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Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon buntspecht » Mi Okt 30, 2013 18:15

Hallo Altmeister,

danke für Deine altersweisen Worte.


Ja ja, die Technologie wandert ab, weil im Niedriglohnsektor ein Mindestlohn kommen könnte :lol:


Altmeister, ein klein wenig muss ich Dir widersprechen. Ein uns allen bekannter "Kugellagerproduzent" beginnt, nach Fernost ausgelagerte Produktionsanlagen wieder nach D zurück zu bringen. Auf längere Sicht scheint's doch an der Qualität und Produktivität zu mangeln. Nebenbei bemerkt lachen in diesem (Vorzeige-)Betrieb alle Mitarbeiter über einen Mindestlohn. Dort verdienen ungelernte Arbeiter im Monat ihre 3k trotz (oder wegen?) Betriebsrat und Gewerkschaft. Die Produktionseinheiten wurden im übrigen nur wegen der größeren (erwarteten) Gewinnmarge verlagert.

Apropos Wettbewerb und freier Markt (den wir hier ja auch gar nicht wollen - wer ihn will, der soll doch bitteschön dorthin auswandern, wo er ihn findet). Wenn schon freier Markt, dann aber wirklich und konsequenter Weise sofortiger Stopp jeder Subvention, jeder Bankenstütze, jeder Steuererleichterung ... Ich male mir eben das Geheule der Konzerne aus - oh Schreck, der Speck ist weg :lol: Dann können wir auch mit 5 Euro die Stunde auskommen - die Steuerlast könnte dann ja halbiert werden :lol:

Apropos Ansporn der Mitarbeiter. Könnte mir jemand erklären, wie denn zusammengeht, dass die Mitarbeiter angeblich motivierter wären, gleichzeitig die Krankenstände insbesondere in Richtung Burnout ... immer weiter in die Höhe gehen :?:

Nee nee, nach wie vor bin ich überzeugt, dass nur eine Steigerung der Binnennachfrage zu langfristigem und stabilem Wachstum führt - alles andere ist, wie Kyoho ja schon darlegt, wegen Kriegen und Krisen viel zu unsicher.

Nur in einem muss ich Dir widersprechen, Kyoho. Der einzige "Herzblutaußenminister", der vermisst wird, ist nicht der momentanen Riege der FDP angehörig, sondern ist unser ehemaliger Turnschuhminister - wenn er auch nicht einer mir sehr nahe liegenden Partei angehört, ist er doch der einzige merkenswerte Außenminister nach Genschmän :lol:

Gruß vom Buntspecht

PS: dass ein Arbeitgeberpräsident auf die Einhaltung von Tarifverträgen pocht - hat er die Seiten gewechselt und ist er jetzt Vorsitzender des DGB :?: :lol: :lol: :lol:
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Ferengi » Mi Okt 30, 2013 18:30

Altmeister hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:Schwellenländer wie China, Indien, Bangladesch werden den Takt vorgeben. Die Technologie und Produktion wird global dahin wandern, wo sie am wirtschaftlichsten ist.



Mit Deiner Armleuchter-Theorie gehst Du mir so langsam auf den Sack.
....

Gruß Altmeister

P.S. Die Technologie ist nicht gewandert, sondern gebracht worden um ein
funktionierendes System zu zerstören um NOCH MEHR GEWINNE ZU MACHEN!



Bin ganz deiner Meinung.


Hinzu kommt, das in Ländern wie China, Indien, Vietnam nur aus einem einzigen Grund billiger gefertigt werden kann als bei uns.
Nämlich weil man den Giftmüll einfach in den nächsten Bach leiten kann.
Wenn daran Flußabwärts ein paar tausend Bauern verrecken interessiert das keinen!
Und wenn der Malocher nach zwei Jahren Arbeit in der Fabrik verreckt, ebenso wenig.

Da:
http://www.youtube.com/watch?v=eiND1b1CtVQ

Sowas ist dort der ganze normale Wahnsinn!
Ferengi
 
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon automatix » Mi Okt 30, 2013 18:36

Kyoho hat geschrieben:
Altmeister hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:Schwellenländer wie China, Indien, Bangladesch werden den Takt vorgeben. Die Technologie und Produktion wird global dahin wandern, wo sie am wirtschaftlichsten ist.



Mit Deiner Armleuchter-Theorie gehst Du mir so langsam auf den Sack.

Habe Dir schon mal geschrieben, dass in der deutschen Wirtschaft schwarze
Zahlen geschrieben wurde. Das erwirtschafte Kapital wurde im Ausland
(z.B. Indien in Stahlwerke und Werften) investiert.

Durch diese Aktionen haben qualifizierte Handwerker, und Schiffbauer bei der
AG Weser ihren Arbeitsplatz verloren. In Bremen haben wir jetzt eine
"Space Park" es werden hier nur noch Papierschiffe gabaut.

Ein modernes Hüttenwerk "Henrichshütte" ist heute ein Museum.

In den 80er Jahren wurden bei der AEG spionierende Fachleute ausgebildet.
Woher ich das Weiß? Ganz einfach!

Selber war ich in der Qualitätsicherung tätig, und wir mußten den mitschreibenden
und fotografierenen chinesischen Ingenieuren zeigen wie so etwas gemacht wird.
Zusätzlich sind Führungskräfte nach China geflogen um die Qulitätssicherung
aufzubauen.

Heute stehen mein Kollegen auf der Straße Du Armleuchter.

Gruß Altmeister

P.S. Die Technologie ist nicht gewandert, sondern gebracht worden um ein
funktionierendes System zu zerstören um NOCH MEHR GEWINNE ZU MACHEN!


Werter Altmeister,

Das Kapital wandert nunmal in einer global agierenden Wirtschaft und in global agierenden Märkten dahin, wo die Produktivität hoch ist und hohe Erträge/Gewinne erwirtschaftet werden können. Zudem spielen die politischen Rahmenbedingungen wie die rechtliche Sicherheit der Investoren vor Enteignung, kriegerischen Auseinandersetzungen etc. und Naturkatastrophen eine Rolle. Die Firmen investieren nicht, um in D funktioniertende Betriebe zu zerstören. Diese Ansicht von Dir halte ich für ne blanke Verschwörungstheorie. Dass Produktpiraterie immer nur zeitweise verhindert werden kann, liegt daran, dass die Möglichkeiten der Nachahmer und Spione immer raffinierter werden. Daher braucht es in Unternehmen eine gute Entwicklungsabteilung, um der Konkurrenz immer eine Nasenlänge voraus zu sein. Dadurch entsteht Wettbewerb, Ansporn und Motivation auch für die Mitarbeiter. Das unterscheidet eine auf Innovationen beruhende freie Wirtschaft von staatlich gelenkten Planwirtschaften mit festen Forschungsetats und Planstellen. Wer nur von anderen abkupfern gelernt hat (so wie die Rotchinesen es im Sozialismus erlebt und gelebt haben), der wird kaum in der Lage sein, eigenständige marktfähige Entwicklungen zu leisten. Wo diese Innovationskraft abhanden gekommen ist, auch weil das Management der Unternehmen versagt hat, da entstehen aus ehemaligen Vorzeigebetriebe irgendwann Industriemuseeen, wie die genannte Heinrichshütte. Es ist nunmal in der Wirtschaft so, dass diejenigen gehen müssen, die Entwicklungen verschlafen. Dafür gibt es genug weitere Beispiele. Aber anderen die Schuld in die Schuhe schieben, halte ich für unloyal. In diesem Sinne einen guten Abend


genau das ist aber eine furchtbare Fehlentwicklung. Europa hat z.b. hohe Umweltstandards geschaffen, damit man in Zukunft auch noch ein Land hat.
Jetzt wandert das Kapital und die Industrie in Länder wie China und Indien, wo sie sich einen Dreck um die Umwelt scheren und auf Teufel komm raus Raubbau an Mensch und Natur betreiben, nur um ein paar Euro mehr Gewinn zu haben (hat man schön beim F1 Rennen in Indien gesehen, wie sehr da der Smog über der Rennstrecke hing....)

aber das 'schöne' an der Entwicklung ist, daß Länder wie China in wenigen Jahrzehnten ihr Land so zerstört und verseucht haben, daß sie entweder ihr Volk verhungen lassen oder die Nahrung teuer zu kaufen müssen....
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Mi Okt 30, 2013 18:38

buntspecht hat geschrieben:Hallo Altmeister,

danke für Deine altersweisen Worte.


Apropos Ansporn der Mitarbeiter. Könnte mir jemand erklären, wie denn zusammengeht, dass die Mitarbeiter angeblich motivierter wären, gleichzeitig die Krankenstände insbesondere in Richtung Burnout ... immer weiter in die Höhe gehen :?:


Gruß vom Buntspecht

PS: dass ein Arbeitgeberpräsident auf die Einhaltung von Tarifverträgen pocht - hat er die Seiten gewechselt und ist er jetzt Vorsitzender des DGB :?: :lol: :lol: :lol:


Tarifverträge sind Sache der AG und AN, an der Einhaltung sind beide beteiligt und beide verpflichtet, das nennt sich dann Friedenspflicht.
Zum Krankenstand: Der ist auch (nicht nur deswegen) in D hoch, weil wir uns das leisten können. Nationen, die keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kennen, überlegen sich mehr als einmal, auch bei leichten Beschwerden zur Arbeit zu gehen. Zumal die häufig erst gar nicht krankenversichert sind. Burn out kennt man dort auch nicht, diese neuartige Krnakheit tritt vornehmlich in Industrieländern auf und hat häufig psychische Ursachen. Auch Mobbing am Arbeitsplatz ist eine Ursache. Wer mit Elan seine Arbeit verrichtet und die Kollegen wertschätzt, statt über sie herzuziehen, hat damit weniger Probleme.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Sikubauer » Mi Okt 30, 2013 18:49

Das schöne am Mindestlohn ist doch, dass Du, lieber Kyoho, nicht darüber entscheidest. Auch die von dir bevorzugte Partei entscheidet nicht darüber, denn diese wurde kürzlich aus dem Deutschen Bundestag hinausgewählt. Aus gutem Grund.
Mitglied im Verein für deutliche Aussprache und klare Ansage.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Piraterie » Mi Okt 30, 2013 18:53

Ich glaub am besten ist es wenn alle erstmal einen guten Wein oder ein leckers Bier trinken. Alternativ eine Tüte rauchen oder Sex haben um mal wieder runterzukommen :-)
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Do Okt 31, 2013 8:53

Bauernverband positioniert sich gegen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50€
http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Bauernverband-gegen-bundesweiten-gesetzlichen-Mindestlohn-1276494.html
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Piraterie » Do Okt 31, 2013 9:11

Der DBV weis ganz genau das die Ausbeutungsmaschine zusammenbricht wenn ein Mindestlohn eingeführt wird. Schließlich ist es der DBV der zum größten Teil die Buchhaltung durch seine Tochterorganisationen übernimmt und somit genau über die finanzielle Situation der Landwirte im allgemeinen bescheid weis.
@Deutsche Bahn

Vielleicht sollte ich einfach weniger schreiben ;-)
Aber recht hast du, soviele Verspätungen die ich schon "erleben" durfte. Ist nicht grad schön wenn man zb um 1uhr in der Nacht in einer fremden Stadt gestrandet ist und dann noch 2 Stunden mit dem Taxi heim fahren muss....
Taxifahrer sind im allgemeinen ja nette Menschen, aber etwas mulmig wurds mir da schon. Und ein Hotelgutschein wollte die Bahn nicht rausrücken, warum auch immer.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Piraterie » Do Okt 31, 2013 10:34

Kyoho hat geschrieben:
Geld ist doch nur eine fiktive Größe in der Wirtschaft. Ist zuviel davon da, dann haben wir eine galoppierende Inflation. Nur der Glaube und das Vertrauen an den Wert des Geldes ist der eigentliche Wert.
Auch der gesetzliche Mindestlohn wird früher oder später dazu führen, dass die Inflation im Rahmen der Lohn-Preis-Spirale ansteigt. Dann wird bald proklamiert werden, dass man von 8,50€ nicht mehr leben kann und wir mindestens 10€ brauchen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.


Schau dir das bitte an.

http://www.youtube.com/watch?v=VUIqG8WORW0
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon buntspecht » Do Okt 31, 2013 13:12

Kyoho hat geschrieben:Tarifverträge sind Sache der AG und AN, an der Einhaltung sind beide beteiligt und beide verpflichtet, das nennt sich dann Friedenspflicht.
Zum Krankenstand: Der ist auch (nicht nur deswegen) in D hoch, weil wir uns das leisten können. Nationen, die keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kennen, überlegen sich mehr als einmal, auch bei leichten Beschwerden zur Arbeit zu gehen. Zumal die häufig erst gar nicht krankenversichert sind. Burn out kennt man dort auch nicht, diese neuartige Krnakheit tritt vornehmlich in Industrieländern auf und hat häufig psychische Ursachen. Auch Mobbing am Arbeitsplatz ist eine Ursache. Wer mit Elan seine Arbeit verrichtet und die Kollegen wertschätzt, statt über sie herzuziehen, hat damit weniger Probleme.


Aha, Friedenspflicht. Deshalb also. Ein Vorsitzender im AG-Verband fühlt sich der Friedenspflicht verpflichtet. Stichwort Aussperrung :lol: :lol: :lol: Übrigens sind für die Einhaltung von Gesetzen weder AG noch AN zuständig und eben das wäre ein gesetzlicher Mindestlohn.

Aha, Krankenstand. Wir müssen uns also nur auf uns besinnen, dann gibt's keinen Burnout. Aha, und weil andere Menschen keine Sozialversicherung haben, können sie es sich nicht leisten, krank zu werden. Wir sind also alle ein Volk von Drückebergern, außer natürlich der arme, (von Mitarbeitern) gemobbte, auf sich selbst bezogene (egoistische), ausbeutende, über seine Kollegen und Mitarbeiter herziehende, auf die Aktionäre bzw. deren Wohlbefinden bedachte, burnoutverdächtige Manager :lol: :lol: :lol:

Ein Hoch auf unsere, im Vergleich zu Menschen, die in schlechten bis nicht vorhandenen Sozialsystemen zurecht kommen müssen, hohe Lebenserwartung. Was natürlich im Umkehrschluß bedeutet, dass diese armen Menschen in diesen Systemen früher sterben :!: Insofern sind Deine Darlegungen sehr bemerkenswert :!:

Noch eine kleine Anmerkung. In den USA gibt/gab es keine allgemeine Krankenversicherung, absolute Tarifautonomie des Einzelnen, vom Tellerwäscher zum Millionär, vom Millionär zum Tramp, vom hochgelobten Bürger zum als Abschaum auf den E-Stuhl wandernder, vom freien Waffenbesitzer bis zum vom Polizisten getöteten 6-Jährigen ... Wenn man sich solche Zustände wünschst, dann kann man nur empfehlen, dorthin auszuwandern.

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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Altmeister » Do Okt 31, 2013 15:52

Kyoho hat geschrieben:
Zum Krankenstand: Der ist auch (nicht nur deswegen) in D hoch, weil wir uns das leisten können. Nationen, die keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kennen, überlegen sich mehr als einmal, auch bei leichten Beschwerden zur Arbeit zu gehen.


Hallo,

als Kecksperte kannst Du uns sicherlich sagen, wie lange der Mann ohne Dauerschäden zu bekomen so arbeiten kann.
Das arme Schwein schweißt als Zeitarbeiter ohne ausreichende Schutzkleidung. Ruft er die BG ist er draußen.
Glaubst Du, der bekommt € 8,50
Werden bei einem Arbeiter € 100,00 Schutzkleidung gespart, sind dieses bei einer Million Arbeiter = € 100.000.000,00

Vor 55 Jahren habe ich auch Kleinteile im akkord geschweißt. Ich bekam eine Lederschürze, Schweißeranzug,
Stulpenhandschuh, UND HATTE EINE ABSAUGUNG.

Altmeister

P.S. Dieses ist kein Einzelfall.
Zeitarbeiter.jpg
Zeitarbeiter.jpg (22.3 KiB) 807-mal betrachtet
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Do Okt 31, 2013 18:10

Altmeister hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:
Zum Krankenstand: Der ist auch (nicht nur deswegen) in D hoch, weil wir uns das leisten können. Nationen, die keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kennen, überlegen sich mehr als einmal, auch bei leichten Beschwerden zur Arbeit zu gehen.


Hallo,

als Kecksperte kannst Du uns sicherlich sagen, wie lange der Mann ohne Dauerschäden zu bekomen so arbeiten kann.
Das arme Schwein schweißt als Zeitarbeiter ohne ausreichende Schutzkleidung. Ruft er die BG ist er draußen.
Glaubst Du, der bekommt € 8,50
Werden bei einem Arbeiter € 100,00 Schutzkleidung gespart, sind dieses bei einer Million Arbeiter = € 100.000.000,00

Vor 55 Jahren habe ich auch Kleinteile im akkord geschweißt. Ich bekam eine Lederschürze, Schweißeranzug,
Stulpenhandschuh, UND HATTE EINE ABSAUGUNG.

Altmeister

P.S. Dieses ist kein Einzelfall.
Zeitarbeiter.jpg


Woher das Bild stammt, ob überhaupt aus D aufgenommen und wann, geht aus dem Bericht ohne jegliche Quellenangabe nicht hervor. Genauso kann es aus einer privaten Garage eines Hinterhofes aufgenommen sein, so dass es mit einem Arbeitsverhältnis gar nichts zu tun hat. Wenn einer hobbymäßig etwas schweißt und auf Schutzmaßnahmen verzichtet, ist er selbst dafür verantwortlich. Daher ist es auch müßig zu diskutieren, warum es am Arbeitsschutz fehlt und wie der Verdienst ist. Zeitungsredaktuere suchen sich für ihre Berichte passende Fotos von Foto-Argenturen zusammen, die häufig für diese Zwecke gestellt sind. Ich glaube nicht, dass das Bild wirklich einen Beschäftigten Zeitarbeiter bei seiner Tätigkeit abbildet.
Bei Beschäftigungsverhältnissen ist der Arbeitgeber gesetzlich verantwortlich, für ausreichende Sicherheitsmaßnahmen der Arbeitnehmer zu sorgen, auch besucht die BG regelmäßig die Betriebe, um die Schutzeinrichtungen zu überprüfen. Wenn es hier Mißstände geben sollte, kann man als Betroffener oder Außenstehender auch anonym bei der BG vorstellig werden, zuvor würde ich aber auf alle Fälle mit dem AG darüber reden.
Auch gilt, nicht alle Gefahren lassen sich vorher richtig einschätzen, vor etwa 35 Jahren hatte man beim Verlegen auch noch Asbestplatten ohne Schutzmaske gesägt, weil man die Gefahren nicht gekannt hat, darum kann man auch schwer hinterher jemand die Schuld dafür geben, wenn er heute unter den Schäden leidet.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Do Okt 31, 2013 18:46

buntspecht hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:Tarifverträge sind Sache der AG und AN, an der Einhaltung sind beide beteiligt und beide verpflichtet, das nennt sich dann Friedenspflicht.
Zum Krankenstand: Der ist auch (nicht nur deswegen) in D hoch, weil wir uns das leisten können. Nationen, die keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kennen, überlegen sich mehr als einmal, auch bei leichten Beschwerden zur Arbeit zu gehen. Zumal die häufig erst gar nicht krankenversichert sind. Burn out kennt man dort auch nicht, diese neuartige Krnakheit tritt vornehmlich in Industrieländern auf und hat häufig psychische Ursachen. Auch Mobbing am Arbeitsplatz ist eine Ursache. Wer mit Elan seine Arbeit verrichtet und die Kollegen wertschätzt, statt über sie herzuziehen, hat damit weniger Probleme.


Aha, Friedenspflicht. Deshalb also. Ein Vorsitzender im AG-Verband fühlt sich der Friedenspflicht verpflichtet. Stichwort Aussperrung :lol: :lol: :lol: Übrigens sind für die Einhaltung von Gesetzen weder AG noch AN zuständig und eben das wäre ein gesetzlicher Mindestlohn.
Während der Friedenspflicht ist werder Streik noch Aussperrung legitim. Erst wenn der Mindestlohn gesetzlich festgelegt ist, kann man auch gegen ihn verstoßen. Bisher können aber (deutlich) zu niedrige Löhne und Gehälter bereits von Gerichten als sittenwidrig geahndet werden.
Aha, Krankenstand. Wir müssen uns also nur auf uns besinnen, dann gibt's keinen Burnout. Aha, und weil andere Menschen keine Sozialversicherung haben, können sie es sich nicht leisten, krank zu werden. Wir sind also alle ein Volk von Drückebergern, außer natürlich der arme, (von Mitarbeitern) gemobbte, auf sich selbst bezogene (egoistische), ausbeutende, über seine Kollegen und Mitarbeiter herziehende, auf die Aktionäre bzw. deren Wohlbefinden bedachte, burnoutverdächtige Manager :lol: :lol: :lol:
Die Behauptung von den Drückebergern will ich sehr in Frage stellen, sicherlich gibt es manche Fälle, wo dies ausgenutzt wird. In sofern ist es ein Privileg für D, dass wir eine so umfassende soziale Absicherung haben.
Ein Hoch auf unsere, im Vergleich zu Menschen, die in schlechten bis nicht vorhandenen Sozialsystemen zurecht kommen müssen, hohe Lebenserwartung. Was natürlich im Umkehrschluß bedeutet, dass diese armen Menschen in diesen Systemen früher sterben :!: Insofern sind Deine Darlegungen sehr bemerkenswert :!:
Ich stelle nicht die Sozialversicherung in Abrede, diese hohe soziale Absicherung muss aber auch finanziert werden können. Das geht nur durch eine leistungsfähige Wirschaft. Auch ohne flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn haben die Beschäftigen eine umfängliche soziale Absicherung gerade in Krankheitsfällen.

Noch eine kleine Anmerkung. In den USA gibt/gab es keine allgemeine Krankenversicherung, absolute Tarifautonomie des Einzelnen, vom Tellerwäscher zum Millionär, vom Millionär zum Tramp, vom hochgelobten Bürger zum als Abschaum auf den E-Stuhl wandernder, vom freien Waffenbesitzer bis zum vom Polizisten getöteten 6-Jährigen ... Wenn man sich solche Zustände wünschst, dann kann man nur empfehlen, dorthin auszuwandern.
Nicht umsonst gilt für viele Auswanderer die USA das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Genau diese wünschen sich diese individuelle Freiheit und nehmen gewisse Lebensrsisiken in Kauf bzw. schützen sich davor durch provate Absicherung. Diese Menschen glauben an ihre Fähigkeiten und ihr persönliches Glück und sind gewiss keine Armutsflüchtliche, die in soziale Sicherungssysteme einwandern. Kriminalität gibt es überall, auch in D, wie Amokläufe in Schulen etc. Dass wir die Todesstrafe abgeschafft haben und die USA nicht, ist auch ein hohes Privileg für uns.

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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon buntspecht » Do Okt 31, 2013 20:01

Hmmm,

es können also schon Heute niedrige Löhne als Sittenwidrig ... Stichwort können, da ist mir muss lieber.

Die soziale Absicherung wird nicht in Frage gestellt, die Finanzierung muss gesichert werden. Bei Mindestlohn kommt mehr Geld in die sozialen Kassen und weniger Stütze muss daraus bezahlt werden, ist mir auch lieber.

Statt der individuellen (scheinbaren) Freiheit und der einhergehenden Bespitzelung ist es mir einfach in Europa lieber. Auch vor dem Hintergrund der passenden Absicherung drüben (Kaliber kann nicht groß genug sein). Und offenbar glauben Sie nicht an die soziale Intelligenz von Menschen, ist für einen Europäer auch etwas gewöhnungsbedürftig. Übrigens, Kriminalität gibt es fast überall, Betonung liegt auf fast.

:wink:
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