Klima:
Was das Klima tatsächlich versaut ist vermutlich nicht ganz geklärt - unter anderem gibt es da noch so ein oder zwei Theorien, wer das nun verbockt - von natürlichem Intervall mal ganz zu schweigen! Das im Stall stehende Rinder kein Methan erzeugen ist mir in dem Zusammenhang aber neu.
Getreideanbau:
Wie begründet man es denn eigentlich das man über 300 hh überhaupt Getreide anbaut? Es gäbe dazu doch auch die Möglichkeit, das anders zu regeln - ich denk da mal grad an den Mais in 690hh bei 1700ml Jahresniederschlag und Durchschnittstemperatur von 6,9C° sowas ist so richtig hirnrissig und kein Biobetrieb muss sowas nachmachen! Zumal das bei um 15% Gefälle auf Moorboden auch noch das Zuschussgeschäft an sich ist.... ich denke oft die Genossen spekulieren nur auf die Ersatzzahlungen für vergammelte Äcker von wegen Katastrophenausgleich. Das nebenher die Umwelt mit Schimmelspooren versaut wird und auf den Äckern nur noch Steine statt Humus sind, das die Erdschicht ausgewaschen wird und sich nach jedem Regenguss mehr auf der Nachbarparzelle befindet... hüllen wir das Mäntelchen drüber - besagte beide Landwirte haben studiert und wissens bestimmt besser - das wird so richtig sein müssen.
Beikrautsamenflug:
Das das nun kommt, sobald das Wort Biodiversität fällt dachte ich mir - aber vielleicht kannst du dir vorstellen, das es doch mal bedacht werden sollte, das ein Acker eben KEIN klinisch reiner Laborbereich sein sollte in dem man Nahrungsmittel erzeugt, sondern Teil eines lebendigen Ganzen oder auch Teil der Natur sein SOLL. Auch, das diese Äcker, die leicht je nach Gegend mal 50 oder 100ha groß sein können, auch gerade darum wichtig sind als Passagebereich innerhalb eines mosaikartig aufgebauten Lebensgefüges, das nicht nur dem Menschen Raum bietet, sondern auch Insekten, Kleinsäugern, Vögeln, Reptilien.... und Pflanzen die nicht nur zum Essen da sind.
Mir fällt noch was auf - ich arbeite ja genau da - in der Pflege von aufgelassenen Flächen. Wenn ich etwas übernehme, ist das meist voll mit Ampfer, Diesteln und Brennesseln, dazu kommen je nach Boden Pfeiffengras, Juncus oder Dechampsia.
Nach ganz kurzer Zeit habe ich diese Stücke soweit, das ich ohne Einsatz von Herbiziden die Fläche von dem allermeisten dieser Invasoren soweit befreit habe, das sich aus der Samenbank viele Pflanzen wieder entwickeln können.
Wäre es so, das die konventionellen Landwirte normalerweise keine Unkrautproblematik hätten und sich die nur einstellt, wo "Biobereiche" daneben liegen, müsste das sich bei mir völlig anders entwickeln - denn im Gegensatz zu den Nachbarparzellen finden sich bei mir inzwischen deutlich weniger Ampfer und Diesteln. Die Ampferproblematik wird durch die Gülleausbringung gefördert - und die bekommst du auch durch Spritzen nicht in den Griff. Hier wird leider Ursache und Wirkung nicht kausal verknüpft! Richtig ist das ein konventioneller Landwirt spritzen muss - aber nicht weil ein Bio danebensitzt, sondern weil seine Anbauform das so mit sich bringt. Die in der Samenbank jedes Bodens vorhandenen Pflanzensamen sind weit mehr, als das Samenkorn, das der Wind vom Nachbarn herrüberträgt.
