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Handelsabkommen Südamerika

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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361 Beiträge • Seite 6 von 25 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ... 25
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Neo-LW » Sa Aug 03, 2019 3:42

Moin,

ja, da habe ich wohl nicht richtig hingesehen.

Aber 10 kg pro Person und Jahr sind ja sehr wenig.
Wenn ich am WE mal eben 1,5 kg Keule zum schmoren kaufe,
und auf dem Grill die 500 g Steaks landen,
liegt unser Konsum wohl weit über dem Durchschnitt.

Neue Rechnung:

Rindfleischverbrauch in Deutschland: 10 kg x 87 Mio.EW = 0,87 Mio. to
Rindfleischproduktion in Deutschland: 1,1 Mio. to

Was wollen wir dann mit dem Amerikanischen Rindfleisch ?

Man möge mich aufklären.


Olli
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Lacy Laplante » Sa Aug 03, 2019 4:58

Man kann sich halt nicht nur die Autorosinen nehmen und gleichzeitig die Rinderrosinen anderer Länder ablehnen.

Sprich:
Welthandel ist keine Einbahnstraße.
Wobei ich der deutschen Autoindustrie nur noch 10 Jahre gebe - die machen ja gerade kollektiv den Nokia.
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Neo-LW » Sa Aug 03, 2019 5:07

Moin,

nun bin ich verwirrt.

Alle Welt, alle Politiker, erklären Gebtesmühlenartig, daß wir in Deutschland weniger Fleisch essen sollen.

Gleichzeitig unterschreibt die Bundesregierung einen Vertrag über die mehrfache Überversorgung von Rindfleisch.

Na, was denn nun ?

Das Klima der Erde retten, oder mehr Fleisch essen ?

Offensichtlich soll die Deutsche Bevölkerung gemästet werden.

Nur mit welchen Zweck ?


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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Lacy Laplante » Sa Aug 03, 2019 5:30

Da wäre dann wohl eher ein Überdenken des aktuellen Wirtschaftssystems sinnvoll um die Widersprüche aufzulösen.

Unter den aktuellen Bedingen ist ein offener Handel in alle Richtungen eine Sache der Fairness.
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Neo-LW » Sa Aug 03, 2019 6:33

Moin,

Lacy Laplante hat geschrieben:
Da wäre dann wohl eher ein Überdenken des aktuellen Wirtschaftssystems sinnvoll um die Widersprüche aufzulösen.



Nun hatten wir schon verschiedene Versuche auf Deutschen Boden:

- Feudalismus
- Fasschismus, braun
- Sozialismus, rot
- Fasschismus, grün

(Mit dem Doppel s, wegen der Zensur in der EDV.)

Alles sehr fragwürdige Konstrukte.

Wat nu ?


Olli
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Aug 03, 2019 6:33

Lacy Laplante hat geschrieben:Da wäre dann wohl eher ein Überdenken des aktuellen Wirtschaftssystems sinnvoll um die Widersprüche aufzulösen.

Unter den aktuellen Bedingen ist ein offener Handel in alle Richtungen eine Sache der Fairness.

Fair wäre, wenn für Produkte und deren Erzeugung die selben Bedingungen gelten würden. Dazu würden dann auch Medikamente, Pflanzenschutzmittel oder zB Tierschutz zählen.

Den USA passt es nicht, dass die EU höhere Zölle auf US Autos nimmt wie umgekehrt. Als ersten Schritt zur Einigung bietet die EU jetzt neue Rindfleischkontingente für die USA an. Das ist die Fairness, die wir von unseren Politikern in Sachen Agrarhandel zu erwarten haben.
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Neo-LW » Sa Aug 03, 2019 6:39

Moin,

Prof. Sinn sagt, daß die Lebensmittelpreise in den USA dramaisch billiger sind.

Ob das so ist ?

Sicher sind aber die Behördlichen Auflagen und Gängelungen in Deutschland kolossal größer.

Das spiegelt sich in den Erzeugerpreisen wieder.

Man muß dazu das Angelsächsische Rechtssystem ( USA / GB ) kennen.
Grundsatz:
Der Unternehmer hat immer Recht, und er sorgt für alle.
(Siehe ISO 9000 - Selbstverpflichtung)

Wenn dann ein Deutscher Verbraucher vor einem Amerikanischen Schiedsgericht klagt - viel Erfolg.



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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Trecker-fahrer » Sa Aug 03, 2019 7:32

Das ist ein europäisches Abkommen, da bringen die Zahlen in Deutschland erstmal nichts. Es gab bisher schon ein globales Abkommen mit mehreren Ländern über die Gesamtmenge von hochqualitativen Rindfleischimporten. Und innerhalb dieser Menge von 45000 Tonnen erhöht sich der USA Anteil.
——————————
Hier ein Auszug aus SPON:
„Die EU-Kommission hatte bereits Mitte Juni angekündigt, dass künftig Teile des globalen Einfuhrkontingentes von jährlich 45.000 Tonnen fest für US-Anbieter reserviert werden sollen. Innerhalb von sieben Jahren könnte der US-Lieferanteil so auf 35.000 Tonnen pro Jahr steigen.
Nur noch 10.000 Tonnen würden dann aus den anderen Hauptlieferländern Uruguay und Argentinien kommen. Das Abkommen muss auf EU-Seite noch final bestätigt werden“
——————————
Es wird also zukünftig nicht mehr Rindfleisch in die EU eingeführt! Das Steak im Steakhaus wird aber wohl bald nicht mehr aus Argentinien oder Uruguay kommen sondern aus den USA.
Die Einfuhr von gentechnisch verändertem Fleisch ist in der EU weiterhin generell verboten.
Wenn England zukünftig alleine mit den Amerikanern verhandeln muß, ist es aber ungewiß ob sie sich gegen die Einfuhr von Genfleisch noch wehren können.
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Falke » Sa Aug 03, 2019 9:09

Trecker-fahrer hat geschrieben:Das ist ein europäisches Abkommen

Ungenau. Das ist ein von EU-Gremien ausgehandeltes Abkommen.

A.
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon DWEWT » Sa Aug 03, 2019 9:25

Trecker-fahrer hat geschrieben:Wenn England zukünftig alleine mit den Amerikanern verhandeln muß, ist es aber ungewiß ob sie sich gegen die Einfuhr von Genfleisch noch wehren können.


Vielleicht wolllen sie das ja gar nicht.
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Aug 03, 2019 10:44

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

Prof. Sinn sagt, daß die Lebensmittelpreise in den USA dramaisch billiger sind.

Ob das so ist ?
Olli

Ist zwar schon etwas her, aber das kann ich nicht bestätigen. Eher umgekehrt trotz niedriger Erzeugerpreise. Relativ günstig waren da die Fastfood Tempel.
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon marius » Sa Aug 03, 2019 14:19

Da muss ich schon berichtigen.
In der Vergangenheit wurden PKW aus USA nach Europa mit 10 % besteuert, umgekehrt von der EU in den USA nur mit 2,5 %.
Also ein klarer Nachteil der Amerikaner.

Nun schauen wir uns mal die Fleischpreise an, über die berichtet wird.
Auch da liegt Trump schon richtig.
In den USA sind Nahrungmittelpreise erheblich günstiger, ist aber nicht verwunderlich.
Rindfleisch als Beispiel wird wenn es in die EU importiert wird mit 69 % Importsteuer belegt.
Schweinefleisch das importiert wird, wird mit 26 % Importsteuern belegt.

Fallen diese Zölle weg müssen die deutschen Schweine und Rindfleischpreise erheblich fallen, um überhaupt wettbewerbsfähig zu sein. Denn Südamerika ( durchs Mercosurabkommen ) und die USA sind in der Lage große Mengen spottbillig zu exportieren, was bisher NUR die Zölle und Einfuhrbeschränkungen verhindert haben.

Es sei denn die Importmenge wird in Zukunft streng beschränkt. Was auf Dauer wohl nicht passieren wird da die deutsche/EU Politik ihre deutsche Industrieware exportieren will und daher seine zu teure Landwirtschaft opfern muss, bzw gerne Opfern wird weil dann als positiver Nebeneffekt die Nahrungsmittelpreise für die Bürger weiter fallen werden durch billige Importe aus Übersee.
Zudem weniger Probleme wegen Überdüngung, Nitrat, usw. was der Politik wieder entgegen kommt.

Die deutschen Landwirte werden also derzeit nicht nur über EU Flächenprämien geschützt sondern auch über Zölle.

Nun gut, die deutschen Landwirte haben natürlich deutlich höhere und teurere Standarts, aber das interessiert den Weltmarkthandel und somit den Erzeugerpreis nicht. Aus diesen " unrentablen " Produktionsgebieten muss und wird sich die Landwirtschaft verabschieden müssen.
Da gibt es keine andere Möglichkeit.
Abgesehen von kleinen Nischen wie Direktvermarktung und/oder gentechnikfrei und bio.
Aber auch nur sofern jemand bereit ist, dafür deutlich mehr zu bezahlen...
Ist unwarscheinlich, somit wirds auch in diesem Bereich zu einem Überangebot kommen mit fallenden Preisen.

Die Südamerikaner und USA kontern immerhin mit dem Siegel " Weidehaltung " und über den billigen Preis und der dortige Fleischer in Argentinien oder USA kann ja mal gentechnikfrei auf die Packung draufschreiben, wer soll das denn in Übersee rückverfolgen und nachkontrollieren ?

Kommt es in ferner Zukunft doch noch zu einer Nahrungsmittelknappheit, ist es durchaus möglich das sogar in Deutschland wieder rentable Landwirtschaft möglich wird...sofern die Gutmenschen hier umdenken und die eh schon teure Produktion, nicht unnötig weiter verteuern, was wohl unwarscheinlich ist.
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Ferengi » Mo Aug 05, 2019 23:20

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

Demnach haben wir eine Rindfleischknappheit.



Nein, im Gegenteil.
Wir haben, wegen der seit über einem Jahr anhaltenden Dürre, und dadurch bedingten extremen Futterknappheit,
eine massives Überangebot an Rindfleisch.
Viele Schlachthöfe nehmen nur noch sporadisch Tiere an, weil die Lager rappelvoll sind.
Das geht soweit, das manche Bauern ernsthaft überlegen müssen ob sie ihre Tier wegen Futterknappheit einschläfern lassen.
Denn es ist schlichtweg kein Futter da.
Im Grünland seit Mai kein Aufwuchs mehr.
Mais vom letztes Jahr nichts da, dieses Jahr wird nicht besser. Aktuell ist der Mais kaum Knie hoch.
Und wie gesagt, die Schlachthöfe nehmen einfach nichts.

Wenn ich dann sehe das wir trotz Allem noch Rindfleisch importieren, da bekomm ichs kalte Kotzen! :evil: :evil:
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon Ferengi » Mo Aug 05, 2019 23:24

DWEWT hat geschrieben:
Trecker-fahrer hat geschrieben:Wenn England zukünftig alleine mit den Amerikanern verhandeln muß, ist es aber ungewiß ob sie sich gegen die Einfuhr von Genfleisch noch wehren können.


Vielleicht wolllen sie das ja gar nicht.


Die Inselaffen, mit ihrem bekloppten Reichsbürgerverschnitt als Premier, müssen froh sein wenn ihnen in Zukunft überhaupt noch jemand was liefert.
Die nächste große Flüchtlingswelle kommt übern Kanal!
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Re: Handelsabkommen Südamerika

Beitragvon T5060 » Mo Aug 05, 2019 23:53

Naja das mit den kleinen Kindern, dem Sandkasten und den Förmchen geht weiter ....

https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... 80599.html

Der Getreideverkauf wird zum Poker. Die Frage z.Zt. ist, wohin die Schwarzmeerware abfließt.
Rindfleischpreise sind ohnehin am Arsch.

Noch zwei Jahre Klöckner, da sind die großen Bauern in den Ruin getrieben worden und die Kleinen ausgehungert.
So einen Murks hätte sich die Künast nicht getraut und der Rukwied ist abgetaucht.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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