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Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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650 Beiträge • Seite 5 von 44 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 44
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Beitragvon SHierling » Fr Aug 10, 2007 8:21

Hallo,
um nochmal aufs Thema zurückzukommen, hier eine Arbeit dazu:
http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen ... eiler.html

Folgende Feststellungen konnten im Ergebnis der Arbeit getroffen werden:

* In allen untersuchten Betrieben kam es unter den zum Untersuchungszeitraum herrschenden Bedingungen (Besatzdichten von 6-25 Sauen je Hektar und Jahr, Belegungsdauer von z.T. über einem Jahr) tatsächlich, zumindest an Teilstellen, zu überhöhten Stickstoffeinträgen.
* Diese Stickstoffeinträge traten, bedingt durch das artspezifische Dungabsatzverhalten der Schweine, meist punktuell konzentriert auf. Dabei konnte festgestellt werden, daß die Verteilung des Dungs von der Gehegegestaltung abhängig war.
* Bedingt durch diese ungleichmäßige Dungverteilung konnten auch bei sehr niedrigen Besatzdichten punktuell überhöhte Stickstoffeinträge festgestellt werden.
* Es stellte sich heraus, daß die arteigenen Verhaltensweisen der Schweine sich zur Erzielung eines gleichmäßigeren Nährstoffeintrages gut ausnutzen lassen, wenn die Gehege dementsprechend gestaltet werden.
* Auf mehreren Flächen konnte beobachtet werden, daß durch ungünstige Planung der Frucht folge, d.h. zu langen Abstand zwischen Belegung und Anbau und die Wahl ungeeigneter Folgefrüchte, besonders über den Winter, z.T. der gesamte eingetragene Stickstoff zu tief verlagert wurde, um noch pflanzenverfügbar zu sein. Es war deshalb zu vermuten, daß in diesen Fällen ein Großteil des während der Belegung angefallenen Stickstoffes ausgewaschen wurde.
* Da eine beginnende Verlagerung des Stickstoffes je nach Witterung z.T. bereits nach drei Monaten, spätestens aber nach einem halben Jahr, beobachtet wurde und nach eineinhalb Jahren an einigen Stellen bis unterhalb von 90 cm stattgefunden hatte, sollte die Belegungsdauer ein Jahr keinesfalls überschreiten. Aus planzenbaulicher Sicht besteht an dieser Stelle noch weiterer Forschungsbedarf, da im Rahmen dieser Arbeit nicht geklärt werden sollte und konnte, durch welche Maßnahmen und mit welchen Früchten die effektivste Ausnutzung der eingetragenen Nährstoffe erzielt werden kann.


Solche Probleme gibt es eben überall. Die lassen sich auch lösen, über ein entsprechend gut geschultes Management - aber: den Aufwand (sanierung der Flächen) muß auch jemand bezahlen!

Mich würde nach wie vor mal eine Kostenrechnung interessieren. Wenn ihr das bei Schweinen noch nicht könnt, nehm ich auch Rind ;-)

Grüße
Brigitta
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Beitragvon euro » Fr Aug 10, 2007 8:22

Glaub eher dass man beim Wechsel von Konventionell auf Bio eigentlich Pestizidrückstände mit Pilzrückständen (Don) tauscht.
Also eher ne Glaubensfrage woran man letzlich " dran glauben will ". :?
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Beitragvon SHierling » Fr Aug 10, 2007 9:25

Ja, Pilze sind denk ich auch so ein großes Problem, nicht nur Brand und Rost.
Ich hab voriges Jahr mit einer Biologin zusammen ein paar Bio-Schläge beguckt (wo Ortolane brüten sollen) - da war Mutterkorn drin wie ausgesät :-( (war in den normalen Schlägen aber auch viel) - und das sollte eigentlich Schweinefutter werden.

Aber eben drum kann es ja nur Nutzen, sich auszutauschen, anders wird man keinen Weg in der Mitte finden.
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Aug 10, 2007 9:37

SHierling hat geschrieben: - da war Mutterkorn drin wie ausgesät :-( (war in den normalen Schlägen aber auch viel) - und das sollte eigentlich Schweinefutter

vielleicht ist ja deshalb das biozeugs so beliebt ? wegen dem LSD ?
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Beitragvon bona terra » Fr Aug 10, 2007 9:51

[quote="euro"]Glaub eher dass man beim Wechsel von Konventionell auf Bio eigentlich Pestizidrückstände mit Pilzrückständen (Don) tauscht.
Also eher ne Glaubensfrage woran man letzlich " dran glauben will ". :?[/quote]

Wurde vor einigen Jahren in Bayern in einer mehrjährigen Untersuchung vom LWF bewiesen, daß genau das Gegenteil der Fall ist: Die Werte sind bei ökologischer Betriebsweise im Schnitt nur halb so hoch.

Im übrigen würde ich mich der Meinung von Schimmel anschließen. Auf die Ergüsse von Gerd Gerdsen will ich hier nicht näher eingehen und empfehle auch allen anderen, hierauf nicht mehr zu reagieren.
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Beitragvon new-holland121 » Fr Aug 10, 2007 9:53

Guten Morgen an alle,
keines unserer Tiere hinkt und mit dem Vetamt hatten wir noch nie Probleme!
Du kannst gerne kommen und dich umschauen. Ich habe nicht gesagt,das ich gar keine Ahnung habe aber wir haben unsere Aufgabenfelder aufgeteilt.

Meine Freundin kümmert sich um die Tiere und ich um den Pflanzenbau.
Wir haben gerade jetzt mehrfache Kontrollen gehabt und keiner hat je etwas bemängelt. Auch auf den anderen Betrieben wie Brodowin oder Mahlitzsch hat man eher die Wirtschaftsweise gelobt als kritisiert.

Wenn wir wieder mehr Zeit haben könnt ihr alle gerne kommen und euch vom Betrieb überzeugen. Ich liebe meine Tiere und diesen Beruf und ich würde alles machen,dass es ihnen gut geht.

Ich achte eure Landwirtschaft und würde niemanden jemals kritisieren,da jeder selber wissen muss was er macht.

Ich überlege sehr,ob ich denn nicht ein eigenes Forum erstellen werde,wo wir Ökobauern uns unterhalten können und die für unsere Ideen offen sind.
Abropo was würdest du machen,wenn dein Sohn oder deine Tochter auf die Idee kommt biologisch-dynmamisch zu wirtschaften?

@ sHierling
Wir kommen sowohl mit den Schweinen als auch mit den Rindern gut hin,unser Betrieb funktioniert und wir können friedlich leben. Es gibt einige Metzger die gerne Angler Sattelschweine nehmen und wissen sie zu schätzen. Wir haben auch viel Direktvermarktung.

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Beitragvon SHierling » Fr Aug 10, 2007 10:29

Wir kommen sowohl mit den Schweinen als auch mit den Rindern gut hin,unser Betrieb funktioniert und wir können friedlich leben.

Ja, das hast Du schon gesagt. Mich hätte eben mal interessiert, WIE, denn wenn das so einfach wäre, stünde sicher nicht ausgerechnet bei oekolandbau.de, daß sich das ganze eben nicht lohnt, und das es so viele Probleme mit der tiergerechten Fütterung der Allesfresser gibt.

Schade, daß sowas dann anscheinend nicht preisgegeben wird und Du auf fachliche Fragen nur so ausweichend und oberflächlich antwortest - so ist es dann kein Wunder, wenn jeder aufs herumspekulieren angewiesen ist! Ich würde meine Freiland-Schweine auch gern "Bio" füttern (und mehr Geld nehmen ;-) ), wenn ich davon überzeugt wäre, daß sie dabei auch gesund bleiben, aber so?

Grüße
Brigitta
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Aug 10, 2007 10:59

.... übrigens der mythos mit dem einfluß des mondes ist auch schon seit längeren widerlegt,(hab ich früher aber selber auch geglaubt) statistisch werden während vollmond nicht mehr kinder geboren als zu den anderen zeiten, das kann man ja auch leicht beweisen, wird ja schließlich jede geburt dokumentiert .
... und auch das möhren oder anderes besser wächst wenn es bei vollmond gesäht wird ist wissenschaftlich ebenso widerlegt .
http://www.quarks.de/themendossiers/wel ... bare-mond/
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Aug 10, 2007 11:03

Bio-Bio hat geschrieben:
Wurde vor einigen Jahren in Bayern in einer mehrjährigen Untersuchung vom LWF bewiesen, daß genau das Gegenteil der Fall ist: Die Werte sind bei ökologischer Betriebsweise im Schnitt nur halb so hoch.

.


... wo bitte kann man das nachlesen ?
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Aug 10, 2007 11:07

Bio-Bio hat geschrieben:Im übrigen würde ich mich der Meinung von Schimmel anschließen. Auf die Ergüsse von Gerd Gerdsen will ich hier nicht näher eingehen und empfehle auch allen anderen, hierauf nicht mehr zu reagieren.

... würde ich an deiner stelle auch nicht machen, nenne bitte deine quellen damit wir deine thesen überprüfen könnnen, oder geh den weg von egbert .
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Beitragvon estrell » Fr Aug 10, 2007 11:29

und das es so viele Probleme mit der tiergerechten Fütterung der Allesfresser gibt.


Das Problem haben doch auch Nichtbios seit es kein Tiermehl mehr im Futter gibt :? Auch wenn die in ihrer Verzweiflung dann auf synthetische Stoffe, teilweise durch Gentechnik erst mögliche, zurückgreifen dürfen, ist das Problem doch nur abgeschwächt, aber nicht beseitigt.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon SHierling » Fr Aug 10, 2007 11:37

Naja, also ich seh das schon als "beseitigt" an. Wenn ich ein Eiweiß dadurch aufwerten kann, daß ich ausreichend essentielle Aminosäuren aus dem GVO-Konverter dazugebe, dann hat das Tier jedenfalls keine Probleme mehr?! Kommt noch dazu, daß man damit natürlich auch einen erheblichen Teil N-Einträge in die Umwelt spart.
Und da schneiden die Bio-Betriebe eben schon ziemlich schlecht ab - niedrigere Futterverwertung + längere Mastdauer, da kommt schon herzlich was zusammen!
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Beitragvon euro » Fr Aug 10, 2007 11:47

Als Nihilist kann man über dieses ganze pseudoreligiöse Getue ( genannt Bio ) nur lächeln ...
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Beitragvon estrell » Fr Aug 10, 2007 11:58

Irgendwie kommt mir das ganze so vor wie die Diskussion ab nun Oldtimer besser sind oder Neumaschinen.
Die einen argumentieren mit der Rohstofferspaarnis dadurch, das man eben keine neuen Maschinen bauen muss, die anderen argumentieren dagegen, das Neugeräte aber viel weniger verbrauchen oder aber adäquat soviel mehr leisten und sich das so mehr als aufwiege.

Konsequenterweise ist nur eine Konsumeinschränkung und eine Begrenzung der Weltbevölkerung auf ein Mass, das die Welt verträgt eine Lösung. Aber da bin ich schon wieder da, wo meine Ideale stehen und die nicht zur Realität passen.

Da ich Gerd eigentlich gerne meine Unterlage geschickt hätte, aber der es vorzieht sich dazu geschlossen zu halten, hier mal der Behandlungsbeleg zur Panaritiumbehandlung... am Videoverknüpfen arbeite ich noch - ich mag lieber Fakten als blöd angemacht zu werden, hab nichts zu verbergen und bin eh durch mein Impressum bekannt. Da mich sowieso Hinz und Kunz kontrolliert, ist DAS nun auch absolut egal.
http://www.bilder-hochladen.net/files/brd-3f-jpg.html
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Beitragvon heico » Fr Aug 10, 2007 12:58

Bio-Bio hat geschrieben:
euro hat geschrieben:Glaub eher dass man beim Wechsel von Konventionell auf Bio eigentlich Pestizidrückstände mit Pilzrückständen (Don) tauscht.
Also eher ne Glaubensfrage woran man letzlich " dran glauben will ". :?


Wurde vor einigen Jahren in Bayern in einer mehrjährigen Untersuchung vom LWF bewiesen, daß genau das Gegenteil der Fall ist: Die Werte sind bei ökologischer Betriebsweise im Schnitt nur halb so hoch.

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Stimmt macht keinen großen Spaß, wenn sich jemand garnicht auskennt.
Außerdem bevor man auf dem Baukhof Schläge angedroht bekommt muss
etwas mehr vorfallen, als das was wir hier gelesen haben. Sag ich mal so.

Persönliche Beleidigungen sind im Forum sowieso nicht erlaubt.

Was da in Bayern in mehrjährigen Untersuchungen festgest wurde
war die Bestätigung von dem, was wir schon seit den 80er in der Praxis
wissen.

Kamen doch damals die Herren Pflanzenschützer busweise auf die Höfe
und verkündeten dass der biologische Landbau nicht praktikabel wäre.
Aber sie fanden keine Läuse und Mehltau wie gewohnt, weil eben durch
wenig N Zufuhr das Gewebe der Pflanzen fester ist.
Die Namen der Wissenschaftler die das so genau wussten nenne ich hier nicht, damit sie keinen roten Kopf bekommen.
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