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Jungbullen - Schlachtpreise

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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2895 Beiträge • Seite 49 von 193 • 1 ... 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52 ... 193
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Qtreiber » Sa Okt 17, 2020 20:52

langholzbauer hat geschrieben:Soll ich mich bei modern bequem faul denkenden Menschen noch dafür entschuldigen, dass ich noch weis , wie gut durchwachsenes Fleisch und selbst gekochte Suppen ohne Fertigwürze schmecken?
Da könnt ihr lange drauf warten!
:lol:

Das verlangt keiner. Nur gibt es eben auch für das hochwertigste VV vom dry-aged 5-jährigen Ochsen keinen relevanten KäuferMarkt, der da draus eine Spitzensuppe kochen könnte.
Als ich noch selbst vermarktet habe, wollten die meisten Haushalte "alles Suppenfleisch zu Hackfleisch, bitte".
Qtreiber
 
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 17, 2020 21:36

Mir ist durchaus klar, dass sich Verbrauchergewohnheiten änder.
Zum erfolgreichen Verkauf gehört aber eben mehr, als nur immer dem Markt hinterher zu rennen und nur über den Preis zum Zuge zu kommen.
Wer ein so komplexes Erzeugnis, wie einen Schlachtkörper nicht vollständig mit Gewinn vermarkten kann, wird irgendwann vom Markt überrollt.
Ich nehme mal an, deshalb schreibst Du über Vergangenheit.
Die Fleischindustrie hierzulande hat noch nicht begriffen, dass die Preisspirale am unteren Ende angelangt ist.
Wir sind an einem Punkt , wo selbst Spitzenbetriebe nicht mehr ohne staatlich Alimentierung überlebenden können.
Jetzt fallen uns allen die Sünden der Vergangenheit auf die Füße.
Mit technologisch optimieten Fleischprodukten, lassen sich die für die Erzeuger notwendigen Preiserhöhungen nicht realisieren.
Und nicht zuletzt dank Corona wird es eine Tierwohlsteuer nicht in absehbarer Zukunft geben.
Ganz logisch, daß CT nach Spanien abwandern will.
In jedem anderen europäischen Land ist Fleisch im Laden teurer und überwiegend auch sensorisch besser.
Bei Wurstprodukten ähnlich.
Ich geb die Schuld nicht allein der Fleischbranche.
Wir Erzeuger und die Landwirte in den Vorständen sind ebenso mit verantwortlich.
Zum Thema Fleisch- bzw. Schlachtkörperqualitäten gibt es in Kulmbach eine Einrichtung...
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 17, 2020 21:54

Es gibt durchaus Wurstsorten, die durch Rindfleisch besser werden und trotzdem mit den aktuellen Ladenpreisen bezahlt wären!

Der Markt für Suppenfleisch ist eben auch geschrumpft, weil er nicht richtig gepflegt wurde.
Wir sind ja leider alle zu geizig bei dem aktuellen Wetter mal intensiv Werbung für einen guten Eintopf oder eine kräftige Suppe in der Presse zu schalten.
Dabei hätten viele Leute, dank Corona, genug Zeit zu kochen.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Qtreiber » Sa Okt 17, 2020 23:07

langholzbauer hat geschrieben:Wer ein so komplexes Erzeugnis, wie einen Schlachtkörper nicht vollständig mit Gewinn vermarkten kann, wird irgendwann vom Markt überrollt.
Ich nehme mal an, deshalb schreibst Du über Vergangenheit.

Nein. Ich habe ganz einfach meine böse, böse Hobbyhaltung aufgegeben, weil meine Midlife-Krise vorbei war. :D
Qtreiber
 
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Marian » So Okt 18, 2020 8:42

Fleischverkäufer hat geschrieben:
Preis passt doch. Nur R 3 bei rein HF ist der Anteil aber überschaubar, oder ?


Es waren in diesem Fall 30% was ziemlich genau dem RDN Anteil der dabei war entspricht. Die sind einfach fleischiger als rbt. R3 bei rein HF liegt bei mir derzeit bei wirklichen sbt und rbt Partien bei 15-20% Ich habe einen Mäster Kollegen der liegt da noch besser. Ich bin noch auf der Suche was ich noch besser machen muss.
Der Anteil an R3 bei HF liegt aber in der Tat auch am Schlachthof. Für einige interessiert nur die Fellfarbe. Da kann ein sbt kein R3 sein.


Grüße
20 Jahre beim Landtreff :prost:
Marian
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Fleischverkäufer » So Okt 18, 2020 10:24

langholzbauer hat geschrieben:Soll ich mich bei modern bequem faul denkenden Menschen noch dafür entschuldigen, dass ich noch weis , wie gut durchwachsenes Fleisch und selbst gekochte Suppen ohne Fertigwürze schmecken?
Da könnt ihr lange drauf warten!
:lol:


Nein das verlangen wir auch nicht, noch weniger muß du dich dafür entschuldigen,. Lebe du weiter in deiner Welt, koche das was du für Richtig hälst, und fertig. Und lass uns einfach weiter das produzieren was der Kunde verlangt. Wir sind nicht dafür zuständig, den Kunden zu belehren , was er zu kochen und zu tun und zu lassen hat. Das entscheidet er selber für sich ganz alleine. Und du musst uns auch nicht belehren, auch wir wissen was wir tun, glaub es mir.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon langholzbauer » So Okt 18, 2020 10:48

@ Fleischverkäufer
Du hast Deine eigene und die Tätigkeit Deiner Branche noch nicht begriffen.
Ihr produziert nichts, sondern lebt von der Produktion anderer, die Ihr nur verarbeitet und handelt.
Und wenn die Produzenten kaputt sind, könnt Ihr Euer Fleisch in der Retorte züchten.
Ist es wirklich zu viel verlangt, dass allen in der Nahrungskette ein ausgewogener Anteil am Wert des Endproduktes zukommen soll?
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon DWEWT » So Okt 18, 2020 11:43

Alles was sich nicht standatisieren lässt, kann von den Großen der Verarbeitungsbranche schlecht verarbeitet/angeboten werden. Genau da liegt eine Chance kleinerer Betriebe. Viele von denen sind allerdings dem Billig-Wahn schon zum Opfer gefallen. Das Angebot aus der Rinderverarbeitung lässt sich nicht, wie im Schweinebereich üblich, standatisieren. Zu groß sind die Unterschiede bei den Jungbullen und Färsen. Schlachtgewichte von 330 bis 460kg bei den Bullen und 280 bis 360kg bei den Färsen, bewirken logischerweise sehr unterschiedliche Größen bei den Edelstücken. Damit kommt der konv. Handel nicht gut zurecht. Versuche, auch bei den Rindern eine größere Gleichmäßigkeit herbeizuführen, sind bisher gescheitert. Abgesehen von den "Nebenprodukten" der Milcherzeugung, ist im Fleischrinderbereich jeder Tierhalter weiterhin von seiner Genetik überzeugt. So tummeln sich im Schlachtrinderangebot Jungbullen der Intensivrassen neben Färsen aus dem Bereich der mittel intensiven Rassen bis hin zu den unzähligen Kreuzungsprodukten, die häufiger Zufallsprodukte als gezielt erzeugte Genetikkombinationen darstellen. Andererseits hat genau dieser Umstand bisher dazu geführt, dass die Großen Schlachter und Verarbeiter mit unterschiedlichenm Material arbeiten müssen. So haben wir uns die Möglichkeit erhalten, selbst über die Zukunft der Rindfleischerzeugung in D. entscheiden zu können. Eingeschränkt wird die Vielfalt der Möglichkeiten allerdings zukünftig durch die Politik. Ob der Wiederkäuer die politischen Entscheidungen, beeinflusst durch den Methanwahn, unbeschadet überstehen wird, steht noch in den Sternen.
Zuletzt geändert von DWEWT am So Okt 18, 2020 12:02, insgesamt 1-mal geändert.
DWEWT
 
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Fleischverkäufer » So Okt 18, 2020 11:53

langholzbauer hat geschrieben:@ Fleischverkäufer
Du hast Deine eigene und die Tätigkeit Deiner Branche noch nicht begriffen.
Ihr produziert nichts, sondern lebt von der Produktion anderer, die Ihr nur verarbeitet und handelt.
Und wenn die Produzenten kaputt sind, könnt Ihr Euer Fleisch in der Retorte züchten.
Ist es wirklich zu viel verlangt, dass allen in der Nahrungskette ein ausgewogener Anteil am Wert des Endproduktes zukommen soll?

Und wenn wir das machen würden, was du machst, dann wären wir längst Pleite. Dann müssten alle Bauern ihr Vieh selbst Schlachten und vermarkten. Und der größte Kunde wäre dann Refoot. Und die Zahlen nichts, sondern schreiben noch eine Rechnung.
Fleischverkäufer
 
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon HL1937 » So Okt 18, 2020 16:06

langholzbauer hat geschrieben:@ Fleischverkäufer
Du hast Deine eigene und die Tätigkeit Deiner Branche noch nicht begriffen.
Ihr produziert nichts, sondern lebt von der Produktion anderer, die Ihr nur verarbeitet und handelt.
Und wenn die Produzenten kaputt sind, könnt Ihr Euer Fleisch in der Retorte züchten.
Ist es wirklich zu viel verlangt, dass allen in der Nahrungskette ein ausgewogener Anteil am Wert des Endproduktes zukommen soll?


Mit einmal schnell Schlachthof fahren verdienen diese Lumpen mehr als der Bauer wo das Vieh 1 Jahr füttert.
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Frankenbauer » So Okt 18, 2020 21:18

Dass ein Fleischverkäufer hier so laut tönen kann, dass alle unsere Produkte was für Refod wären liegt sicher an einer komplett verfehlten Steuerung der Fleischindustrie durch den Staat. Hätte man nicht zu Tausenden die kleinen Schlachtstätten durch immer mehr Auflagen und deren Kontrollen aus dem Markt gedrängt, würde man nicht jeden Direktvermarkter in einen EU Schlachthof zwingen und hätte man öfters mal den gesunden Menschenverstand walten lassen, wären CT und Co heute nicht Monopolbetriebe.
Ich habe gottlob noch den Metzgermeister, der sich auch die EU Anerkennung angetan hat in der Nähe, meine Rinder fahren 18km und das am Vorabend der Schlachtung. Mein Metzger verarbeitet Nose to Tail und die Auszahlungspreise liegen auch über den wöchentlichen Preisfeststellungen.

Gruß

Wener
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Fleischverkäufer » Mo Okt 19, 2020 7:36

langholzbauer hat geschrieben:@ Fleischverkäufer
Du hast Deine eigene und die Tätigkeit Deiner Branche noch nicht begriffen.
Ihr produziert nichts, sondern lebt von der Produktion anderer, die Ihr nur verarbeitet und handelt.
Und wenn die Produzenten kaputt sind, könnt Ihr Euer Fleisch in der Retorte züchten.
Ist es wirklich zu viel verlangt, dass allen in der Nahrungskette ein ausgewogener Anteil am Wert des Endproduktes zukommen soll?


Man Langholzbauer, sage mal zum VW Chef Herbert Diess, das der keine Autos produziert, sondern nur verarbeitet, produzieren würde die Tata Steel. Dann wird der dir aber einen erzählen. Die Landwirte züchten oder mästen lebende Tiere, Langholzbauer, und wir produzieren hochwerte Lebensmittel, über 1000 verschiedene Produkte ( das Wort Produkte kommt von produzieren ). Und einen ausgewogenen Anteil am Wert einer Nahrungskette , den kann man nicht steuern, sondern den bildet der Markt selbst, nach Angebot und Nachfrage . Wenn ich das alles so lese, was du hier schreibst, das wird ja immer noch schlimmer, dann habe ich die Befürchtung, das deine Langholzbäume bein Fällen nicht immer in die richtige Richtung gefallen sind. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon langholzbauer » Mo Okt 19, 2020 8:39

Oh!
Fühlt sich etwa einer auf den Schlips getreten? :)

Entschuldigung an alle anderen, dass es hier so weit vom Preisthema abgewichen ist.
Die Flucht in Persönlichkeiten scheint aber meinen Beitrag über die Bequemlichkeit der Fleischbranche und die sensorischen Qualitäten technologisch optimierter Schlachtkörper zu bestätigen. :wink:

Damit können wir wieder zum Alltagsgeschäft zurück kehren.
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