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Milchpreisvergleich

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Temme » Sa Dez 13, 2014 7:07

Dafür zahlt Wiesehoff für November auch schon nur 30, da hat er nicht von gesprochen... :evil:
Eine Kuh macht "Muh",
viele Kühe machen viel Milch.....
(Wenn´s läuft...)
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon steel. » Sa Dez 13, 2014 11:25

Temme hat geschrieben:Dafür zahlt Wiesehoff für November auch schon nur 30,


Ich hab das " nur " mal hervorgehoben. Die Milchviehhalter können froh sein, wenn der Durchschnittspreis für die nächsten Jahre überhaupt 30 Cent erreicht. Imho dürfte er darunter gehen. Denn die Menge, die ab 2015 ohne Regelung kommen wird, wird von vielen " Experten " immer noch unterschätzt. Da werden trotz überhöhtem Milchangebot weiterhin mit Staatsgeldern riesen Milchviehanlagen geplant und gefördert, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

Die Landwirte haben sich seit jeher für Masseproduktion zum somit günstigen Preis entschieden, nicht nur bei Milch.
Ganz im Sinne der Politik und Verbraucher. Es wird ein immer schärferer Verdrängungswettbewerb stattfinden.
Wer also über Jahre hinaus, trotz steigender Kosten, nicht zu 25 oder 30 Cent liefern kann, sollte besser gleich schliessen, bzw mehrere zusätzliche Standbeine aufbauen.
Bei mir sinds mittlerweile neben der Milchproduktion 4 weitere Standbeine. Sollte der Milchpreis für längere Zeit auf 20 Cent fallen, muss ich eben diese Verluste mit den anderen Zweigen ausgleichen, aber ich werds überleben.
Somit wäre der Milchmarkt aufgrund einer Pleitewelle, zumindest für eine gewisse Zeit danach, von der immensen Überproduktion geheilt.
Wenn die Landwirte nicht fähig sind nach Bedarf zu produzieren, muss es eben der Markt über eine Pleitewelle ( Betriebsaufgaben ) mit der Brechstange regeln.
Und das werden keine Milchpreise mit 30 oder 40 Cent sein, sondern deutlich darunter.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon osmo » Sa Dez 13, 2014 14:16

Ich für mich geh von nem mengenwachstum von über 10% aus im nächsten Jahr. Damit dürfte ich in unsrere region im durchschnitt liegen.hier werden einige aus allen rohren feuern,das ist vielen wohl noch gar nicht so bewusst.vielleicht bricht ja sber auch im sommer mal ne jahrhundertdürre über uns herein und die produktion geht in den keller.es wird auf jeden fall spannend bleiben.obs für panik reicht,wird man erst zur jahreshälfte wissen
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Manfred » Sa Dez 13, 2014 14:56

In unserer Regionalzeitung wurde auch gerade ein Milchvieh-Stallneubau gelobt.
120 Plätze. 2 Roboter. Derzeit werden 40 Kühe gemolken. 100 Färsen sind in Wartestellung.
Und das ist nicht der einzige, der hier im Umkreis neu gebaut hat.
Man darf gespannt sein.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon H.B. » Sa Dez 13, 2014 15:51

Ich gehe auch davon aus, dass die Milchmenge - wenn nicht extern beeinflusst - deutlich ansteigen wird, aber nicht 10%, eher 3% . EU-weit wird sich vermutlich aber nicht viel ändern. Solange die Menge in die jeweilig beste Wertschöpfung geleitet, und dort auch verarbeitet werden kann, wird es sich auf ein paar Prozent nicht drauf an kommen. Wichtig, wenn man Preise wie um Europa herum erwirtschaften will ist, dass man sich vermehrt um den Zugang der Märkte kümmert. Es kann nicht sein, dass wir mit dem weltbesten Produkt mehr als 10 Cent weniger haben, als der Rest der Welt zum gleichen Zeitpunkt.

Wir sollten auf Mitte der 20iger gut vorbereitet sein, von da weg läuft einem großen Teil Biogasanlagen der Vertrag aus, und die bauen dann nicht für 100 Kühe, sondern eine Kuh statt einem KW.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon osmo » Sa Dez 13, 2014 17:15

Das langsamste pferd gibt hier immer den takt an,wie schnell die herde läuft.wenn in nz pulver ins bodenlose fällt,ziehts alles andere,teils zeitverzögert mit in den abgrund.umgekehrt natürlich genauso.das mit der besten verwertung ist m.a.nach augenwischerei der molkeien.die meinung mit den biogasanlagen hast du wohl ziemlich exklusiv.aber das dauert ja auch eh noch ne halbe generation,bis es dann soweit ist.die hatten dann wenigstens für 20jahre sicherheit bei der abnahmeseite.wir bauen ställe im hohen sechstelligen bis siebenstelligen preis und orakeln über die preise der nächsten monate.ein mittelständler meinte mal zu mir,bei eurem umlaufkapital sollte man meinen,ihr habt die lizenz zum geld drucken.seine mahnbescheide würden in gewissen zeiten aber anderes vermuten lassen.ich für meinen teil bin froh,noch nicht an so einem punkt gesranden zu haben,hoffe,das bleibt auch so
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Melker 2000 » Sa Dez 13, 2014 18:19

Die meisten Biogasbetreiber die ich kenne würden ne Kuh nicht mal mehr mit ner Rute anfassen!
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon steel. » Sa Dez 13, 2014 18:36

Melker 2000 hat geschrieben:Die meisten Biogasbetreiber die ich kenne würden ne Kuh nicht mal mehr mit ner Rute anfassen!


Wer seinen Betrieb auf Fordermann gebracht hat, braucht das auch nicht mehr.
Entweder Melkroboter, oder ein Karusell mit Lohnmelkern. Ein Betriebsleiter kann seine wertvolle Zeit nicht mit Hilfsjobs wie melken oder füttern verschwenden. Dafür gibts gute AK für 15 Euro die Stunde, bzw die nötige Technik die das erledigt.
Management im Stall und andere wichtige Arbeiten gehen beim Betriebsleiter vor.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon H.B. » Sa Dez 13, 2014 21:55

steel. hat geschrieben:Fordermann-Management

....wenn er keinen Versensporn hat?
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Heinrich » So Dez 14, 2014 10:29

Temme hat geschrieben:Dafür zahlt Wiesehoff für November auch schon nur 30, da hat er nicht von gesprochen... :evil:


Dafür zieht das DMK zusätzlich über 100 Euro vom Milchgeld ein damit mir etwas "Mehr" von ihrem Schrott gehört.
Wobei die 100 Euro bei mir deutlich besser aufgehoben wären. Ich kann scheinbar mit Geld etwas besser umgehen.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Moorgeist » So Dez 14, 2014 14:45

@ steel hat geschrieben:

Bei mir sinds mittlerweile neben der Milchproduktion 4 weitere Standbeine. Sollte der Milchpreis für längere Zeit auf 20 Cent fallen, muss ich eben diese Verluste mit den anderen Zweigen ausgleichen, aber ich werds überleben.
Somit wäre der Milchmarkt aufgrund einer Pleitewelle, zumindest für eine gewisse Zeit danach, von der immensen Überproduktion geheilt.





Wer ein Freund derartiger Marktwirtschaft ist, der sollte auch seinen Biogasstrom marktgerecht an der Strombörse verkaufen. Dann wird jedes Jahr eine halbe Million Euro weniger Ökoumlage auf´s Konto überwiesen (bei 500kW). Wie lange wird dann noch bei 20 Cent gemolken?

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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon 8080turbo » So Dez 14, 2014 18:49

war gestern bei einem kollegen im nachbarort. Haben uns auch über den Milchpreis unterhalten. bei ihm u seinen
beiden Söhnen fängt jetzt schon das flattern an.letztes jahr komplett neuen Stall mit siloanlagen auf der grünen wiese
für 110 kühe gebaut. Keine Reserven in der der hinterhand. ich sag: warte mal ab wenn es nächstes Frühjahr auf 25 cent geht.
n8 " halte ich kein halbes jahr durch".
ich möchte nicht in deren Haut stecken. Da stellt sich einem aber auch die frage wie man so etwas angehen kann wenn es
auf so wackeligen Füßen steht. Und dann heißt es auch immer: der Berater hat gesagt. wenn ich sowas schon höre
Den vater hätte der alte Stall mit 65 tieren ausgehalten, aber die beiden Söhne (um die 20) sind heiß wie frittenfett auf die
Viecher. Ob die im dem alter überhaupt schon wissen worauf sie sich eingelassen haben?!
Unsere 35 kühe gehen nächstes Jahr weg wenn der senior in rente geht u dann Bullen u vielleicht
Mutterkuhhaltung im nebenerwerb gemacht, da schläfts sich doch ruhiger.
Sinnlos ist ein Leben ohne Sinn für Unsinn

Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit
jedem Arsch klarkommen
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon osmo » So Dez 14, 2014 19:14

Das problem bei vielen stark gewachsenen betriebennist ja,denen gehört oft mal gerade das vieh.die gebäude und damit auch das risiko ist finanziert.die sicherheiten in form von grund und boden gehören den verpächtern.wenn du in höchsternot auch mal ein paar hektar abstossen kannst,ist das deutlich entspannter,als wenns dich gleich zerreisst.die nachwachsende generation bekommt oft erst wind von sowas,wenns eigentlich schon zu spät ist.etwas mehr nüchtermheit in der betrachtung der eigenen tragfähigkeit wär hier besser,als irgendwann das eigene scheitern eingestehen zu müssen,weil die bank den hahn abdreht.das werden aber hoffentlich auch in zujunft die ausnahmen bleiben.das möcht ich einfach mal glauben
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon H.B. » So Dez 14, 2014 19:41

osmo hat geschrieben:wenn du in höchsternot auch mal ein paar hektar abstossen kannst

Vielleicht sollte man sich dann fragen, wies der macht, der die Hekar kauft? :? (maulhaltundhoffentlichweiterdavonprofitier)
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon CarpeDiem » So Dez 14, 2014 19:54

H.B. hat geschrieben:Vielleicht sollte man sich dann fragen, wies der macht, der die Hekar kauft?


Vlt. hat der gerade Baugelände verkauft oder aber vlt. ein hohes Einkommen in einem ordentlichen Beruf? Mit Sicherheit kann ich dir H.B. aber sagen, dass die allermeisten "Zukunftsbetriebe" nicht den Vermögensberater bei Bankbesuchen zu sprechen wünschen!
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