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Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Welfenprinz » Fr Okt 25, 2013 18:29

buntspecht hat geschrieben:
Und wenn es unserer Volkswirtschaft so gut geht, dann erst recht ein Mindestlohn.

t


Die Binnennachfrage wäre dann ein volkswirtschaftlicher Aspekt, deswegen hab ich ihn aus dieser Arbeitgeber-Arbeitnehmersache mal bisher rausgehalten.Es würde natürlich auch Teilen unserer Volkswirtschaft besser gehen. Einmal mehr ins REstaurant vom eigenen Geld........ oder so. :mrgreen:

Das schon angesprochene EU-Ausland würde davon natürlich auch profitieren. Nicht umsonst sorgt das deutsche Lohndumping für ziemlich viel Unmut in unseren Nachbarländern. Schliesslich kann ein dänischer Arbeitsloser bei dem dort gewährten Unterstützungsniveau , und eben auch die Kaufkraft des Niedriglohnsektors, weiterhin fast ohne Abstriche sein Lebensniveau halten....... er kauft statt eines neuen Golf eben einen Jahreswagen.
Der deutsche Hartz-IV -Empfänger und aufstocker kann sich hingegen die Legokiste nur noch gebraucht auf dem Flohmarkt leisten.
Dass unsere EU-nachbarn das dann nciht so toll finden, dass unsere ach so bejubelten Aussenhandelsschüsse durch deren Steuern und Sozialabgaben gestützt werden, während wir sie im REgen stehen lassen, ist irgendwie nachvollziehbar. :mrgreen:
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Mi Okt 30, 2013 9:28

Welfenprinz hat geschrieben:
buntspecht hat geschrieben:
Und wenn es unserer Volkswirtschaft so gut geht, dann erst recht ein Mindestlohn.

t


Die Binnennachfrage wäre dann ein volkswirtschaftlicher Aspekt, deswegen hab ich ihn aus dieser Arbeitgeber-Arbeitnehmersache mal bisher rausgehalten.Es würde natürlich auch Teilen unserer Volkswirtschaft besser gehen. Einmal mehr ins REstaurant vom eigenen Geld........ oder so. :mrgreen:

Das schon angesprochene EU-Ausland würde davon natürlich auch profitieren. Nicht umsonst sorgt das deutsche Lohndumping für ziemlich viel Unmut in unseren Nachbarländern. Schliesslich kann ein dänischer Arbeitsloser bei dem dort gewährten Unterstützungsniveau , und eben auch die Kaufkraft des Niedriglohnsektors, weiterhin fast ohne Abstriche sein Lebensniveau halten....... er kauft statt eines neuen Golf eben einen Jahreswagen.
Der deutsche Hartz-IV -Empfänger und aufstocker kann sich hingegen die Legokiste nur noch gebraucht auf dem Flohmarkt leisten.
Dass unsere EU-nachbarn das dann nciht so toll finden, dass unsere ach so bejubelten Aussenhandelsschüsse durch deren Steuern und Sozialabgaben gestützt werden, während wir sie im REgen stehen lassen, ist irgendwie nachvollziehbar. :mrgreen:


Für unsere östlichen EU Nachbarstaaten sind wir nach wie vor ein Hochlohnland. Schließlich grenzen Tschechien und Polen nicht an Luxemburg oder Holland. Es ist keinesfalls in Stein gemeißelt, dass diese Länder an einem staatlich festgelegeten Mindestlohn festhalten müssen. Das beste wäre doch, statt darüber zu lamentieren, ihn einfach abzuschaffen, so haben wir wieder gleiche Bedingungen. Schließlich wurde BK Schröder damals gerade von Frankreich geachtet, dass er den Mut und die Entschlossenheit hatte, die Agenda 2010 gegen viele innere Widerstände, besonders im eigenen Lager, durchzusetzen. Diese westlichen Staatsöberhäupter hatten damals leider nicht den Mut dazu, das ist aber nicht die Schuld von Frau Merkel oder Herrn Schröder.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Piraterie » Mi Okt 30, 2013 9:40

Kyoho hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:
buntspecht hat geschrieben:
Und wenn es unserer Volkswirtschaft so gut geht, dann erst recht ein Mindestlohn.

t


Die Binnennachfrage wäre dann ein volkswirtschaftlicher Aspekt, deswegen hab ich ihn aus dieser Arbeitgeber-Arbeitnehmersache mal bisher rausgehalten.Es würde natürlich auch Teilen unserer Volkswirtschaft besser gehen. Einmal mehr ins REstaurant vom eigenen Geld........ oder so. :mrgreen:

Das schon angesprochene EU-Ausland würde davon natürlich auch profitieren. Nicht umsonst sorgt das deutsche Lohndumping für ziemlich viel Unmut in unseren Nachbarländern. Schliesslich kann ein dänischer Arbeitsloser bei dem dort gewährten Unterstützungsniveau , und eben auch die Kaufkraft des Niedriglohnsektors, weiterhin fast ohne Abstriche sein Lebensniveau halten....... er kauft statt eines neuen Golf eben einen Jahreswagen.
Der deutsche Hartz-IV -Empfänger und aufstocker kann sich hingegen die Legokiste nur noch gebraucht auf dem Flohmarkt leisten.
Dass unsere EU-nachbarn das dann nciht so toll finden, dass unsere ach so bejubelten Aussenhandelsschüsse durch deren Steuern und Sozialabgaben gestützt werden, während wir sie im REgen stehen lassen, ist irgendwie nachvollziehbar. :mrgreen:


Für unsere östlichen EU Nachbarstaaten sind wir nach wie vor ein Hochlohnland. Schließlich grenzen Tschechien und Polen nicht an Luxemburg oder Holland. Es ist keinesfalls in Stein gemeißelt, dass diese Länder an einem staatlich festgelegeten Mindestlohn festhalten müssen. Das beste wäre doch, statt darüber zu lamentieren, ihn einfach abzuschaffen, so haben wir wieder gleiche Bedingungen. Schließlich wurde BK Schröder damals gerade von Frankreich geachtet, dass er den Mut und die Entschlossenheit hatte, die Agenda 2010 gegen viele innere Widerstände, besonders im eigenen Lager, durchzusetzen. Diese westlichen Staatsöberhäupter hatten damals leider nicht den Mut dazu, das ist aber nicht die Schuld von Frau Merkel oder Herrn Schröder.


Vorallem aber zu ungunsten der Menschen.... und das finden manche auch noch gut *kopfschüttel*
Andersrum wird ein Schuh draus. Die anderen "Staatsmänner" sind nicht so menschenverachtend wie es die Deutschen sein müssen.
"Wir leben in einem globalen Schweinesystem"
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon VARIUS » Mi Okt 30, 2013 10:42

Hätte da einen Vorschlag; Schluß mit der Debate um den Mindestlohn. Soll jeder Arbeiter selbst entscheiden, ob er für wie viel arbeiten möchte.
Aber keine Aufstockung auf Staatskosten. Denn die bezahlt im Endeffekt der Steuerzahler und das ist einfach nicht richtig, da sich die Arbeitgeber damit sanieren. Der Markt würde schnell regeln welche Arbeitsplätze nutzlos sind und die, die sich nicht rechnen, fallen einfach weg! Schluß aus!
Und Produktionen die ins Ausland abwandern, sollen es nur tun. Die erleben schon Ihr Wunder, siehe Nokia nach Rumänien. Diebstahl, Korruption, weite Transportkosten und eine schlechtere Quallität schaffen den Ausgleich. Die Putzfrau und Verkäuferin wird sich schnell überlegen, ob sie für 3, 4 oder 5 € arbeiten wird, wenn es nicht zum Leben reicht. Diese Stellen werden nicht ins Ausland abwandern. Aber die Harz4 Sanktionen müßen abgeschafft werden, sonst regelt sich das nicht von alleine. Ich meine, so hat es doch früher auch funktioniert, oder?
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Mi Okt 30, 2013 10:44

Wenn die Einführung des gesetzlicher Mindestlohn dazu führt, dass Arbeitnehmer mit bestehendem Arbeitsverhältnis unter der festgelegten Grenze von ihrem Arbeitgeber gekündigt bekommen, weil er sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weiter beschäftigen kann, halte ich für menschenverachtender. Entlassen werden dabei immer zuerst die Schwächsten, die nicht die Zielleistung erbringen und kaum Aussicht auf einen neuen Job haben. Sie stehen dann auf der Straße, weil sie ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Müssen ihre Ersparnisse bis auf einen Grundstock aufbrauchen, um Hartz IV zu beantragen. Auch ihre Rentenanwartschaften werden sinken, sie sind bis zu ihrem Lebensende auf staatliche Unterstützung angewiesen. Warum dies der bessere Weg sein soll, das begreife wer will?
Von einer Übergangslösung für bestehende Tarifverträge ist keine Rede. Wer glaubt, dass sich ein Mindestlohn für alle Branchen von heute auf morgen einführen lässt, dem muss man ökonomische Blindheit vorwerfen. Vor allem das Gebäudereinigungsgewerbe hat langfristige Verträge mit ihren Auftraggeber, eine Lohnerhöhung von nur einem oder zwei Euro je Stunde würde diese sofort in den Ruin treiben. Da besonders die öffentliche Hand bei der Auftragsvergabe stets den günstigsten Anbieter bevorzugt (halte ich auch für richtig, um Steuern zu sparen), werden dann Schulen, Heime, Krankenhäuser usw. nur noch notdürftig, in größern Abständen und nicht mehr so gewissenhaft gereinigt werden.
Staatliche Eingriffe in die Tarifautonomie hatten noch nie langfristig befriedigende Lösungen gebracht. Das wird auch in Zukunft so sein. Machen wir uns da nichts vor und legen den geforderten flächendeckenden Mindestlohn zu den Akten als das was sie sind, nicht finanzierbare Wahlkampfversprechen von rot-rot-grün.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Piraterie » Mi Okt 30, 2013 10:51

Kyoho hat geschrieben:Wenn die Einführung des gesetzlicher Mindestlohn dazu führt, dass Arbeitnehmer mit bestehendem Arbeitsverhältnis unter der festgelegten Grenze von ihrem Arbeitgeber gekündigt bekommen, weil er sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weiter beschäftigen kann, halte ich für menschenverachtender. Entlassen werden dabei immer zuerst die Schwächsten, die nicht die Zielleistung erbringen und kaum Aussicht auf einen neuen Job haben. Sie stehen dann auf der Straße, weil sie ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Müssen ihre Ersparnisse bis auf einen Grundstock aufbrauchen, um Hartz IV zu beantragen. Auch ihre Rentenanwartschaften werden sinken, sie sind bis zu ihrem Lebensende auf staatliche Unterstützung angewiesen. Warum dies der bessere Weg sein soll, das begreife wer will?
Von einer Übergangslösung für bestehende Tarifverträge ist keine Rede. Wer glaubt, dass sich ein Mindestlohn für alle Branchen von heute auf morgen einführen lässt, dem muss man ökonomische Blindheit vorwerfen. Vor allem das Gebäudereinigungsgewerbe hat langfristige Verträge mit ihren Auftraggeber, eine Lohnerhöhung von nur einem oder zwei Euro je Stunde würde diese sofort in den Ruin treiben. Da besonders die öffentliche Hand bei der Auftragsvergabe stets den günstigsten Anbieter bevorzugt (halte ich auch für richtig, um Steuern zu sparen), werden dann Schulen, Heime, Krankenhäuser usw. nur noch notdürftig, in größern Abständen und nicht mehr so gewissenhaft gereinigt werden.
Staatliche Eingriffe in die Tarifautonomie hatten noch nie langfristig befriedigende Lösungen gebracht. Das wird auch in Zukunft so sein. Machen wir uns da nichts vor und legen den geforderten flächendeckenden Mindestlohn zu den Akten als das was sie sind, nicht finanzierbare Wahlkampfversprechen von rot-rot-grün.


Beschäftigung ist an sich menschenverachtend, sinnvolle Arbeit hingegen nicht. Was nützt es "beschäftigt zu sein wenn man durch die "Beschäftigung" kein einigermaßen angenehmes Leben führen kann?

Nur, und da muss ich VARIUS widersprechen: Wir brauchen schlicht eine neue Definition von "sinnvoller Arbeit". Die reine Wirtschaftlichkeit hat heute wenig mit sinnvoll zu tun. Man sieht es ja, alles was sinnvoll ist wird schlecht bezahlt und alles was unnütz ist wird gut bezahlt.
Es wird sich ändern, früher oder später. Bei den vielen Betonköpfen in diesem Land eher später.

Lieben Gruß
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon VARIUS » Mi Okt 30, 2013 10:53

@ Kyoho; Ha, ha, ha... Du bist ein verborter FDPler, dir ist nicht zu helfen!
Zuletzt geändert von VARIUS am Mi Okt 30, 2013 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Piraterie » Mi Okt 30, 2013 10:55

Kyoho hat geschrieben:. Auch ihre Rentenanwartschaften werden sinken, sie sind bis zu ihrem Lebensende auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Die Chance das du dazu gehörst, falls du nicht über nenneswerte Vermögen verfügst und noch relativ Jung bist stehen ziemlich gut.

Schon jetzt kannste doch "Renten" knicken. 40% ALLER Menschen in Deutschland die ab dem Jahre 2030 Rente beziehen werden sind von Altersarmut betroffen sein!
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Sikubauer » Mi Okt 30, 2013 11:07

Kyoho hat geschrieben:Wenn die Einführung des gesetzlicher Mindestlohn dazu führt, dass Arbeitnehmer mit bestehendem Arbeitsverhältnis unter der festgelegten Grenze von ihrem Arbeitgeber gekündigt bekommen, weil er sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weiter beschäftigen kann, halte ich für menschenverachtender.


Ach so. Macht der Arbeitgeber die Arbeit dann künftig selbst?


Kyoho hat geschrieben:Vor allem das Gebäudereinigungsgewerbe hat langfristige Verträge mit ihren Auftraggeber, eine Lohnerhöhung von nur einem oder zwei Euro je Stunde würde diese sofort in den Ruin treiben.


Gebäudereiniger haben längst einen Mindestlohn (seit 9.März 2007!). Dieser steigt sogar ab 1. Januar, auf 7,96 im Osten und 9,31 im Westen. Obwohl der Mindestlohn schon länger besteht, wird immer noch regelmässig geputzt. Mir ist nicht bekannt, dass bei der Einführung dieses Mindestlohns eine Kündigungswelle durch die Branche geschwappt wäre.
Mitglied im Verein für deutliche Aussprache und klare Ansage.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Piraterie » Mi Okt 30, 2013 11:12

Sikubauer hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:Wenn die Einführung des gesetzlicher Mindestlohn dazu führt, dass Arbeitnehmer mit bestehendem Arbeitsverhältnis unter der festgelegten Grenze von ihrem Arbeitgeber gekündigt bekommen, weil er sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weiter beschäftigen kann, halte ich für menschenverachtender.


Ach so. Macht der Arbeitgeber die Arbeit dann künftig selbst?


Kyoho hat geschrieben:Vor allem das Gebäudereinigungsgewerbe hat langfristige Verträge mit ihren Auftraggeber, eine Lohnerhöhung von nur einem oder zwei Euro je Stunde würde diese sofort in den Ruin treiben.


Gebäudereiniger haben längst einen Mindestlohn. Dieser steigt sogar ab 1. Januar, auf 7,96 im Osten und 9,31 im Westen. Obwohl der Mindestlohn schon länger besteht, wird immer noch regelmässig geputzt. Mir ist nicht bekannt, dass bei der Einführung dieses Mindestlohns eine Kündigungswelle durch die Branche geschwappt wäre.

:prost:

Na, ist zwar dafür das es nach meiner Definition eine wichtige Arbeit ist viel zu schlecht bezahlt. Aber geputzt wird halt immer. Nur wird ja dank Propaganda den Menschen eingeredet das diese Arbeit nichts wert sei.

Wobei man mal Denken sollte und sich fragen, wem gegenüber ein Vorsitzdender einer AG überhaupt verpflichtet ist ;-) Na, kommt wer drauf? Als kleiner Tipp: Die Angestellten sinds nicht.
Und da der sogenannte "Mittelstand" eh ausradiert wird, kommen wir um andere Wertmaßstäbe nicht umhin.

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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Mi Okt 30, 2013 11:14

Piraterie hat geschrieben:
Beschäftigung ist an sich menschenverachtend, sinnvolle Arbeit hingegen nicht. Was nützt es "beschäftigt zu sein wenn man durch die "Beschäftigung" kein einigermaßen angenehmes Leben führen kann?

Nur, und da muss ich VARIUS widersprechen: Wir brauchen schlicht eine neue Definition von "sinnvoller Arbeit". Die reine Wirtschaftlichkeit hat heute wenig mit sinnvoll zu tun. Man sieht es ja, alles was sinnvoll ist wird schlecht bezahlt und alles was unnütz ist wird gut bezahlt.
Es wird sich ändern, früher oder später. Bei den vielen Betonköpfen in diesem Land eher später.

Lieben Gruß


Genau das hatte die SED auch zu wissen geglaubt, was gut für die ideologisch geprägten DDR-Staatsbürger ist und was nicht, wie wirtschaftlich diese Ideologie war, hat man gesehen. Wer glaubt, den Sozialismus wieder einführen zu müssen, der soll es meinetwegen tun. Wer aber glaubt, für andere entscheiden zu müssen, ob seine Arbeit sinnvoll oder unnütz ist, der bevormundet die Bürger in ihrem individuellsten Kernfragen. Ds ist nie und nimmer mein inneres Grundverständis von persönlicher Freiheit und Individualität. Genauso wenig wie man den Menschen verbieten kann, auf den Mount Everest zu steigen oder Monsterwellen zu surfen, weil sie sich dabei in Lebensgefahr begeben.

Nicht jeder kann und will eine wirtschafltiche Führungsaufgabe mit guter und sicherer Bezahlung übernehmen. Kaum einer wird mit einem Vorstandsvorsitzenden einer großen AG tauschen wollen, die wenigsten werden überhaupt von ihrer physischen und psychischen Verfassung dazu in der Lage sein. Auf den Job und die Arbeitsbelastung von Herrn Ackermann ist keiner neidisch, auf sein Gehalt, seine Boni und Abfindungen schon. Managergehalte sollen aber vom staatswegen (per Gesetz) gekürzt werden, Mindestlöhne dafür eingeführt werden. Der Staat bestimmt, die Wirtschaft hat zu gehorchen. Aber so einfach ist das nicht, wie manche glauben.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Piraterie » Mi Okt 30, 2013 11:22

Kyoho hat geschrieben:
Piraterie hat geschrieben:
Beschäftigung ist an sich menschenverachtend, sinnvolle Arbeit hingegen nicht. Was nützt es "beschäftigt zu sein wenn man durch die "Beschäftigung" kein einigermaßen angenehmes Leben führen kann?

Nur, und da muss ich VARIUS widersprechen: Wir brauchen schlicht eine neue Definition von "sinnvoller Arbeit". Die reine Wirtschaftlichkeit hat heute wenig mit sinnvoll zu tun. Man sieht es ja, alles was sinnvoll ist wird schlecht bezahlt und alles was unnütz ist wird gut bezahlt.
Es wird sich ändern, früher oder später. Bei den vielen Betonköpfen in diesem Land eher später.

Lieben Gruß


Genau das hatte die SED auch zu wissen geglaubt, was gut für die ideologisch geprägten DDR-Staatsbürger ist und was nicht, wie wirtschaftlich diese Ideologie war, hat man gesehen. Wer glaubt, den Sozialismus wieder einführen zu müssen, der soll es meinetwegen tun. Wer aber glaubt, für andere entscheiden zu müssen, ob seine Arbeit sinnvoll oder unnütz ist, der bevormundet die Bürger in ihrem individuellsten Kernfragen. Ds ist nie und nimmer mein inneres Grundverständis von persönlicher Freiheit und Individualität. Genauso wenig wie man den Menschen verbieten kann, auf den Mount Everest zu steigen oder Monsterwellen zu surfen, weil sie sich dabei in Lebensgefahr begeben.

Nicht jeder kann und will eine wirtschafltiche Führungsaufgabe mit guter und sicherer Bezahlung übernehmen. Kaum einer wird mit einem Vorstandsvorsitzenden einer großen AG tauschen wollen, die wenigsten werden überhaupt von ihrer physischen und psychischen Verfassung dazu in der Lage sein. Auf den Job und die Arbeitsbelastung von Herrn Ackermann ist keiner neidisch, auf sein Gehalt, seine Boni und Abfindungen schon. Managergehalte sollen aber vom staatswegen (per Gesetz) gekürzt werden, Mindestlöhne dafür eingeführt werden. Der Staat bestimmt, die Wirtschaft hat zu gehorchen. Aber so einfach ist das nicht, wie manche glauben.


Deine ewig gestrigen Feindbilder langweilen mich.
Schwarz-Weiß denke.
Ich bin auch für weniger Staat, natürlich. Aber dafür bedarf es Vorraussetzungen welche unsere jetzigen Machtstrukturen noch nicht zulassen. Wo eben alle von unseren technologischen Entwicklungen profitieren.
Wo kein Geld verwendet wird, welches den meisten Menschen schadet und welches nebenbei gesagt ein Nullsummenspiel ist.

Also, "Think outside the Box"
Übrigends, auch Marx hat "Teile und Herrsche" gespielt indem er die Arbeitnehmer und Arbeitgeber auseinander dividiert hat.

Welche Verantwortung hat denn ein "Herr Ackermann"? Doch nur die, möglichst viel Profit für die "Stockholder" rauszuholen und nebenbei die politische Richtung zu bestimmen.

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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Mi Okt 30, 2013 11:24

Sikubauer hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:Wenn die Einführung des gesetzlicher Mindestlohn dazu führt, dass Arbeitnehmer mit bestehendem Arbeitsverhältnis unter der festgelegten Grenze von ihrem Arbeitgeber gekündigt bekommen, weil er sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weiter beschäftigen kann, halte ich für menschenverachtender.


Ach so. Macht der Arbeitgeber die Arbeit dann künftig selbst?

Nein, aber er rationaliert durch Automatisierung, verlagert einfache Produktionsaufgaben ins Ausland und entlässt hier die Leute. Oder halt die sanfte Tour, er stellt keine mehr ein und wartet, bis der letzte in Ruhestand geht.


Kyoho hat geschrieben:Vor allem das Gebäudereinigungsgewerbe hat langfristige Verträge mit ihren Auftraggeber, eine Lohnerhöhung von nur einem oder zwei Euro je Stunde würde diese sofort in den Ruin treiben.


Gebäudereiniger haben längst einen Mindestlohn (seit 9.März 2007!). Dieser steigt sogar ab 1. Januar, auf 7,96 im Osten und 9,31 im Westen. Obwohl der Mindestlohn schon länger besteht, wird immer noch regelmässig geputzt. Mir ist nicht bekannt, dass bei der Einführung dieses Mindestlohns eine Kündigungswelle durch die Branche geschwappt wäre.


Das sollte nur als Beispiel dienen, schließlich hat die SPD damit im Sommer noch plakativ Wahlkampf gemacht. Die Beschwerden der Gebäudereiniger kamen promt.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Piraterie » Mi Okt 30, 2013 11:27

Kyoho hat geschrieben:
Die Beschwerden der Gebäudereiniger kamen promt.


Hast du selbst mit welchen gesprochen? Oder entnimmst du sowas der Propagandapresse?
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Mi Okt 30, 2013 11:32

Piraterie hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:
Piraterie hat geschrieben:
Beschäftigung ist an sich menschenverachtend, sinnvolle Arbeit hingegen nicht. Was nützt es "beschäftigt zu sein wenn man durch die "Beschäftigung" kein einigermaßen angenehmes Leben führen kann?

Nur, und da muss ich VARIUS widersprechen: Wir brauchen schlicht eine neue Definition von "sinnvoller Arbeit". Die reine Wirtschaftlichkeit hat heute wenig mit sinnvoll zu tun. Man sieht es ja, alles was sinnvoll ist wird schlecht bezahlt und alles was unnütz ist wird gut bezahlt.
Es wird sich ändern, früher oder später. Bei den vielen Betonköpfen in diesem Land eher später.

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Genau das hatte die SED auch zu wissen geglaubt, was gut für die ideologisch geprägten DDR-Staatsbürger ist und was nicht, wie wirtschaftlich diese Ideologie war, hat man gesehen. Wer glaubt, den Sozialismus wieder einführen zu müssen, der soll es meinetwegen tun. Wer aber glaubt, für andere entscheiden zu müssen, ob seine Arbeit sinnvoll oder unnütz ist, der bevormundet die Bürger in ihrem individuellsten Kernfragen. Ds ist nie und nimmer mein inneres Grundverständis von persönlicher Freiheit und Individualität. Genauso wenig wie man den Menschen verbieten kann, auf den Mount Everest zu steigen oder Monsterwellen zu surfen, weil sie sich dabei in Lebensgefahr begeben.

Nicht jeder kann und will eine wirtschafltiche Führungsaufgabe mit guter und sicherer Bezahlung übernehmen. Kaum einer wird mit einem Vorstandsvorsitzenden einer großen AG tauschen wollen, die wenigsten werden überhaupt von ihrer physischen und psychischen Verfassung dazu in der Lage sein. Auf den Job und die Arbeitsbelastung von Herrn Ackermann ist keiner neidisch, auf sein Gehalt, seine Boni und Abfindungen schon. Managergehalte sollen aber vom staatswegen (per Gesetz) gekürzt werden, Mindestlöhne dafür eingeführt werden. Der Staat bestimmt, die Wirtschaft hat zu gehorchen. Aber so einfach ist das nicht, wie manche glauben.


Deine ewig gestrigen Feindbilder langweilen mich.
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Übrigends, auch Marx hat "Teile und Herrsche" gespielt indem er die Arbeitnehmer und Arbeitgeber auseinander dividiert hat.

Welche Verantwortung hat denn ein "Herr Ackermann"? Doch nur die, möglichst viel Profit für die "Stockholder" rauszuholen und nebenbei die politische Richtung zu bestimmen.

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Natürlich ist es genau die Aufgabe von Herrn Ackermann, "sein" Unternehmen wirtschaftlich gesund zu halten und nicht gegen die Wand zu fahren. Sonst ist er ganz schnell sein hoch dotierter Job los und seine vielen Angestellten auch.
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