blüte, zumal es keinerlei Wirkung gegen Ährenfusarium hat oder diese Krankheit durch eine verlängerte Blüte gar noch begünstigt. Strobilurine setzt man protektiv ein, damit Septoriainfektionen gar nicht erst ausbrechen und das Blatt gesund bleibt. Eine heilende Wirkung haben diese Mittel nicht.

3.) 1,5l Flamenco FS kosten wohl eher 35 als 25 Euro.
Wenn Du's billig haben willst und zu Schossbeginn bereits ein Mirage vorgelegt hast, würde ich in EC 39 eine Kombination aus 1,5l Credo (da ist schon ausreichend Bravo drin) + 0,35l Achat/Tilt (Propiconazol).

4.) Bei der Ährenbehandlung würde ich eher zu einem Folicur greifen. Das kostet auch nicht mehr als das Taspa, hat aber neben einer guten Braunrostwirkung auch ne gute Wirkung gegen Ährenfusarium. Zur Erhöhung des Proteingehalts kann man auch noch 2l Yara Vita Thiotrac hinzugeben. Das ist ein N/S - Blattdünger mit zusätzlich fungiziden Eigenschaften.



Propiconazol gegen Septoria in EC37/39? Die Septoriawirkung vom Achat ist beschissen. Deshalb suche ich da doch nach günstigen Alternativen und dachte an Harvesan.
Ob eine verhältnismäßig geringe Menge Strobilurin wie die 0,4 l Acanto aus dem Credo zur Blüte große Schwierigkeiten machen würden, wage ich zu bezweifeln. Die Rostwirkung allerdings wäre gleich um ein Vielfaches besser.
Alternativ dachte ich an:

EC32:
- 0,5-0,6l Harvesan
+1,0l Bravo

EC37/39:
- 1,0l Credo
+1,0l Mirage

EC61:
- 1,5-2l Osiris
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Björn.89 » So Jan 16, 2011 17:44

Ich habe ein paar Schläge auf denen Stoppelweizen steht und wo erfahrungsgemäß gerne DTR kommt. Da habe ich die Strategie etwas anders ausgelegt:

EC32:
- 0,5l Achat
+1,0l Bravo

EC37/39:
- 1,0 Credo
+0,6 Gladio

EC61:
- 0,5l Taspa
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon fluegelflitzer7 » Mo Jan 17, 2011 10:26

EC-Stadium 32 in Kombination mit Wachstumsregler:
- 1l Bravo ( 8 Euro )
+1,0l Mirage ( 12 Euro )

EC-Stadium 37/39:
- 1l Bravo ( 8 Euro )
+1,5l Flamenco FS ( 25 Euro )

Abschlussbehandlung in EC 61:
- 1,0l Credo ( 20 Euro )
+0,5l Taspa ( 24 Euro ) ( .... bei nicht mal 100 Euro. Dafür könnte ich noch nicht einmal eine Doppelbehandlung mit 'nem teuren Pack machen )

hallo,

das klingt ja alles ganz sinvoll, jedoch hätte ich noch einige anregungen und vorschläge.

1.bravo in EC 32 macht meiner meinung nach wenig sinn, da bravo nur das schütz was da ist, und bei EC 32 kommt ja noch was dazu..

2. flamenco fs ist ein super mittel gg. septoria, muss aber rechtzeitig nach der infektion gesetz werden ( kurz nach niederschlägen ), dazu könnte dann bravo wieder sinn machen.

3. in EC 61 würde ich kein strobi mehr einsetzten, dann bleibt das stroh zur ernte zu grün und die körner sind schon reif, deshalb wenn strobi dann eher zum flamenco fs beim 2ten termin dazu. also amistar opti vielleicht, da ist dann auch bravo mir drin.

desweiteren würde ich in EC 61 vielleicht matador/folicur dem taspa vorziehen, und allgemein ist noch zu sagen, dass achat/tilt ein sehr gutes mittel ist, eben in mischung mit anderen wirkstoffen. 0,5 ltr davon liegen bei 13,- /ha und im gladio/cirkon/stratego ist ja auch der wirkstoff propiconazol enthalten.

gutes gelingen
kräht der hahn früh aufm mist, ändert sich das wetter oder es bleibt so wie es ist...
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Uwe » Mo Jan 17, 2011 14:19

Naja, dann sind wir ja mal wieder bei meiner Lieblingsstrategie :

EC32 :

1.0l Mirage


EC37/39 :

0.5l Input
+0.5l Fandango
(+ eventuell 0.2l Proline um auf die volle Aufwandmenge von Prothioconazol zu kommen oder
+ 1.0l Bravo)


EC61 :

1.0l Folicur
(+ eventuell 0.3l Proline bei sehr starkem Septoria-Druck, hilft dann auch zusätzlich gegen Fusarien)


Prochloraz gegen Halmbruch und Septoria (Anti-Resistenzstrategie)
Strobilurin (Rost+Greening) und Prothioconazol(Septoria) im Fahnenblatt
Tebuconazol (Rost+Fusarien) in die Ähre

drei Behandlungen, aber insgesamt relativ günstig (naja, außer bei hohem Krankheitsdruck, da schlagen dann nochmal die 0.5l Proline zu Buche...)
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Björn.89 » Mo Jan 17, 2011 14:26

Wenn Matador oder Folicur doch nur eine nicht so schlechte Septoriawirkung hätten.... Stellt sich die Frage, ob dann nicht die paar Euro mehr lohnen und man ein septoria- UND roststarkes Mittel einsetzen sollte?! Dachte da an 2l Osiris. Fusarium spielt zwar keine Rolle, aber auch diese werden durch dieses hoch entwickelte Mittel sicher besser bekämpft.
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Uwe » Mo Jan 17, 2011 18:59

Also die Inkubationszeit von Septoria ist ja eine Ewigkeit (3 Wochen?).
Wenn man also die Krankheit bis zur Abschlussbehandlung kurz hält,
dann könnte auch ein "schwächeres" Mittel ausreichen, denke ich.
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Re: Fungi in Weizen

Beitragvon Crazy Horse » Di Jan 18, 2011 14:15

Björn.89 hat geschrieben:
Propiconazol gegen Septoria in EC37/39? Die Septoriawirkung vom Achat ist beschissen. Deshalb suche ich da doch nach günstigen Alternativen und dachte an Harvesan.
Ob eine verhältnismäßig geringe Menge Strobilurin wie die 0,4 l Acanto aus dem Credo zur Blüte große Schwierigkeiten machen würden, wage ich zu bezweifeln. Die Rostwirkung allerdings wäre gleich um ein Vielfaches besser.
Alternativ dachte ich an:

EC32:
- 0,5-0,6l Harvesan
+1,0l Bravo

EC37/39:
- 1,0l Credo
+1,0l Mirage

EC61:
- 1,5-2l Osiris



Irgendwie bist Du ziemlich beratungsresistent oder Du hörst überhaupt nicht zu, was man Dir sagt.

1.) Eine Fungizidbehandlung in EC 32 ist selten wirtschaftlich und macht eigentlich nur im Stoppelweizen und in überwachsenen Beständen Sinn, wenn es darum geht, Mehltau und Halmbruch zu bekämpfen. Frühe Septoriainfektionen sind meist noch nicht bekämpfungswürdig, weil sie sich schnell verwachsen und bei einer Frühjahrstrockenheit, wie wir sie die letzten Jahre immer wieder hatten, auch nicht ausbreiten können.

Harvesan setzt man eigentlich nur zur Rhynchosporiumbekämpfung in der Gerste und im Roggen, bzw. im Raps gegen Sclerotinia und in den Rüben gegen Cercospora ein. Gegen septoria tritici gibt es bessere Mittel.

2.) Wenn Du eine klassische Doppelbehandlungsstragie fährst und die Strobilurinmenge unbedingt splitten willst, was bei Azolen mit guten physiologischen Eigenschaften (Folicur, Prosaro, Osiris) eigentlich nicht unbedingt mehr notwendig ist, dann so, dass Du 4/5 der Strobi-Menge bei der Blattbehandlung in EC 39 einsetzt und dann vielleicht nochmal 0,2l Amistar separat zur Ährenbehandlung.

3.) 0,4l Amistar/Acanto zur Ährenbehandlung sind definitiv zu viel und 1l Credo, respektive 1,2l Amistar Opti bei der Blattbehandlung in EC 39 definitiv zu wenig, um eine gute Dauerwirkung zu erreichen. In einem schönen üppigen Bestand darfst Du bei der Blattbehandlung im Weizen schon 1,8-2l Amistar Opti einsetzen. Zur Bekämpfung bereits erfolgter Septoriainfektionen reichen 0,8l Cirkon in Kombination mit Ami Opti oder Credo vollkommen aus. Da hast Du dann auch den Wirkstoff Prochloraz mit drin.

In Amistar Opti und Credo ist übrigens reichlich Bravo enthalten. Interessant ist sicher auch die neue Xpro-Formulierung von Bayer, die die Wirkstoffaufnahme verbessern soll. Ich bin mal gespannt, wie die Produkte preislich so liegen. Sehr viel teurer dürften sie aber auch nicht geworden sein.
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