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Massives Insektensterben

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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298 Beiträge • Seite 8 von 20 • 1 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 ... 20

Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Manfred » Di Okt 24, 2017 7:39

flower-bauer hat geschrieben:Die Frage ist jetzt, wie gehen wir damit um ?


Die Lösungen sind doch Großteils längst bekannt und erprobt.
Das Problem ist, dass wir sie nicht umgesetzt kriegen, weil unser System und unser Denken derart festgefahren ist.

Wir Bauern wissen, dass es scheiße ist, wenn bei Starkregen der Boden vom Acker schwimmt, weil das Wasser nicht mehr versickert und kein Leben mehr den Dreck zusammenhält.
Wir wissen und die Probleme der Intensivtierhaltung.
Der der LBV und der NABU wissen, dass die Verlagerung von Produktion ins Ausland keine echte Lösung ist, dass eine intensive Raubwildbejagung und ein Eindämmen der Katzenplage den Vögeln helfen würde, dass die Misthaufen der Bauern und die Kleintierhaltung in den Gärten früher wichtige Nahrungsquellen der Vögel waren, dass die massiv reduzierten Nährstoffeinträge in die Wässer die Biomasse in den Gewässern und damit auch die Wasserinsekten deutlich reduziert haben. Sie wissen, dass jede Stilllegung hier zu intensiverer Produktion anderswo führt.

Statt sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen wäre es viel sinnvoller, endlich ehrlich zu werden, und die Landwirtschaftspolitik an einem Fernziel auszurichten, dass wir doch fast alle gemeinsam haben:
Eine aufbauende Landwirtschaft, die die Böden erhält und wieder verbessert, die Wasserkreisläufe wieder herstellt, mit ganzjähriger Bodenbedeckung und Durchwurzelung, die die Tiere wieder auf die Fläche bringt und damit auch die Grundlage für all das Kleinviehleben wieder herstellt, das sich in die Nährstoffkreisläufe und Nischen integriert.
Ein Jagdmanagement, dass für ein Artengleichgewicht sorgt und einen naturnahmen Waldbau zulässt.
Ein Naturschutz, dass den Menschen als notwendigen Störfaktor anerkennt, der durch sein Tun immer wieder sich einstellende Monotonie aufbricht und so die für viele Arten lebensnotwendigen Nischen schafft.
Dazu gehören natürlich auch ordentliche Einkommen und eine gute Lebensqualität für die in dieser Landwirtschaft arbeitenden Menschen und ein konsequenter Außenschutz, der verhindert, dass unsere Landwirtschaftspolitik durch Importe zunichte gemacht wird, die unsere Standards unterlaufen. Importieren Biofraß, der aus fossilen Grundwasserreserven bewässert und mit massiver Bodenerosion erkauft wurden darf es dann auf unserem Markt so wenig geben, wie Soja und Palmöl von tropischen Rodungsflächen und Baumwolle vom Aralsee oder zu Nullstandards produziertes Hähnchenfleisch aus Asien (das in den lecker Chicken Nuggets steckt).
Nicht dass ich grundsätzlich etwas gegen Importe hätte, aber die Standards, ökologisch wie sozial, müssen erfüllt werden. Durch "aus den Augen aus dem Sinn", sprich die Verlagerung von Umwelt- und Sozialproblemen, wie sie der "Naturschutz" heute betreibt, sind keine Verbesserungen zu erreichen. Die Erde hat nur ein Ökosystem. Egal wo wir es schädigen, es fällt immer auf uns oder unsere Kinder zurück.
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon marius » Di Okt 24, 2017 9:17

Sicher hat die konv. Landw. einen großen Anteil am Insektensterben. Das ist u.a. ein Grund warum viele nur noch Bio kaufen.

Allerdings sollten sich die Privaten an die eigene Nase fassen. Der Rasen im Garten wird alle 7 Tage gemäht, wie soll denn da noch eine Blume blühen ? Und kommen einige Kräuter oder Leguminosen wird sofort vertikutiert, gespritzt und wieder Rasengras nachgesät. Jeder will seinen englischen. sterilen Garten mit ausschliesslich Gras. Wo ist da die blühende Artenvielfalt welche die Insekten brauchen ?
Das Wespennest im eigenen Garten wird auch sofort entfernt.
Alles nicht gerade Bienen und Insektenfreundlich würde ich sagen....
Bäume werden in diesen Gärten auch kaum gepflanzt weil es Arbeit macht und wenn ein Baum mal Läuse hat wird doch ebenfalls sofort die chemische Keule rausgeholt. Und gerade dort wird gleich 3 fach gespritzt. Viel hilft viel.
Zudem könnten die Privaten ihr Haus und Garage z.b. mit Kletterpflanzen wie dem wilden Wein einwachsen lassen. Sowas wäre mal insektenfreundlich, machen sie aber auch nicht.

Fazit : Die Medien und Privaten sollten weniger auf die Landwirtschaft einschlagen sondern erst mal in ihrem eigenen Spiel.- und Spaßgarten insektenfreundlich gestalten-
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon wespe » Di Okt 24, 2017 10:00

Sicher hat die konv. Landw. einen großen Anteil am Insektensterben. Das ist u.a. ein Grund warum viele nur noch Bio kaufen.

Wenn ich unseren Nachbar, 4000ha Bio Betrieb, anschaue und sehe was die machen, da is auch nix los mit Artenvielfalt.
Also net immer alles nur auf Konvi. LW schieben.
Mit freundlichen Stachel
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon elchtestversagt » Di Okt 24, 2017 10:37

Der erste Satz von Marius ist Nonsens.
Mit dem Rest hat er Recht, und ich gehe sogar noch ein Stück weiter: Vor dreissig Jahren hatten viele Einfamilienhäuser noch einen Garten für die Eigenversorgung, weil die alte Generation das noch so gewohnt war.
Nu ist die verstorben, und die "Erben" haben keine Lust, Zeit oder sonstwas auf Garten.
Was hinzu kommt, sämtliche Grünstreifen an Strassen, Wegen u.a. werden der "Verkehrssicherheit" wegen mehrmals im Jahr gemulcht, damit die Leute auch schön weit sehen können, auf diesen "Ruhestreifen" kann sich auch nichts entwickeln.
Bäume und Wälle werden immer weiter zurückgeschnitten, hier ist es mittlerweile so, dass die Strassenbauämter dieses Pleitestaates zweimal im Jahr Streife fahren, und wenn da Äste o.ä. nahe dem "öffentlichen Verkehrsraum" kommen, und diese Bäume, Wälle wie so häufig nicht zur Strasse gehören sondern dem Grundstückseigentümer, dann hat man prompt eine Aufforderung zur Aufästung im Haus, nicht ohne den Zusatz, dass eine Strassenabsicherung dafür erforderlich ist, welche Genehmigt werden muss und "begleitet" werden muss ( kostenpflichtig versteht sich...).
Und wer das Prozedere mal mitgemacht hat, der "ästet" beim nächsten mal richtig auf, sprich ein Sägeschnitt ganz unten.
Dann allerdings wachsen die ganzen (eingescheppten) anderen Arten massenhaft auf ( Traubenkirsche bspw), welche dann jedes Jahr lieber zweimal mit dem Mulcher kurz gehalten werden, kurzum, anstatt einen Wall mit Bäumen und Rückzugsraum ist da dann nichts mehr....
Btw, hier werden Ausgleichsflächen allesamt aufgeforstet....Da kann sich auch keine "Blütenvielfalt" entwickeln...
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon stamo » Di Okt 24, 2017 11:09

wespe hat geschrieben:
Sicher hat die konv. Landw. einen großen Anteil am Insektensterben. Das ist u.a. ein Grund warum viele nur noch Bio kaufen.

Wenn ich unseren Nachbar, 4000ha Bio Betrieb, anschaue und sehe was die machen, da is auch nix los mit Artenvielfalt.
Also net immer alles nur auf Konvi. LW schieben.

Stimmt ja auch. Eine von großen Maschinen bei jedem Wetter vergewaltigte Bio-Gemüsefläche ist toter Boden und das Rebhuhngelege freut sich auch nicht unbedingt über wöchentliches Striegeln.

Manfreds Ideen sind absolut richtig, vielleicht etwas zu sehr aus der Bodensicht gesehen, aber sie sind ein richtiger Weg. Viele der seltenen Insekten brauchen kargen und offenen Bewuchs. Das kann man heute nur noch künstlich schaffen. Ich wette, wenn man so manches Naturschutzgebiet mit dem Bagger abtragen würde, da würde eine artenreichere Folgelandschaft entstehen.
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Manfred » Di Okt 24, 2017 12:06

Das sehe ich auch so. Bio oder nicht hat in der Hinsicht nicht viel zu sagen. Das ist in vielen Fällen nur die Fortsetzung des Kampfes gegen die Natur mit etwas anderen Mitteln. Am Resultat ändert das wenig.
Natürlich gibt es sehr engagierte Biobauern.
Aber den ursprünglichen Bio-Gedanken mit ganzheitlichem Ansatz hat das Künast-Billig-&-Import-Bio weitgehend kaputt gemacht.In der Hinsicht ist der Bio-Begriff verbraucht.

Es macht keinen Sinn, da eine nicht vorhandene Front zwischen guten und bösen Bauern errichten zu wollen.
Gute Ansätze gibt es in allen Bereichen der Landwirtschaft.
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Ferengi » Di Okt 24, 2017 12:40

Also auf meinen Wiesen ist soviel Wild, das der Bio-Kontrolleur mal meinte ich müsse die Enten aber anmelden. :mrgreen: :mrgreen:
Zuletzt geändert von Ferengi am Di Okt 24, 2017 13:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Lonar » Di Okt 24, 2017 12:59

Ich gehe mittlerweile davon aus das die nassen Löcher in denen das Getreide in diesem Jahr ersäuft bei der Vor Ort Kontrolle aus dem Antrag genommen werden. Da könnte auf den 5m2 ja tatsächlich noch Kamille wachsen. Unerhört wie die Bauern das Amt bescheissen wollen :mrgreen:
Ist bei meinem Nachbarn so gelaufen bei Trittschäden in der Weide :-?
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Todde » Di Okt 24, 2017 14:16

Lonar hat geschrieben:Ich gehe mittlerweile davon aus das die nassen Löcher in denen das Getreide in diesem Jahr ersäuft bei der Vor Ort Kontrolle aus dem Antrag genommen werden. Da könnte auf den 5m2 ja tatsächlich noch Kamille wachsen. Unerhört wie die Bauern das Amt bescheissen wollen :mrgreen:
Ist bei meinem Nachbarn so gelaufen bei Trittschäden in der Weide :-?


Meine Weide wollte die auch nicht absegnen, angeblich andere Nutzung :roll:
Die Pferde waren gerade durch mit der Weide, die E-Zäune standen noch.
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Labernich » Di Okt 24, 2017 16:02

Den Prüfer hatte ich auch, oder sind die alle so?
Ich liebe die Grünen wie mein Bier 4,9% und kaltgestellt!
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon flower-bauer » Di Okt 24, 2017 17:51

Manfred hat geschrieben:
flower-bauer hat geschrieben:Die Frage ist jetzt, wie gehen wir damit um ?

Statt sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen wäre es viel sinnvoller, endlich ehrlich zu werden, und die Landwirtschaftspolitik an einem Fernziel auszurichten, dass wir doch fast alle gemeinsam haben:
Eine aufbauende Landwirtschaft, die die Böden erhält und wieder verbessert, die Wasserkreisläufe wieder herstellt, mit ganzjähriger Bodenbedeckung und Durchwurzelung, die die Tiere wieder auf die Fläche bringt und damit auch die Grundlage für all das Kleinviehleben wieder herstellt, das sich in die Nährstoffkreisläufe und Nischen integriert.
Ein Jagdmanagement, dass für ein Artengleichgewicht sorgt und einen naturnahmen Waldbau zulässt.
Ein Naturschutz, dass den Menschen als notwendigen Störfaktor anerkennt, der durch sein Tun immer wieder sich einstellende Monotonie aufbricht und so die für viele Arten lebensnotwendigen Nischen schafft.
Dazu gehören natürlich auch ordentliche Einkommen und eine gute Lebensqualität für die in dieser Landwirtschaft arbeitenden Menschen und ein konsequenter Außenschutz, der verhindert, dass unsere Landwirtschaftspolitik durch Importe zunichte gemacht wird, die unsere Standards unterlaufen. Importieren Biofraß, der aus fossilen Grundwasserreserven bewässert und mit massiver Bodenerosion erkauft wurden darf es dann auf unserem Markt so wenig geben, wie Soja und Palmöl von tropischen Rodungsflächen und Baumwolle vom Aralsee oder zu Nullstandards produziertes Hähnchenfleisch aus Asien (das in den lecker Chicken Nuggets steckt).
Nicht dass ich grundsätzlich etwas gegen Importe hätte, aber die Standards, ökologisch wie sozial, müssen erfüllt werden. Durch "aus den Augen aus dem Sinn", sprich die Verlagerung von Umwelt- und Sozialproblemen, wie sie der "Naturschutz" heute betreibt, sind keine Verbesserungen zu erreichen. Die Erde hat nur ein Ökosystem. Egal wo wir es schädigen, es fällt immer auf uns oder unsere Kinder zurück.

Von Anfang bis Ende bestens auf den Punkt gebracht. :D
Wenn sich diese Erkenntnisse erstmal durchsetzen würden, wären wir schon mal einen erheblichen Schritt weiter.
Und dann sollten wir, auch wenn es vielen von uns schwer fallen wird, die Tier- und Naturschutzaktivisten als nächstes auch nicht mehr reflexartig als Gegner bekämpfen. Sondern dieses Potential in unserem Sinne nutzen, den erforderlichen Wandel aktiv selbst gestalten und unsere Fachkompetenz in die gesellschaftliche Diskussion einbringen. Also spannen wir die Aktivisten, die Verbraucher, die Politiker, ... vor unseren Karren und schon hat sich unsere Ausgangsposition erheblich verbessert. Warum blicken die das beim BV eigentlich nicht ? Unbegreiflich. Oder nur systemimmanent ? Funktionäre, die glauben, alle möglichen Interessen mitvertreten zu müssen ? Oder die genau dafür von Dritten bezahlt werden ?
Es wird ohnehin schwierig genug werden, sich in diesem Sinne gegen die mächtigen Interessen der der LoF vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche, aber auch gegenüber den Interessen der vorwiegend exportorientierten Wirtschaft insgesamt gesehen durchzusetzen. Für die wird nämlich vielfach ein "weiter so" von größerem Vorteil sein. Wenigstens kurzfristig. Langfristiges Denken war einmal. Hier zählt nur der schnelle Profit. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und das in jeder Hinsicht.
Wenn es uns Landwirten jetzt bald nicht gelingt, das Ruder in den nächsten 10 bis 20 Jahren selbst in die Hand zu nehmen, dann wird bis dahin betriebsstrukturell so viel zerstört sein, dass regional gesehen vielfach Schicht im Schacht angesagt sein wird. Man muss sich ja nur die Entwicklung bei Geflügel- und Schweinemast vor Augen führen, um zu ahnen, worauf es insgesamt gesehen hinaus laufen wird.
Habe fertig.
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Manfred » Di Okt 24, 2017 18:30

Wandel kommt fast immer von unten.
Es dauert lange, bis eine gewisse kritische Masse erreicht ist, aber irgendwann kommt dann der Dammbruch.
Und wenn der Damm gebrochen ist, ziehen auch die Funktionäre nach.

Das machen sie nicht böswillig. Menschliche Organisationen ab einer gewissen Größe richten sich nach einer Weile immer so ein, dass sie versuchen, den Staus quo zu erhalten und zu verwalten. Und der Verwaltungsapparat wächst und nimmt immer mehr der Ressourcen ein. Das Problem hat nicht nur der DBV. Das ist bei politischen Parteien, öffentlichen Verwaltungen und NGOs nicht anders.
Eine Organisation nicht in dieses Schema verfallen zu lassen, erfordert extrem viel Disziplin und einen klar gesetzten Kontext, an dem jede Maßnahme gemessen wird.
Deshalb schmeißen viele größere Firmen alle paar Jahre ihre ganze Verwaltungsorganisation über den Haufen, um wenigstens etwas Dynamik zu erhalten.
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Marco K. » Di Okt 24, 2017 19:32

Den landwirten gebe ich am wenigsten Schuld!
Die kleinen Leute sind es die Chemie Keulen schwingen, was wir an raten und Mäusegift verkaufen ist wahnsinn, wespen KO spray, fliegen spray Mückenfrei und sonstige werden rausgeblasen von Leuten die doch garnicht sachkundig sind.
Da wird im Supermarkt Alnatura Produkte gekauft und Bio Zeugs und daheim spriest ein Löwenzahn der gleich mit Gift tod gespritzt wird .

;)
HOBBYlandwirt ,der Zierpflanzengärtner gelernt hat! Meine Wirtschaftsfläche ist 200m2 groß und ich baue für Mich interessante landwirtschaftliche Nutzpflanzen in kleinen Parzellen an :mrgreen:
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Ferengi » Di Okt 24, 2017 19:48

Sie froh das die Leute soviel Rattengift auslegen.
Oder willst die Pest zurück haben?
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon vario11 » Di Okt 24, 2017 19:54

Lonar hat geschrieben:Ich gehe mittlerweile davon aus das die nassen Löcher in denen das Getreide in diesem Jahr ersäuft bei der Vor Ort Kontrolle aus dem Antrag genommen werden. Da könnte auf den 5m2 ja tatsächlich noch Kamille wachsen. Unerhört wie die Bauern das Amt bescheissen wollen :mrgreen:
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Super Kommentar!
Wobei das Weidevieh sowieso demnächst Schleppschläuche an den A... gebunden bekommt, zur besseren Düngerverteilung.
War doch bei Einführung der Betriebsprämien auch so ein Quatsch: Für Grünland gabs 105 €/ha, für Acker mehr als doppelt soviel. Warum? Folge jedenfalls: Grünlandumbrüche. Dann sagen sich die "Säulen unserer Republik" in Hannover, Düsseldorf, Berlin oder Brüssel (jedenfalls Großstädter in Großstädten): Dann verbieten wir eben den Grünlandumbruch, mit vorheriger Ansage. Folge: Auch das letzte Muttenloch wurde noch schnell umgepflügt, weil es jetzt einfach als Acker deklariert wird.
Und wer dann immer noch Grünland hat, wird mit Trittschäden gegängelt.
Jaja. Und am Montag nach jeder Wahl jaulen die großen Verantwortungsträger dieser Republik herum und mosern an diesem blöden Wahlvolk, warum es nich brav zur Urne schlürt bzw. wundern sich, warum die AFD so hoch kommt.... Und am Dienstag steht wieder der Prüfdienst irgendwo auf irgendeinem Hof und fragt erst mal nach Minnas Gaststube, da solls so schööönen Eintopf geben.
Alles schon mitgemacht.
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