Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 14:43

Motorenkonzepte der Zukunft?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
174 Beiträge • Seite 7 von 12 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 12
  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Vario_TA » Mi Aug 25, 2021 23:14

Landerbe hat geschrieben:Ich war lange bei Tesla als Techniker, gründete den weltweit ersten "Tesla Air Ranger Service", wo Kunden bei Problemen mit meinem Privatflugzeug in ganz Europa angeflogen werden, bin einer von 5 Technikern weltweit, die eine MCU1 (Model S,X) mit Leistungsfähigeren BGA´s bestücken, programmieren und den sog. "Blackscreen" für immer beseitigen, baue jedes erdenkliche Fahrzeug auf E-Antrieb um, arbeite für Daimler in der Vorserie.

Ein Softwarefritze also. Da wird mir einiges klar :roll:

Landerbe hat geschrieben:
Und welches Elektroauto erreicht die Maße und die Ausstattung eines GLS? Ich kenne keins.

Ein Model X ist in Sachen Leistung und Ausstattung weit über dem GLS.

Absolut nicht. Ein Model X hat nicht mal Massagesitze, die bekommt man mittlerweile sogar im Golf :lol:
Die Ausstattung bei Tesla ist im Verhältnis zu Preisklasse absolut spartanisch.
Echtes Leder? Gibt's nicht.
Massagesitze? Gibt's nicht.
Displays im Fond? Gibt's nicht.
Headup-Display? Gibt's nicht.
Soll ich weitermachen?
Von solchen Spielereien wie der eABC des GLS träumen Teslafahrer höchstens.
Vernünftig nutzbaren Laderaum sucht man sowieso vergebens (lassen sich die Rücksitze des neuen X eigentlich umklappen? Bisher hat man ja in einen Golf längere Bretter laden können!) und die Anhängelast ist auch ein Witz. Von der Reichweite mal garnicht erst anzufangen.
Ein GLS zieht 3,5to, das ist mehr als doppelt so viel wie beim Model X. Sogar ein GLC zieht deutlich mehr.
Von den Abmessungen her passt das Model X eher zum GLE.
Leistung ist bei allen mehr als genug vorhanden. Die Teslas haben höhere Spitzenleistungen, Verbrenner haben höhere Dauerleistungen. Und ob die Leistung bei den Teslas überhaupt abrufbar ist, hängt mangels Mehrganggetriebe auch noch deutlich von der Fahrgeschwindigkeit ab. Mit schweren Anhängern kommen Verbrenner auch deshalb besser zurecht.

Landerbe hat geschrieben:Eine S-Klasse mit höchster Motorisierung und Ausstattung (welche man zum Vergleich heranziehen muss, obwohl sie weniger kann, da nur Verbrenner), wiegt gerade einmal knapp 100kg weniger).

Wieso sollte man die höchste Motorisierung als Vergleich heranziehen?
Der EQS 450+ marschiert wegen seiner massiven 2.480kg EU-Leergewicht in 6,2s auf 100km/h. Dafür braucht eine S-Klasse mit Basisdiesel nur 0,2s länger. Die wiegt halt auch 460kg weniger. Der Top-Diesel marschiert unter anderem dank Allrad eine ganze Sekunde schneller als der auf 100 (bei ähnlicher Spitzenleistung wie der EQS) und wiegt auch nur 50kg mehr als der Basisdiesel.
Und wieder haben wir noch Details wie zum Beispiel die Nutzlast oder auch wieder die Anhängelast, die deutlich zugunsten des Verbrenners ausfallen. Das dürfte zwar in der Fahrzeugklasse nicht besonders viele Leute interessieren, aber technisch ist es für das Leergewicht eben doch ein wenig von Bedeutung.

Landerbe hat geschrieben:Du bist genau einer der Kandidaten, die bei den Autokonzernen zum Glück ins Museum wandern und technische Innovation wieder von Visionären voran getrieben wird. Zur Sicherstellung des Standortes Deutschland, einer nachhaltigen Mobilität und wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.

Nein. Ich bin der, der Leuten wie dir erklärt, dass deine Träumereien nichts als das sind: Träumereien. Es gibt einen ganz einfachen Grund, warum sich Verbrenner gegen Elektroautos durchgesetzt haben: sie bieten unterm Strich das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Und damit ist nicht die Motorleistung gemeint.
Daran hat sich hundert Jahre nichts geändert. Was lässt Leute glauben, dass sich daran jetzt plötzlich etwas ändert? Subventionen und Elektroautoquoten haben mit technischem Fortschritt leider nichts zu tun.

Ich bin der, der Innovationen unterstützt, die wirklich etwas für Kunden und Umwelt tun. BEV gehören bis auf wenige Ausnahmen nicht dazu. So einfach ist das.
Ich weiß, dass die Gesetzgeber vor allem in Europa BEV forcieren. Und dem haben sich die Hersteller zu beugen und ich respektiere jeden Hersteller für die Umsetzung dieser Auflagen, das ist keine leichte Aufgabe. Davon wird es aber nicht sinnvoller.
Wenn ab morgen nur noch FCEV gefördert werden und ab 2035 verpflichtend werden, wird die Entwicklung auch kein Hersteller oder Kunde aufhalten können. Das hat aber mit Sinnhaftigkeit nichts zu tun. Nur du würdest das dann wahrscheinlich als unaufhaltbaren technischen Fortschritt bezeichnen. Ich bezeichne es als unaufhaltsamen politischen Zwang. Ich halte es für gut möglich, dass Elektroautos sich flächendeckend durchsetzen. Das geht aber nur unter politischem Zwang. Während Elektromobilisten die ach so gigantischen Wachstumsraten in den Zulassungsstatistiken feiern, sieht die Realität so aus, dass die Hersteller die Flottenemissionsvorgaben punktgenau erreichen. Die verkaufen genau so viele Elektroautos wie sie müssen. Das ist kein Erfolg des Elektroautos, das ist grandios gescheiterte Subventionspolitik.
Dein Arbeitgeber kann sich glücklich schätzen, einen so unkritischen, naiven Mitarbeiter zu haben. Dass du technisch nicht so fit bist, ist dann wohl die Kehrseite der Medaille. Aber man kann ja nicht alles haben :wink:
Solange du nur im Infotainment rumprogrammierst, ist das ja auch nicht schlimm. Die Bewertung ganzer Antriebsarten überlässt du aber besser Leuten mit Ahnung davon. Und nein, ich sage nicht, dass ich das Wissen darüber gepachtet habe. Aber ich kann wohl behaupten, mich damit ganz gut auszukennen.

Estomil hat geschrieben:Die Bahn braucht im Güterverkehr im Schnitt 1,8l Diesel pro Tonne und 100km.
Der Lkw braucht 1,5l Diesel im Fernverkehr. Die Systeme sind also ähnlich effizient wenn man sie voll beladen betrachtet.

Das ist nur bedingt richtig. Der Zug ist wesentlich effizienter. Nur fahren Güterzüge deutlich schneller als LKW, was den Energieverbrauch deutlich erhöht. Würden LKW so schnell fahren wie Güterzüge, würden sie mehr als doppelt so viel verbrauchen.
Deshalb brauchen wir einen Ausbau des Schienennetzes, damit Güterzüge langsamer und ungestörter vom Personenverkehr operieren können. Damit lässt sich die Transporteffizienz enorm steigern und nebenbei die Zuverlässigkeit des Personenverkehrs verbessern.
Vario_TA
 
Beiträge: 2310
Registriert: Mo Aug 28, 2017 16:45
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Neo-LW » Do Aug 26, 2021 0:35

Moin,

Vario_TA hat geschrieben:
Das ist nur bedingt richtig. Der Zug ist wesentlich effizienter. Nur fahren Güterzüge deutlich schneller als LKW, was den Energieverbrauch deutlich erhöht. Würden LKW so schnell fahren wie Güterzüge, würden sie mehr als doppelt so viel verbrauchen.
Deshalb brauchen wir einen Ausbau des Schienennetzes, damit Güterzüge langsamer und ungestörter vom Personenverkehr operieren können. Damit lässt sich die Transporteffizienz enorm steigern und nebenbei die Zuverlässigkeit des Personenverkehrs verbessern.



Also Güterzüge fahren in Deutschland 80 km/h.
In Ausnahmefällen mal 100 km/h.
Da müssen dann die Wagen aber eine spezielle Zulassung haben.

Güterzüge werden auch schon mal angehalten, und beiseite gestellt,
wenn ein Zug mit höherer Priorität kommt.
Z.B. ein ICE, oder ein Schwellentransportzug den ich mit 99999 angefordert habe.
(Fünf Neunen sind das Optimum. Habe ich auch schon gemacht, um eine Baustelle
fertig zu bekommen. Bei der Priorität wird selbst der Zug vom Bundeskanzler angehalten.)

Man hat in den 70er Jahren die Neubaustrecken in der Längsneigung so trassiert,
daß dort nicht nur ICE's fahren können, sondern auch Güterzüge.
(In Frankreich ist es anders.
Auf den Gleisen vom TGV kann aus physikalischen Gründen kein Güterzug fahren.)
Als man dann auf den Deutschen Neubaustrecken angefangen hat mit Güterzügen zu
fahren, hat man festgestellt, daß die Güterwagen die Schienenköpfe kaputt machen.
Dann musste man zur Kenntnis nehmen, daß eine Begegnung im Tunnel ICE-Güterzug
nicht möglich ist. Naja, außer der ICE bremst auf 80 km/h ab.
Im Ergebnis fahren heute auf den ICE-Strecken keine Güterzüge mehr.

Aber selbst, wenn ein Güterzug irgendwo angekommen ist, muß ja noch rangiert
und abgeladen werden.
Ausnahme Erzzüge mit Hakenkupplung.
Die fahren vom Hafen bis zum Stahlwerk.
Abladen von Güterzügen geht in Deutschland NUR noch in Cargo-Bahnhöfen.
Also müssen die letzten 70 km sowieso per LKW gefahren werden.
Da könnte man auch auf die Idee kommen, den Güterverkehr gleich vollständig
auf die Straße zu verlagern.
Dann fahren auf der Eisenbahn nur noch Personenzüge.
Hannover - Hamburg sind etwa 150 km.
70 km zum Cargo-Bahnhof, und 70 km vom Cargo-Bahnhof.
Bleiben 10 km Transportentfernung auf der Eisenbahn.
Es ist also Blödsinn, Güter über eine Distanz Hannover - Hamburg per Eisenbahn
zu transportieren.
Bis 200 (300) km ist der LKW wirtschaftlicher.


Olli
Chief Executive Officer of Agriculture
Neo-LW
 
Beiträge: 9559
Registriert: So Feb 19, 2012 1:21
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Bahn Güterverkehr rückständig

Beitragvon adefrankl » Do Aug 26, 2021 1:02

Neo-LW hat geschrieben:Moin,



Also Güterzüge fahren in Deutschland 80 km/h.
In Ausnahmefällen mal 100 km/h.
Da müssen dann die Wagen aber eine spezielle Zulassung haben.

Güterzüge werden auch schon mal angehalten, und beiseite gestellt,
wenn ein Zug mit höherer Priorität kommt.
Z.B. ein ICE, oder ein Schwellentransportzug den ich mit 99999 angefordert habe.
(Fünf Neunen sind das Optimum. Habe ich auch schon gemacht, um eine Baustelle
fertig zu bekommen. Bei der Priorität wird selbst der Zug vom Bundeskanzler angehalten.)

Man hat in den 70er Jahren die Neubaustrecken in der Längsneigung so trassiert,
daß dort nicht nur ICE's fahren können, sondern auch Güterzüge.
(In Frankreich ist es anders.
Auf den Gleisen vom TGV kann aus physikalischen Gründen kein Güterzug fahren.)
Als man dann auf den Deutschen Neubaustrecken angefangen hat mit Güterzügen zu
fahren, hat man festgestellt, daß die Güterwagen die Schienenköpfe kaputt machen.
Dann musste man zur Kenntnis nehmen, daß eine Begegnung im Tunnel ICE-Güterzug
nicht möglich ist. Naja, außer der ICE bremst auf 80 km/h ab.
Im Ergebnis fahren heute auf den ICE-Strecken keine Güterzüge mehr.

Aber selbst, wenn ein Güterzug irgendwo angekommen ist, muß ja noch rangiert
und abgeladen werden.
Ausnahme Erzzüge mit Hakenkupplung.
Die fahren vom Hafen bis zum Stahlwerk.
Abladen von Güterzügen geht in Deutschland NUR noch in Cargo-Bahnhöfen.
Also müssen die letzten 70 km sowieso per LKW gefahren werden.
Da könnte man auch auf die Idee kommen, den Güterverkehr gleich vollständig
auf die Straße zu verlagern.
Dann fahren auf der Eisenbahn nur noch Personenzüge.
Hannover - Hamburg sind etwa 150 km.
70 km zum Cargo-Bahnhof, und 70 km vom Cargo-Bahnhof.
Bleiben 10 km Transportentfernung auf der Eisenbahn.
Es ist also Blödsinn, Güter über eine Distanz Hannover - Hamburg per Eisenbahn
zu transportieren.
Bis 200 (300) km ist der LKW wirtschaftlicher.


Olli

Die Bahn hat es doch in den letzten 40 Jahren versäumt im Güterbereich in wirklich zeitgemäße Technik zu investieren. Schon in den 70er Jahren waren automatische Kopplung fertig entwickelt, aber man hat die Umstellung (Europaweit) nicht gewagt. Und statt Rangierbahnhöfe wären eigentlich vollautomatisch Containerterterminals zeitgemäß (Gegebenenfalls mit kleineren Subcontainern darin). So ein Zug sollte sich vollautomatisch eigentlich bei einem Halt in 15 min neu beladen lassen, (Bei LKW wird auch umgeladen). Dazu hätte die Bahn eigentlich den Vorteil, dass sie das Streckennetz unter Kontrolle hat und so eigentlich alles gut planbar sein könnte. Aber faktisch dauert es doch mit der Bahn weit länger, ist meist teurer und auch der Übergang auf die Straße für die letzten Kilometer bracht doch viel zu viel Zeit und Ressourcen. Die Bah hat gerade im Stückgutbereich technologisch deb Anschluss doch verfasst. So war auch um 1980 der Cargo-Sprinter- Hamburg-München in einer Nacht - fertig entwickelt. Aber auch da scheute man die entsprechenden Investitionen. Und Rückständigkeit führt letztendlich zu hohen Kosten und schlechten Leistungen.
Eigentlich wäre es wünschenswert, mehr Güterverkehr auf die Schiene zu bringen. Aber bei der Bahn halte ich das für ein hoffnungsloses unterfangen. Da haben ja auch solche Leuchten wie Potfalla im Vorstand.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
adefrankl
 
Beiträge: 2805
Registriert: Do Feb 07, 2013 23:41
Wohnort: Mittelfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bahn Güterverkehr rückständig

Beitragvon Neo-LW » Do Aug 26, 2021 1:12

Moin,
adefrankl hat geschrieben:
Schon in den 70er Jahren waren automatische Kopplung fertig entwickelt, aber man hat die Umstellung (Europaweit) nicht gewagt.



Automatische Kupplungen sind heute im Einsatz.
Nennt sich Scharfenberg-Kupplung.
Fährt der ICE mit, fahren die Regional-Express-Züge mit.
Naja und die Hakenkupplung bei den Erzzügen.

Wenn ein ICE abgeschleppt werden muss,
kramt der Triebfahrzeugführer aus der bordeigenen Werkzeugkiste die Übergangskupplung
raus, und setzt sie zwischen ICE und Abschlepplok.

Was nicht geht, ist Lok mit Hakenkupplung an ICE.

Abschleppen ICE im Bahnhof Wolfsburg:
.
ICE_Abschleppen_a.JPG


ICE an konventionelle Lok.


Olli
Chief Executive Officer of Agriculture
Neo-LW
 
Beiträge: 9559
Registriert: So Feb 19, 2012 1:21
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Estomil » Do Aug 26, 2021 11:37

Die Bahn wird niemals Konkurrenz fahrig sein. Das ist systembedingt.

Es gibt zwar Güter die sehr gut per Bahn gefahren werden können wir Rohstoffe(Kohle, Erz, Getreide, Öl, Kies etc), aber nur wenn es definierte Start und Endpunkte gibt. Das ist da oft der Fall weil Bergwerke und Häfen feste Anlieferpunkte sind.
Die Mengen sind da aber begrenzt. Zudem wird ständig versucht die Wege zu verkürzen weswegen das Kohlekraftwerk eben in Hamburg am Hafen steht oder in Ibbenbüren am Schacht.

Die grosse Masse an Gütern kann damit aber nur gefahren werden weil entweder die Anlieferpunkte immer verschieden sind(Baustellen) oder die Mengen zu klein.
Der keine Plastikhersteller aus'm Emsland der jede Woche zwei Container nach Wolfsburg liefert braucht keinen Bahnanschluss.

Und das wird immer schlimmer. Die Bahn wird in Zukunft noch viel weiter zurückfallen da die Logistik immer spezieller wird.
Estomil
 
Beiträge: 4094
Registriert: So Dez 19, 2010 16:06
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Fassi » Do Aug 26, 2021 11:45

Neo-LW hat geschrieben:
Also Güterzüge fahren in Deutschland 80 km/h.
In Ausnahmefällen mal 100 km/h.
Da müssen dann die Wagen aber eine spezielle Zulassung haben.


Die Ausnahme scheint es aber oft zu geben. Bei den meisten Güterzügen kann man im Blockabstand den Tempomat auf 100 stellen, ohne auf sie aufzufahren. Und bei etwa jedem 4. sogar auf 110. Ein Güterzug auf Hauptstrecken hat heute eher nen 100er als nen 80er Fahrplan.

Da mein "Heimatbahnhof" ja auch einen Abzweig auf eine Schnellfahrstrecke hat, muss nach Deinen Aussagen der Fahrdienstleiter auch öfters Fehler machen, so regelmäßig wie man dort Güterzüge auf die Schnellfahrstrecke fahren sieht. Dürfen allerdings nicht alle Lokführer drauf fahren. Und auch sonst ist dein Beitrag nicht mehr wirklich auf Höhe der Zeit. Gibt ja mittlerweile Wagen auf die man Sattelauflieger verladen kann. Die hebt man dann einfach runter und kann sie wegfahren.

Das einzige, was den Güterverkehr wirklich aufhält ist das ausgedünnte und mittlerweile auch stark befahrene Netz. Da hat Olli ausnahmsweise mal recht, Güterzüge müssen idR Platz machen, wenn von hinten der Fernverkehr drückt oder auch ne Regionalbahn, wenn keine Möglichkeit zum Überholen besteht.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
Benutzeravatar
Fassi
 
Beiträge: 7993
Registriert: Mi Feb 13, 2008 0:35
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Vario_TA » Do Aug 26, 2021 12:00

Neo-LW hat geschrieben:Also Güterzüge fahren in Deutschland 80 km/h.
In Ausnahmefällen mal 100 km/h.

Das wäre mir neu :lol:
Mittlerweile sind 100km/h sind eher die Regel, auf einigen Strecken geht's auch noch zügiger.

Neo-LW hat geschrieben:Güterzüge werden auch schon mal angehalten, und beiseite gestellt,
wenn ein Zug mit höherer Priorität kommt.

Genau deswegen gehört das Schienennetz ja auch ausgebaut.

Neo-LW hat geschrieben:Aber selbst, wenn ein Güterzug irgendwo angekommen ist, muß ja noch rangiert
und abgeladen werden.
Ausnahme Erzzüge mit Hakenkupplung.
Die fahren vom Hafen bis zum Stahlwerk.
Abladen von Güterzügen geht in Deutschland NUR noch in Cargo-Bahnhöfen.
Also müssen die letzten 70 km sowieso per LKW gefahren werden.

Das ist in der Tat ein Nachteil schienengebundener Fahrzeuge.
Allerdings ist der energetische Vorteil von Zügen gegenüber LKW beim reinen Transport so groß, dass sich selbst bei mittleren Strecken der Zug fast immer lohnt, zumindest aus energetischer Sicht.
Auf der Langstrecke gibt es zum Zug fast keine Alternative... Außer Schiffen eventuell, die aber geographisch auch nicht besonders flexibel sind :mrgreen:

Von mir aus könnte man erstmal LKW bis mindestens 60 Tonnen und entsprechender Gesamtlänge europaweit zulassen. Allein das würde erhebliche Einsparungen bei Kosten und Emissionen bringen. Die Straßen würden auch profitieren und zwar sowohl was die Verkehrsdichte angeht als auch was die Belastung des Belags angeht.
60 Tonnen wären nebenbei auch für landwirtschaftliche Fahrzeugkombinationen sehr hilfreich. 40 Tonnen als Limit sind einfach nicht mehr Zeitgemäß.
Vario_TA
 
Beiträge: 2310
Registriert: Mo Aug 28, 2017 16:45
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Fassi » Do Aug 26, 2021 12:44

Achja, ich hab ja das Hauptproblem bei Zügen vergessen. Da kann man ja nicht jeden Heiopei vom Balkan oder aus dem Ostblock, der halbwegs geradeaus fahren kann, für 2,50 die Stunde drauf setzen. Da sind ja die Anforderungen und Qualifikation GsD per Gesetz recht eindeutig geregelt; auch für ausländische Fahrer.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
Benutzeravatar
Fassi
 
Beiträge: 7993
Registriert: Mi Feb 13, 2008 0:35
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Neo-LW » Do Aug 26, 2021 23:36

Moin,

Vario_TA hat geschrieben:
Neo-LW hat geschrieben:Also Güterzüge fahren in Deutschland 80 km/h.
In Ausnahmefällen mal 100 km/h.

Das wäre mir neu :lol:
Mittlerweile sind 100km/h sind eher die Regel, auf einigen Strecken geht's auch noch zügiger.



Leider falsch.
Erstens ist die Streckengeschwindigkeit nicht maßgebend,
zweitens richtet sich die Höchstgeschwindigkeit des Zuges nach dem Waggon mit
der kleinsten Zulassung V(max),
drittens gibt es zwar viele Güterwagen die für 100 km/h zugelassen sind,
aber trotzden muss der Zug wegen dem SchlärmschG um 20 bis 30 km/h seine
Geschwindigkeit reduzieren, wenn GG-Bremssohlen auch nur an einem Wagen
verbaut sind.


Olli
Chief Executive Officer of Agriculture
Neo-LW
 
Beiträge: 9559
Registriert: So Feb 19, 2012 1:21
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Neo-LW » Do Aug 26, 2021 23:48

Moin,

Vario_TA hat geschrieben:
Von mir aus könnte man erstmal LKW bis mindestens 60 Tonnen und entsprechender Gesamtlänge europaweit zulassen. Allein das würde erhebliche Einsparungen bei Kosten und Emissionen bringen. Die Straßen würden auch profitieren und zwar sowohl was die Verkehrsdichte angeht als auch was die Belastung des Belags angeht.
60 Tonnen wären nebenbei auch für landwirtschaftliche Fahrzeugkombinationen sehr hilfreich. 40 Tonnen als Limit sind einfach nicht mehr Zeitgemäß.



In den Niederlanden sind schon 44 to möglich.
Das ist dann aber auch das Ende der Fahnenstange.

Aus zwei technischen Gründen können weder die Abmessungen, als auch die Tonnage
weiter erhöht werden:

Die Länge muß in Einklang mit den Ampelphasen (Räumzeit) stehen.
Die Achslasten dürfen sich nicht weiter erhöhen.
Eine Achslast geht in die Kalkulation der Lebensdauer einer Straßendecke mit
der fünften Potenz (!) ein.


Olli
Chief Executive Officer of Agriculture
Neo-LW
 
Beiträge: 9559
Registriert: So Feb 19, 2012 1:21
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Vario_TA » Do Aug 26, 2021 23:50

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

Vario_TA hat geschrieben:
Neo-LW hat geschrieben:Also Güterzüge fahren in Deutschland 80 km/h.
In Ausnahmefällen mal 100 km/h.

Das wäre mir neu :lol:
Mittlerweile sind 100km/h sind eher die Regel, auf einigen Strecken geht's auch noch zügiger.



Leider falsch.
Erstens ist die Streckengeschwindigkeit nicht maßgebend,
zweitens richtet sich die Höchstgeschwindigkeit des Zuges nach dem Waggon mit
der kleinsten Zulassung V(max),
drittens gibt es zwar viele Güterwagen die für 100 km/h zugelassen sind,
aber trotzden muss der Zug wegen dem SchlärmschG um 20 bis 30 km/h seine
Geschwindigkeit reduzieren, wenn GG-Bremssohlen auch nur an einem Wagen
verbaut sind.


Olli

Wo genau widerspricht mir das jetzt? Den Teil muss ich irgendwie überlesen haben.
Vario_TA
 
Beiträge: 2310
Registriert: Mo Aug 28, 2017 16:45
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Neo-LW » Do Aug 26, 2021 23:52

Moin,

100 km/h sind nicht die Regel.

Ich merke es ja, wenn ich Betra-Anträge schreibe, oder Signale berechne.


Olli
Chief Executive Officer of Agriculture
Neo-LW
 
Beiträge: 9559
Registriert: So Feb 19, 2012 1:21
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Vario_TA » Do Aug 26, 2021 23:56

Neo-LW hat geschrieben:Aus zwei technischen Gründen können weder die Abmessungen, als auch die Tonnage
weiter erhöht werden:

Die Länge muß in Einklang mit den Ampelphasen (Räumzeit) stehen.
Die Achslasten dürfen sich nicht weiter erhöhen.
Eine Achslast geht in die Kalkulation der Lebensdauer einer Straßendecke mit
der fünften Potenz (!) ein.


1. Die Länge ist für Ampeln überhaupt kein Problem.
2. Wo habe ich irgendwas von Erhöhung der Achslasten geschrieben? Du dichtest dir mal wieder einen Strohmann zusammen. Die Straßenbelastung SINKT bei unveränderter Achslast und erhöhtem Nutzlastanteil. Da gibt es nichts dran zu diskutieren, das ist ziemlich simple Mathematik. Ich weiß ja, dass du mit Mathematik auf Kriegsfuß stehst, aber das sollte doch noch möglich sein zu verstehen, oder?

Neo-LW hat geschrieben:100 km/h sind nicht die Regel.

Ich merke es ja, wenn ich Betra-Anträge schreibe, oder Signale berechne.

Offenbar merkst du es ja nicht :lol:
Vario_TA
 
Beiträge: 2310
Registriert: Mo Aug 28, 2017 16:45
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Südheidjer » Do Aug 26, 2021 23:57

In dem TV-Beitrag "Stiefkind Schiene" aus der Reihe "Exakt - Die Story" werden Gründe gezeigt, warum die Bahn besonders im Güterverkehr so ins Hintertreffen geraten ist.

https://www.ardmediathek.de/video/exakt-die-story/stiefkind-schiene/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9hYTJkNjMwYy0yNTZiLTQyZTktYTE3Ny05Y2UzYWEzYmRkYmM/

Bemerkenswert auch die Tatsache, daß Öko-Jünger einer Reaktivierung stillgelegter Strecken im Wege stehen.
Südheidjer
 
Beiträge: 13146
Registriert: Sa Nov 15, 2014 22:45
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Motorenkonzepte der Zukunft?

Beitragvon Neo-LW » Fr Aug 27, 2021 0:37

Moin,

nochmal:

Die Räumzeit bei den Ampelphasen ist fix.
Ist der LKW zu lang, gibt es bei der Kreuzung "grün" für den Gegner,
obwohl der 'Roadtrain' noch nicht durch ist.

Deswegen wird es in Deutschland keine längeren LKW geben.


Achslasten:

Wenn es bisher 40 to auf 5 Achsen waren, sind es 8 to je Achse.
60 / 8 = 7,5 also 8 Achsen.
Also müssten alles neue Zugmaschinen mit 4 Achsen und neue Auflieger mit 4 Achsen her.
Dazu mind. 2 Lenkachsen an der Zugmaschine und mind. 1 Lenkachse am Auflieger.
Naja, oder die zulässigen Achslasten erhöhen.
Das macht aber niemand freiwillig.


Also 2:0 gegen längere und schwerere LKW in Europa.


Olli
Chief Executive Officer of Agriculture
Neo-LW
 
Beiträge: 9559
Registriert: So Feb 19, 2012 1:21
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
174 Beiträge • Seite 7 von 12 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 12

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Geisi, Google Adsense [Bot], IHC-Bernhard, Milchtrinker

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki