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Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 16:35

Grenzen der ökologischen Landwirtschaft

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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164 Beiträge • Seite 5 von 11 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 11
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Beitragvon SHierling » Mi Sep 26, 2007 11:36

Hallo,
Karl:
Was die Böden betrifft, so wären diese Brigittas These zufolge nach einigen Jahrzehnten zu substanzarm um noch etwas gedeihen zu lassen, egal wie gut sie ursprünglich gewesen sein mögen. Dass dem nicht so ist, sehe ich in der Praxis.

Das kommt wirklich auf den Boden an, da hat Gerd recht. Auf Löß hast Du - JE NACH VORARBEIT - eine ganze Menge Zeit, auf Sand natürlich eher weniger. Mir geht es bei dieser "Rechnung" aber ums Prinzip - es fehlt ZWANGSLÄUFIG etwas, denn "aus dem Nichts" werden auch die anderen Nährstoffe nicht mineralisiert, da kann nur "nachkommen"; was schon im Boden drin ist.
Klar kann das Jahrzehnte dauern, darum geht es ja gerade bei Nachhaltigkeit! Siehe oben: das baden dann die Kinder der Bios aus, oder die Enkel. Ist in fast allen Entwicklungsländern, wo die Leute per se nur ein bißchen Dung haben und keinen Dünger kaufen können, gut zu sehen.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon 2810 » Mi Sep 26, 2007 11:50

gerd gerdsen hat geschrieben: zur erinnerung; alleine aus der luft kommen heute bis zu 200 kg/ha N !!!


Na sowas :!: Starker Tobak , wenn das stimmt , dann kannst manche Kulturen vergessen :Braugerste , Zuckerrüben , So-Blumen , Kartoffeln,
Hafer , Reben usw
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Beitragvon H.B. » Mi Sep 26, 2007 11:51

jada hat geschrieben: Mich hat vielmehr interessiert warum man seinen eingene organischen Dünger weggeben muss, wenn man ihn selber brauchen könnte. (siehe Aussage H.B.)



Warum?

Korruption natürlich, frag mal nach in deinem zuständigen Landrartsamt/Landwirtschaftsamt. Aber die müssen sich wider besseren Wissens an die Gesetze halten. Das sinkt sogar den Beamten...
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Beitragvon jada » Mi Sep 26, 2007 11:51

@Birgitta:

darum geht es ja gerade bei Nachhaltigkeit! Siehe oben: das baden dann die Kinder der Bios aus, oder die Enkel. Ist in fast allen Entwicklungsländern, wo die Leute per se nur ein bißchen Dung haben und keinen Dünger kaufen können, gut zu sehen


Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist die mineralische Düngung die "nachhaltigste". Wenn man dem Boden nicht im vollen Umfang die entnommenen Nährstoffe zurückgibt, dann betreibt man Raubbau und das kommt eher bei der organischen Düngung vor als beim der anorganischen. Bitte korregieren wenn das Mist war.

LG

jada
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Beitragvon SHierling » Mi Sep 26, 2007 12:02

Vom Prinzip her hast Du recht, nur läuft das in der Paris schon noch ein bißchen differenzierter.

Du kennst ja die Frucht, die Du bauen willst, und deren Entzug, das ist dann Dein Richtwert, weil Du weißt, das braucht diese Pflanze, verteilt auf ihr Wachstum, um gesund und ertragreich zu bleiben. Ist für jede Pflanzenart natürlich unterschiedlich.

Dann kennst Du Deinen Boden (also die Bodenart und seine Punktezahl), und dessen Fähigkeit, Nährstoffe bei einem bestimmten pH-Wert festzulegen, oder freizusetzen. Das beziehst Du über das Kalken mit ein in Deine Rechnung.

Dann weißt Du über regelmässige Bodenproben und Erfahrungswerte, wieviel der einzelnen Nährstoffe z.B. über den Regen, Staub etc "eingetragen" werden, und wieviel bei Regen auswaschen.

Dazu kommt dann das, was man "Mineralisierung" heißt, d.h. da werden von Säuren (und z.T Mikroorganismen) die Steine im Boden abgebaut, da kommen auch noch ein paar Nährstoffe her, andere fallen weg, wenn sich "Steine" bilden, z.B. Raseneisenstein.

Und das, was dann noch fehlt (weißt Du auch wieder über Bodenprobe) , das mußt Du eben in entsprechender Form (schnell oder langsam verfügbar) dazugeben.

Ob der dazugegebene Dünger nun organisch ist oder nicht, ist dabei nicht der Hauptgedanke, der Hauptgedanke ist, das das, was Du weggibst auch wieder zurückkommen muß. Angenommen Du fütterst mit Deinen Pflanzen ein Tier, das wächst und wird verkauft. Dann sind das ja "fehlende Nährstoffe" auf dem Betrieb, die (logisch) auch nicht im organischen Dünger stecken, denn das Tier ist ja weg.

Du kennst doch sicher dieses Bild vom Nährstoffkreislauf in der Natur, wo unten der Boden ist, dann im Uhrzeigersinn die Pflanze, dann das Tier, dann der Kot , der wieder in den Boden geht. Wenn Du da nun dauernd Pflanzen oder das Tier "wegnimmst" (das in der Natur ja irgendwann stirbt und auf dem Boden verwest), ist doch klar, daß das da was fehlt!

Grüße
Brigitta
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Beitragvon H.B. » Mi Sep 26, 2007 12:04

Tja, und in Entwickungsländern wird wenn der Boden nix mehr abgibt Regenwald abgefackelt, um den Weltmarkt mit billigem Zucker überfluten zu können. Gleichzeitig verhungern Teile der Bevölkerung.
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Beitragvon jada » Mi Sep 26, 2007 12:11

Hallo Brigitta,

vielen Dank für deine ausführliche Erklärung. Das zeigt ja auch das die Ideen von Liebig immer noch aktuell sind. Damit hat sich auf ein Teil meiner Arbeit geklärt. Meine Lehrerin wollte nämlich auf wissen in wieweit die Ideen von Liebig heute noch vertretbar sind. Genau was du kurz und schön erklärt hast steht lang und schwer in dem Buch von Liebig (Agriculturchemie)

Liebe Grüsse

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Beitragvon SHierling » Mi Sep 26, 2007 12:17

Sag Deiner Lehrerin mal, daß sie schwachsinnig ist, das hat mit Liebig nur insofern was zu tun, als der das FÜr Pflanzen "entdeckt" hat. Ist aber eigentlich stinknormale Physik - es kann nichts aus nichts entstehen! (ok, neuerdings abgesehen von ein paar Quanten, vielleicht, wenn die irgendwohin tunneln - aber das ist noch nicht zuende bewiesen und kann man jedenfalls nicht essen ;-) )
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Beitragvon jada » Mi Sep 26, 2007 12:26

Na toll hoffentlich gibt mir meine schwachsinnige Lehrerin keine schwachsinnige Note. Ich habe schon die ganze Zeit gemerkt das die von Landwirtschaft keine Ahnung hat. Die wusste nicht mal das Pflanzen Nährstoffe brauchen, die dachte der Humus ist die Nährstoffquelle. :roll:

Oh mann, hoffentlich wird das noch was.

LG

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Beitragvon SHierling » Mi Sep 26, 2007 12:28

Klar besteht Humus auch aus Nährstoffen und gehört zum Boden insgesamt dazu. Aber auch Humus ist halt nicht unendlich. (und nebenbei bemerkt sind gerade humose Böden solche, die die Nährstoffe zwar haben - aber nur schwer hergeben wollen)
Zuletzt geändert von SHierling am Mi Sep 26, 2007 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Ernstfried » Mi Sep 26, 2007 12:29

Das ist doch wieder ´nen Fake ?!

Zum Beweis des Gegenteils: wo ist das ? Name der Schule ? der Lehrerin ?
Mir sind Leute lieber, die "mir" und "mich" verwechseln, als "mein" und "dein"
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Beitragvon SHierling » Mi Sep 26, 2007 12:31

siehe oben ...
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Beitragvon gerd gerdsen » Mi Sep 26, 2007 12:34

KarlGustav hat geschrieben:Naja, zu Deiner miesen Unterstellung kann ich nur sagen, dass man auch als Demeter-Betrieb die Gedanken von Rudolf Steiner nicht 1:1 übernommen haben muss. Dass Du das so hinstellst, spricht nur für den kranken Zustand Deiner Seele.



man könnte sich ja ausdrücklich von rudolf steiner distanzieren, auch als demeter betrieb !
warum macht dein onkel das nicht ?
weil selbst heute das noch so in den waldorfschulen gelehrt wird, und wenn ein kind dagegen aufmuckt dann kommt mal eben abends ein rollkomando von der schule vorbei .
... dagegen ist scientology ein kindergeburtstag !
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Beitragvon jada » Mi Sep 26, 2007 12:37

Das ist doch wieder ´nen Fake ?!


Du urteilst aber sehr schell! Glaubst du ich habe nichts zu tun ausser die Leute an der Nase rumführen? Was ich schreibe ist die Wahrheit.

Zum Beweis des Gegenteils: wo ist das ? Name der Schule ? der Lehrerin ?


Schule: Berufsoberschule Wirtschaft in München (hier kann man sein Abitur über den 2. Bildungsweg nachmachen)

Namer der Lehrerin: Werde ich bestimmt nicht sagen! Würde ihr sicherlich nicht gefallen.
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Beitragvon gerd gerdsen » Mi Sep 26, 2007 12:43

2810 hat geschrieben:
gerd gerdsen hat geschrieben: zur erinnerung; alleine aus der luft kommen heute bis zu 200 kg/ha N !!!


Na sowas :!: Starker Tobak , wenn das stimmt , dann kannst manche Kulturen vergessen :Braugerste , Zuckerrüben , So-Blumen , Kartoffeln,
Hafer , Reben usw


Großflächige Waldschäden in Europa

Stickstoffemissionen aus dem Verkehrsbereich und der Intensivlandwirtschaft, hohe sommerliche Ozonkonzentrationen sowie Schwefeldioxid, das vor allem dem Energiebereich entstammt, verursachen gravierende Schäden in den Waldökosystemen. Dabei sind folgende negativen Einflüsse auf den Waldzustand zu unterscheiden:
# Direkte Schädigung der oberirdischen Pflanzenorgane (Blätter/Nadeln): Mit ihren Blättern bzw. Nadeln filtern Bäume die Stickstoff­ und Schwefelverbindungen aus der Luft. In Verbindung mit Niederschlägen entstehen aus ihnen Säuren, die unmittelbar die Pflanzenorgane schädigen und letztlich zur Verfärbung von Blättern und Nadeln führen können. Ähnliche Wirkungen rufen hohe bodennahe Ozonkonzentrationen hervor. Das aggressive Reizgas bildet sich, wenn Stickstoffoxide und Kohlenwasserstoffverbindungen unter intensiver Sonneneinstrahlung photochemisch umgewandelt werden.
# Verringerung der Bodenfruchtbarkeit durch Versauerung, Nährstoffauswaschung, Stickstoffüberdüngung und Freisetzen giftig wirkender Substanzen. Ebenfalls gravierende Schädigung der Waldökosysteme erfolgen über den sogenannten "unterirdischen Wirkungspfad" der Schadstoffeinträge. Im Mittelpunkt steht dabei die Versauerung der Waldböden, die im wesentlichen folgende Effekte hervorruft:
# Der Nährstoffgehalt der Böden wird reduziert, da wichtige Nährstoffe (vor allem Kalium, Kalzium und Magnesium) aus dem Wurzelraum ausgewaschen werden.
# Die Abbaubedingungen für die abgestorbene organische Substanz verschlechtern sich, so daß es zur Entstehung von Humusauflagen kommt, aus denen - je nach Zusammensetzung - zusätzliche Säuren freigesetzt werden können.
# Die Zahl der Bodenlebewesen (Mikroorganismen, Regenwürmer etc.) nimmt deutlich ab, das Feinwurzelwerk der Bäume wird geschädigt.
# Es werden giftig wirkende Stoffe im Boden freigesetzt, die von den Pflanzen aufgenommen werden bzw. ins Grundwasser gelangen können (v. a. Aluminium und Schwermetalle).

Ein Problem besonderer Natur stellt der hohe Eintrag von Stickstoff in die Waldökosysteme dar. Lange Zeit galt der Stickstoffeintrag aus der Luft als willkommene Düngung, da jahrhundertelange Übernutzung den Stickstoffgehalt der Waldböden reduziert hatte. Dieser Mangel wurde nach und nach über den Lufteintrag behoben, so daß in vielen Wäldern eine Zuwachssteigerung festgestellt werden konnte. Unter der "Stickstoffdusche" wachsen die Bäume schneller und üppiger. Die Wachstumssteigerung ist jedoch ein trügerischer Indikator für den Zustand der Wälder. Denn tatsächlich liegt der Stickstoffeintrag über die Luft um ein Vielfaches über den von Waldökosystemen dauerhaft verkraftbaren Mengen. Ein Hektar Wald kann etwa 10-20 kg Stickstoff pro Jahr verwerten. Der Eintrag beträgt dagegen 20 bis 80 kg, in Extremfällen bis zu 200 kg Stickstoff pro Jahr und Hektar. Diese Überdüngung ruft folgende negativen Auswirkungen hervor:
# Der überschüssige Stickstoff beschleunigt die Auswaschung anderer für die Pflanzen lebenswichtiger Nährstoffe und verstärkt damit das Nährstoffungleichgewicht im Waldboden und in den Pflanzen,
# er fördert die Bodenversauerung und behindert die für die Waldgesundheit wichtigen Mykorrhizapilze,
# vermindert die Widerstandskräfte der Bäume gegenüber äußeren Einflüssen und
# führt zur Auswaschung von gesundheitsgefährdendem Nitrat ins Grundwasser.
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