Hallo Reini,
ne, so ganz steige ich noch nicht durch. Ich hatte in dem Thread bisher nicht mitgelesen. Jetzt habe ich mir mal ein paar deiner vorherigen Beiträge angesehen:
Der Tenor, den ich herauslese, lautet etwa so:
"Bio"-Landwirtschaft ist dann gut, wenn sie sich durch den Verzicht auf synthetische Dünger und Pflanzenschutzmitteldefiniert und von "modernen" Betriebsleitern auf hohem Prodkutionsniveau und mit hoher Technisierung betrieben wird.
Die langbärtigen Begründern dieser Bewegung sind dagegen suspekte Öko-Spinner, und ihre Methode zweifelhaft.
Und dann kommt noch der Manfred und wagt zu hinterfragen, ob der derzeitige Verbrauch an vorwiegend fossilen Energieträgern für die Nahrungsmittelproduktion nachhaltig ist, und ob man nicht auch den Energieeinsatz zur Bewertung von Bio oder nicht Bio heranziehen sollte.
Was für eine verwerfliche Attacke gegen die "moderne" Landwirtschaft...
So in in etwa?
Ich denke ich bin nicht der einzige der sich fragt, ob ein aus Neuseeland eingeflogener "Bio"-Kiwi wirklich so Bio ist, oder ob wir unsere Bullen wirklich in Rekordzeit mit Gensoja mästen müssen.
Ich habe auch meine Freude an leistungsfähigen Biobetrieben, an konventioneller Landwirtschaft wenig zu meckern und Zweifel an mancher Demeter-Regel.
Ich denke sogar, dass im Biobereich noch Luft zur Leistungsteigerung ist, auch bei den guten Betrieben. Fukuoka lässt sich nicht 1:1 auf unsere Verhältnisse übertragen, aber wieso soll es nicht auch hier möglich sein, das Produktionsniveau der konventionellen Landwirtschaft mit Bio-Methoden zu erreichen, wenn es uns ein Japaner seit 30 Jahren vormacht.
Die Brüder Wenz z.B. scheinen mir auf einem guten Weg zu sein. Und die von Lange 1993 in Schmallenberg und Per Martin Tvengsberg in Norwegen (ich glaube 1987) mit eher gärtnerischen Methoden erzielten Roggenerträge von bis zu 200 dt / ha lassen auch hoffen.
Aber was ist jetzt so schlimm daran, am Energieeinsatz zu zwiefeln?
Grüße,
Manfred
