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Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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650 Beiträge • Seite 17 von 44 • 1 ... 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 ... 44
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Beitragvon Kaninchen » Fr Aug 31, 2007 21:43

:shock: :shock: :shock: sollte ich da doch schon was anderes vorhaben? :shock:

oder habt ihr etwa Bilder von mir gefunden? :oops:
Kaninchen
 
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Beitragvon SHierling » Sa Sep 01, 2007 8:11

Wenn ihr mir sagen könnt,wie man konventionell mit Fruchtfolgen und ohne die industriell hergestellten PSM arbeiten kann,wie man sich um die alten Nutztiere und-pflanzen kümmern kann,bin ich bereit auch darüber nachzudenken.
Das ist der Grund für meinen Aufenthalt hier!
Wie könnte man den im konventionellen Landbau nachhaltig wirtschaften,die Tiere artgerecht halten und auch unseren alten Nutzpflanzen ihren Platz geben? Wie kommt man im konventionellen Bereich an schmackhafte Lebensmittel,die keine Konservierungsmittel brauchen?

Ich geh jetzt mal davon aus, daß Du überhaupt keine Ausbildung hast, und das die Bio-Variante, die Du da jetzt "lernst", das einzige ist, was Du überhaupt über Landwirtschaft weißt?

Versuch das doch mal realistisch zu sehen. Wo steht denn "vorgeschrieben", oder auch nur erwähnt, das ein konventioneller Bauer keine Fruchtfolge hat? Das ist doch geradezu lächerlich, denn immerhin haben die konventionellen schon mit 4er und sogar 7er Fruchtfolgen gearbeitet, als es noch gar kein Bio gab?!
Ich hab (sehr!) konventionell gelernt, und da war Zwischenfruchtbau völlig selbstverständlich - und das war schon 1980!!

Ich hab eine ganze Handvoll Kunden in der Beratung, die alle alte Nutztierrassen züchten, von denen ist KEINER "Bio", im Gegenteil, die haben hervorragende Tiere und die sind gut ernährt (und Du wolltest mir immer noch mal eine funktionierende Bio-Ration aufschreiben - oder wenigstens erklären, warum selbst die Biobetreibe selber zugeben, daß es weder Hühner gibt, die das ganze länger als ein Jahr überleben, noch Schweine die tiergerecht ernährt werden?! Davon das Dein Tierarzt - der schließlich an euch sein Geld verdient!!! - Dir sagt, das machst Du alles richtig, hab ich nix, das würde ich an dessen Stelle auch tun, geht ja in seine Kasse!))

Warum schreibst Du nicht mal über Sachen, die wirklich etwas mit Bio zu tun haben?? z.B. Mondphasen, oder die Zusatzstoffe, die da ins Futter kommen und in den Mist? Das fänden hier sicher mehr Leute interessant!

Bis jetzt kam da nix, was nich völlig normal ist und für mehr oder weniger jeden gilt.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon SHierling » Sa Sep 01, 2007 8:46

Mann, mach doch bitte endlich mal einen Logikschein ...

Es ging um NHs Behauptung, das ausschließlich Biobetriebe aufgrund ihrer Vorschriften mit Fruchtfolge arbeiten. Die ist in dem Moment falsch, wo es
- entweder einen einzigen Konventionellen Betrieb gibt, der verschiedene Kulturen anbaut, oder
- eine entsprechende Richtlinie, die den konventionellen Monokulturen vorschreibt.

Beides ist nicht der Fall, sondern im Gegenteil, es gibt eine Menge konventioneller Betriebe, die die selbe Fruchtfolge fahren wie Biobetriebe.

Dein ständiges "aber ich kenne einen der kennt einen und bei dem ist das trotzdem so" ist doch sinnfrei. Es hat überhaupt keiner behauptet, das ALLE konventionellen Betriebe gemeint sind.
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Beitragvon Gress » Sa Sep 01, 2007 8:47

Tja Schimmel , das sind eben die Schattenseiten deiner tollen fortschrittlichen Klientel.....

Wir Wadenbeißer in Bayern - zumindest die nicht zukunftsfähigen halten noch was auf ne vernünftige Fruchtfolge. Aber zum Glück gibt es ja mehr als genug Bg - Anlagen ....dann wird das auch bei uns endlich n bischen gleichförmiger :wink:

Finde das auch sehr bedenklich mit der oftmals nicht mehr vorhandenen Fruchtfolge - am Ende heißt es dann : "weil wir den Schädlingen/Krankheiten nicht mehr Herr werden , müssen wir nun Gentechnisch verändertes Getreide/Mais ect. verwenden , bleibt uns ja keine (!) Wahl!!" (von wegen)
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Beitragvon SHierling » Sa Sep 01, 2007 8:51

Gress: das ist nicht nur in Bayern so, auch hier oben, vor allem auf den leichten Standorten, wird schon ewig so gearbeitet, genau wie schon ewig kaum noch gespritzt wird (weil bei den Erträgen zu teuer).

Grüße
Brigitta
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Beitragvon euro » Sa Sep 01, 2007 9:02

Ähmm,
http://www.landwirtschaftskammer.de/fac ... liance.htm
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Beitragvon euro » Sa Sep 01, 2007 9:08

schimmel hat geschrieben:Gute Böden haben die Fruchtfolge vernachlässigt, behaupte ich mal so einfach.

Reini


Behaupte einfach mal so dass du die Reglemente nicht kennst ...
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Beitragvon Sonni » Sa Sep 01, 2007 9:36

[quote="SHierling"][quote]
Wo steht denn "vorgeschrieben", oder auch nur erwähnt, das ein konventioneller Bauer keine Fruchtfolge hat? Das ist doch geradezu lächerlich, denn immerhin haben die konventionellen schon mit 4er und sogar 7er Fruchtfolgen gearbeitet, als es noch gar kein Bio gab?!
Ich hab (sehr!) konventionell gelernt, und da war Zwischenfruchtbau völlig selbstverständlich - und das war schon 1980!!"][quote]


Ja, aber leider ist das zum Großteil heute nicht mehr so. Es steht nirgends geschrieben, dass ein konventioneller Betrieb nicht so arbeiten kann, soll oder will, aber es STEHT geschrieben dass ein Biobetrieb es muß, er hat bezüglich Ertrag, Unkrautunterdrückung, Krankheitsvermeidung gar keine ander Change.

Warum schreibst Du nicht mal über Sachen, die wirklich etwas mit Bio zu tun haben?? z.B. Mondphasen, oder die Zusatzstoffe, die da ins Futter kommen und in den Mist? Das fänden hier sicher mehr Leute interessant!"][quote]


Das hat ja jetzt auch nix mit Bio sondern mit Demeter zu tun. Wenn dich das wirklich interessiert kann ich dir gerne meine persönlichen Testergebnisse zukommen lassen :wink: stecke allerding noch mitten im Versuch

Und klar halten alle/die meisten ihre Tiere so artgerecht wie möglich. Der Spruch mit "Gehts dem Tier gut, freut sich der Bauer" gilt schließlich für jeden Tierhalter, auch finanziell. Bei Bio ist die Haltung mit mehr Stallfläche vorgeschrieben, ebenso Weidegang. Die andern können ihre Tiere rauslassen, müssen aber nicht.
Bei Demeter MÜSSEN Tiere, Widerkäuer, auf dem Betrieb sein, die Zahl richtet sich nach der Flächengröße, weil man hier eine Kreislaufwirtschaft anstrebt (800 ha???). Andere Bios können auch Mist zukaufen und reinen Acker haben. (nur mal als Unterschiedsbeispiel)
Natürlich kann man die Welt nicht mit Bio ernähren, darum haben auch beide Bewirtschaftungsformen eine Daseinsberechtigung. Und glaubt ihr wirklich es gäbe noch Dinkel, Emmer und Einkorn wenn es keine Biobetriebe gäbe? Wer würde denn dann forschen und ausprobieren wie man dem Maiszünsler oder dem Kartoffelkäfer ohne Spritzmittel und ohne Gentechnik beikommt?
Und wenn es Menschen gibt, die diese Bewirtschaftungsform unterstützen wollen und sich auf die Richtlinien und Kontrollen der Verbände verlassen, wo liegt dann die "Konsumentenverarsche" wenn man diesen gerecht wird?
Der Kunde weiß jedenfalls, dass er kein Schwein isst, das im 1000er Maststall gestanden hat, sondern eins das auf jeden Fall an die Luft kam, weil es MUSS. Der regionale konventionelle Landwirt der nen Topschweinestall mit Tiefstreu und Auslauf hat wird von diesen Verbrauchern sicher genauso befürwortet, aber er MUSS das eben nicht machen.
Am meisten bereut man im Leben die Dinge, die man nicht getan hat, als man Gelegenheit dazu hatte!
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Beitragvon SHierling » Sa Sep 01, 2007 9:46

Sonny: lies den link von euro ...

Das bei Bio alle möglichen Sachen "mehr" vorgeschrieben sind, z.B. mehr Platz, oder mehr Auslauf hatten wir hier ja schon, das ist ja eben gerade nicht nur zum Wohle der Tiere gemacht worden, sondern - im Fall von Schweinen und Geflügel - schlicht, weil der Verbraucher das in seiner Unkenntnis "toll findet" und ein paar Leute es sich leisten können, das für ihr Geld Tiere so gehalten werden, wie sie sich das vorstellen. "Egal was, Hauptsache es rennt draußen rum". Heimische (betriebseigene) Futtermittel für nicht einheimische Hühner sind einfach nur lächerlich, das hat mit Fachkunde nichts zu tun. Da finde ich die von euro angesprochenen CC-Regelungen schon wesentlich realistischer und tiergerechter.

Versuchsergebnisse brauch ich nicht, es gibt hier genug Demeterbetriebe in der Gegend, ich meinte schon NH direkt, denn der verbreitet hier ja den - sorry - Blödsinn.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Sep 01, 2007 10:32

als verbraucher würde ich doch gerne wissen wollen warum ich für "bio" soviel mehr geld bezahlen soll, solche aussagen wie:
Bei Bio ist die Haltung mit mehr Stallfläche vorgeschrieben
sind doch sehr schwammig und nicht aussagekräftig, bitte etwas genauer, sind anbindeställe in der bio-haltung schon verboten ?
ansonsten wird ja gerne mal argumentiert: garantiert BSE frei, das ist ist schonmal sowieso eine Lüge, 1. weil man das gar nicht garantieren kann 2.BSE war kein problem der konventionellen betriebe allein. 3.war es ja eigentlich garkein wirkliches problem, hier wurde doch nur etwas von den medien hochgeputscht, und die bio-betriebe waren zu unrecht die kriegsgewinnler .
für mich zählen nur fakten, da von seiten der bio-verbände nur unterhalb der gürtellinie gegen die konventionellen geschossen wird, halte ich es für legitim das wir uns dagegen endlich mal zur wehr setzten . es kann doch nicht sein das bio-betriebe nach wievor extra zuschüsse bekommen !
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Beitragvon estrell » Sa Sep 01, 2007 10:32

Ohne Demeter zu sein empfinde ich den "meinungsbildenden Teil" von unserem Mitglied New-Holland ehr immageschädigend für alleine Bio und besonders für Demeter.

Jeder Landwirt sollte eigentlich das Wohl seiner Tiere und seiner Böden als Quelle seines eigenen Wohlbefindens vorneanstellen. Das CC für jeden selbstverständlich sein sollte und inzwischen zunehmend auch in die Prämienverteilung eingeht ist eine sehr positive Entwicklung. Als Biobetrieb brauchst du "eigentlich" kein CC als gesonderte Massnahme - du lebst das CC durch alle Bioauflagen. Es gibt "eigentlich" keine Möglichkeit "Bio" zu sein und das CC nicht einzuhalten.

Das man als Biobetrieb leider dem Konsumenten(?) gegenüber verpflichtet ist, Allesfresser ohne tierisches Eiweiss zu füttern, war vor der durch die von konventionellen Bauern hervorgerufene BSE-Problematik kein Thema - da gabs "Fleisch" für Schweine und Hühner!
Das "wir" heute das nicht dürfen und uns selber den Zusatz von "unnatürlich erzeugten Zusatzstoffen" versagen ist jedoch ehr nicht der "Biolandwirtschaft" sondern den Schwachmaten aus dem konventionellen Lager, die dachten man müsse Rinder mit toten Schafen füttern, zu verdanken.
Denn - liebe Freunde der konventionellen Landwirtschaft - Biolandwirte - besonders die von Demeter, die ja mit die einzigen wahren, die es vor der BSE-Kriese gab, währen auf solch abstruse Gedanken eben NICHT gekommen - hätte es also nur Biolandwirte gegeben, gäbs auch kein BSE.

Und hätte es kein BSE gegeben, könnten(dürften) auch "wir" unsere Hühner und Schweine noch artgerecht füttern!
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon maxi2 » Sa Sep 01, 2007 10:42

Guten Tag an alle,

ich bin neu hier und bin in der letzten Woche meines landwirtschaftlichen Vorpraktikums.
Ich habe sowohl ein Praktikum auf einem Bio (demter)als auch auf einem konevntionellen Betrieb (in Großziethen bei Berlin). Bei beiden Formen habe ich enorm viel gelernt. Auf den konventionellen Betrieben durfte ich viel über den Pflanzenbau von der Aussaat bis zur Ernte und der entsprechenden Pflege lernen und auch die ganze betriebswirtschaftliche Organisation (Dokumentation,von Tieren,Anlegen von Schlagkarteien,Berrechnung der Deckungsbeiträge).
Auf dem Bio(demter)-betrieb lernte ich viel über das Leben in einer Gemeinschaft und über die Tierhaltung. Ich habe auch viel über die Herstellung und Anwendung der biologisch-dynamischen Präparate gelernt.
Ich werde Mitte September mit mein Studium im Ökologischen Landbau anfangen,worauf ich sehr lange warten musste.
Ich will versuchen einen Mittelweg zu gehen,denn ich habe sehr nette und professionelle Landwirte sowohl in der konventionellen als auch in der ökologischen Landwirtschaft kennen gelernt.
Ich wehre mich dagegen,irgeneine Fraktion als die "Guten" oder die "Bösen" darzustellen.
Ich habe auf dem konventionellen Betrieb gelernt,dass es manchemal sinnvoller ist Mineraldünger (bspw. KAS) zu düngen als organischen Dünger! Es ging dabei um den Anbau von Wintergerste, Raps und Pferdefutter (Hafer und Weidebewirtschaftung).
Der Pflanze ist es egal welchen Dünger und Dünger sind keine PSM,sondern notwendig für die Ernährung der Pflanzen. Durch genaue Berechnung und viele Vorschriften in Bezug auf die Ausbringungsmenge,Einsatzgebiet,ist der Mineraldünger durchaus sicherer. Auch die heutigen PSM sind in der Anwendung teilweise sicherer als die Ausbringung von organischen! Der Landwirt muss einen Pflanzenschutzschein machen und er muss die genaue Einsatzmenge berechnen,das ist bei den industriellen PSM einfacher als bei organischen. Hier muss man nicht umsonst regelmäßig Proben an die Zuständigen Stellen senden und auch organische PSM sind nicht immer Umweltfreundlich. Eine Überdosierung von Gülle oder Jauche,ist ebnfalls sehr gefährlich und umweltschädlich.Es gitb auch industriell hergestellte Mittel,die sehr Umweltfreundlich sind und nur die entsprechenden Schaderreger bekämpfen aber die anderen Lebewesen nicht belasten.
Ich kann mich hier nur auf Brandenburg bzw. auf die Praktikumsbetriebe besziehen. Die Leiter sagen,dass alles aus Spagel, Flachs und eventuell noch Roggen, Sonderkulturen sind und dementsprechend Pfelge brauchen . Gerade der Rapsanbau,ist auf Ökobetrieben extrem schwierig bzw. unmöglich.
Ich finde,dass man einem Laien eher den konventionellen Landbau näher bringen kann,da hier langjährige Studien und Versuche gemacht werden. Man kann dem Verbraucher zeigen,wie man den Dünger verteilt und nach kurzer Zeit auch die Ergebnisse.
Es ist einem Laien oder Anfänger hingegen viel schwieriger,die Wirkung der biologisch-dynamischen Präparate zu zeigen oder die Landwirtschaftlichen Kurse R.Steiners (die habe ich bis jetzt nicht verstanden) und auch warum man unbedingt die Präparate rechtsherum rühren muss oder den Einfluss des Mondes.Damit kann der Durchschnittsverbraucher nichts anfangen. Man kann einfach mal nicht messen,was und wie diese Präparate wirken oder nicht,es gibt auch keine unabhängige Studien die mit Zahlen und wissenschaftlichen Ergebinsse die Wirkung belegen!

Ich habe auch in der konventionellen Tierhaltung viel positives kennen gelernt,beispielsweise hält ein Landwirt erfolgreich Ungarische Steppenrinder und Limousins,er füttert sie aus selbstangebautem Futter und kauft nur Mineralfutter zu!
Man kann auch 1000 Schweine und Rinder artgerecht halten und wie kommt es dazu,dass das Sauberste und Rückstandfreiseste Ei,das aus Käfighaltung ist?
Hühner sind nähmlich keine Steppen- bzw. Freilandgeflügel. Es sind keine Gänse oder Enten,die sich in der Natur auf freien Flächen mit Teich aufhalten! Hühner sind eher Waldbewohner(Waldbodenbewohner),die die offene Landschaft meiden . Man setzt sie teilweise einem enormen Stress aus,denn sie wollen ja kein Habichtfutter werden.
Auch die Bodenhaltung ist einfaach nicht immer Hühnergerecht,denn was ich imn der Käfighaltung "Etagenweise" habe,wird bei der Bodenhaltung auf die Fläche gebracht! Und gerade in der Feilandhaltung ist der Medikamenteneinsatz enorm groß und die Hühner werden nicht gerade alt!

Ich habe in den Praktikas verschiedene betriebs-und arbeitsweisen aber auch Lebensformen kennengelernt,die man nicht miteinander vergleichen kann.
Ich durfte die Dorfgemeinschaft Tennental kenen lernen,die mit behinderten Menschen arbeitet aber mir hat da die Pferdehaltung nicht gefallen (3 Pferde,die auf einem winzigen Paddock im Matsch standen) und am Kuhstall kann man erkennen,das er ein ehmaliger Anbindestall war! Er ist zwar modernisiert aber meiner Meinung nach recht dunkel und eng und die im Fress-/Kotberech rutschten manche Kühe auch aus..
Ich habe dagegen einen großen und sehr geräumigen und hellen Kuhstall in Schleswig-Holstein gesehen. Hier dürfen sich die Kühe frei bewegen und kommen in den Sommermonaten auf saftige Weiden! Die Liegeboxen waren eingestreut und auch mit dem Kraftfutter geht der Betrieb sehr sparsam um und der Boden war rutschsicher und die einzelnen Bereiche klar getrennt. So etwas gibt es auch bei der Schweinehaltung.

Ich finde man sollte nich Betriebe in Bayern mit denen in Norddeutschalnd vergleichen,da die Strukturen anders sind. Ich denke auch dass die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise eher für die Betriebsstrukutr in Süddeutschland gedacht ist, wo es eben kleinere ,mit modernen Maschinen schwer bearbeitbare Gebiete gibt. Hier kann diese Wirtschaftsweise durchaus viel erreichen.
Aber in Nord-/Ostdeutschland wird man mit anderen Verfahren oder auch mit Kombinationen aus Ökolandbau und konventioneller Wirtschaftsweise besser fahren. Hier gibt es nunmal die 1.000 ha Betriebe und Verbände wie Biopark oder die Gäa sind ja nicht umsonst in diesen Gegenden entsatanden! Auch deren Organisation hat sich eben aus den örtlichen Gegebenheiten entwicklet!

Ich bin hier neu und bin noch keine Profilandwirtin aber ich habe auf den Betriebe sehr viel gelernt und sammel so viel Praxis wie möglich,ich lese sehr aufmerksam eure Beiträge und würde mich freuen,wenn ich mal ein paar,vielleicht auch "laienhafte" Fragen oder Ideen stellen dürfte.

Ich interessiere mich besonders für die Rinderhaltung aber auch für den Pflanzenbau und die Ökoform ist ebensfalls sehr interessant aber wir brauchen eine Ideologiefreie und auf Fakten beruhende Diskussion ansonsten kann man einfach dieses Thema nicht diskutieren.

MFG
maxi2
Zuletzt geändert von maxi2 am Sa Sep 01, 2007 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Sep 01, 2007 10:42

@estrell:

wieso gehst du eigentlich davon aus das bio-erzeuger automatisch auch "Gutmenschen " sind ?

könnte es nicht sein das es dort auch den einen oder anderen gibt der dringend etwas mehr geld brauchen könnte ? ... und dann so ein büschen schummelt ?

gerade das geht mir so sehr gegen den strich, das ihr meint ihr müßte eigentlich nicht mehr kontrolliert werden, weil ihr ja die guten seid und wir die bösen .
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Beitragvon KarlGustav » Sa Sep 01, 2007 11:01

gerd gerdsen hat geschrieben:@estrell:

wieso gehst du eigentlich davon aus das bio-erzeuger automatisch auch "Gutmenschen " sind ?

könnte es nicht sein das es dort auch den einen oder anderen gibt der dringend etwas mehr geld brauchen könnte ? ... und dann so ein büschen schummelt ?

gerade das geht mir so sehr gegen den strich, das ihr meint ihr müßte eigentlich nicht mehr kontrolliert werden, weil ihr ja die guten seid und wir die bösen .


Nä Gerd.

Du ziehst hauptsächlich und volle Pulle gegen Demeter-Betriebe los. Und gerade DEMETER macht es den falschen Fuffzigern, die ohne Überzeugung mit BIO die schnelle Mark machen wollen u.a. durch die hohe Anlaufzeit am allerschwersten einzusteigen.

Die Linkenheimer von denen Du quasselst findest Du am allerehesten bei EU-BIO.

Aber Dir geht das garnicht darum. Du magst das "Andere", "Unbequeme" nicht, dass Dir die vollgefurzte Gemütlichkeit Deines eingefahrenen Gleises
zu bedrohen scheint. Das ist schon alles.

Trotzdem schönes Wochenende!


Gruss

Karl
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