Ich weiß nicht ob es Dir hilft, aber frag mal bei ZF in Bielefeld nach. Dort werden alte Getriebe von Oldtimern (Auto, LKW und Traktoren) überholt und manchmal auch Teile in Einzelfertigung hergestellt. Vielleicht haben die sowas.
Danke für die Tipps. Beholfen haben wir uns jetzt in der "Garage" - dort steht eine kleine Drehbank . Den Bund haben wir abgedreht - es hat gut geklappt. Jetzt weiß ich auch für was man das "nicht erkennbare Korn auf einem Schleifpapier" braucht - ich habe in mühevoller Handarbeit den letzten Grat auf der Lagerausenseite entfernt . Wie gesagt, es hat gut geklappt, das Lager ist eingebaut und macht was es soll. Bilder gibt's demnächst, wenn ich etwas mehr Zeit und Muse habe.
Grüße vom Buntspecht
Alle Kinder sind klug, solange sie klein sind, aber bei der Mehrzahl bleibt es beim Kinderverstand.
Und so geht's - draußen ist's nass und ich habe jetzt Zeit
Vorab mal ein Bild von einem Zahnrad - es möge allen anderen Zahnrädern als Warnung dienen: wer nicht willig ist, dem wird geholfen
Zwischendurch habe ich mich mal mit der Lüftung beschäftigt. Wie man sieht - man sieht nichts bzw. nur, dass da was sein sollte
nebenbei bemerkt, der Zustand der Kabine insgesamt ist für dieses Alter mit mehr als Gut zu bezeichnen Links liegt ein zugekauftes, gebrauchtes Gehäuse, rechts das aus meinem Bulldog. An den alten Lüftern waren die Kohlen der Motoren so kurz, dass die Halter auf den Kontakten geschliffen sind ...
so sieht die Sache (etwas unscharf ) nach dem "Rückbau" aus
Weiter geht es mit besagtem Lager, das einen Bund besitzt, der in dieser Version des Gehäuses nun mal keinen Platz mehr hat. Das Lager ist nun in einer kleinen Drehbank eingespannt ...
... und dreht sich - was soll es denn sonst in der Drehbank auch machen
was hier glüht ist natürlich nicht das Lager, sonder die Späne die abgehoben werden
und weil es so schöne Bilder ergab, hier noch eines
das Lager sitzt nun an Ort und Stelle. Nur die komischen Unterlegscheiben mit den Gummilippen für die Befestigung des Flanschs der Kupplung sind noch nicht da - nun gut, perfekt kann jeder. Aber die Kunst liegt ja darin, dem Perfektionismus ein Schnippchen zu schlagen
als nächstes kommt die lange Welle und die Schaltgabeln rein, dann kann der Block wieder dort hin, wo er hin gehört
Grüße und Euch allen ein schönes, verregnetes und trotzdem entspanntes Wochenende, der Buntspecht
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Tja, was sich so einfach ausspricht, siehe meinen letzten Satz im vorhergehenden Beitrag, das kann schon dauern
Nun, hier ist endlich die lange Welle drin, auch die erste Schaltgabel hat ihren Platz gefunden - es müsste die für die Untersetzung sein
hier die Zapfwellenkupplung. Ich möchte es nicht verschweigen, die hat uns geärgert Ich habe ein Getriebegehäuse der ersten Generation bekommen, das defekte ist eines der nachfolgenden Bautypen ... was dazu führt, dass im Gehäuse 5 und am Flansch der Kupplung 9 Löcher für die Verschraubung sind. Nicht genügend nachgedacht, eingebaut, zusammengeschoben - Öl tropft davon Wieder auseinander ziehen, und eine Lösung für die Löcher finden ...
und das ist die Lösung Gewindestange hat man ja, "Kunststoffverbinder" steht auch herum - Gewinde in die unbesetzten Löcher schneiden, rein damit und das Problem ist kein Problem mehr
und so sieht das Dingen dann mit der Zapfwellenkupplung aus
vor dem ersten Zusammenschieben - noch fehlt das Schaltgestänge
so sieht das aus, was die Zähne dazu bewegt, in die richtigen Zähne einzugreifen
und da man es selten zu Gesicht bekommt, hier ein Blick "von unten" auf die Schaltgabeln
glücklicherweise mussten wir das nicht auch noch zerlegen
zwischendurch - ich war ja mit der Säuberung der Schaltung beschäftigt, hat auch die letzte Welle ihren Platz gefunden, damit die Vorderachse auch wieder antreiben kann
endlich sitzt die Schaltung dort wo sie hin gehört. Eingestellt haben wir sie auch - ich nehme es vorweg, er lässt sich superweich schalten
da steht der Block und wartet darauf, dorthin zu kommen wo er sitzen soll
endlich, hat das Getriebe sich gedacht, darf ich zurück zu meinem Kompagnon
und der Kompagnon grinst schon
langsam aber sicher gehen die beiden zusammen
einmal in die Waage gebracht
und einmal umgedreht
und "schon" sitzt er da, wo er hin gehört. Hurra, es sieht schon wieder nach Bulldog aus
ein bisschen Papier auf die Dichtfläche
und den Schaltdeckel säubern
und er ist wieder dort, wo er seinen Dienst verrichtet
Tja, ich habe wieder mal das Limit der Bilder gesprengt - weiter geht's im nächsten Beitrag
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hinter dem kaum erkennbaren Deckel sitzt der Hubzylinder für die Unterlenker. Der wurde bei der Gelegenheit mit neuen Dichtungen versehen
nun wartet der Hydraulikblock auf die Wiedervereinigung
er sitzt da, wo er sitzen soll Es war auch eine der Druckfedern gebrochen, die hier einst hingen
wer meint, das wäre schon ein Leitungsgewirr ...
... da sind noch mehr
aber nicht nur eine der Druckfedern ist gebrochen, auch der Aufstieg hatte so seine altersbedingten Begleiterscheinungen
also mal einen Schweißtag einlegen
die Druckfedern sind wieder an ihrem Platz und dreimal dürft Ihr raten, welche gebrochen war
so sieht eine Schraube aus, die einfach nicht mehr aufgehen wollte - der Kopf wurde wohl wegen der gebrochenen Feder durch den Oberlenker etwas verformt - und wir haben sie so weit verformt, dass sie wieder heraus gegangen ist
in der MItte der Backen sitzt nun die Nachfolgerin
sieht doch schon wieder ganz gut aus
und zwischendurch wurde auch das Leitungsgewirr vergrößert
sieht doch gut aus - wer was anderes behauptet, der kann mir den Buckel ...
das ist übrigens der neue Kabinentyp mit durchgehender Sitzbank
es ist ganz einfach einfacher, den Sitz durch das Heckfenster der auf dem Boden stehenden Kabine zu heben - der alte hatte das Polsterzerfallsdatum überschritten ...
da wartet das "Unterteil" auf das "Oberteil"
kommt eine Kabine geflogen ...
(ohne Worte)
... setzt sich nieder auf mei'm Arsch
und endlich sieht er wieder wie ein Bulldog aus
allerdings ist es ja mit dem Aufsetzen der Kabine nicht getan. Es gilt die ganzen Leitungen, Muffen, Schaltungen ... wieder zu verbinden. Und schlussendlich soll ja die Kabine auch nicht mehr herunter fallen
Wie der LT so spielt - sie haben Ihr Limit ausgereizt - weiter geht's im nächsten Beitrag
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ja und danke - bzw. doch noch nicht ganz fertig, wobei er das wohl nie mehr werden wird . Das Wekzeugkästchen fehlt noch und die Bremse müssen wir nachher noch einstellen. Und wenn's wieder warm ist, möchte ich die Kabine noch ein bisschen "aufhübschen", es gibt einige Ecken die nicht mehr grün sind - allerdings nur mit dem Pinsel, das muss reichen
Ich habe ja schon einiges an Bulldogs geschraubt. Allerdings ältere Baujahre und somit einfachere Technik. Und vor allem nicht so tiefgreifende Eingriffe. Es war für mich äußerst interessant und lehrreich, da bekommt man fast schon Lust, auf die alten Tage noch mal eine Lehre anzufangen - wenn ich mir allerdings die Lehrinhalte von heute anschaue, Stichwort Fehlerauslese, dann ist's doch nichts mehr für mich Da bleibe ich dann lieber in der Fraktion der Gelegenheitsschrauber mit Unterstützung. Apropos Unterstützung, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Schrauber des Fendts - geil war's - und ein Danke an die Schreiber hier im Trööd
So, und jetzt geht's nochmal rüber, das Werkzeugkästchen anschrauben und die Bremsen einstellen - dieses Mal lasse ich mich zur Schrauberscheune fahren
Grüße vom Buntspecht
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Servus Bundspecht, würd es hier einen Simley mit offenem Mund gegeben währ der Beitrag voll damit! Respekt! Nach dem ich von so was mal überhaupt keine Ahnung hab beeindruckt mich das doppelt und dreifach. Ich wünsch dir viel Freude damit und immer gute Fahrt! Gruß Holzspaß
Wer wissen will wo meine Rechtschreibfehler her kommen der soll nachschauen was ein Legastheniker ist - da findet er mich!