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Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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650 Beiträge • Seite 13 von 44 • 1 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 ... 44
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Beitragvon gerd gerdsen » Di Aug 28, 2007 20:36

estrell hat geschrieben:Ist aber eigentlich egal - solange es Landwirte wie Gerd gibt, brauchen wir nie Sorge zu haben, das alle auf Bio umstellen.... und es gibt mehr Gerds als umstellwillige auf der Welt.


STIMMT !
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Beitragvon Kaninchen » Di Aug 28, 2007 20:37

Bio ist doch viele Verbraucher auch nur eine Rechtfertigung bzw. Schuldverschiebung... :roll:

Wenn ich meine Nachbarn anschau, die einen Aufstand machen, wenn unser LW vor unserem Haus Halmverkürzer, Kupfer oder Schwefel spritzt.... oder er die Ackerränder schlegelt... :roll:

Fazit: Nur auf den ungespritzten Flächen direkt vorm Haus lag ärgerlicherweise der Weizen :x

Aber eben diese Nachbarn schwören auf Bio... :roll: ... da fragt man sich doch: In welcher Welt leben die? Warum sind sie nicht auf einen Bio-Hof gezogen? Die meinen tatsächlich, bloss weil sie in einer großen Supermarktkette die Bio-Produkte kaufen, würden sie ein gutes Werk tun :roll:
Wo die Mengen an angeblichem Bio.... herkommen, wird schon gar nicht mehr hinterfragt... :roll: ....

Fleisch wird in ebensolchen Mengen konsumiert wie alle anderen es auch tun... :roll: mit Bio doch kein Gewissensproblem! :roll:

Ich selbst hab nu nicht viel vom Öko an mir, aber wenn ich Fleisch esse, was ich etliche Jahre gar nicht getan habe, möcht ich es gern schätzen. Gutes Fleisch von Tieren, die gut gehalten wurden, hat eben seinen Preis. Und so esse ich lieber weniger Fleisch, aber kaufe das dann beim Schlachter meines Vertrauens und nicht beim Supermarkt.... und wie das dann etikettiert ist... mit was für Labels ist mir wurscht.

Ich denke, jeder sollte hin und wieder überlegen, dass Mensch noch vor wenigen Jahrzehnten einen großen Teil seines Einkommens tatsächlich für Lebensmittel ausgab und das hatte auch Sinn.

Heute ist die Ernährung unwichtig geworden. Viel wichtiger ist der Konsum von Elektronikartikeln, Klamotten, Kosmetik, Dienstleistungen, Urlaub, ständig neue Wohnungseinrichtungen.... :shock:
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Beitragvon Geronimo » Di Aug 28, 2007 21:04

estrell hat geschrieben:
Eine wachsende Weltbevölkerung macht das was wir als Idealvorstellung von einer bäuerlichen Idylle haben schlicht unmöglich.


Ist das nicht Wahnsinn? Man argumentiert gegen eine zunehmende Tiergerechtigkeit indem man sagt - da werden wir wohl Probleme mit der steigenden Weltbevölkerung bekommen!!!



Seit wann gibts tiergerechte Haltungsformen nur bei Biobetrieben???
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Beitragvon Kaninchen » Di Aug 28, 2007 21:20

Tatsache ist: Billigfleisch, hoher Konsum und Tierschutz sind Parameter, die sich aus mangelnden Ressourcen an Flächen nicht annähren können. :roll:
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Beitragvon Coleman » Di Aug 28, 2007 21:21

estrell hat geschrieben:
Eine wachsende Weltbevölkerung macht das was wir als Idealvorstellung von einer bäuerlichen Idylle haben schlicht unmöglich.


Ist das nicht Wahnsinn? Man argumentiert gegen eine zunehmende Tiergerechtigkeit indem man sagt - da werden wir wohl Probleme mit der steigenden Weltbevölkerung bekommen!!!

Anstell zu sagen - halt nu reichts, nu versuchen wir mal unsere Kopfzahl per ha² zu dezimieren bzw durch wegsterbenlassen und nicht gleich nachproduzieren anzupassen....

...


Hast Du eigentlich verstanden worum es geht? Ich finde Biohaltung auch ethisch vertretbarer, aber ...

Die gesamte Welt-Hühnerpopulation kann man z.B. schlecht im Freiland halten, so toll ich das fände. Genau genommen wäre es aber naiv zu glauben, dass das noch mit einer Idylle a la 19. Jhdt. zu tun hätte.
Ich finde schon einen Biobetrieb mit 9000 Tieren nicht mehr schön, obwohl mir das allemal lieber ist, als eine Legebatterie. Auch wenn ich weiß, dass dort best. Infektionskrankheiten und Federpicken ausgeprägter sind.
Massentierhaltung wird in der Freilandhaltung nicht besser, aber Hühner in Gruppen von 30 - 50 Tieren zu halten ist wirtschaftlich und räumlich etwas utopisch, auch wenn es für das Verhalten und das Stresspotential der Tiere besser wäre.
Die Menschenpopulation wird über kurz oder lang kontrolliert ... da braucht man sich wirklich keine Illusionen machen, aber ob wir das noch erleben müssen?
Ich mach mir auch keine Illusion, dass die Menschheit Vegetarier wird- um das Ethik und Umweltdilemma zu lösen..
Ich bin zwar kein Vegetarier, verzichte aber oft Wochen auf Fleisch und Eier, außer sie sind in Backwaren versteckt und konsumiere auch Biomilchprodukte, weil ich die Idee unterstütze, aber trotzdem darf man ja klarstellen, dass der Biomarkt eine Nische bleiben wird. Flächenmäßig wird es wegen den verschiedensten Gründen das Paradies nicht geben, oder wollen wir Zustände wie in Asien und im Mittleralter hierzulande haben?
Dann reguliert sich die Menschenbevölkerung bestimmt irgendwann ...
wäre natürlich auch ne Lösung.
Zuletzt geändert von Coleman am Di Aug 28, 2007 21:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Sonni » Di Aug 28, 2007 21:30

Rundherum im Kreise tanzt der kleine Bär, ein Schritt noch ein Schritt und einmal hin und her....fällt mir grad spontan dazu ein!
@coleman: da hast du völlig recht, darum haben ja auch beide Bewirtschaftungsformen eine Daseinsberechtigung! Aber scheinbar sehen das andere anders
* und weg!!!!*
Am meisten bereut man im Leben die Dinge, die man nicht getan hat, als man Gelegenheit dazu hatte!
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Beitragvon Kaninchen » Di Aug 28, 2007 21:31

Die einzige Ernährungsart, die wirklich dem Menschen artgerecht wär, ist doch tatsächlich die angestrebte Selbstversorgung, wie sie früher war.

Tatsächlich würde heute ein Großteil der deutschen Bevölkerung kein Fleisch mehr essen, wenn sie´s selbst schlachten müsste. Ein Huhn oder ein Kaninchen würden sie vielleicht noch hin kriegen mit Überwindung, aber Schwein und Rind? glaub ich nicht!
:roll:
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Beitragvon estrell » Di Aug 28, 2007 21:51

Müsste jeder sich komplett selbst versorgen, währen damit alle kulturellen Leistungen - auch die von Handwerkern - wieder verschwunden - wer sein Brot anbauen muss hat keine Zeit, sich mit Kernforschung oder Holzintarsienarbeit zu beschäftigen.
Von daher ist die These - jeder muss sich selbst ernähren - so ne Sache - denn die Schuhe, die ich machen kann, will ICH nicht wirklich tragen.

Kleine Lebensgemeinschaften von Menschen währen eine Möglichkeit, sind aber mit der derzeitigen Bevölkerung nicht realisierbar - und da keiner einen Angehörigen verlieren will, auch in nächster Zeit wohl nicht realistisch.

Ich weiss, das ich als Microlandwirt in keiner Weise marktfähig bin - mein Nachbar mit 300 Kühen hingegen schon. Wenn man bedenkt, das ich für 25 Rinder die hälfte der Fläche nutze, die er für 300 braucht, sind das Zahlen, die für "die Gerds" alles sofort klar machen. Denn mein Nachbar könnte rein rechnerisch ja - würde es mich nicht mehr geben - die Fläche nutzen um 150 weitere Rinder drauf zu stellen und xy€ mehr erwirtschaften... eigentlich bin ich also ein Hemmschuh, weniger als Nutzlos weil störend. :shock:
Und die anderen Arbeitsplätze, die mein Nachbar schafft! Melktechniker, Tierärzte, Futtermittellieferanten, Besamungstechniker, Treckertechniker, Stallbauer.... Alle alle würden mehr verdienen können, gäbe es mich nicht mehr :oops:
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon Kaninchen » Di Aug 28, 2007 21:54

Andrea, wie lebst du denn dann noch? :shock:
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Beitragvon estrell » Di Aug 28, 2007 22:04

Von einem Tag zum anderen.... 8)

Mir ist aber schon klar, das ich dem Glück anderer im Wege stehe :oops:
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Beitragvon Kaninchen » Di Aug 28, 2007 22:10

Ich würde mit dir gern drüber reden wie man´s besser machen könnte!
Der Hof auf dem ich lebe, ist ja zur Zeit leider ein Resthof, aber auch wir alle hier machen uns Gedanken, wie wir "unseren" Hof dauerhaft erhalten können.
:roll:
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Beitragvon Coleman » Di Aug 28, 2007 22:12

Gibt es hier im Forum noch Selbstversorger?
Meine Mutter erzählt immer davon, wie sie während und nach dem 2. Weltkrieg Städter durch gefüttert haben, heute würden wir selbst verhungern - dank Spezialisierung und Wegrationalisierung.
Ist es nicht üblich, dass man sich heute auf Acker/Gemüsebau oder Milchproduktion spezialisiert? Früher haben wir das Getreide selbst angebaut und gemahlen, Gemüse und Obst auch, Fleisch, Milch und Eier hatten wir auch. Tja und heute? Ein paar wilde Freilandrinder und ein paar Hühner. Die Äcker und der Garten sind Wiesen. Lange ginge es uns im Falle eines "Krieges" nicht gut - und Euch?
Städter würden uns vergebens aufsuchen, weil wir nichts essbares zu tauschen haben.
Etwas OT, ich weiß ...
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Beitragvon Hoschscheck » Di Aug 28, 2007 22:36

Hallo in die Runde,

Bio wächst nicht von allein und nicht zufällig, auch hier geht es um Ertrag und Geld.

Wenn die Weltanschaung vom nachfragenden Konsumenten und Produzenten identisch sind und beide sich über den Preis einig werden, dann ist doch alles in Ordnung.

Nur wenn Bio meint auf Kosten von Konvis sich profilieren zu müssen und dies zum Teil auch noch mit Unwahrheiten geschieht, dann geht das Lämpchen an.
Das Lämpchen, das Anzeigt wenn das Maß voll ist.

Auch "Bio" ist nicht ohne Probleme zu haben.
Ob das ganze nun nur "Konsumentenverarsche" ist, das glaube ich nicht.
Bei vergleichender Werbung darf halt nicht gelogen werden, sonst muss man sich über Beschwerden nicht wundern.

Der Hoschscheck, der grüßt.
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Beitragvon forenkobold » Di Aug 28, 2007 22:46

Sonni hat geschrieben:Also Gerd.....ich hab mich jetzt echt oft mit euch solidarisch erklärt (siehe andere Beiträge von mir zu NH 121) und bin bestimmt der letzte der einen Keil zwischen Bio und Konventionell treiben will aber schlägst du jetzt den gleichen Ton an wie NH 121 blos andersrum oder was :cry: :cry:

So einen Schwachsinn hab ich ja lange nicht gelesen :..........:


WAS genau ist Schwachsinn an diesem Text?
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Beitragvon estrell » Di Aug 28, 2007 22:49

Coleman
seit wir hier wohnen (2003) hab ich einen Garten da, wo Rasen war - war meine erste Tat. Und für uns beide ist er groß genug - ich würde mir halt bischen mehr wünschen, son kleines Gewächshaus wär noch nett...

Hühner, Gänse, Rinder leben hier... wenns sich ergibt hab ich nächstes Jahr dann Schweine.
Mit einem Nachbarn tausche ich Mist gegen Stroh - Getreide für die Tiere kauf ich etwas zu, Heu hab ich selbst - Heuverkauf gibt Geld für Getreideeinkauf.
Für meinen Trecker ertausche ich mir Dienstleistungen - als Sattler hat man viel anzubieten - zB Kabinenplanen :wink: und mein Auto wird auch so am Leben gehalten.
Es gibt viel, das ich aber nicht machen will - im Notfall könnte ich mich aber auch da behelfen - zB kann ich spinnen, weben, stricken, sticken.... Dinge die in solchen Situationen hilfreich sein können.
Und aus dem, was ohne mein Zutun wächst, finde ich im Notfall auch genug genießbares 8) obwohl mein Mann da streiken würde, es sei denn es gäb gar nichts anderes... Er braucht nur zu hören "Brennesseltee" und schon liegt er würgend da :? Probiert hat er ihn aber bisher nie. Löwenzahnsalat fand er klasse, bis er wuste, was es war. Und beim Huhn muss ich ihm immer erzählen, das sei aus dem Geschäft.... wir wissen beide, das die besser schmecken als meine :wink:
Nur auf die Gänse steht er... gibt viel zu selten Gans, sagt er.
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