Brombeerfoerster hat geschrieben: Die Dönerbuden zB. sind auch nicht leerer als vor den Gammelfleisch Skandalen.
Tja, das Gammelfleisch hätte wohl die innere Sicherheit verbessern sollen, die erhoffte Wirkung blieb wohl aus...
Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 6:40
Brombeerfoerster hat geschrieben: Die Dönerbuden zB. sind auch nicht leerer als vor den Gammelfleisch Skandalen.
Bio-Bio hat geschrieben:Brombeerfoerster hat geschrieben:Der Stammtisch
stimmt, unterstes Niveau. Da redet manch blinder von Farbe und hat eigentlich keine Ahnung von nichts![]()
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Leider ließ schon das Eingangsposting nichts besseres erwarten. Wie lange es wohl noch weitergeht??
schimmel hat geschrieben:Hey Gerd, ist das´n Fake oder stimmt es?
Reini
SHierling hat geschrieben:es gibt ja auch ausreichend fachliche Gegenargumente.
H.B. hat geschrieben:Ich geh mal davon aus, daß die ganze "Steiner Lehre" fernab von jeglicher Realität entstanden ist. Sollte es darin wirklich NICHTS geben, was "schützenswert" oder gar von Nutzen ist, könnte man ja von jedem Exemplar eins ins Museum stellen (nicht zugänglich, damit niemand Schaden nimmt), und den Rest verbrennen.
2.2. Rudolf Steiner (1861-1925)
Steiner war von 1902 bis 1913 Generalsekretär der Theosophischen Gesellschaft, von der er sich dann mit ca. 90% ihrer (deutschen) Mitglieder abspaltete und die Anthroposophische Gesellschaft gründete. Dabei ging es vor allem um einen Streit über Religion, da er im Gegensatz zu Blavatskys Orientierung an anderen Religionen wie Buddhismus und Hinduismus die christiliche Religion als überlegen ansah. Er modifizierte die Wurzelrassentheorie zur „Drei-Welten-Theorie“ (schwarz, braun/gelb, weiß) und wandte die Unterteilung der Menschenrassen auf das Individuum an (Entwicklung vom Astral-, Ätherleib zum vollausgebildeten Menschen mit „Ego“). In Bezug auf die Rassenlehre verwendet er nicht den Begriff „Wurzelrasse“ sondern „Kulturepoche“. Ähnlich wie Balvatsky bezog sich Steiner auf ein „Weltgedächtnis“ (die „Akasha-Chronik“), zu der er in einem anderen Geisteszustand Zugang gehabt haben will. Seine Lehre ist somit anti-aufklärerisch und autoritär, denn lt. Steiner gibt es „kein gesundes Denken, dem nicht ein auf selbstverständlichen Autoritätsglauben gestütztes gesundes Empfinden für die Wahrheit vorausgegangen wäre“ (Barth 2003: 37). Dementsprechend ist die erste Phase der Steinerschen Pädagogik auch von Lernen durch Folgen geprägt. Steiner selbst ist bis heute für seine Anhängerschaft der „Menschheitsführer“, seine Lehren werden meist buchstabengetreu verteidigt. Steiner bezeichnete seine Lehre als „Geisteswissenschaft“, die er der Naturwissenschaft an die Seite stellen wolle. Letztendlich ist seine Ideologie eine religiöse Heilslehre, die ihren Anhängern Gesundheit, Seelenheil, übersinnliche Fähigkeiten und damit Macht durch spirituelle Höherentwicklung des Geistes verspricht (Bierl 2001: 39) Neben dem Glaube an Geister, Dämonen und Engel spielt weiterhin Karma eine zentrale Rolle, d.h. die seelischen Anlagen, das körperliche Aussehen und Befinden, das Geschlecht und die soziale Position eines Menschen sowie sein Lebensweg seien durch Karma bestimmt. So liessen sich auch bestimmte Krankheiten oder Behinderungen auf Fehlungen in früheren Leben zurückführen. 1924 begründete Steiner den „dynamisch-biologischen Anbau“, der auf Kunstdünger und chemische Behandlung von Pflanzen , Früchten und Unkraut verzichtete und ein „Einbringen von geistigen Kräften in die Landwirtschaft“ forderte. Steiners Ideologie ist stark mit den zu der Zeit vorhandenen und sich ausbreitenden völkisch-nationalistischen Bewegungen und dem aufstrebenden *Zensur* kompatibel, auch wenn die *Zensur* 1935 die Anthroposophische Gesellschaft verboten.
[bearbeiten] 2.2.1. Rassismus und Antisemitismus bei Steiner
Die völkische Tradition, insbesondere sozialdarwinistische und rassistische Auffassungen, lassen sich auch heute noch neben und in den humanistischen Vorstellungen der Anthroposophie auffinden. Nach Steiner sind biologische "Rassen" mit dem Grad der mentalen "Entwicklungsreife" ihrer Angehörigen verbunden, womit eine Hierarchisierung von Menschengruppen spirituell begründet werden kann, deren unterste Sprossen den – aufgrund ihrer physischen "Degeneration" zum Aussterben verurteilten – Indianern sowie den von "Trieben" und "Witterungen" dominierten "Negern" (wegen der Sonne, die sie von innen kocht…) vorbehalten bleiben. (Bierl, Barth, Sonnenberg) Steiner geht von der Existenz von „Volksseelen“ aus, denen unveränderbare Charaktereigenschaften zugeschrieben werden können wie „Neger haben dicke Lippen und Rhythmus im Blut“ u.ä.. Bis heute sind diese Annahmen weit verbreitet und die Anthroposophische Gesellschaft bietet Seminare mit dem Titel an „Wirken und Aufgabe des deutschen Volksgeistes“ zu Beantwortung der Frage „Wie gewinne ich eine seelische Beziehung zu dem Volksgeist?“
Wie Blavatsky geht Steiner von einer Überlegenheit der Weissen/Europäer aus und rechtfertigt ihren Weltherrschaftsanspruch, da sie mit der Unterwerfung anderer Völker nur ihre Vorausbestimmung erfüllen. Die weisse Rasse sei demnach die „zukünftige, am Geiste schaffende Rasse“. Die Juden haben auch bei ihm eine Sonderstellung aufgrund ihrer astrologischen Konstellation, der „jüdische Volksgeist“ sei eine Ausnahmeerscheinung. Steiner strebt allerdings nicht ihre Vernichtung, sondern ihre völlige Assimilierung, ihr Aufgehen im deutschen Volke an. Letztendlich entspräche dies seinem im Grunde „kosmopolitischen Zukunftsvisionen“. Nach Steiner wird sich die Menschheit durch nichts mehr in den Niedergang hineinbringen, „als wenn sich die Rassen-, Volks- und Blutsideale fortpflanzen“. Stattdessen sei es notwendig, dass die anthroposophische Bewegung " … gerade im Grundcharakter dieses Abstreifen des Rassencharakters aufnimmt, dass sie nämlich zu vereinigen sucht Menschen aus allen Rassen, aus allen Nationen, und auf diese Weise überbrückt diese Differenzierung, diese Unterschiede, diese Abgründe, die zwischen den einzelnen Menschengruppen vorhanden sind."
Als Ausdruck der umfassenden Sinn- und Wertekrise in den Jahren vor und nach dem Ersten Weltkrieg partizipierten Steiners esoterische Lehren an dem rassentheoretischen Diskurs jener Zeit, indem er diesem einzelne Elemente entnahm, welche er den theosophischen Ideen der Genese von Rassen und Kulturen anverwandelte. Völkische Theoretiker wie etwa die "Ariosophen" „Jörg Lanz von Liebenfels“ und Guido List adaptierten Teile der theosophischer Rassentheorien, ohne jedoch deren Einbindung in den „universalistischen und kosmopolitischen Horizont der Blavatskyschen Theosophie zu berücksichtigen“. (Sonnenberg 2005)
Steiners peripheren Auseinandersetzungen mit dem zeitgenössischen Judentum bewegten sich im Spannungsfeld zwischen einem „aufgeklärten“, die Assimilation bedingungslos einfordernden Antijuduaismus und der kirchenchristlichen Tradition der Judenfeindschaft. Demnach hätten die Juden durch den Verrat an Jesus Christus schlechtes Karma angehäuft, das sie bis heute abzutragen haben. (Bierl 2001: 56) Die Mitgliedschaft in der Anthroposophischen Gesellschaft stand Juden offen, die "Protokolle der Weisen von Zion", in denen sich der judeophobe Verschwörungsmythos idealtypisch verdichtete, wies Steiner ausdrücklich als "Fälschung" politisch reaktionärer Kreise zurück (Sonnenberg 2005)
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