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Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 4:51

Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Beitragvon SHierling » Mo Aug 13, 2007 7:25

Ich schreib mal was im LT und Sie surft halt rum, damit sie Romane zusammen bekommt
Also nur noch mal als PS: ich arbeite auch den ganzen Tag, was Du ja auch sehr wohl weißt, also halt Dich mal wieder ein bißchen zurück mit Deinen Verleumdungen.
Siehs doch mal so: ich hatte einfach fast 10 Jahre länger Zeit, etwas zum Thema zu lernen als Du. Es gibt ja vielleicht auch Sachen, von denen Du mehr weißt als ich - nur Landwirtschaft gehört halt nicht gerade dazu.
Und selbst wenn ich den ganzen Tag lernen würde (was ich gerne täte!), was zum Teufel stört Dich denn daran? Gönnst Du mir mein Wissen nicht? Was ist für Dich so schlimm daran, wenn ich etwas besser weiß?
Hier hat jeder die Chance, kostenfrei zur Schule zu gehen - das das bei manchen dann umsonst ist, lasse ich mir ganz sicher nicht zum Vorwurf machen!
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon gerd gerdsen » Mo Aug 13, 2007 11:00

mich nervt das langsam wer nu recht hat .
es gibt soviel recht auf dieser welt das jeder eins hat ..... merkt euch das
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Beitragvon heico » Mo Aug 13, 2007 19:38

Grundsätzlich würde ich sagen das Wirtschaften in Wasserschutzgebieten
steht den Biobetrieben näher, weil sie weniger Probleme haben die Auflagen
zu erfüllen.
Eine Umstellung zum jetzigen Zeitpunkt würde ich mir aber sehr gut überlegen,
weil gerade jetzt der Abstand in den Preisen zum konventionellen Markt
knapp genug ist.
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Beitragvon Sonni » Di Aug 14, 2007 8:03

Oh weh oh weh, hier traut man sich ja als "Neuling" fast nicht zu schreiben :oops: ich will´s trotzdem wagen :D
Also wir haben vor einem Jahr von Naturland auf Demeter umgestellt, leben hier im Osten und hatten es schon vorher nicht leicht als BIO unter den Agrargenossenschaften. Wenn wir jetzt mit der Spritze über´s Feld fahren ist´s noch ein bißchen witziger :D
Aber im Ernst. Wir haben uns entschlossen zu Demeter zu wechseln weil hier in Sachsen einfach ein toller Zusammenhalt unter den Betrieben herrscht. Es gib Vermarktungstreffen, Getreidegruppen (Landwirte die gemeinsam ihr Getreide vermarkten), monatliche Treffen auf immer einem anderen Betrieb wo gemeinsam besprochen wird welche Problem es gibt und wie wer wem helfen kann. Das führt dazu, dass sich die Betriebe unterreinander sehr gut kennen lernen und dass jeder weiß bei welchen Fragen er sich an wen wenden kann und wer was vermarkten könnte.
So, jetzt zu Steiner: Ich finde nicht dass ich ALLES machen muss oder glauben muss was ein Rudolf Steiner sagt. Meiner Meinung nach hat er einige tolle Ideen gut umgesetzt, einiges ist mir zu abgehoben. Um die Präperate kommt man als Betrieb nicht herum aber hier finde ich, dass ich mir meine eigene Meinung durchaus bilden kann.
Es gibt wohl Untersuchungen, dass sich die Bodenfruchtbarkeit verbessert, nagelt mich aber nicht gleich fest wo genau die stehen. Ich für mich habe beschlossen das ganze zu testen. Wir lassen sowohl auf dem Acker, als auch auf dem Grünland einen Streifen seit letztem Jahr stehen ohne zu spritzen... und dann schau mer mal. Schließlich gießt ihr ja auch Brennesseljauche im Garten, warum soll dann Baldrian, Brennessel und Co im Mist nix bewirken? Und die kosmischen Kräfte? Ja mal sehen. Es gibt viel zwischen Himmel und Erde was wir nicht wissen aber es hindert mich doch nix daran es auszuprobieren. Und wenn ich dann zu der Überzeugung komme es bringt nix und der Aufwand (Diesel) ist mir zu hoch, ja dann lass ich es eben wieder!!
So, nix für ungut für diesen Roman
Sonni :P
Am meisten bereut man im Leben die Dinge, die man nicht getan hat, als man Gelegenheit dazu hatte!
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Beitragvon gerd gerdsen » Di Aug 14, 2007 8:08

mal abgesehen davon das bei r. steiner mehr als eine schraube locker war, wenn er damals gewußt hätte was mit "kunstdünger" ( wurde nämlich erst später erfunden, haber-bosch-verfahren) und psm möglich wäre, hätte er sicher seine theorien anders aufgestellt.

hier noch' büschen was über anthroposophie:

Anthroposophie ist eine religiöse Heilslehre, die ihren AnhängerInnen Gesundheit, Seelenheil, übersinnliche Fähigkeiten (und damit Macht) durch eine spirituelle Höherentwicklung des Geistes verspricht. Das Weltbild der Anthroposophie besteht aus Elementen des Hinduismus, des Christentums sowie der Gnosis. Wie viele andere Richtungen der modernen Esoterik bzw. des New Age glauben die AnhängerInnen, dass einst eine göttliche Alleinheit existierte, die sich jedoch mit der Materie vermischte und in lauter Einzelteile zerfiel. Diese einzelnen "göttlichen Funken" können sich im Lauf der Geschichte als solche selbst erkennen, die Bindung an die Materie - das böse, negative Prinzip - abstreifen und sich am Ende wieder zum göttlichen Einen fügen. Nach Auffassung der antiken Gnostiker, etwa der Manichäer, attackieren die Dämonen der Finsternis das Lichtreich, das Göttliche und die Materie vermischen sich. Diese Verstrickung kann theoretisch jeder Mensch erkennen und sich durch asketisches Handeln reinigen. In Steiners Werken drückt sich dies als extrem sexual- und körperfeindliche Haltung aus. Sexualität ist eigentlich nur gestattet als Mittel der Fortpflanzung zwecks evolutionärer Höherentwicklung.

Steiner behauptete, dass die Entwicklung der "geistigen Funken" sich in einer langen Kette von Wiedergeburten abspielt, auf sieben Planeten, die ebenfalls reinkarnieren. Die "geistigen Funken" oder vereinfacht gesagt, der menschliche Geist, entwickelt sich dabei von der Stufe des Minerals auf dem Saturn bis zum Obererzenegel auf dem Vulkan - sofern er sich von der Anthroposophie erleuchten lässt.

Der menschliche Geist wird auf seinem Weg abgelenkt von allerlei bösen Geistern und Dämonen, besonders von Ahriman, der den Materialismus verkörpert, und von Luzifer (Intellektualismus). Auf der anderen Seite stehen den Menschen die "grossen Eingeweihten" bei sowie Engel und Erzengel. Als besonderer Schutzengel der Deutschen und der Anthroposophen gilt nach Steiner der Erzengel Michael: Er führt die erleuchteten Anthroposophen im Kampf gegen die Mächte der Finsternis. Michael spielt deshalb in der Waldorfschule eine grosse Rolle: Es gibt Michaelsfeiern, allerlei Gemälde mit Michael, z.B. als Drachentöter, sowie Geschichten und Sprüche, die von dem Erzengel handeln.

Die Gegenwart spielt sich demnach auf dem vierten Planeten, der Erde ab. Am Ende der Erdenzeit werden die anthroposophisch erleuchteten Geister ihre physische Hülle abstreifen und zu Engeln mutieren, während die "Materialisten" zu Tiermenschen degenerieren. Die menschliche Entwicklung auf dem Planeten Erde vollzieht sich in sieben aufeinanderfolgende Wurzelrassen. Wobei der Geist sich in den ersten Wurzelrassen immer mehr mit der Materie verbindet, bis er in der "atlantischen Epoche" eine menschliche körperliche Gestalt annimmt. Der Geist verliert das intuitive Wissen um seine Göttlichkeit sowie magische Künste, entwickelt dafür aber neue Fähigkeiten.

Die ersten fünf Wurzelrassen sowie einige Unterrassen schilderte Steiner in dem Buch Aus der Akasha-Chronik. Diese Akasha-Chronik gilt Esoterikern als eine Art lebende Schrift, die nur die Eingeweihten verstehen. In dieser Schrift, so sagte Steiner, spielen sich die Vorgänge "in vollem Leben" ab, und man kann auf diese Weise in ferne Vergangenheiten blicken, die weiter zurückreichen als die bekannte "äussere Geschichte". Was die Zukunft und Prognosen über noch folgende Rassen betrifft, verstand sich der Mann als Prophet.

Die ersten beiden, die "polarische" und die "hyperboräische" Rasse, hatten kaum menschliche Züge. Bei den Hyperboräern, sagte Steiner, schwand die Fähigkeit zur Selbstbefruchtung, die Ernährungs- und Fortpflanzungsorgane wandelten sich zu Sprech- und Denkorganen. Die irdische Materie verdichtete sich, weshalb die Seele den Körper nicht mehr beliebig formen konnte. Die dritte Wurzelrasse, die sogenannten "Lemurier", lebten südlich des heutigen Asien: Sie hausten in Erdhöhlen und atmeten eine wässrige milchartige Substanz ein. Sie waren ursprünglich geborene Magier, konnten Gedanken lesen und ungeheure Lasten durch blossen Willen heben. Ihr Aufgabe war es, den Willen auszubilden, wofür nach Steiner eine gewisse Brutalität notwendig war.
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Beitragvon estrell » Di Aug 14, 2007 9:58

Sonni,
lass "uns Gerd" reden, sieh dir an, was du da fabrizierst und zieh deinen Schluss draus.
Wenn ich eins hier in Hünningen gelernt hab, ist das, das mir "sch...egal" ist, was jemand davon hällt wie ich was mache.

Ich fahre immer besser damit - seit es mich nicht mal mehr interessiert, was man über mich erzählt.

Interessant finde ich nur, wieviel "man" sich bei mir absieht und nachmacht - und besonders muss ich schmunzeln, wenn man was nachmacht, wo man anscheinend den (meinen) Sinn nicht begriffen hat und es floppt.... :wink:

Obwohl ich keinen Demeterbetrieb hab - und auch nicht machen will - nutze ich positive Dinge, zB auch die Präparate und die Mondphasen - warum auch nicht? Andere gehen in die Kirche beten...
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon gerd gerdsen » Di Aug 14, 2007 14:01

estrell hat geschrieben:lass "uns Gerd" reden,


mach ich auch :

"Zuletzt würden nur mehr Braun- und Schwarzhaarige da sein können; aber wenn nicht abgeholfen wird, so bleiben sie zugleich dumm. Denn je stärker die Körperkräfte sind, desto weniger stark sind die seelischen Kräfte. Und die Erdmenschheit würde vor der Gefahr stehen, wenn die Blonden aussterben, dass die ganze Erdenmenschheit eigentlich dumm würde. (...) Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würde, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss durch eine geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man kann also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Masse, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. (...) Denn es ist tatsächlich so, dass, je mehr die blonden Rassen aussterben, desto mehr auch die instinktive Weisheit der Menschen stirbt. Die Menschen werden dümmer." (Rudolf STEINER: Über Gesundheit und Krankheit. Dornach 1983, S. 103)


aber er hat ja die heutigen blonden friseusinnen nicht gekannt :lol: :lol:
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Beitragvon new-holland121 » Di Aug 14, 2007 19:05

Hallo Sonni und alle anderen,

kennst du die Betriebsgemeinschaft Hof-Mahlitzsch ?
Dieser Hof ist für mich ein Vorbild. Eine Mischung aus Mahlitzsch und Tennental wäre unser Ideal.
Wir waren heute auf dem Betrieb Marienhöhe,die eine vorbildliche ökologische Schweinehaltung haben! Der Betrieb wurde schon mehrfach ausgezeichnet,genauso wie Mahltizsch und Brodowin.
Ich finde,dass die Erzeugnisse eine hohe Qualität haben und man durchaus schmeckt,dass da Handwerk dahinter steckt. Das hat mit Steiner nicht viel zu tun.
Meine Freudin hat in denPraktikas auf einem Demterbetrieb viel gelernt und wurde sehr herzlich aufgenommen. Das war eben Mahlitzsch und Tennental. Natürlich bestehen ab und zu mal Meinungsverschiedenheiten,aber ich denke dass man irgendwann sagt,dass ist Verband,das ist Ideologie und dass sind wir.
Shierling und Gerd haben mich stark verunsichert,obwohl ihr mir wirklich helft,ich schätze eure Kommentare .
Ich schätze eure Anregungen sehr aber durch meine Verunsicherungen,habe ich manchmal Probleme,dass aufzuschreiben ,was ich will. Ich komme mir da so vor,als wenn ich gar nichts könnte.
Vielleicht könnten wir alle versuchen unsere Wirtschaftsweisen zu erläutern.
Ihr seit echt nett und ich werde versuchen,das was ich weiß oder was ich wissen will genauer zu beschreiben.
Vielleicht können Sonni und die anderen Bionbauern helfen,manche Vorgänge zu erläutern und wir können hier kommunizieren.

Schönen Abend noch
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Beitragvon Sonni » Di Aug 14, 2007 19:48

Hi New Holland,
also ja ich kenne Mahlitzsch natürlich und der Hof sowohl als auch Nicola haben meinen größten Respekt und sind auch für mich ein Vorbild. Allerding sehe ich auch welche Probleme, sowohl persönlich als auch wirtschaftlich dahinter stehen und standen und es ist ein weiter Weg bis man soweit kommt. Außerdem sind die Bedingungen (Investitionen) heute echt schlechter das geht bei Land und Maschinen los und hört bei gekürzten Förderungen für Stallneubau und Direktvermarktung auf.

Aber ich muß dich jetzt doch mal fragen... ich blick da echt nicht durch, sorry. Hast du/dein Vater jetzt eigentlich nen eigenen Betrieb oder arbeitest du auf dem Betrieb deiner Freundin, oder wie??? Ich hoffe das ist nicht zu persönlich aber irgendwie ist mir das doch zu wirr.

Und natürlich sind alle Verbände scharf auf zahlende Mitglieder :lol: du darfst dann in der Direktvermarktung zusätzlich auch noch umsatzbedingt zahlen. Ist einfach die Frage was wem welcher Verband nützt. Mir persönlich bringt Demeter hier was, weil es ein super Zusammenhalt und Vermarktungszusammenarbeit gibt. Von Naturland gab´s HIER (woanders ist das anders) nicht mal jährlich ein Treffen. Betriebe unter 300 ha gab´s kaum. GÄA sind hier meist auch die Großen aber da ist auch die Zusammenarbeit zu DEMETER gut und BIOLAND sind hier glaub etwa 5 Betriebe. Also kurzum wieso bist du mal für, dann wieder gegen... kann auch jeder gerne EU-Bio machen ... oder hab ich da was falsch verstanden?
LG
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Beitragvon new-holland121 » Di Aug 14, 2007 20:33

Also meine Eltern haben einen Betrieb und ich bin da aufgewachsen.

Meine Freundin hat vor 8 Jahren eine kleine Fläche von mittlerweile 800ha zu Versuchzwecken bekommen. Sie ist durch meine Coousine hierher gekommen und hat auf dem Betrieb meines Vater viel mitgemacht . Sie war damals 15 Jahre und begeister von der Landwirttschaft. Sie hatte Interesse an der Landwirtschaft und ein Händchen bei den Tieren. SIe ist dann fast alle Ferien bei uns gewesen. Nach ihrem Abitur hat sie sich dann entschlossen Ökologischen Landbau zu studieren und versuchte,das im Studium gelernte Wissen anzuwenden. Wir haben sie machen lassen. Ich war zu diesem Zeitpunk konventionell und von Landwirtschaft nicht mehr so begeistert.
Vor 4 Jahren musste sie den Betrieb als Nebenerwerb anmelden und da hat mein Vater es so geregelt,dass die Fläche ihr gehört und sie konnte auf ökologische Landbau umstellen. Sie stellte erst nach Eu-Ökoverordnung (2Jahre) um und dann noch ein halbes Jahr nach Biolandrichtlinien. Die Fläche wurde zu Demozwecken genutzt und meine Freundin erhielt enorme Unterstützung von der Uni und vom Land. Dieses Jahr wurde sie dann fertig und der Betrieb kann nicht mehr unter Nebenerwerb gehen,sondern musste als Haupterwerbsbetrieb umgemeldet werden. Meine Freundin hat seit letztem Jahr Kontakt zu verschiedenen Demeterbetrieben gehabt und diese Wirtschaftsweise gefällt ihr. Sie interessiert sich auch für Heilpädagogik und für die therapeutische Arbeit in der Landwirtschaft.
Hier hat Demeter wirklich gute Konzepte. Sie wird im Winter auch noch einen Kurs in diesem Bereich machen . eine direkte Ausbildung dafür gibt es noch nicht. Man muss entweder einen gesundheits/pädagogischen Beruf und/oder landswirtschaftlichen Beruf erlernen. Da auch ein ausgebildeter
Heilpädagoge zumindest eine 2 jährige Grundausbildung benötigt,hat sie sich entschiedenm erstmal Landwirtschaft zu machen und anschließend ein halbes Jahr Heil-und Sonderpädagogik.
Wir wollen für Kinder mit schwerem sozialen und /oder verschiedennen Behinderungen die Chance geben mit Hilfe der Landwirtschaft in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen. In anderen Teilen der Welt gibt es für diese Arbeit extra Ausbildungen.
Hier ist Tennental aber auch Mahlitzsch unser Vorbild. Es soll aber keine Werkstätte geben,sondern eine familäre Umgebung und sinnvolle Beschäftigung,dazu gehört auch die Verarbeitung der Rohware,z.B. Käse aber auch die Vermarktung.
Dies ist der Grund für diese Wirtschaftsweise und es ist wirklich ein enormer Zusammenhalt da und das finde ich gut.

Wenn du /ihr noch mehr wissen wollt,frage/t ruhig oder schreibt mal ne PM.

Schönen Abend noch
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Beitragvon Desperado » Do Aug 23, 2007 10:16

Ich wehre mich dagegen, die "konventionelle" Landwirtschaft als nicht ökologisch und nachhaltig zu bezeichnen und mag auch diese Unterscheidungen nicht, weil konventionelle Produkte nicht minder ökologisch erzeugt werden.
Genausowenig kann ich es ab, wenn immer wieder in den Medien suggeriert wird, dass biologisch erzeugte Produkte gesünder und schmackhafter sind als konventionell erzeugte, und dass man nur dann "political correct" ist, wenn man sich von "biologisch" erzeugten Produkten ernährt.
Das geht los bei diesem Kochscharlatan Biolek, der dies immer wieder erwähnt, bis hin zu den ganzen Verbrauchermagazinen.
Und der mündige (wohl eher dumme) Verbraucher glaubt auch noch diesen Unsinn, dass biologisch per se besser ist.

Das ist eine einzige Volksverdummung!

Gute und schlechte Ware gibt es in beiden Lagern und auch ein konventioneller Betrieb kann nur dann wirklich erfolgreich sein, wenn er "mit der Natur" wirtschaftet, d.h. möglichst schonend für den Boden (und die Bodenorganismen) und den Wasser- und Nährstoffhaushalt (gute Fruchtfolge mit höherem Anteil an Blattfrüchten und Leguminosen; Bodenruhe + Mulchsaat).

Unkraut, Krankheiten und Schadinsekten müssen allerdings bekämpft werden, um eine Ertragssicherheit zu garantieren - erst recht in Zeiten des Klimawandels mit milden Wintern, wo sich die Schädlinge besonders stark vermehren.
Genauso ist es unabdingbar, die Pflanzen artgerecht zu düngen. Da kann es denn auch für Biobetriebe mal sinnvoll sein, in einem kalten trockenen Frühjahr nen schnell wirksamen mineralischen Stickstoffdünger (z.B. KAS) einzusetzen, wenn aus dem Boden einfach zu wenig N mineralisiert wird. Genauso müsste es zugelassen sein, aus Gründen der Feldhygiene vpr einer Neuansaat ein glyphosathaltiges Produkt zu verwenden, bevor man hundert mal mit Grubber und Egge über den Acker fährt.

Und natürlich braucht ein biologisch wirtschaftender Betrieb mehr Treibstoff als ein konventionell wirtschaftender - zwar nicht bezogen auf die Fläche (da kann es in etwa gleich sein) aber bezogen auf den Ertrag. Wenn ein konventioneller Betrieb vielleicht 80 dt/ha drischt und ein ökologischer gerade mal 50, dann braucht der ökologische Betrieb 60% mehr an Fläche und damit auch an Treibstoff, um das Gleiche zu erwirtschaften.
Und gerade landwirtschaftliche Nutzflächen sind mittlerweile ein knappes gut, wenn bereits ein Drittel der Fläche für die Bioenergie wegfällt (und in dem Bereich ist auch nichts mit Bio, wenn höchste Energieerträge/ha erzielt werden sollen). Das Gleiche gilt natürlich auch für fossile Brennstoffe, die tendenziell auch eher teurer als billiger wird.

Bio ist für mich da sinnvoll, wo die natürlichen Voraussetzungen für eine sinnvolle konventionelle Bewirtschaftung nicht gegeben sind, z.B. Milchviehbetriebe im Allgäu und den Alpen mit sehr viel Grünland und ausreichendem Angebot an organischem Dünger oder im Obst-, Gemüse- und Weinbau, wo sehr viel direkt vermarktet wird. Da ist die biologische Produktion absolut begrüßens- und auch förderungswert.
Ich find's aber unsinnig, Getreide (außer vielleicht Hafer, Roggen oder Dinkel)biologisch anzubauen. Das gilt erst recht für Mais und Raps.


Vielen Dank für die Aufmerksamkeit - ich habe fertig!
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Beitragvon Manfred » Do Aug 23, 2007 11:35

Ich würde auch nicht alles, was sich Biologischer Landbau nennen darf als Ökologisch bezeichnen. Rechnet mand den Energieeinsatz inklusive Kunstdünger- und Spritzmittelhertellung auf, dürfte sich in etwa ein Patt ergeben.
Die Unterschiede in den einzelnen Ackerbauverfahren dürften größer sein als die zwischen Bio und Nicht-Bio.

Was mir aber etwas zu denken gibt, ist die Nachhaltigkeit.
Wenn Herwig Pommeresche in seinem Buch "Humussphäre" die Entwicklung des Energieeinsatzes in der Lebensmittelproduktion aufrechnet, angefangen bei alten Ackerbaukulturen, die mit 1 kJ menschlicher Arbeit bis über 100 kJ Nahrungsmittel erzeugt haben, über die Erzeugung und direkte Verwendung von Gereite als Nahrungsmittel mit einem heutigen Energieeinsatz von ca. 1 kJ Energie zur Erzeugung von 2 kJ Nahrung bis zu Extrembeispielen wie der Hochseefischrei und der intensiven Rindermast mit anschließender Verarbeitung, wo am Ende mit 1kJ Energieeinsatz nur noch ein 1/20 kJ Nahrung für den Menschen gewonnen wird, dann bring mich das schon zum Grübeln.

(Wer sich das genannte Buch antuen will: Das erste 1/3 kann man getrost vergessen. Da ficht Pommeresche nur seinen persönlichen Zwist mit von Liebig aus ;-). Die beiden hinteren Drittel beinhalten dann aber doch noch einiges lesenswertes.

Viele Grüße,
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Beitragvon Coleman » Fr Aug 24, 2007 14:40

new-holland121 hat geschrieben:Also meine Eltern haben einen Betrieb und ich bin da aufgewachsen.

Sie interessiert sich auch für Heilpädagogik und für die therapeutische Arbeit in der Landwirtschaft.
Hier hat Demeter wirklich gute Konzepte. Sie wird im Winter auch noch einen Kurs in diesem Bereich machen . eine direkte Ausbildung dafür gibt es noch nicht. Man muss entweder einen gesundheits/pädagogischen Beruf und/oder landswirtschaftlichen Beruf erlernen. Da auch ein ausgebildeter
Heilpädagoge zumindest eine 2 jährige Grundausbildung benötigt,hat sie sich entschiedenm erstmal Landwirtschaft zu machen und anschließend ein halbes Jahr Heil-und Sonderpädagogik.
Wir wollen für Kinder mit schwerem sozialen und /oder verschiedennen Behinderungen die Chance geben mit Hilfe der Landwirtschaft in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen. In anderen Teilen der Welt gibt es für diese Arbeit extra Ausbildungen.

Schönen Abend noch
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Das stimmt zum Teil
In D gibt es das Institut Lernen mit Tieren, wo man entsprechende Ausbildungen machen kann, ähnlich wie in CH und A.
http://www.lernen-mit-tieren.de/
Weitere Infos auf
http://www.tiergestuetzte-therapie.de/
http://mensch-heimtier.de/content/index ... ,0,0,0,0,0
Wenn Deine Freundin es interessiert, kann sie mit verschiedensten Leuten Kontakt aufnehmen, die ihre Projekte auf dem Mensch-Tier-Kongress vorgestellt haben.
http://www.mensch-tier-kongress-2007.de ... s-2007.pdf
Nächste Jahr im Mai findet dieser Kongress wieder in Berlin statt.
http://www.mensch-tier-kongress-2008.de/
Inhalte sollten spätestens in Jan. online sein.
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Beitragvon Manfred » Fr Aug 24, 2007 16:43

Hallo Reini,

komm doch mal auf den Punkt: Was ficht dich an?
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